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Alte Historische Fotos und Bilder Burgkunstadt, Bayern
Old historical photos and pictures Burgkunstadt, Bavaria

Wenn Sie habe Vergessen deine Vergangenheit - Ihr wirst keine Zukunft haben


Wappen Burgkunstadt

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Geschichte von Burgkunstadt, Bayern in Fotos
History of Burgkunstadt, Bavaria in photos

Eine kleine historische Referenz

Geographie: Stadtgliederung:

• Burgkunstadt mit Meuselsberg und Kaltenreuth

• Mainroth

• Theisau mit Mainklein

• Weidnitz

• Ebneth mit Hainweiher und Pfaffeggetten

• Gärtenroth mit Wildenroth, Lopphof, Eben, Flurholz und Neue Weiher

• Kirchlein mit Reuth und Hainzendorf

• Neuses am Main

Gründungszeitpunkt:

Einwohner: 6 455

Geschichte:

Sehenswürdigkeiten:

Burgkunstadt. Hindenburg-Platz
Hindenburg-Platz
Burgkunstadt. Holzmarkt
Holzmarkt
Burgkunstadt. Kulmbacher Straße
Kulmbacher Straße
Burgkunstadt. Kulmbacher Straße mit Rathaus, 1940
Kulmbacher Straße mit Rathaus, 1940
Burgkunstadt. Lichtenfelser Straße
Lichtenfelser Straße
Burgkunstadt. Marktplatz
Marktplatz
Burgkunstadt. Markt mit Rathaus
Markt mit Rathaus
Burgkunstadt. Marktplatz mit Kirche
Marktplatz mit Kirche

Geschichte

Einst und jetzt

Am Marktplatz von Burgkunstadt scheint sich seit dem späten Barock nur wenig verändert zu haben - und dieser Eindruck trügt auch nicht!

Das einzigartige Ensemble aus Amts- und Bürgerhäusern, Brunnen und Stadtpfarrkirche prägt den Ortskern schließlich schon seit Jahrhunderten.

Das herrliche Fachwerkrathaus wurde seit 1690 nachweislich nicht mehr verändert. Den sichtbaren Beleg für eine unwiderruflich vollzogene Veränderung findet sich dagegen auf dem historischen Judenfriedhof: Kunstfertig behauene Grabsteine sind alles, was von der fränkisch-jüdischen Kultur geblieben sind!

Ein Jahrtausend bewegte Geschichte

Wenngleich spärliche frühgeschichtliche Funde auf eine sehr lange Vergangenheit als Siedlungsstadt hindeuten, niemand vermag genau zu sagen, wo die Anfänge wohl liegen, wann Burgkunstadt entstand. Der eigentliche Ursprung des Ortes verliert sich im Dunkel der vorkarolingischen Jahrhunderte.

Erst ein Synodalprotokoll des damals noch jungen Bistums Bamberg aus dem Jahre 1059, worin ein Aepelin von Counstat als Fürsprecher in einer Rechtssache benannt ist, rückt Burgkunstadt aus der Anonymität in das Licht der Geschichte. Das also ist der urkundlich gesicherte, historische Geburtstag des Ortes, der wenig später als "Urbs" oder Castrum'(Burg) Chunstat weitere Erwähnung findet, und sich wahrscheinlich um eine ottonische Landesburg gebildet hat.

Als "Stadt" ausdrücklich zwar erst 1323 so bezeichnet, lässt sich aus einigen Dokumenten indessen schließen, dass Burgkunstadt, dem Bischof gehörig, schon um 1250 mit den Markt- und Stadtrechten ausgestattet gewesen sein dürfte, wie denn auch in der Folge eigenes Siegel und Getreidemaß, Mulz- und Brauprivilegien sowie urkundlich überlieferte Bürgerrechte und Pflichten eindrucksvoll Zeugnis geben, dass ein lebendiges Gemeinwesen sich zu formen, zu verwalten und erfolgreich zu behaupten wusste.

Wie Ausgrabungen des Bayer. Landesamtes für Denkmalpflege des Jahres 1975 auf der alten Vogtei zu Burgkunstadt ergeben haben, wurde dort um 830 eine mächtige und weitläufige Burganlage erbaut.

Ihre Errichtung unter Ludwig dem Deutschen scheint in engstem Zusammenhang mit der Bildung der Sorbischen Mark und der Nordgaumark sowie der Bedrohung Oberfrankens durch das Großmährische Reich zu stehen. Urkundlich wird die spätkarolingische Wehranlage Kunstat auf dem Terrassensporn des nördlichen Mainufers zwischen dem Weihers- und Gartenbach erst 1059 mit der Nennung eines Aepelin von Counstat, dem Burggrafen Adelbert, fassbar.

Die Kunstater Burganlage war im 9./10. Jahrhundert ein bedeutendes militärisches und herrschaftliches Zentrum am Obermain. Im 12. Jahrhundert lag die Burg vorübergehend in Händen der Staufer. 1160 löst sie Kaiser Friedrich I. Barbarossa aus dem Reichslehenverband und gibt die Burganlage an den Bischof Hermann II. von Bamberg zurück.

Die Stadtwerdung im mittelalterlichen Rechtssinn beginnt bereits um die Mitte des 13. Jahrhunderts mit der Gründung der Stadtpfarrei durch den Stadtherrn, den Bischof, außerdem mit der Bildung des Amtes Kunstadt zur gleichen Zeit, was die erste Nennung eines Amtsmannes Ludwig 1288,1299 bestätigt.

Kriegs- und Schicksalsschläge

Es gibt keinen Stadtgründungsakt und auch keine Gründungsurkunde.

Die Stadtentwicklung ist ein langer Prozess, der sich über Jahrhunderte hinzieht. Doch ist die Formung und Entstehung eines städtischen Gemeinwesens, wie sich aus den Güterbeschreibungen des Hochstifts Bamberg aus den Jahren 1323/28 und 1348 ergibt, in der Mitte des 14. Jahrhunderts zu einem gewissen Abschluss gekommen.

Aus einigen Dokumenten lässt sich schließen, dass Burgkunstadt schon um 1250 mit den Markt- und Stadtrechten ausgestattet gewesen sein dürfte, wie denn auch in der Folge eigenes Siegel und Getreidemaß, Malz- und Brauprivilegien sowie urkundlich überlieferte Bürgerrechte und -pflichten eindrucksvoll Zeugnis geben, dass ein lebendiges Gemeinwesen sich zu formen, zu verwalten und erfolgreich zu behaupten wusste.

Doch auch von Not, Elend und Leid blieb die Stadt während der Zeitläufe des Mittelalters nicht verschont. 1460 "zugrunde verbrannt", 1553 "abermals ausgeplündert und abgebrannt" - davon weiß die Chronik in dürren Worten zu berichten. Zusammen mit den vielfältigen Drangsalen des Dreißigjährigen Krieges kam dann der schreckliche Höhepunkt, als 1626 und 1634 die Pest ausbrach. Von den damals etwa 550 Einwohnern sind binnen eines halben Jahres 195 bzw.143 Pesttote "zur Erde bestattet worden".

Zeiten der Heimsuchung, die nicht nur Wohlstand und Leben ganzer Familien vernichteten, sondern auch den Fortbestand eines Gemeinwesens in Frage stellten. Der Zähigkeit und dem unbeugsamen Lebenswillen seiner Bewohner war es in den ruhigeren Jahrzehnten nach diesen Schicksalsschlägen zu verdanken, wenn es schließlich mit Burgkunstadt - das wohl noch einmal im Siebenjährigen Krieg von den Auseinandersetzungen berührt wurde, aber durch kluges Taktieren seiner Bewohner mit relativ geringen Schäden (2350 fl.) an Gut und Geld glimpflich davonkam - langsam aber stetig aufwärts ging.

Obschon regsam in Handel, Handwerk und Gewerbe, und günstig an den damaligen Verkehrsadern gelegen, setzte die eigentliche Wandlung des mehr bäuerlichen Burg- und Landstädtchens zur kleinen Industriestadt dennoch verhältnismäßig spät ein.

Der Marktplatz

Eine neue Phase der Entwicklung wird 1888 mit der Gründung der 1. Schuhfabrik durch den 21-jährigen Joseph Weiermann eingeleitet. Burgkunstadt wird Zentrum der bayerischen Schuhindustrie.

Die Gründung und der Aufbau des Versandhauses Friedrich Baur legten den Grundstein zur Entwicklung einer wohlhabenden und modernen Stadt, die zum Glück nur im bescheidenen Maße ihren alten vertraulichen Rahmen gesprengt hat.

Eine städtebauliche Kostbarkeit ist der Burgkunstadter Marktplatz. Diesen erfüllt die Pfarrkirche St. Heinrich und Kunigunde mit dem spätbarocken Turm, auf der anderen Seite, als Kontrapunkt sozusagen, das großartige Rathaus des Zeiler Zimmermanns Jörg Hoffmann von 1689/90 im Fachwerk-Prachtstil. Beide Gegenpole verbindet der Reigen breitbrüstiger Bürgerhäuser mit Walmdächern zu einer beglückenden Einheit.

Weitere Literatur: Spaziergang durch Burgkunstadt; Stadtführer; Burgkunstadt - eine Karolingische Burganlage (Ausgaben erhältlich bei der Stadtverwaltung bzw. im Buchhandel).

Wirtschaftsraum

Kunstadter Wirtschaftsraum

Dank der günstigen geographischen Lage an der Kreuzung zweier alter Handelsstraßen, hat sich in der Stadt Burgkunstadt schon seit dem frühen Mittelalter ein reges Wirtschaftsleben entwickelt.

Neben der bodenständigen Landwirtschaft befindet sich in der Stadt schon viele Jahrhunderte ein blühendes Handwerk, Handel und Gewerbe.

Insbesondere die Korbmacher, die Bierbrauer und nicht zuletzt die Gerber, Weber und Schuhmacher belebten die Wirtschaft der Stadt und hoben sie als wirtschaftlichen Mittelpunkt des Raumes besonders hervor. Die Erzeugnisse kamen auf dem Wasser- und Landwege in fast alle Länder Mitteleuropas bis nach Rußland.

Das fränkische Pirmasens

Leider hat auf Grund der Billigprodukte aus dem asiatischen Raum 1990 die letzte Schuhfabrik in Burgkunstadt ihre Tore schließen müssen. Geblieben ist die Erinnerung an die frühere Blüte der Schuhindustrie in Form des Deutschen Schustermuseums, in dem zahlreiche Exponate die hundertjährige Geschichte dokumentieren.

Burgkunstadt ist heute mit dem Großversandhaus Baur, einer Maschinenfabrik, die Weltmarktführer für Schneidemaschinen in der Reifenherstellung ist, einer IT- und IP-Fachfirma sowie zahlreichen mittelständischen Firmen und Handwerksbetrieben ein wirtschaftlicher Mittelpunkt im Landkreis Lichtenfels und gibt den Bürgern aus Stadt und Land seit vielen Jahrzehnten eine sichere Existenz.

Quelle: burgkunstadt.eu



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