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Alte Historische Fotos und Bilder Ammerbuch, Baden-Württemberg
Wappen Ammerbuch

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Geschichte Ammerbuch, Baden-Württemberg in Fotos

Eine kleine historische Referenz

Geographie: Ammerbuch wurde 1971 gegründet

Zusammenschlussvereinbarung Ammerbuch 1977

Im Zuge der baden-württembergischen Gemeindereform haben sich sechs bis dahin eigenständige Gemeinden am 1. Dezember 1971 zur Einheitsgemeinde Ammerbuch zusammengeschlossen.

liegen an der Ammer - Altingen, Pfäffingen, Poltringen, Reusten

liegen am Schönbuch - Breitenholz, Entringen

Ammer und Schönbuch - daher der Name Ammerbuch.

Gründungszeitpunkt:

Einwohner: 11 264

Geschichte:

Sehenswürdigkeiten:

Ammerbuch. Altingen - Bereich Schulstraße
Altingen - Bereich Schulstraße, Pilgerstraße, 1958
Ammerbuch. Breitenholz - Bereich Bei der Linde
Breitenholz - Bereich Bei der Linde, Walterstraße, 1958
Ammerbuch. Entringen - Bereich Herdweg
Entringen - Bereich B28 und Herdweg, 1958
Ammerbuch. Entringen - Hohenentringen
Entringen - Hohenentringen
Ammerbuch. Pfäffingen - Kreuzung Dorfstraße
Pfäffingen - Kreuzung Dorfstraße, Wurmlinger Straße, Wiesweg, 1958
Ammerbuch. Poltringen - beim Wasserschloß
Poltringen - beim Wasserschloß, 1958
Ammerbuch. Reusten - Panorama
Reusten - Panorama
Ammerbuch. Reusten - Schulsteige
Reusten - Schulsteige, Jesinger Straße, Rottenburger Straße, 1958

Geschichte Ortsteil Ammerbuch

Altingen

Nach Mitteilung des baden-württembergischen Staatsarchivs wurde Altingen im Jahr 1182 erstmals schriftlich erwähnt. Um 1330 stand das Dorf zur Hälfte unter österreichischer, zur Hälfte unter württembergischer Herrschaft. Nach der Reformation wurde nur der württembergische Teil evangelisch, so dass die Häuser, die auf österreichischem Boden standen, katholisch blieben. Der Rundgang durch Altingen beginnt am Rathaus (Schwedenstraße 21). 1982 wurde das Gebäude nach grundlegender Renovierung zum zweiten Mal offiziell als Sitz der örtlichen Verwaltung eingeweiht. Nach seiner Erbauung im Jahr 1825 diente es bis 1967 als Rathaus. Von 1967 bis 1982 war die Verwaltung im alten Schulhaus, Pilgerstraße 2, untergebracht. Nicht weit entfernt, zur Ortsmitte hin, steht das sogenannte "Schwedenhaus" (Schwedenstraße 28), das um 1550 entstand. Es wird erstmals um 1681 als des "Alten Schultheißen Haus" erwähnt. Das dreistöckige Schwedenhaus verfügte über mehrere Wohnstuben und einen reich verzierten Fachwerkgiebel. Seinen heutigen Namen verdankt das Gebäude einem Mitglied der späteren Besitzerfamilie Haar: Jakob Haar. Dieser trug den Spitznamen "der Schwede".

Vom Schwedenhaus kommen wir durch die Zehnthofgasse zur Zehntscheuer von 1671. Die Gemeinde hat ihre Hälfte der Scheuer stufenweise zu einem Bürgerhaus mit Vereinsräumen umgebaut. Dabei wurde auch der Durchgang zur Schulstraße hin hergestellt. 1966 wurde die Schule erbaut; das alte Schulhaus, Schulstraße 12, stammt von 1879/80 und beherbergte zwei Klassenräume mit zwei Eingangstüren, jeweils für katholische und evangelische Schüler. Das war der Teilung des Dorfes um 1330 in die zwei Herrschaftsgebiete Württemberg und Österreich geschuldet. Am Anfang der Schulstraße, am Ortseingang von Reusten her, steht die 1860/61 erbaute evangelische Kirche. Ein weiteres ehemaliges Schulhaus ist das Gebäude Pilgerstraße 2, das dann von 1967 bis 1982 als Rathaus diente und anschließend von der Gemeinde zum Ärztehaus umgebaut wurde. Wenn wir über die Schwedenstraße zum Dorfkern zurückgehen, passieren wir die Burgstraße, den Magnusweg und gelangen dann zur Pfarrkirche St. Magnus. Die Pfarrei ist 1275 erstmals erwähnt, der Kirchenheilige St. Magnus erst 1489. Die Kirche liegt inmitten eines burgartig ummauerten Kirchhofes, ihr mächtiger Ostchorturm weist vier Stockwerke und einen fast quadratischen Grundriss auf. Das Unterteil des Turmes einschließlich des Wehrgeschosses dürfte aus dem 12. Jahrhundert stammen.

Breitenholz

Breitenholz wird 1296 erstmals schriftlich erwähnt.

Hervorzuhebende alte Gebäude sind neben dem Rathaus und der Kirche das ehemalige Gasthaus zum Lamm. Das "Lamm" mit seinem Krüppelwalmdach trägt einen Balkon mit Eisengeländer, von dem Teile aus dem 17. Jahrhundert stammen können. Der ungewöhnlich schöne Gasthausausleger stammt aus dem 18. Jahrhundert.

Das Rathaus mit seinem hohen Dachreiter stammt aus dem Jahr 1563. Nach einer Renovierung 1899 folgte 1958 ein Umbau. Die Kirche wird als Kapelle 1453 erstmals im Zusammenhang mit der Stiftung einer Frühmesse zu Ehren des heiligen Wendelin erwähnt. Das Langhaus der Kirche wurde 1964 neu gebaut.

Der zur Gemarkung Breitenholz gehörende große Schönbuch-Waldanteil stammt aus der Ablösung der Schönbuchgerechtigkeiten 1827 (Gemeindewald) und aus der "Aufteilung der Staatsdomänen zu bestimmten Gemeindebezirken" um 1830 (Staatswald). Der Waldanteil reicht bis zur "Teufelsbrück" im Goldersbachtal, auch die Königsjagdhütte liegt auf der Gemarkung Breitenholz.

Entringen

Urkundlich erscheint der Name "Antringen" erstmals im Jahr 1075 in Verbindung mit dem Entringer Adelsherren Adalbertus de Antringen auf der Gründungsurkunde des Klosters Hirsau.

Funde weisen darauf hin, dass das Gebiet um Entringen schon in alemannischer Zeit besiedelt war. 1904 entdeckten Arbeiter nahe dem Dorf eine Goldgriffspatha (Prunkschwert mit goldbelegtem Griff und wertvollen Beschlägen) und einen Helm aus dem 5. Jahrhundert. Diese Funde sind heute im Württembergischen Landesmuseum in Stuttgart ausgestellt. Um die 1930er Jahre wurden im Gebiet der heutigen Bahnhofstraße/Zeppelinstraße alemannische Reihengräber gefunden. 1999 entdeckte man noch zwei Pferdeskelette aus der Zeit um 500 n. Chr., die zu einem gut ausgestatteten Kriegergrab gehörten, das schon 1926 ausgegraben worden war. Die bisher letzten Ausgrabungsfunde wurden im Juni 2004 in der Zeppelinstraße und 2013 in der Zehntscheuer an der Kirchstraße gemacht. Hier wurden weitere Alemannengräber und frühchristliche Gräber entdeckt.

Entringen entwickelte sich über die Jahrhunderte hinweg von der alemannischen Siedlung zu einem landwirtschaftlich geprägten, württembergischen Dorf. Seit über 100 Jahren lautet der Ortsneckname der Entringer "Storchenschendler". Dies nach der geglückten Rettung eines vom Kirchendach abgestürzten Jungstorchs, dessen gebrochenes Bein mit einer Schindel geschient wurde.

Im Jahr 2000 wurde mit vielfältigen Aktivitäten das 925-jährige Jubiläum von Entringen begangen, 2002 wurde das 550-jährige Bestehen der evangelischen Michaelskirche gefeiert.

Pfäffingen

Pfäffingen wird urkundlich 1188 erstmals erwähnt.

Mindestens zwei Mal änderte sich der Siedlungsschwerpunkt von Pfäffingen. Ende des 17. Jahrhunderts war das Dorf noch zweigeteilt: Nördlich der Ammer standen die Kirche und zwei Schlösschen, der kleinere südliche Teil des Ortes beherbergte das Schlossgut der Herren von Gültlingen. Der ständigen Überschwemmungen durch die Ammer müde, verlegten die Dorfbewohner 1711 Kirche plus Friedhof und Schule auf die hochwasserfreie Südseite des Ortes. Dieser planmäßige Umzug erlaubte die ebenmäßige Anlage des Dorfes. Das heutige Rathaus steht an der Stelle des ehemaligen Schlosses. Ein völlig separater Ortsteil entwickelte sich in Pfäffingen dann um den 1909 errichteten Bahnhof. Hier entstand ein gewerblich-industrielles Zentrum, zu dessen Wachstum die damalige Firma Maico wesentlich beitrug.

Durch diesen Pfäffinger "Vorort" gelangen wir zum alten Ortsteil. Rechter Hand, etwas abseits der Langen Gasse, steht die Zehntscheuer, die heute das Feuerwehrmagazin und die Räume des Jugendclubs enthält. Diese große Doppelscheuer wurde 1704 errichtet, nachdem hier ein altes, baufälliges Schloss 1699 abgerissen worden war.

An der jetzigen Dorfstraße, die wir über den Ammersteg vom Herrschaftsgarten her erreichen, dürfte das sogenannte "Mittelschloss" gestanden haben (Anwesen Gässle 6 und Dorfstraße 14). Weiter im Westen der Dorfstraße schließt sich linker Hand der "Schlosshof" an, der das frühere "Obere Schloss" umfasst. Das Rathaus, 1811 als Meiereigebäude erbaut, wurde 1828 von der Gemeinde erworben und 1898 umgebaut; es diente bis 1960 auch als Schulhaus. Im Jahr 1986 wurde die umfangreiche Sanierung des Gebäudes abgeschlossen und der Hof mit dem Gänsebrunnen neu gestaltet. Heute sind im Rathaus neben dem Bürgerbüro der Gemeinde auch die Gemeindebücherei und Räume der Schülerbetreuung untergebracht.

Der Schlossgarten, umgeben von einer Mauer des 18. Jahrhunderts, erstreckt sich zwischen Dorf- und Michaelstraße bis zur Eberhardtstraße. Das Gelände wurde 1864 bis 1885 überbaut, wobei die Mauer abgebrochen wurde (Reste davon in der Michaelstraße). Die Kelter an der Dorfstraße 40 wurde 1811 aus dem Sulztal an ihren heutigen Platz versetzt.

Wenn wir die Dorfstraße zurückgehen, gelangen wir zur Michaelskirche, die 1275 erstmals erwähnt wird, der Kirchenheilige erstmals 1483. Die Michaelskirche wurde 1711 unter Verwendung von Bauteilen des alten Gotteshauses im Tal errichtet.

Pfäffingen, in den 50er und 60er Jahren des letzten Jahrhunderts, durch seine Motorräder von "Maico" weltbekannt, ist heute ein schön renoviertes Dorf, das in seinem Ortskern, besonders um den Schlosshof beim Rathaus, zum Verweilen einlädt.

Poltringen

Poltringen im Ammertal wurde erstmals im Jahr 1191 urkundlich erwähnt. Bevor es 1805 ganz zur württembergischen Staatshoheit kam, stand Poltringen zu zwei Dritteln unter österreichischer und zu einem Drittel unter württembergischer Herrschaft. Für das Poltringer Wasserschloss gibt es eine eigene Infoseite bei den "Sehenswürdigkeiten".

Klemenskirche und Stephanskirche

  • Mitten im Ort steht die St. Clemens-Kirche (links) mit romanischen Elementen (Taufstein, Langhaus) und gotischen Elementen (Chor).
  • Die St. Stephanus-Kirche (1275 erstmals erwähnt) steht etwas außerhalb des Ortes wurde Mitte des 18. Jahrhunderts im Barockstil neu erbaut.

Beide Kirchen werden von der in Poltringen überwiegend katholischen Bevölkerung genutzt.

Reusten

Für die erste urkundliche Erwähnung von Reusten gibt es kein genaues Datum, nur den Hinweis in der Reichenbacher Schenkung (siehe weiter unten), die zwischen 1138 und 1152 entstand.

In der Jesinger Straße liegt das 1822 erbaute Pfarrhaus und ein Stück weiter, an der Abzweigung nach Rottenburg, treffen wir mitten im Flecken auf die 1760 umgewandelte "Kelterkirche". Dies war ursprünglich eine Kelter. 1575 wurde diese Kelter vom Kloster Bebenhausen erbaut, dem Reusten von 1293 bis zur Auflösung des Klosteramtes 1808 gehörte.

Ganz in der Nähe steht das 1855 erbaute Backhaus, das immer noch in Betrieb ist. Auch das 1793 erbaute Rathaus befindet sich ganz in der Nähe an der Einmündung zur Sommergasse. Eine Wintergasse, die ihrem Namen alle Ehre macht, liegt im Schatten des Kirchberges.

Bis in die 1960er Jahre wurde in Reusten in verschiedenen Steinbrüchen Kalkstein gebrochen. Der Abbau war durch die Aufwölbung des "Reustener Sattels" hier besonders ergiebig.

Als das Siedlungsgebiet im Tal zu eng wurde, entstanden nach dem Krieg die "Wolfsbergsiedlung" auf dem Berg und ein weiteres Wohngebiet, die "Breite", rechts an der Straße nach Altingen. Zu erreichen ist die Wolfsbergsiedlung vor allem über die 1991 neu ausgebaute Schulsteige. Dafür musste das 1792 erbaute alte Schulgebäude weichen.

Reusten wurde wohl von den Alemannen etwa im 6. Jahrhundert gegründet. Der Name lässt sich wahrscheinlich von dem alemannischen Vornamen: "Rusto" ableiten. Bei Grabungen wurden auf dem Kirchberg jungsteinzeitliche Siedlungen entdeckt. Die ältesten Funde lassen sich bis ungefähr 4500 v. Chr. zurückdatieren. Reste einer mittelalterlichen Burg geben bis heute Rätsel auf. Auf dem Kirchberg wurde von Bebenhauser Mönchen um 1300 die Heiligkreuzkirche erbaut, die bis 1759 dort oben stand.

Erwähnt werden sollte noch die alte Römerstaße, die nördlich der Wolfsbergsiedlung verlief und die später "Königsstraße" genannt wurde. An ihr befand sich im Mittelalter ein alter germanischer Gerichtsplatz. Eine Schenkung, zur Zeit Kaiser Lothars, die auf diesem Gerichtsplatz besiegelt wurde, war Anlass für die erste urkundliche Erwähnung von "Rusten" im Schenkungsbuch des Klosters Reichenbach; niedergeschrieben zwischen 1138 und 1152.

Quelle: www.ammerbuch.de


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