Author
Alte Historische Fotos und Bilder Bad Salzuflen, Nordrhein-Westfalen
Old historical photos and pictures Bad Salzuflen, North Rhine-Westphalia

Wenn Sie habe Vergessen deine Vergangenheit - Ihr wirst keine Zukunft haben


Wappen Bad Salzuflen

Städte der Welt • Der Städte Deutschland • Liste der Städte Land Nordrhein-Westfalen

Geschichte von Bad Salzuflen, Nordrhein-Westfalen in Fotos
History of Bad Salzuflen, North Rhine-Westphalia in photos

Eine kleine historische Referenz

Geographie: Die Stadt gliedert sich in die zwölf Ortsteile:

Bad Salzuflen, Biemsen-Ahmsen, Ehrsen-Breden, Grastrup-Hölsen (mit Hölserheide), Holzhausen (mit Sylbach), Lockhausen, Papenhausen, Retzen (mit Volkhausen und Bergkirchen), Schötmar, Werl-Aspe (mit Knetterheide), Wülfer-Bexten und den flächenmäßig größten Ortsteil Wüsten (mit Frettholz, Glimke, Hellerhausen, Hollenstein, Pehlen, Pillenbruch, Voßhagen und der Waldemeine).

Die bevölkerungsreichsten Ortsteile sind Bad Salzuflen mit etwa 19 500 Einwohnern, Schötmar mit 8 700 Einwohnern, Werl-Aspe mit 7 400 und Wüsten mit 3 800 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013).

Zusammen machen diese vier Ortsteile gut 70% der Bad Salzufler Bevölkerung aus. Die Ortsteile Bad Salzuflen, Schötmar, Werl-Aspe, Holzhausen und Ehrsen-Breden bilden eine durchgängige Siedlungsfläche.

Gründungszeitpunkt:

Einwohner: 53 746

Geschichte:

Sehenswürdigkeiten:

Bad Salzuflen. Ackerbürgerhaus, Straßenansicht mit Einfriedung, 1926
Ackerbürgerhaus, Straßenansicht mit Einfriedung, 1926
Bad Salzuflen. Altdeutsche Häuser am Markt, Apotheke, Handlung, Ratsdrogerie von G. Kellner, 1934
Altdeutsche Häuser am Markt, Apotheke, Handlung, Ratsdrogerie von G. Kellner, 1934
Bad Salzuflen. Alte Bürgermeisterhaus, 1954
Alte Bürgermeisterhaus, 1954
Bad Salzuflen. Altes Giebelhaus, Langestraße
Altes Giebelhaus, Langestraße
Bad Salzuflen. Altes Giebelhaus, Langestraße
Altes Giebelhaus, Langestraße
Bad Salzuflen. Erholungsheim 'Tittel' am Wellenfeld Straße, 6
Erholungsheim 'Tittel' am Wellenfeld Straße, 6
Bad Salzuflen. Kurpark, 1911
Kurpark, 1911
Bad Salzuflen. Villen am Kurpark, 1924
Villen am Kurpark, 1924
Bad Salzuflen. Familienerholungsheim 'Haus Otto' am Friedensstraße
Familienerholungsheim 'Haus Otto' am Friedensstraße
Bad Salzuflen. Giebelhäuser
Giebelhäuser
Bad Salzuflen. Hauptallee und Leuchtfontäne
Hauptallee und Leuchtfontäne
Bad Salzuflen. Haus am Parkstraße
Haus am Parkstraße
Bad Salzuflen. Jugendheim, 1932
Jugendheim, 1932
Bad Salzuflen. Kinderkurheim 'Bethesda' und Gradierwerk
Kinderkurheim 'Bethesda' und Gradierwerk
Bad Salzuflen. Kurhaus, 1929
Kurhaus, 1929
Bad Salzuflen. Kurhaus, Konzertplatz
Kurhaus, Konzertplatz
Bad Salzuflen. Kurpark Eingang, 1958
Kurpark Eingang, 1958
Bad Salzuflen. Kurpark und Gradierwerk, 1926
Kurpark und Gradierwerk, 1926
Bad Salzuflen. Leopold-Bad
Leopold-Bad
Bad Salzuflen. Parkstraße, 1917
Parkstraße, 1917
Bad Salzuflen. Parkstraße mit Villen, 1911
Parkstraße mit Villen, 1911
Bad Salzuflen. Rosengarten mit den Kurmittelhäusern
Rosengarten mit den Kurmittelhäusern
Bad Salzuflen. Schliepsteiner Turm
Schliepsteiner Turm
Bad Salzuflen. Turmstraße mit Katzenturm
Turmstraße mit Katzenturm

Geschichte

Der Fund des Faustkeils von Bad Salzuflen lässt darauf schließen, dass das Gebiet von und um Bad Salzuflen mindestens seit dem Mittelpaläolithikum, der mittleren Altsteinzeit, von Menschen besiedelt ist. Der Faustkeil gilt mit einem Alter von 350.000 bis 300.000 Jahren als das älteste gefundene Steinwerkzeug in Westfalen.

Mitte des 11. Jahrhunderts werden die Siedlung „Uflon“ und eine dort befindliche Salzstätte erstmals schriftlich erwähnt. „Uflon“ bedeutet in Altniederdeutsch „am Wald“ (uf oder up = auf oder an; lon oder loh = Nutzwald, lichter Wald, Gehölz). Später wurde daraus „Uflen“, auch „Mitteluflen“ oder „Dorf Uflen“.

Die Nutzung der salzhaltigen Paulinenquelle führte im Mittelalter zur Errichtung der ersten Saline. Diese Salzwerkstätten befanden sich an einem Ort, der noch heute „Salzhof“ genannt wird und dessen Brunnen im Wappen der Stadt dargestellt ist.

Dank dem einträglichen Salzhandel und der Förderung unter Herrschaft der Grafen von Sternberg vergrößerte sich der Ort. Um 1300 wurde eine erste Kapelle auf dem Hallenbrink errichtet. 1377 wird Salzuflen von den Sternbergern an die Grafen von Schaumburg verkauft. Im Jahre 1400 geht Salzuflen schließlich durch Verpfändung in den Besitz der Edelherren zu Lippe.

Während der Soester Fehde wurde das nur wenig befestigte Salzuflen 1447 von böhmischen Söldnern stark zerstört. Im Zuge des Wiederaufbaus erhielt der Ort um 1450 eine Ringmauer mit vier Toren – Schliepsteiner Tor nach Norden (Exter), Heßkamper Tor nach Nordosten (Vlotho/Wüsten), Ostertor nach Südosten (Schötmar), Herforder Tor nach Westen (Herford) – und drei Wehrtürme, unter anderem der Katzenturm, der noch heute erhalten ist. 1488 erhält der so vergrößerte Ort durch den lippischen Landesherrn Graf Bernhard VII. die Stadtrechte verliehen. Bis zum Dreißigjährigen Krieg florierte der Handel mit dem weißen Gold und brachte großen Reichtum in die Stadt. Prachtvolle Bürgerhäuser im Stil der Weserrenaissance und das alte 1545/47 erbaute Rathaus sind Zeugen dieser Blütezeit.

Der Dreißigjährige Krieg (1618–1648) beendete die fast 200 Jahre andauernde Blütezeit der Stadt. Bei zahlreichen Truppendurchzügen wird die Stadt schwer beschädigt. Die Anzahl der Stadtbewohner ging bis 1645 um mehr als die Hälfte auf 900 zurück. Während des Siebenjährigen Krieges (1756–1763) wird die Stadt erneut schwer geschädigt. Im Jahre 1762 zerstört ein durch Blitzschlag verursachter Brand weite Teile der Stadt. 1766 wurde die Saline an den Landesherrn Graf Simon August zu Lippe verkauft. Dieser ließ das Salzwerk grundlegend modernisieren und Gradierwerke errichten. Da alle Gewinne aus der Saline nun aber an den Landesherrn fielen, konnte Salzuflen hiervon nicht mehr profitieren. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Stadt in Folge dessen nur langsam. Erst durch eine von Medizinalrat Heinrich Hasse gegründete Badeanstalt im Jahre 1818 begann allmählich der erneute Aufschwung Salzuflens zum Kurort.

Bekannt geworden ist Bad Salzuflen durch den Kurbetrieb. Mit seinen drei Trink-, drei Thermal- und drei Solequellen hatte es den Status eines lippischen Staatsbades. Obwohl die Gründung des fürstlichen Solebads annähernd 100 Jahre zuvor erfolgt war, erhielt Salzuflen den Namenszusatz „Bad“ erst am 14. April 1914.

Die hohe Heilkraft des Wassers führte dazu, dass neue Badehäuser entstanden und weitere Quellen erbohrt wurden, so zum Beispiel der Leopoldsprudel, dessen Brunnentempel sich inmitten des heutigen Kurparks befindet. Die Entwicklung zum Kurort führte zu bedeutenden Veränderungen im Stadtbild. Die Saline auf dem Salzhof stellte die Salzproduktion ein und bildet heute den „Stadtplatz“, auf dem Wochenmarkt und Stadtfeste stattfinden. Die Gradierwerke entwickelten sich zu einem Ort, an den sich Menschen mit Atemwegserkrankungen zurückzogen. Im Laufe der Zeit verschwanden die alteingesessenen Industriesparten und wurden durch den Handel und das Kurwesen ersetzt, von dem auch die zahlreichen Pensionen der Stadt profitierten.

Der wirtschaftliche Aufschwung im 19. Jahrhundert hing auch eng mit den 1850 gegründeten Hoffmann’s Stärkefabriken zusammen, die später zum größten europäischen Stärkeproduzenten aufstiegen. Mit Eröffnung der Bahnlinie Herford–Detmold erhielt Salzuflen 1880 einen Anschluss an das Schienennetz; der Salzufler Bahnhof ging 1881 in Betrieb.

Die strategisch eher unbedeutende Lage bewahrte Bad Salzuflen während des Zweiten Weltkrieges weitgehend vor Bombenangriffen der Alliierten, so dass die Stadt den Krieg relativ unbeschadet überstand und nach Kriegsende zum Sitz mehrerer Militärmissionen wurde.

Religionen

In Bad Salzuflen gibt es eine Vielzahl von Religionsgemeinschaften. Da Bad Salzuflen im heute protestantisch geprägten Kreis Lippe liegt, überwiegt die Anzahl evangelischer Christen. Die sieben evangelisch-reformierten Gemeinden gehören zur Klasse Bad Salzuflen der reformierten Lippischen Landeskirche, die drei evangelisch-lutherischen Gemeinden mit zusammen fünf Pfarrbezirken zur einzigen lutherischen Klasse in Lippe. Daneben gibt es zwei römisch-katholische Gemeinden des Erzbistums Paderborn, sieben freikirchliche Gemeinden unterschiedlicher Religionsgruppen, eine neuapostolische Gemeinde sowie zwei islamische Gemeinden. Eine jüdische Gemeinde gibt es in Bad Salzuflen seit der Zeit des Nationalsozialismus nicht mehr. Die nächstgelegene Synagoge steht in Herford, sie gehört zur Jüdischen Gemeinde Herford-Detmold.

Das Ergebnis des Zensus 2011 ergab folgende Verteilung: Römisch-katholische Kirche: 11,6 %, Evangelische Kirche: 54,5 %, sonstige, keine, ohne Angabe: 33,9 %.

Verwaltungsgeschichte

Zwei Jahre nach der Gliederung des Freistaats Lippe in Kreise wurde Bad Salzuflen 1934 in den Kreis Lemgo eingegliedert.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Freistaat Lippe durch eine Militärverordnung der britischen Besatzungsmacht am 21. Januar 1947 mit dem Land Nordrhein-Westfalen vereinigt. Die Stadt Bad Salzuflen wurde damit am 1. April 1947 dem neu gebildeten Regierungsbezirk Minden-Lippe zugehörig, welcher bereits am 2. Juni 1947 in Regierungsbezirk Detmold umbenannt wurde.

Im Rahmen der nordrhein-westfälischen Gebietsreform wurden die beiden Städte Bad Salzuflen und Schötmar sowie die zehn Gemeinden Biemsen-Ahmsen, Ehrsen-Breden, Grastrup-Hölsen, Holzhausen, Lockhausen, Papenhausen, Retzen, Werl-Aspe, Wülfer-Bexten und Wüsten zum 1. Januar 1969 im Zuge der Umsetzung des „Gesetzes zur Neugliederung des Landkreises Lemgo“ zur neuen Stadt Bad Salzuflen zusammengeschlossen. Außerdem wurden kleine Teile der Gemeinden Krentrup, Nienhagen und Welstorf eingemeindet.

Im Zuge der Umsetzung des Bielefeld-Gesetzes wurden die Kreise Lemgo und Detmold zum 1. Januar 1973 zum neuen Kreis Lippe zusammengelegt, zu dem Bad Salzuflen seitdem gehört.

Quelle: de.wikipedia.org



Robinson Rd, CB 13862 Nassau, NP, The Bahamas
Flag Counter