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Alte Historische Fotos und Bilder Bülstringen, Sachsen-Anhalt
Old historical photos and pictures Bülstringen, Saxony-Anhalt

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Wappen Bülstringen

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Geschichte von Bülstringen, Sachsen-Anhalt in Fotos
History of Bülstringen, Saxony-Anhalt in photos

Eine kleine historische Referenz

Geographie: Bülstringen ist eine Gemeinde im Landkreis Börde in Sachsen-Anhalt. Die Gemeinde gehört der Verbandsgemeinde Flechtingen an.

Die Gemeinde Bülstringen nordwestlich von Haldensleben liegt am Mittellandkanal im Tal der Ohre. Im Norden der Gemeinde erstrecken sich die Calvörder Berge und der Calvörder Forst.

Ortsteile und zugehörige Wohnplätze der Gemeinde Bülstringen:

Bülstringen - Schwarzer Pfuhl

Wieglitz - Ellersell, Neukrug

Gründungszeitpunkt:

Einwohner: 907

Geschichte:

Sehenswürdigkeiten:

Blick von Bülstringen, 850 jahre, 1971
Blick von Bülstringen, 850 jahre, 1971
Bülstringen. Kirche mit Pfarrhaus, Kriegerdenkmal
Kirche mit Pfarrhaus, Kriegerdenkmal

Geschichte Bülstringen

Bülstringen wurde erstmals als Bulsteringe (Bulstringe ) in der Chronik im Jahre 1121 genannt.

"Der Bischof Reinhard von Halberstadt bestätigte dem Kloster Schöningen Güter des zerstörten Klosters Calbe / Saale bei seiner Neugründung, darunter 2 Hufen und 2 Höfe in Bulsteringe." Der Ort gehörte weiterhin dem Grafengeschlecht von Grieben, deren einzelne Glieder sich zuweilen von Hildesleve und von Ammensleve nannten und welche in den Ohregegenden bis hinter Calvörde begütert waren.

Durch dieses Geschlecht mag daher der genannte Besitz 2 Hufen und 2 Höfen und 5 1/2 Hufen Land in Bülstringen. Ordensmeister Friedrich von Alvensleben aus Wichmannsdorf verkauft im 14. Jahrhundert in Übereinstimmung mit seinen Ordensbrüdern für 300 Silbermark das gesamte Dorf Bülstringen an seinen Bruder Ritter v. Alvensleben.

Nachdem er das Geld erhalten hatte, verschwand er mit seinen Ordensbrüdern.

Anno 1264 gab es Übergriffe der Regensteiner auf die Bülstringer und die Bewohner der benachbarten Dörfer , Böddensell, Lemsell und Ellersell. Erzbischof Ruprecht von Magdeburg sah sich gezwungen, ein Verhör über diese Taten anzustellen. Die Beschuldigten mußten bezeugen, dass die genannten Dörfer dem Erzbistum Magdeburg gehörten. Bülstringen gehörte jedoch nicht dazu. Der größte Teil Bülstringen gehörte dem Templerorden schon vor 1289. Er erhielt vom Grafen Konrad das benachbarte und später wüste Dorf Wolfshausen.

In späterer Zeit wiederholten sich diese Schenkungen. Nach dem Aussterben des männlichen Stammes des Grafengeschlechts v. Grieben zu Beginn des 13. Jahrhunderts

Anno 1299 verlieh Bruno von Eilsleben bei der Aufnahme seines Sohnes in den Templerorden die Rechte an 5 Höfen und 5 1/2 Hufen Land in Bülstringen. Ordensmeister Friedrich von Alvensleben aus Wichmannsdorf verkauft im 14. Jahrhundert in Übereinstimmung mit seinen Ordensbrüdern für 300 Silbermark das gesamte Dorf Bülstringen an seinen Bruder Ritter v. Alvensleben. Nachdem er das Geld erhalten hatte, verschwand er mit seinen Ordensbrüdern.

Anno 1443 meldet eine Nachricht unter Erzbischof Friedrich, die da lautet: Bülstringe is egendom und ist gelegt unter das Godeshuß to Magdeburg unde ist min halff mit allem Rechte, hebbe in der Mölen drey verdel und den Tins halff mit etlichen Wesen und Gebhard von Alvensleben hat uns verkofft dat Dorp tu Bülstringen halff mit allem Rechte und Kerlehn.

Anno 1473 belehnte Kurfürst Albrecht v. Brandenburg den Ritter Busso und seine Brüder Ludolf und Gebhard v. Alvensleben mit dem Schloß Calbe und weiteren Lehnsgütern, darunter das Dorf Bülstringen.

Das Leben umfasste neben Diensten und Kirchlehen auch die hohen und niederen Gerichte. Weitere Belehnungen liegen aus den Jahren 1488 und 1506 vor. Von 1485 an gehörte das Dorf als altmärkisches Lehen bis zum Jahr 1811 denen von Alvensleben.

Ortsteile Wieglitz

Die bisher älteste urkundliche Erwähnung:

In der Bittschrift eines Priesters Johann von Braunschweig an den Herzog Friedrich von Braunschweig wird 1 Wispel Land bei Calvörde in einem Dorf Wyghelze genannt. Die Jahreszahl fehlt. nach dem Buch "Bau- und Kunstdenkmäler der ProvinzSachsen und angrenzender Gebiete" von 1897 kann aber gesagt werden: Die Schrift muss etwa ins Jahr 1381 oder 1382 datiert werden.

Sicher ist aber, dass das Dorf Wieglitz erheblich älter ist. Nach der Anlage kann man von einem Alter von mindestens 1000 Jahren ausgehen.

Anno 1381 wird das heutige Dorf Wieglitz erstmals unter dem Namen "Wyghalze" erwähnt.

Anno 1487 durch eine Urkunde in "Wygelisse" und 1498 "Wagelisse" umbenannt.

Anno 1697 liest man dann "Wieglitz" welches seinen Namen bis heute beibehalten hat.

Die Kirchengemeinde und Ihre Kirche

Auch die Kirchengemeinde Wieglitz entstand natürlich nicht erst vor 150 Jahren. Die alten Schriftstücke in der Kugel des Bülstringer Kirchturms erwähnen immer auch Wieglitz als Tochtergemeinde.

1697 heißt es dort:

"Und hat zugleich von vielen Jahren her mit in dieses Kirchspiel gehört das Filial Wieglitz ( welches den Herren von Schenken zu Flechtingen zuständig ) so da verbunden nach Bülstringen in die Kirch zu gehen, auch Ihre Kinder, Verlobten und Gestorbenen hinterher zur Taufe, zur Trauung und Begräbnis zu bringen."

Erstaunt ist man aber, dass in der Urkunde aus dem Bülstringer Turm von 1822 fast das Gleiche steht. Danach haben die Wieglitzer lediglich inzwischen die Erlaubnis, die Verstorbenen im Dorf zu begraben. Wie ist das mit einem Satz des Schulzen Trippler von Wieglitz in Einklang zu bringen?

Er schreibt nämlich 1831 in die Kugel des Turms der neuen Wieglitzer Kirche:

"Veranlasst durch den uns bedrohenden Einsturz dieser Kirche entschlossen wir uns, dieselbe von Grund auf neu zu bauen"

Es hat also schon eine ältere Kirche in Wieglitz gegeben. Mehr wissen wir aber nicht darüber. War sie vielleicht 1822 schon so baufällig, dass sie nicht mehr benutzt werden konnte und die Wieglitzer wieder nach Bülstringen zur Kirche gingen? Die Wieglitzer Glocke könnte schon in der alten Kirche gehangen haben, denn sie wurde 1738 gegossen.

Wir feiern in diesem Jahr das 40jähige Jubiläum der kompletten Erneuerung unseres Kirchenschiffes, welches im Jahr 1971 eingeweiht wurde.

Seit nunmehr 70 Jahren sind wir aber nicht nur mehr mit Bülstringen verbunden, auch Satuelle und Schloss Detzel gehören zu unserem Pfarrbezirk. Es ist wichtig, dass wir uns als Christen über die Gemeindegrenzen hinweg verbunden fühlen.

Quelle: gemeinde-buelstringen.de



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