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Alte Historische Fotos und Bilder Althengstett, Baden-Württemberg
Wappen Althengstett

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Geschichte Althengstett, Baden-Württemberg in Fotos

Eine kleine historische Referenz

Geographie: Die Gemeinde Althengstett besteht aus den Ortsteilen Althengstett (4746 Einwohner im Januar 2007), Neuhengstett (1904 Einwohner) und Ottenbronn (1446 Einwohner). Die Ortsteile Neuhengstett und Ottenbronn sind Ortschaften im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung mit jeweils eigenem Ortschaftsrat und Ortsvorsteher.

Im Ortsteil Althengstett liegen die abgegangenen Ortschaften Schweichingen (557 m ü. NN) und Unterer Wald. Im Ortsteil Neuhengstett liegt die Wüstung Schlehdorn.

Gründungszeitpunkt:

Einwohner: 7867

Geschichte:

Sehenswürdigkeiten:

Althengstett. Gasthaus zum Hirsch
Gasthaus zum Hirsch, Teilansicht
Althengstett. Gasthof und Pension zur Traube
Gasthof und Pension zur Traube, Besitzer Ernst Wohlgemuth, 1923
Althengstett. Gasthof und Pension zur Traube
Gasthof und Pension zur Traube
Althengstett. Hauptstrasse, Kirche
Hauptstrasse, Kirche, Festhalle und Schulhaus
Althengstett. Panorama der Stadt
Panorama der Stadt
Althengstett. Panorama von Straßen, 1920
Panorama von Straßen, Totalansicht, 1920
Althengstett. Panorama von Straßen, 1924
Panorama von Straßen, Kaufhaus C. Straile, Totalansicht, 1924
Althengstett. Panorama von Straßen, 1936
Panorama von Straßen, Kaufhaus C. Straile, Kirchturm, 1936

Geschichte von Althengstett

Überall um Althengstett können wir geschichtliche Spuren aus grauer Vorzeit finden: Es wurden vor allem auf der Gäuseite des Calwer Bezirks, aus der Zeit vor Christus Und aus römischer Zeit (bis etwa 150 nach Christus), Gräber und Brunnen der Kelten gefunden. Im "Unteren Wald" und im "Oberholz" (Ottenbronn) sind heute noch Gruppen von Hügelgräbern aus der Keltenzeit zu sehen.

Hengstett wird erstmals genannt in einer Urkunde des Klosters "Hirschau" um das Jahr 1120, das hier Güter erhielt. Danach gehörte der Ort ursprünglich den Grafen von Calw. Die Bediensteten -Ministerialen- der Grafen bauten sich in der näheren Umgebung kleine Herrensitze. Einer dieser Bediensteten namens "Hingo" ließ sich bei der Kirche von Hengstett ein kleines Schlösschen bauen, das zusammen mit der Kirche mit Graben und Mauer umgeben war.

Vom Schloß ging eine kleine Zugbrücke zum Giebel der Kirche, wo heute noch die Türöffnung zu sehen ist. 1595 wurde der größte Teil der Mauer und das gesamte Schloß abgebrochen und eingeebnet. Der Name "Hengstett" kommt zweifellos vom Namen dieses "Hingo", des Bediensteten des Grafen von Calw, da in alten Urkunden der Ort mehrmals als "Hingosteten" und "Hingsteten" genannt ist, was sicher als "Stätte des Hingo" gedeutet werden kann.

Lange Zeit bestand die Ansicht, dass der Ortsname von "Hengst" oder "Hengststätte" (also Pferdeweide oder so ähnlich) komme, was sich auch im Hengstetter Wappen, einem Pferd niedergeschlagen hat.

Geschichte von Neuhengstett

Neuhengstett wurde 1700 durch die Waldenser gegründet. Herzog Eberhard-Ludwig hatte sich bereit erklärt, diese heimatlosen Glaubensflüchtlinge bei sich in Württemberg aufzunehmen. Einigen Familien wurde die Fläche des heutigen Neuhengstett zugewiesen. Das meiste Land kam aus der Gemarkung Simmozheim, dann von Möttlingen und zu gleichen Teilen aus Hirsauischem Klosterbesitz und von Hengstett.

Der 30jährige Krieg und die nachfolgenden Pestjahre hatten einen großen Teil dieser Felder in herrenloses Ödland verwandelt, das von den genannten Orten auch wegen seiner schlechten Bodenqualität nicht mehr bebaut wurde. Am 30. August 1699 befahl der Herzog den Gemeinden Hengstett und Simmozheim, den Familien Obdach zu gewähren, damit diese im kommenden Winter geschützt wären. Ein Wohnen auf dem zugeteilten Land war zu dieser Zeit noch nicht möglich. Zu den waldensischen Vertriebenen kamen am 17. August 1700 weitere 27 Familien nach Simmozheim, 20 Familien nach Hengstett, acht Familien nach Möttlingen und vier Familien nach Ottenbronn.

Von Seiten des Herzogs wurde nun alles getan, um das den Flüchtlingen zugewiesene Land zu roden, damit dort gesiedelt (anfangs in Zelten und Baracken) und der Boden bearbeitet werden konnte. Von Ackerbau und Viehzucht , wie sie in der Gegend betrieben wurde, hatten die aus Piemont und Savoyen stammenden Bergbauern so gut wie keine Erfahrung. So pflanzten sie vor allem Kartoffeln an, was bei den Einheimischen nicht bekannt war.

Ihren neugegründeten Ort nannten die Waldenser nach dem Wohnort in ihrer ehemaligen Heimat im Pregeltal, Le Bourset. Weitere Namen wie Abeldorf, Welsch-Hengstett, Simmozheimer Colonie führten jedoch in den amtlichen Büchern zu Missverständnissen. Deshalb beschloß die Regierung im Jahr 1711, dem Ort den Namen "Neuhengstett" zu geben. Ab diesem Zeitpunkt erhielt Hengstett die Vorsilbe "Alt" und hieß nun "Althengstett".

Geschichte von Ottenbronn

Ottenbronn kommt im Jahr 1075 als "Ottenbrunnan" erstmals in dem Bestätigungsbrief König Heinrich IV. für das Kloster Hirschau unter den Gütern vor, die Graf Adalbert von Calw diesem Kloster neu hinzugestiftet hatte. Jedoch soll der Ort schon unter den frühesten Widemsgütern des Klosters Hirschau zu Beginn des 9. Jahrhunderts aufgeführt sein. Letzteres wird allerdings von verschiedenen Fachleuten bezweifelt; sie sind der Auffassung, dass die Nachricht von der Schenkung Ottenbronns an das Kloster Hirsau um 830 nach Christus deshalb nicht zutreffen könne, weil es sich hier um eine Vorform des Waldhufendorfs handele und die Gemeinde später bei der Aufzählung der Neubeschenkung von Calw genannt werde.

Der Ortsname ist wahrscheinlich von Ode (Otto) abgeleitet. Die Herrschaftsrechte über Ottenbronn kamen wohl mit Liebenzell an Baden. Markgraf Karl von Baden verkaufte beziehungsweise tauschte den Ort 1457 gegen Rechte in Unterhaugstett und anderen Orten an das Kloster Hirsau. Ottenbronn gehörte zum Württembergischen Klosteramt Hirsau und kam mit diesem im Jahr 1807 zum Oberamt Calw. Zum 1. Oktober 1974 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Neuhengstett und Ottenbronn in die Gemeinde Althengstett eingegliedert.

Quelle: www.althengstett.de


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