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Alte Historische Fotos und Bilder Bad Schmiedeberg, Sachsen-Anhalt
Old historical photos and pictures Bad Schmiedeberg, Saxony-Anhalt

Wenn Sie habe Vergessen deine Vergangenheit - Ihr wirst keine Zukunft haben


Wappen Bad Schmiedeberg

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Geschichte von Bad Schmiedeberg Land Sachsen-Anhalt in Fotos
History of Bad Schmiedeberg, Saxony-Anhalt in photos

Eine kleine historische Referenz

Geographie: Bad Schmiedeberg umfasst seitdem acht Ortschaften mit 25 Ortsteilen:

Bad Schmiedeberg mit Großwig, Moschwig, Patzschwig, Reinharz, Splau

Pretzsch (Elbe) mit Körbin-Alt, Körbin-Neu, Merschwitz

Korgau mit Großkorgau, Kleinkorgau

Meuro mit Ogkeln, Sackwitz, Scholis

Priesitz mit Sachau

Schnellin mit Merkwitz

Söllichau

Trebitz mit Bösewig, Kleinzerbst, Österitz

Gründungszeitpunkt:

Einwohner: 8361

Geschichte:

Sehenswürdigkeiten:

Bad Schmiedeberg. Au-Tor, 1929
Au-Tor, 1929
Bad Schmiedeberg. Wittenberger Straße mit Au-Tor
Wittenberger Straße mit Au-Tor
Bad Schmiedeberg. Aussichtsturm, 1965
Aussichtsturm, 1965
Bad Schmiedeberg. Kaiser Wilhelm-Aussichtsturm, 1918
Kaiser Wilhelm-Aussichtsturm, 1918
Bad Schmiedeberg. Eisenmoorbad
Eisenmoorbad
Bad Schmiedeberg. Geschwister Scholl, 1972
Geschwister Scholl, 1972
Bad Schmiedeberg. Haus 'Freundschaft', 1975
Haus 'Freundschaft', 1975
Bad Schmiedeberg. Wohnhaus
Wohnhaus
Bad Schmiedeberg. Kurhaus, 1917
Kurhaus, 1917
Bad Schmiedeberg. Städtische Kurhaus, 1923
Städtische Kurhaus, 1923
Bad Schmiedeberg. Kurhaus, 1952
Kurhaus, 1952
Bad Schmiedeberg. Villa Bertha (Besitzer Hans Kuritz)
Villa Bertha (Besitzer Hans Kuritz)
Bad Schmiedeberg. Moorbad Pretzsch (Elbe)
Moorbad Pretzsch (Elbe)
Bad Schmiedeberg. Reinharz - Schloß
Reinharz - Schloß
Bad Schmiedeberg. Reinharz - SVL Genesungsheim 'Freundschaft', 1954
Reinharz - SVL Genesungsheim 'Freundschaft', 1954
Bad Schmiedeberg. SV-Moorsanatorium, 1958
SV-Moorsanatorium, 1958

Über die Stadt Bad Schmiedeberg

Nach ihrem Alter befragt, bekennt Bad Schmiedeberg runde 650 Jahre. Bevor die Stadt Stadt wurde, war sie eine flämische Kolonistensiedlung, um 1150 zwischen zwei slawischen Siedlungen angelegt, mit Hauptstraße, Anger und Kirche.

Die Flamen verstanden etwas vom Mühlenbau, von der Tuchmacherei und vor allem vom Bierbrauen. Das Braugewerbe war noch Jahrhunderte später eine beträchtliche Einnahmequelle der Stadt.

1570 gönnte sich die selbstbewusste Bürgerschaft ein neues Rathaus, das „an Glanz und Pracht nicht seinesgleichen im Kurkreis“ finden sollte. Der schöne Renaissancebau hat die Zeiten überdauert, auch das Au-Tor von 1490. Die evangelische Stadtkirche von 1454, in der 1528 Martin Luther predigte und in der der tote Schwedenkönig Gustav Adolf 1632 aufgebahrt lag, wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört. Ihr Wiederaufbau dauerte mehr als drei Jahrzehnte. Von den prächtigen Bürgerhäusern blieben einige Portale und Tore erhalten.

Seit 1700 war Schmiedeberg Garnisonsstadt, erst kursächsisch, dann preußisch. Alle lebten mit und von der Garnison, bis Kaiser Wilhelm I. seine Soldaten nach Stendal und Tangermünde verlegte.

Am 28. März 1878 zogen die letzten Dragoner ab.

Man besann sich auf die Moorlagerstätten am Stadtrand, schaute sich die Hinterlassenschaften der Garnison an und stellte fest, dass aus alledem etwas zu machen sei. Moorerde als natürliches Heilmittel zu nutzen, lag im Trend der Zeit. Das gepflegte Städtchen mit dem schönen Stadtpark war idyllisch gelegen. Die anmutige Landschaft, die saubere Luft, das bekömmliche Klima sprachen für sich selbst.

Am 28.April 1878 beschloss der Magistrat die „provisorische Einrichtung eines Moorbades aus städtischen Mitteln“. Zwei Zinkwannen wurden im eilends hergerichteten Garnisonslazarett aufgestellt, man ließ Moor anfahren und empfahl Schmiedeberg am 11. Mai in der Magdeburgischen Zeitung per Annonce als Sommerfrische, Kurbad und Pensionsstadt.

Mit überwältigendem Erfolg. Die ersten Fuhren Moor waren schnell verbraucht. Kapazitäten der Wissenschaft bescheinigten wenig später dem Bad Schmiedeberger Moor einen außerordentlich hohen Gehalt an Eisen und anderen mineralischen Wirkstoffen.

Eine faszinierende Entwicklung

Eine private Aktiengesellschaft gründete Ende des 19. Jahrhunderts das „Kaiserbad“, zu Ehren Wilhelm II. so genannt. Es umwarb gut betuchte Beamte und Pensionäre mit glänzenden Heilerfolgen des Bad Schmiedeberger Moores, mit der Eleganz seines Hauses und dem reichen Angebot an Musik und Unterhaltung.

Die Stadt zog nach und ließ ein neues Kurhaus bauen. Den Auftrag erhielt der Leipziger Architekt E. Arthur Hänsch. Mit dem 1907/1908 eröffneten ausdrucksvollen Jugendstilbau gewann das Gelände zwischen Kurpark und Stadtkern den großzügigen Charakter, der der alten Stadt so gut zu Gesicht steht. Mit schönem Eigensinn haben die Stadtväter seither darauf gesehen, das Flair des Kurzentrums am Schwanenteich zu erhalten und spätere Bauwerke behutsam einzupassen.

Die beiden Weltkriege überlebte die Stadt äußerlich unbeschadet. Ab 1961 gehörten alle Kurbäder der DDR – so auch Bad Schmiedeberg – zum staatlichen Gesundheits- und Sozialwesen und wurden aus dem Staatshaushalt finanziert. In den siebziger und achtziger Jahren war Bad Schmiedeberg für die Großstädte ringsum der Erholungs- und Ferienort in der Dübener Heide und hatte neben Urlaubern konstant 6.000 Kurgäste im Jahr.

In den letzten fünfundzwanzig Jahren wurde in Bad Schmiedeberg so viel gebaut wie nie zuvor. Vor allem aber sind es die Kurbauten, die auf sich aufmerksam machen. Referenz an die Tradition: die Eisenmoorbad Bad Schmiedeberg-Kur GmbH restaurierte das Wahrzeichen der Stadt, das Jugendstilkurhaus. Investition in die Zukunft: eine neue Rehabilitationsklinik für Orthopädie und Gynäkologie entstand, als erste von vielen modernen Kurbauten. Die damalige Bundesversicherungsanstalt für Angestellte errichtete eine eigene Klinik im Süden des Kurzentrums, die Rehabilitationsklinik „Dübener Heide“. Kurz vor der Jahrtausendwende eröffnete die Kur-GmbH das neue Kurmittelhaus am Schwanenteich und danach die Kurklinik Eisenmoorbad. Die Trinktempel, die gläserne Moorküche im restaurierten Kurpark, Seniorenheime, zwei große Parkplätze und die neue Kurgärtnerei säumen das Kurzentrum. Mit der Eröffnung des Kneipptherapiezentrums 2007 erhielt die Stadt die staatliche Anerkennung als Kneippheilbad. Als Moor-, Mineral- und Kneippheilbad bestätigt Bad Schmiedeberg mit dieser seltenen dreifachen Prädikatisierung seine Position unter den führenden deutschen und mitteleuropäischen Heilbädern.

Die Stadt im Herzen Mitteldeutschlands ist ein urbanes Schmuckstück im waldreichen Naturpark Dübener Heide. Sie war immer ein Anziehungspunkt in der weiträumigen und großzügigen Landschaft, ohne jemals ein regionales Zentrum von Rang gewesen zu sein, liegt fernab der großen alten Handelsstraßen und modernen Verkehrslinien, ist aber gut und bequem zu erreichen.

Bad Schmiedeberg hat den Charme einer deutschen Kleinstadt bewahrt und ist dabei wohltuend modern. Heimattümelndes Pathos liegt ihr nicht, aber auf Traditionen ist sie stolz. Sie pflegt das Flair eines anspruchsvollen Kurbades und verzichtet auf modisch mondänen Anstrich.

Ihre Kureinrichtungen waren und sind in Qualität und Leistung stets auf der Höhe der Zeit – und ihr oft ein Stück voraus. Hier gibt es noch die heile Welt: Leben im Einklang mit der Natur, Tourismus der sanften Art, Gesundung und Erholung mit natürlichen Heilkräften und moderner Medizin. Und ringsum Wald, dichter Wald, lichter Wald, Wiesen, Weiden, Moore, Biber. Bad Schmiedeberg ist Teil dieser unverbrauchten Landschaft.

Klaus Linke

Über die Stadt Pretzsch Elbe

Die Ortschaft Pretzsch (Elbe) mit den Ortsteilen Stadt Pretzsch (Elbe), Merschwitz, Körbin-Neu und Körbin-Alt war bis zur Neubildung der Einheitsgemeinde eine eigenständige Stadt. Pretzsch liegt am Rande der Elbaue und dem Naturpark „Dübener Heide“ und wirkt besonders reizvoll, wenn man von der Fähre über die Elbe zur Hochfläche der „Dübener Heide“ schaut.

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes geht zurück auf das Jahr 981. An der Stelle des damaligen Burgwardes erhebt sich heute das prächtige Renaissance-Schloss, das 1574 vom damaligen Schlossherren Hans Löser erbaut wurde. Christiane Eberhardine, die Gemahlin August des Starken, lebte hier und ließ durch den Dresdner Baumeister Pöppelmann den schönen Schlosspark anlegen, die Schlosseinfahrten gestalten und auch die Stadtkirche umbauen. Weithin leuchtet der Kirchturm, eine Kostbarkeit des Dresdner Barock. In der Kirche fand so die Kurfürstin von Sachsen und Königin von Polen ihre letzte Ruhestätte. Schloss und angrenzender Schlosspark wurden in den letzten Jahren sehr aufwendig renoviert und umgestaltet. Wenige Meter weiter steht „Am Markt“ das Geburtshaus des Musikpädagogen Friedrich Wieck, dessen Tochter Clara, eine gefeierte Pianistin ihrer Zeit, mit dem Komponisten Robert Schumann verheiratet war. Und was verbindet Pretzsch mit der Deutschen Mark? – Auf dem 100-DM-Schein wurde Clara Schumann abgebildet. Altstadt und Schloss liegen, von Hochwasserschutzdeichen umgeben, auf dem westlichen Elbufer, dort wo sich die Straße vom Kurort Bad Schmiedeberg nach Jessen mit der Bundesstraße 182 von Wittenberg nach Torgau kreuzt. Landschaftlich bietet die Umgebung reizvolle Bilder. Die Landstraße überwindet Höhen und Senken am Rande der Heide, Wiesen, Felder, Teiche und Wälder folgen in anmutigem Wechsel. Vom Golmer Berg, er liegt 50 Meter höher als die Elbaue, kann man weithin die Elbniederungen überschauen. Dort hat man auch Gelegenheit, im Hotel „Golmer Weinberg“ einzukehren und in ruhiger Natur zu übernachten.

Die im Naturpark „Dübener Heide“ vorhandenen „Lausiger Teiche“ sind künstliche Anlagen und werden auch fischereimäßig genutzt. An deren Ufer befindet sich auch der Campingplatz „Lausiger Teiche“ mit der Gaststätte „Zum Teichhaus“. Die ehemalige Kureinrichtung wurde zu einem großzügigen und gut besuchten Hotelbetrieb, dem Parkhotel Pretzsch, ausgebaut. Ganz in dessen Nähe ist das Heimatmuseum Pretzsch eingerichtet, welches eindrucksvoll die Heimatgeschichte des Ortes und der Elbaue darstellt. Mit so manchen historischen Exponaten kann das Leben unserer Vorfahren hier anschaulich wiedergegeben und nachempfunden werden. Erwähnenswert ist auch der Elberadweg, der durch den Ort führt und hier die Elbe quert. Er ist einer der meist befahrenen Radwanderwege Deutschlands. Pretzsch ist allein für seine reizende Umgebung einen Besuch wert. Spaziergänge zur Gierseilfähre auf der Elbe und entlang der Elbauen sind zu jeder Jahreszeit ein Erlebnis. Auch der nahegelegene Naturpark „Dübener Heide“ lädt zum Wandern und Radfahren ein.

Über Korgau

Um das Jahr 1400 werden die beiden Orte Großkorgau und Kleinkorgau erstmalig an der Poststraße Düben – Pretzsch gelegen, erwähnt. Die Besitzverhältnisse im Jahre 1513 um das Gebiet von Korgau bestanden aus einer Ritterschaft. Um 1800 wird Braunkohle bei Korgau abgebaut. Das wird nicht sehr lange betrieben, die Landwirtschaft bleibt wichtigster Erwerbszweig der Korgauer Einwohner.

Im Jahre 1950 wurden die Dörfer Großkorgau und Kleinkorgau verwaltungstechnisch zusammengelegt, damit entstand die damalige Gemeinde Korgau. Anhand der innerörtlichen Strukturen ist jedoch auch heute noch deutlich erkennbar, dass es sich einstmals um zwei völlig getrennte Siedlungen handelte, welche heute ca. 600 m voneinander entfernt liegen. Umgeben von ausgedehnten Wäldern, idyllischen Seen und lauschigen Plätzen ist Korgau eine Ortschaft in der „Dübener Heide“ mit typisch ländlichem Charakter. Eine langjährige Reitsporttradition ist hier zu Hause. Ein großer Pferdebestand mit Reithalle und Reitwegen bieten alle Möglichkeiten für einen Aktivurlaub in der Heide. Der Reitsport wird hier mit Fleiß und Engagement gepflegt. 1963 retteten LPGBauern die zum Schlachten vorgesehenen Pferde, in dem sie diese als Reitpferde nutzten. Aus der Not entwickelte sich eine Pferdesporttradition, die sich im Ländlichen Reit-, Zucht- und Fahrverein „Heideland“ Korgau e.V. fortsetzt. Zur Eröffnung der „grünen Saison“ herrscht in Korgau Hochbetrieb. Das letzte Augustwochenende ist seit vielen Jahren in dem Heideort mit großen Aufregungen verbunden. Das alljährliche Reitturnier in der Vielseitigkeit und das Springreiten dürften besonders den Reitsportlern der neuen Bundesländer nicht unbekannt sein. Das schön gelegene Reitstadion stellt sich immer wieder als Garant für unterhaltsame Stunden dar. In der Reithalle können Sie unter Anleitung auf dem Voltigierpferd die Welt hoch zu Ross erleben. Wer nicht reiten möchte, lässt sich mit dem Pferdewagen durch die Heide fahren. Aber nicht nur die Reiter haben Korgau bekannt gemacht. Im Laufe vieler Jahre hat sich ein leistungsstarkes Schießsportzentrum entwickelt, aus dem namhafte Sportler hervorgegangen sind. Der Polizeischützenverein „Heiderand“ e.V. Korgau/Pretzsch wird mit seiner nach internationalem Standard ausgestatteten Schießsportanlage allen Ansprüchen gerecht. Die Anlage ist für alle Sportschützen und solche die es werden wollen geöffnet und somit auch eine touristische Attraktion. Außer Schieß- und Reitsport bietet die nähere Umgebung von Korgau weitere vielfältige Abwechslungen: die Lausiger Teiche in der unmittelbaren Nachbarschaft laden zum Camping ein, ein Spaziergang um den Dahlenberger Stausee bringt Ihnen die Schönheit und Ruhe der Natur nahe und selbst bei Spaziergängen in die nahen Kiefer- und Buchenwälder des Naturparks Dübener Heide finden Sie Entspannung und Erholung.

Über Meuro

Meuro, Ogkeln, Sackwitz und Scholis wurden im Volksmund schon immer als die „Vieren“ bezeichnet. Der Name Meuro dürfte slawischen Ursprungs sein und deutet auf eine Siedlungsgeschichte von etwa 1000 Jahren hin. Gräberfelder und Hügelgräber verweisen auf eine wesentlich frühere Besiedlung. Die Ersterwähnung des Ortes Meuro erfolgte 1410.

Die Orte Sackwitz 1388, Ogkeln um 1400 und Scholis 1442. In allen 4 Ortsteilen gab es so genannte Schulstuben. Etwa 1950 entstand in Meuro für 28 Jahre eine allgemeinbildende Polytechnische Oberschule, die nach Umbau eines ehemaligen Inspektorenhauses und eines Gutsochsenstalles (Vorwerk zum ehemaligen Gut Reinharz gehörend) bis zu 200 Schülerinnen und Schüler beherbergte. Weiterhin wurde die Einrichtung bis 1990 als Sonderschule und als Heim für Wandern und Tourismus genutzt. Von 1991 bis 2001 war darin das Heim für Auslandsdeutsche untergebracht.

Besondere Baudenkmale sind die Feldsteinkirche in Ogkeln und Meuro, beide zwischen fünf und siebenhundert Jahre alt, in Ogkeln soll sogar Martin Luther gepredigt haben. Die Kirche in Meuro zeigt eine Besonderheit: Der Kirchturm, als Geschenk des Grafen Löser aus Reinharz, entspricht im Grundriss dem Schlossturm in Reinharz (6-eckig) und steht östlich neben dem Kirchenschiff.

Das Erscheinungsbild der vier Orte hat sich seit 1990 stark gewandelt. Dies betrifft den Um- und Ausbau sowie Neubau von privaten Wohngrundstücken, Trinkwasserversorgung, Telefonanschluss, Straßen- und Gehwegbau, auch Ortsverbindungswege, Erneuerung der Straßenbeleuchtung, weiterhin die Gestaltung der Dorfteiche mit Grünanlagen, von Kinderspielplätzen und umfangreiche Renovierungen in der Kindertagesstätte und dem Ausbau der Ortsumfahrung für Meuro. Das 1988-1990 errichtete Bürgerhaus in Meuro beherbergt heute das Büro des Ortsbürgermeisters, den Trinkwasserzweckverband, einen Friseur sowie einen sehr aktiven Jugendklub und die Bücherei. Auch zahlreiche Vereine nutzen diese Räumlichkeiten regelmäßig. In den vier Orten gibt es einige Gaststätten, auch Pensionen und ein Hotel, die „Sackwitzer Mühle“, laden ein. Ortsprägend sind auch die landwirtschaftlichen Tätigkeiten der Agrargenossenschaft e.G. sowie Wiedereinrichtern, die etwa 1000 ha Acker und Grünfläche betreiben.

Über Priesitz

Priesitz und Sachau liegen auf dem halben Wege zwischen den geschichtsträchtigen Elbstädten Torgau und Wittenberg (je 24 km), auf dem linken Teilhang des Urstromtales der Elbe.

Der Ort Priesitz wurde erstmals 1290 erwähnt, der Ort Sachau 1388.

Die Elbschifferkirche, vor gut 500 Jahren gebaut, ist die einzig erhaltene Kirche ihrer Art und ein kulturelles Kleinod für die Region. 1522 wurde die Dorfkirche durch Martin Luther geweiht. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Priesitz fast völlig zerstört. Der Wiederaufbau erfolgte vom alten Elbufer auf das Hochufer zum besseren Schutz gegen Hochwasser. Die alte Schifferkirche liegt noch an der alten Dorfstelle.

1962 wurde in Sachau das Fernwasserwerk gebaut, welches auch die Region Halle/Leipzig mit Trinkwasser versorgt.

Bei der „Jahrhundertflut“ der Elbe 2002 bricht bei Priesitz ein Hochwasserschutzdeich und überflutet Teile des Ortes. Als traditionelle Volksfeste werden jährlich in Priesitz das „Straßenfest“ im Juli und im August in Sachau der „Storchennestpokal“ der Freiwilligen Feuerwehr organisiert.

Nach der Neugründung des Fischereibetriebes Flemmig in Priesitz, der auf Karpfen und Wildfischfang orientiert ist, ist frisch geräucherter Fisch und fangfrische Fischware ein Leckerbissen, welcher hier schnell Käufer findet.

Auch die Beherbergungsstätte, wie die Pension „Zur Müllerin“ in Sachau und die Pension „Am Storchennest“ in Priesitz werden rege angenommen. Dazu laden Gaststätten in Sachau und in Priesitz zum Verweilen ein.

Der Elbradwanderweg R2 Hamburg-Dresden-Prag führt direkt durch Priesitz. Für Radfahrer ist der Ort mit der Elbschifferkirche, die auch 2004 zur Radfahrerkirche eingestuft wurde, ein freundlicher Rastplatz

Über Söllichau

Der Ort Söllichau liegt im Herzen des Naturparks Dübener Heide. Von hier können interessante und erholsame Wanderungen auf gut ausgeschilderten Wegen zu Fuß oder mit dem Fahrrad unternommen werden. Auch Kremserfahrten durch die Dübener Heide werden angeboten. Der Ortsname ist slawischen Ursprungs. Um 600 n. Chr. wurde erstmals ein weilerartiges Dorf errichtet.

Um etwa 1200 ließen sich hier flämische Siedler am quellenreichen Fichtberg nieder und gründeten das Straßendorf Söllichau, in seiner heutigen Form. Bereits in der Mitte des 13. Jahrhunderts errichtete man die heutige noch schmucke romanische Kirche. 1531 gab es in Sölichau 20, 1950 bereits 33 Gehöfte. Heute bewohnen ca. 900 Menschen unser Dorf. In der Zeit der kursächsischen Jagden in der Dübener Heide (ab dem 16. Jahrhundert) befand sich in Söllichau eine Wildmeisterei mit Hundehof für die Jagdhunde des Kurfürsten. Die Wildmeisterei bildete die Grundlage für die bis zum Jahre 1950 existenten Oberförsterei Söllichau. Nach der Schließung des Forstamtes erfolgte der Umbau des Gebäudes zum Kulturhaus, mit Anbau eines 180 Personen fassenden Saales. Das nach der Wende von der Gemeinde übernommene und rundum sanierte Kulturhaus ist das kulturelle Zentrum unseres Ortes und Heimstädte eines vielfältigen Vereinslebens.

Söllichau verfügt heute über eine gute Infrastruktur. Neben zahlreichen örtlichen Versorgungseinrichtungen sind auch Einrichtungen der medizinischen und gesundheitsfördernden Betreuung ausreichend vorhanden.

Auch für die Gastronomie sind für Einwohner und Gäste mehrere Lokale vorhanden. Söllichau besitzt einen selbstständigen Eigenbetrieb, der die Wasserversorgung und die Abwasserentsorgung im Ort sichert. Außerdem gibt es vieles Interessantes im Ort und Umgebung zu entdecken.

Die Röhrbrunnen:

Am Südhang des Fichtberges befindet sich ein quellreicher Wiesengürtel. Das hier austretende Wasser sammelt sich in um 1750 geschachtete Brunnen und wurde über ausgebohrte Kiefernstämme zu den Wasserkästen geleitet. 1969 erfolgte die Neugestaltung der Wasserkästen. Das Sandsteinbecken gegenüber der Kirche ist noch im Originalzustand erhalten.

Die Heimatstube:

Das Gebäude am Friedhof, in dem sich die Heimatstube befindet wurde 1800 als Schule mit zwei Klassenräumen erbaut. Später war es Wohnhaus und Gemeindeamt. 2001 begann der Umbau zur Heimatstube. Mit viel Mühe und Geschick hat der Heimatverein die Söllichauer Geschichte dargestellt.

Die Schmiede:

Die 1908 von der Familie Böhme erbaute Schmiede wurde bis 1952 betrieben. Eine große Bedeutung hatten der Hufbeschlag, die Stahlbereifung für Ackerwagenräder sowie die Reparatur von landwirtschaftlichen Maschinen. Sie ist bis heute ein technisches Museum.

Die Kirche:

Der ursprüngliche Bau war eine spätromanische Kirche aus dem 13. Jh. und wurde vermutlich durch die Hussiten (Taboriten) zerstört. Das jetzige Kirchenschiff stammt aus dem Jahr 1446.

Der einstige Turm an der Ostseite wurde wegen Baufälligkeit abgerissen und 1857 ab der Westseite mit Zugang zum Kirchenschiff neu errichtet. Bedeutsam ist der hölzerne Kanzelaltar mit reichem Schnitzwerk von Michael Harnisch. Der spätbarocke Taufengel ist eine Arbeit des Leipziger Bildhauers Caspar Friedrich Löbelt.

Über Schnellin

Die ehemalige Gemeinde und jetzige Ortschaft Schnellin besteht aus den zwei Ortsteilen Schnellin und Merkwitz. Sie liegt im Übergangsbereich der Dübener Heide zur Elbaue und hat überwiegend ländlichen Charakter.

Zeichen dafür sind die angrenzenden Kiefern- und Mischwälder im Süden und die ausgedehnten Felder und Wiesen in nördlicher und östlicher Richtung. Bei klarer Sicht reicht hier der Blick über die gesamte Elbaue bis zum südlichen Rand des Flämings mit seinen ausgeprägten Waldflächen.

Schnellin wird erstmals 1388 als Slenyn und Merkwitz 1350 als Merkewicz erwähnt.

Beide Ortsteile sind über das klassifizierte Straßennetz sowohl von der B 2 als auch von der B 182 gut zu erreichen. Seit 1993 sind beide Ortsteile durch eine neue Ortsverbindungsstraße auf dem kürzesten Weg miteinander verbunden.

Dominierend in den Orten ist nach wie vor die landwirtschaftliche Produktion, die Agrargenossenschaft e.G. Schnellin-Dorna hat ihren Sitz in Schnellin.

Im Ortsteil Merkwitz gibt es ein Mehrzweckgebäude, in dem eine Bauernstube für die unterschiedlichsten Veranstaltungen zur Verfügung steht. Auch neu entstanden ist der Bogenschützenplatz, der von einem sehr aktiven Verein, dem Bogenschützenverein Merkwitz 1997 e.V., aufgebaut und betrieben wird. Der Verein kann trotz seiner noch jungen Jahre bereits auf große sportliche Erfolge seiner Mitglieder sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene verweisen.

Im renovierten Gemeindezentrum in Schnellin befindet sich die Bücherei, die regelmäßig geöffnet hat. Auch das Büro des Ortsbürgermeisters ist hier ansässig und zuletzt konnte hier eine neue Veranstaltungsstätte eingeweiht werden.

Unmittelbar daneben konnte die Freiwillige Feuerwehr ein neues Gerätehaus und kürzlich auch einen neuen Versammlungs- und Schulungsraum beziehen.

Heute weitaus sichtbar ist der Windkraftpark zwischen Kemberg-Schnellin-Dorna, der unmittelbar an der Ortsgrenze Schnellin entlang verläuft.

Über Trebitz

Das Dorf Trebitz unmittelbar gelegen am Rande der Dübener Heide, vor dem Niederungsgebiet der Elbaue, weist eine lange Siedlungsgeschichte auf. Die Ortsnennung „-itz“ lässt auf eine Gründung durch slawische Völker schließen, welche das Gebiet zwischen Elbe und Oder im 6. bis 10. Jahrhundert besiedelten. Am 12.04.965 wird „Trebitz“ in der Kaiserurkunde (Otto I., 936-973) erstmalig urkundlich erwähnt:

Das Dokument sieht auch die Bildung des Burgwardes Triebaz vor. 1378 folgt die Ersterwähnung des Ortes Bösewig und 1388 der Orte Kleinzerbst und Österitz. 1480 wird Trebitz Vogt-Amtssitz und genoss großes Ansehen und besaß sogar ein eigenes Maß, den „Trebitzer Scheffel“.

Der Karneval ist schon seit vielen Jahren Höhepunkt in Trebitz, wobei der Umzug mit seinem anschließenden Straßenkarneval über die Kreisgrenze hinaus bekannt ist. Neben dem Trebitzer Carneval Verein 1953 e.V. sind auch die Aktivitäten der anderen hiesigen Vereine beliebt und haben Trebitz, Österitz, Bösewig und Kleinzerbst bekannt gemacht. Diese sind: Frauenchor Trebitz, Förderverein der Grundschule Trebitz – Wir! Gemeinsam für unsere Elbhüpfer e.V., Heimatverein Bösewig, Heimat- und Geschichtsverein Trebitz/Elbe e.V., Motorsportclub Trebitz e.V. im DMV, Schützenverein Trebitz 1881, Sportgemeinschaft Trebitz 1919 e.V., Trebitzer Carneval Verein 1953 e.V., Verein Trebitzer Angelfreunde 1969 e.V., Volkssolidarität Ortsgruppe Trebitz.

Dazu stehen hier im Ort weitere und gut ausgestaltete Einrichtungen bereit, die das Leben auf dem Land enorm bereichern, wie:

eine Kindertagesstätte

eine Grundschule

ein Jugendclub

ein Freibad, welches in den Sommermonaten zum Baden einlädt

Arztpraxis

Zahnarztpraxis

Physiotherapie

Friseur

Kosmetik

ein Frischemarkt

eine Landfleischerei

eine Bäckerei

eine Bankfiliale

Quelle: bad-schmiedeberg.de



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