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Alte Historische Fotos und Bilder Bottrop, Nordrhein-Westfalen
Old historical photos and pictures Bottrop, North Rhine-Westphalia

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Wappen Bottrop

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Geschichte von Bottrop, Nordrhein-Westfalen in Fotos
History of Bottrop, North Rhine-Westphalia in photos

Eine kleine historische Referenz

Geographie: Die kreisfreie Großstadt Bottrop liegt im Ruhrgebiet in Nordrhein-Westfalen. Verwaltungsmäßig gehört sie zum Regierungsbezirk Münster.

Einwohner: 117 143

Bottrop. Der Altmarkt in den 1940er Jahren
Der Altmarkt in den 1940er Jahren
Bottrop. Der Altmarkt in den 1950er Jahren
Der Altmarkt in den 1950er Jahren
Bottrop. Altmarkt
Altmarkt
Bottrop. Evangelische Gemeindehaus, 1918
Evangelische Gemeindehaus, 1918
Bottrop. Gymnasium
Gymnasium
Bottrop. Gymnasium
Gymnasium
Bottrop. Zeche Prosper II mit Förderanlagen, 1923
Zeche Prosper II mit Förderanlagen, 1923
Bottrop. Zeche Prosper 3, Schacht 7
Zeche Prosper 3, Schacht 7
Bottrop. Evangelisches Vereinshaus, 1912
Evangelisches Vereinshaus, 1912
Bottrop. Schachtanlage Arenberg, Fortsetzung Horster Straße
Schachtanlage Arenberg, Fortsetzung Horster Straße
Bottrop. Herz Jesukirche in der Wilhelminenstraße
Herz Jesukirche in der Wilhelminenstraße
Bottrop. Hochstraße mit Straßenbahn
Hochstraße mit Straßenbahn
Bottrop. Panorama der Stadt
Panorama der Stadt
Bottrop. Pferdemarkt, 1937
Pferdemarkt, 1937
Bottrop. Pferdemarkt
Pferdemarkt
Bottrop. Postamt, um 1940
Postamt, um 1940
Bottrop. Rathaus
Rathaus
Bottrop. Rathaus, 1956
Rathaus, 1956
Bottrop. Schleuse am Rhein-Herne-Kanal, 1924
Schleuse am Rhein-Herne-Kanal, 1924
Bottrop. Stadtgarten
Stadtgarten
Bottrop. Verwaltungsgebäude und Rheinstahl Bergbau
Verwaltungsgebäude und Rheinstahl Bergbau
Bottrop. Zeche Prosper
Zeche Prosper
Bottrop. Zeche Prosper III, Eingang
Zeche Prosper III, Eingang
Bottrop. Zeche Prosper I am Kanal
Zeche Prosper I am Kanal

Stadtgeschichte Bottrop

Mittelalterliche Urkunde erwähnt Bottrop

Mit der Nennung des Oberhofes Armbugila in den Güterverzeichnissen der Abtei Werden wird Bottroper Stadtgeschichte erstmals urkundlich fassbar. Das um 1150 geschriebene "Liber privilegiorum maior" hält fest, dass eine gewisse Thiadhilt "dem Kloster des Hl. Erlösers, das in Werden erbaut ist", ein Gebiet in Armbugila geschenkt habe. Dem möglicherweise am Donnerberg gelegenen Hof, der vermutlich schon vor 900 entstanden war, musste ein Ebbeken von "Borthorpe" Naturalabgaben (Weizen, Gerste) und - buchstäblich in kleiner Münze - eine Art Steuer für das Heer sowie andere Zahlungen für den Frondienst, für Wein und ein junges Huhn leisten.

Ritterorden gründete Kommende

In Welheim wurde eine Kommende des Deutschen Ritterordens gegründet worden. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1252. Diese Kommende gewann immerhin eine solche Bedeutung, dass sie zeitweise das Patronat der Duisburger Salvatorkirche besaß. Die Kommende bestand bis 1809.

Nach Ihrer Auflösung ging der umfangreiche Besitz in die Hände des Herzogs von Arenberg, des damaligen Landesherren, über. Das stattliche Komturhaus wurde mehrfach zerstört und wiederaufgebaut - was übrig geblieben war, vernichtete der Zweite Weltkrieg vollends.

Älteste Karte von Bottrop

Die älteste Karte, auf der sich der Name Bottrop -" Bortorp " - findet, verdankt ihre Entstehung den Streitigkeiten zwischen dem Erzbistum Köln und den Grafen von Schaumburg-Holstein über die Besitzverhältnisse des Waldes Bischofssondem. Da er seine Kriege finanzieren musste, hatte der Kölner Erzbischof Dietrich von Moers, Landesherr des Vestes, die gesamte Region erstmals 1438, dann 1446 verpfändet. Nach langwierigen Verhandlungen und Prozessen vor dem Reichskammergericht zu Speyer gelang es dem Kölner Fürstbistum 1576, das inzwischen auf die Grafen von Schaumburg-Lippe übergegangene Vest wieder einzulösen.

Strittig blieben die Besitzverhältnisse des Waldes Bischofssondern, der von beiden Seiten als ihr Eigentum beansprucht wurde. So erhielt der Duisburger Kartograph Arnold Mercator, ältester Sohn von Gerhard Mercator, von der Kölner Kurie den Auftrag, die geographischen und territorialen Gegebenheiten im Raum Bottrop aufzuzeichnen. Die von Mercator angefertigte und mit dem Datum des 28. Oktober 1579 signierte Karte im Format von 33 x 64 Zentimetern, eine mit Aquarellfarben auf Leinen gemalte Darstellung, trägt den Titel: "Eygentliche Beschreibung und Gelegenheyt des Waldes genandt den Bischofs Sunderen sampt allen seinen proprieteyten". Sie ist eine Verbindung von Grundriss und Aufriss in einem Maßstab von etwa 1:8000.

Der von Mercator angegebene Besitzstand, der den Vorstellungen seines Auftraggebers entsprach, blieb bis zur Auflösung der geistlichen Territorien 1803 rechtsverbindlich. Das Kartenwerk mit der Cyriakus-Kirche am linken unteren Bildrand war lange Zeit verschollen und wurde erst 1958 im Archiv der Güterverwaltung des Herzogs von Arenberg auf Schloss Nordkirchen wiederentdeckt. Das einzigartige Dokument Bottroper Stadtgeschichte wurde der Stadt Bottrop als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt.

Bottrop im 19. Jahrhundert

Bottrop, heute eine Großstadt mit etwas mehr als 117.500 Einwohnern, war bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts hinein eine kleine westfälische Landgemeinde, die 1815 gerade einmal rund 2.200 Einwohner zählte. Die Bewohner lebten zumeist auf verstreut liegenden Bauern- und Kötterhöfen. Die Landwirtschaft stellte den Haupterwerbszweig dar. Daneben gab es einige kleinere Handwerksbetriebe. Fünfmal im Jahr wurden Kram- und Viehmärkte abgehalten, die Käufer und Verkäufer auch aus der weiteren Umgebung nach Bottrop lockten.

1821 wurde Wilhelm Tourneau im Alter von 26 Jahren Bürgermeister von Bottrop. Das Amt hatte er dreißig Jahre lang inne. 1816 war er bereits mit nur 22 Jahren Bürgermeister des benachbarten Kirchhellen geworden, wo er bis 1853 im Amt blieb. Zwar glaubte Tourneau, dass sich im Boden reiche Schätze befinden würden, er wusste in seiner "Chronik über die Kirchspiele Bottrop und Osterfeld" sogar von einer alten Sage zu berichten, der zufolge "die Kohlenflötze aus dem benachbarten Essendischen in diesen Höhen ihre Fortsetzung finden" sollten, wie er es ausdrückte. Allerdings von den Ausmaßen oder gar von den tief greifenden Umwälzungen, die der Abbau der Steinkohle hier in der zweiten Hälfte des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts tatsächlich nach sich ziehen sollte, konnte er wohl nicht einmal träumen.

Bottrop war zur Zeit Tourneaus ein kleines beschauliches Dorf. In seiner Amtszeit entwickelte es sich allerdings von einer kaum beachteten wirtschaftlich verarmten Gemeinde zu einem angesehenen, relativ wohlhabenden Ort. Mit dem Ausbau des Wegenetzes und dem Bedeutungszuwachs, den die Märkte erfuhren, legte Tourneau die Grundlagen für die kommenden politischen und ökonomischen Verhältnisse.

Tourneaus akribisch verfasste Chronik stellt eines der wertvollsten Exponate des Stadtarchivs zur lokalen Geschichte des 19. Jahrhunderts dar. Vor einigen Jahren wurde sie mit großem Aufwand restauriert.

Als zweites Exponat wurde ein Druck der so genannten "Urkatasterkarte" präsentiert. Die Karte aus den Jahren 1823/24 stellt ein erstes genaues Abbild des damaligen Bottroper Gemeindegebietes dar. Rund 35 Prozent des Bottroper Bodens waren damals Ackerflächen. Hiervon zählten allerdings nur 12,3 Prozent zur besten Qualität, etwa die Hälfte nur zur mittleren und rund 39 Prozent sogar zur niedrigen Qualität. Der Rest bestand zumeist aus Wald-, Weide- und Heideflächen. Als Grundeigentümer wurden 440 Personen aufgeführt. Über die Hälfte hatte allerdings nur sehr bescheidenen Grundbesitz. Bei den Bauern und Köttern, die auf der Karte verzeichnet sind, handelte es sich häufig um alte Bottroper Familien, die seit Jahrhunderten am Ort sesshaft waren: Scharnhölz (erstmals in einem Dokument 1426 erwähnt), Große bzw. Kleine Wortmann (erstmals 1512 erwähnt), Albers (die Vorfahren des berühmten Malers Josef Albers wurden erstmals 1630 erwähnt).

Bergbau brachte Boom

Ein besonders wichtiger Abschnitt der Stadtgeschichte begann 1856: Der Bergbauschacht "Prosper I" wurde in Ebel niedergebracht. Mit der Abteufung des ersten Schachtes begann Bottrop sich von einer kleinen Gemeinde zu einer Bergbaustadt zu entwickeln. Die Kohle wurde dabei für die Bottroper lebensbestimmend.

Die 4.000 Einwohner zählende Landgemeinde wuchs zu einer großen Industriestadt. Weitere Zechen kamen hinzu, Bergarbeitersiedlungen entstanden. So stieg die Einwohnerzahl sprunghaft an. 1914 lebten schon 68.000 Menschen in Bottrop. Die Gemeinde entwickelte sich zum "größten Dorf Preußens" mit 72.000 Einwohnern im Jahr 1919. Am 21. Juli 1919 wurde Bottrop durch Beschluss der preußischen Staatsregierung in Berlin zur Stadt erhoben.

Von der Gemeinde zur Großstadt

Der Wiederaufbau nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, verbunden mit dem allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwung, ließ in Bottrop abermals die Bevölkerung anwachsen. Bereits 1953 war so ein weiterer Meilenstein in der örtlichen Geschichte erreicht: Mit knapp über 100.000 Einwohnern wurde Bottrop zur 49. Großstadt der Bundesrepublik Deutschland erhoben.

Am 1. Juli 1976 erfolgte im Rahmen der Kommunalen Neugliederung der Zusammenschluss mit der bis dahin zum Kreis Recklinghausen gehörenden Gemeinde Kirchhellen zur kreisfreien Stadt Bottrop. Ein neues Stadtwappen, entworfen aus Anlass der Vereinigung, verleiht der Partnerschaft auch nach außen hin Deutlichkeit, vereinigt es doch charakteristische Motive aus den alten Wappen der beiden Gemeinden.

Das Stadtwappen

Das Stadtwappen ist 1978 entstanden, nachdem im Rahmen der kommunalen Neuordnung des Ruhrgebiets die kreisangehörige Stadt Kirchhellen (Kreis Recklinghausen) und die kreisfreie Stadt Bottrop mit Wirkung vom 1. Juli 1976 zusammengeschlossen wurden.

Das Wappen zeigt in weiß ein schwarzes Krückenkreuz, das mit einem blauen Schild belegt ist. Darin wiederum sind drei weiße Wolfsangeln abgebildet.

Quelle: bottrop.de



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