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Alte Historische Fotos und Bilder Calw, Baden-Württemberg
Old historical photos and pictures Calw, Baden-Wuerttemberg

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Wappen Calw

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Geschichte von Calw, Baden-Württemberg in Fotos
History of Calw, Baden-Wuerttemberg in photos

Eine kleine historische Referenz

Das Stadtgebiet Calws gliedert sich in die 13 Stadtteile Altburg, Oberriedt, Speßhardt, Spindlershof, Weltenschwann, Calw, Alzenberg, Heumaden, Wimberg, Hirsau, Ernstmühl, Holzbronn und Stammheim.

Das Stadtgebiet gliedert sich in die fünf Wohnbezirke im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung Wohnbezirk I (mit den Stadtteilen Altburg, Oberriedt, Speßhardt, Spindlershof und Weltenschwann), Wohnbezirk II (mit den Stadtteilen Calw, Alzenberg, Heumaden und Wimberg), Wohnbezirk III (mit den Stadtteilen Hirsau und Ernstmühl), Wohnbezirk IV (der Stadtteil Holzbronn) und Wohnbezirk V (der Stadtteil Stammheim). In den Grenzen der Wohnbezirke mit Ausnahme des Wohnbezirks II sind Ortschaften im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung mit jeweils eigenem Ortschaftsrat und Ortsvorsteher als dessen Vorsitzendem eingerichtet.

In den Grenzen des Wohnbezirks I liegen das Dorf Altburg und die Weiler Oberriedt, Speßhardt, Spindlershof und Weltenschwann. In den Grenzen des Wohnbezirk II liegen die Stadt Calw, das Dorf Alzenberg, die Orte Heumaden, Schützenhaus und Wimberg und die Häuser Tanneneck. In den Grenzen des Wohnbezirks III liegen das ehemalige Kloster Hirsau sowie das drumherum entstandene gleichnamige Dorf, außerdem der Weiler Ernstmühl, die Orte Bleiche (Kurhaus) und Lützenhardt und die Häuser Kleinmuldbach sowie die Wüstung Gumprechtsweiler. In den Grenzen des Wohnbezirks IV liegen das Dorf Holzbronn und die Häuser und Bahnstation Talmühle. In den Grenzen des Wohnbezirks V liegen das Dorf Stammheim, die Orte Bahnhof Bad Teinach, Baumwollspinnerei Calw, die Höfe Hof Dicke und Hof Waldeck und die Häuser Obere Mühle, Öländerle, Ölmühle, Rehgrundklinge und Untere Mühle sowie die Wüstung Thuma.

Einwohner: 22 600

Calw. Panorama der Stadt, 1918
Panorama der Stadt, 1918
Calw. Gasthaus zum Kaiser
Gasthaus zum Kaiser
Calw. Klosterbrunnen, um 1950
Klosterbrunnen, um 1950
Calw. Olgastraße, 1958
Olgastraße, 1958
Calw. Brückenkapelle (Nikolauskapelle)
Brückenkapelle (Nikolauskapelle)
Calw. Brückenkapelle (Nikolauskapelle)
Brückenkapelle (Nikolauskapelle), um 1925
Calw. Neue Handelsschule
Neue Handelsschule (Zuegel und Fischer)
Calw. Neue Handelsschule, Schuelerwohnhaus
Neue Handelsschule (Zuegel und Fischer), Zweites Schuelerwohnhaus
Calw. Aeussere Mühle und Badwiese
Aeussere Mühle und Badwiese
Calw. Altdeutsche Fachwerkhaus, erbaut 1694
Altdeutsche Fachwerkhaus, erbaut 1694. Besitzer - Hugo Rau
Calw. Altdeutsche Fachwerkhaus
Altdeutsche Fachwerkhaus, hinterm Rathaus
Calw. Bahnhof, Gleisseite
Bahnhof, Gleisseite, um 1900
Calw. Bahnhofstraße
Bahnhofstraße
Calw. Gasthof Zum Adler
Gasthof Zum Adler, Eisenbahnviadukt und Neuem Weg
Calw. Kloster Hirsau
Kloster Hirsau - Kirche mit Kreuzgang, 1960
Calw. Kloster Hirsau
Kloster Hirsau - Kirchturm und brunnen
Calw. Kloster Hirsau, Südliches Tor
Kloster Hirsau, Südliches Tor
Calw. Ortsansicht und fluss Nagold
Ortsansicht und fluss Nagold
Panorama von Claw, 1924
Panorama von Claw, 1924
Calw. Panorama von fluss Nagold und Bischofstraße
Panorama von fluss Nagold und Bischofstraße
Calw. Stammheim - Erholungsheim Friedensheim
Stammheim - Erholungsheim Friedensheim
Calw. Stammheim - Erholungsheim Friedensheim
Stammheim - Erholungsheim Friedensheim
Calw. Unter den Rathausbogen
Unter den Rathausbogen
Calw. Vorstadt
Vorstadt

Stadtgeschichte

In den Anfängen

8.000−5.500 vor Christus - Zurück bis zum Mesolithikum finden sich Spuren menschlicher Anwesenheit auf der Calwer Markung, vor allem rechts der Nagold in Richtung Gäu (Teilorte Stammheim und Holzbronn). Von einer systematischen Besiedlung ist jedoch nicht auszugehen.

1.200−750 vor Christus - Im Nordschwarzwald entstehen befestigte Höhensiedlungen, so in der späten Bronzezeit in der Nähe der Nagold auf dem Rudersberg südlich von Calw.

6. Jahrhundert vor Christus - Auf Stammheimer Markung wurde 1931 ein frühkeltisches Frauen-Grab entdeckt, das neben weiteren archäologischen Funden auf eine keltische Siedlung in diesem Zeitraum hinweist.

Zwischen 85 und 90 nach Christus - geraten der Nordschwarzwald und damit auch das heutige Stadtgebiet unter römische Herrschaft. Überreste römischer Gutshöfe (villae rusticae) finden sich in Stammheim und Holzbronn. In der Calwer Kernstadt lassen sich keine römischen Siedlungsspuren nachweisen.

Um 260 nach Christus - endet die römische Herrschaft. Mit einiger Verzögerung beginnt die Besiedlung durch germanische Stämme, wovon der Raum um Calw noch ausgenommen bleibt.

6. bis 8. Jahrhundert - In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden auf Stammheimer Markung frühmittelalterliche merowingische Gräberfelder aufgedeckt. Die Besiedlung auf Stammheimer Markung lässt sich kontinuierlich bis ins Hochmittelalter hin nachweisen.

Um 830 - Gründung des Aurelius-Klosters in Hirsau an der Nagold nördlich der heutigen Kernstadt. Die Stiftersippe geht später im Geschlecht der Grafen von Calw auf. Altburg wird als zum Kloster Hirsau gehörig erwähnt.

11. bis 14. Jahrhundert

11. Jahrhundert - Die Grafen von Calw entwickeln sich zu einem der einflussreichsten Herrschergeschlechter des Hochmittelalters im deutschen Südwesten. Um 1075 gründen sie das Kloster Hirsau neu. Die Grafen hatten zuvor ihren Wohnsitz von Sindelfingen an die Nagold verlegt und bauten südlich des Klosters Hirsau eine Burg, deren nahegelegene Handwerkersiedlung die Keimzelle der späteren Stadt Calw wird. Im Hirsauer Formular von 1075 werden auch Stammheim und Altburg erstmals urkundlich erwähnt.

1075 - Erwähnung von Altburg als villula Altpuren in einer Urkunde Kaiser Heinrichs IV., als ein zum Kloster Hirsau schon länger gehörender Ort.

11. Jahrhundert - Unter Abt Wilhelm wird Hirsau nördlich der Alpen zu einem Zentrum der Klosterreformen nach Vorbild der Cluniazenser.

Um 1150 - beginnt die gezielte Rodung und Besiedlung auf der Hochfläche westlich der Nagold, wo heute die Ortsteile Wimberg und Alzenberg liegen.

1256 - wird in einer Urkunde zum ersten Mal ein Schultheiß von Calw erwähnt und damit die Existenz der Stadt Calw nachgewiesen.

1260 - erlischt das Geschlecht der Grafen von Calw im Mannesstamm. In den Jahren 1308 und 1345 geht Calw in den Besitz der Grafen von Württemberg über.

Um 1300 - beginnt der wirtschaftliche Aufschwung Calws, zuerst als Marktzentrum. Das örtliche Handwerk – Landwirtschaft ist wegen der ungünstigen topografischen Lage kaum möglich – spezialisiert sich auf die Lederherstellung, später immer mehr auf die Herstellung von Textilien, deren Rohstoffe (Wolle) aus dem nahegelegenen Gäu stammen.

1329 - Urkundliche Ersterwähnung des heutigen Teilorts Holzbronn.

1339 - Der heutige Teilort Altburg kommt unter württembergische Oberherrschaft.

1362 - geht der Ort Stammheim vollständig in den Besitz des Klosters Hirsau über.

15. bis 17. Jahrhundert

Um 1400 - wird die heute noch existierende Nikolausbrücke über die Nagold errichtet.

1420 - Calw wird als Amtsstadt genannt.

1454 - In einem Freiheitsbrief erteilt Graf Ludwig von Württemberg der Stadt die Erlaubnis zum Bau eines Rat- und Kaufhauses. Nach dem Bau des neuen Rathauses findet der Markt auf dem davor liegenden Platz statt.

Ende des 15. Jahrhunderts - erreicht die Tuchherstellung einen ersten Höhepunkt.

1525 - leben ca. 1500 Menschen in Calw. Zu diesem Zeitpunkt werden Calwer Tuche bereits innerhalb des Herzogtums und ins Ausland verkauft. Während des Bauernkrieges wird auch die Stadt Calw von aufständischen Bauern belagert und muss ihnen die Stadttore öffnen. Das Kloster Hirsau wird geplündert.

Um 1560 - arbeiten ca. 50 Tuchmacher in der Stadt. Auch das Färben von Tuchen wird auf hohem Niveau praktiziert.

1560 - Stammheim – als Hirsauer Klosterbesitz – geht zusammen mit dem Kloster in Folge der Reformation in den Besitz des Herzogtums Württemberg über.

Um 1570 - verlegen sich immer mehr Calwer Tuchweber auf die Herstellung des feineren Wollzeugs. Herzog Ludwig gestattet 1589 den Calwer Zeugmachern die Bildung einer eigenen Zunft.

Seit 1590 - betreiben Calwer Handelsherren in größerem Stil den Absatz von Wollzeugen auf inn- und ausländischen Märkten.

1610 - Wie schon in den Jahren 1555 und 1594 werden Teile der Universität Tübingen wegen der ausgebrochenen Pest nach Calw verlegt.

1616 - leben und arbeiten in Calw etwa 250 Zeugmacher.

1621 - veranlasst der Calwer Dekan Andreae die Gründung einer Christlichen Gottliebenden Gesellschaft zur Beseitigung sozialer Nachteile. Die Gesellschaft wird später kurzerhand Färberstift bezeichnet, da vor allem wohlhabende Färber an ihrer Gründung beteiligt waren.

1634 - Die Bevölkerung der gewerbereichen Stadt wächst zwischen 1622 und 1634 von 2545 auf 3892 Einwohner. Calw erreicht als Handelsstadt einen ersten Höhepunkt und gehört zu den bedeutendsten Städten des Herzogtums Württemberg. Während des Dreißigjährigen Krieges wird die Stadt durch kaiserliche Truppen restlos mit bedeutenden Opfern unter der Bevölkerung zerstört.

1650 - Durch staatlich moderierte Verabredung zwischen der Calwer Färberzunft und den Zünften der Zeugmacher in Stadt und Umgebung entsteht die Calwer Zeughandlungscompagnie (CC).

1692 - Während des Pfälzischen Erbfolgekriegs (1688 bis 1697), nach dem Gefecht bei Ötisheim, wandten sich französische Truppen des Marschalls de Lorge gegen den Schwarzwald. Eine Abteilung unter General Mélac drang über Neuenbürg und Liebenzell nach Hirsau und Calw vor.

Am 19. September 1692 - plündern sie Calw und stecken die Häuser in Brand. Vier Tage lang brennt die Stadt. Viele Einwohner, die nicht aus der Stadt geflohen sind, sterben in den Flammen oder werden von herabstürzenden Balken oder Mauerteilen erschlagen. Rathaus, Kirche sowie alle Amts- und Privathäuser innerhalb und außerhalb der Stadtmauer werden ein Raub der Flammen.

1692 - Zerstörung von Kloster und Schloss Hirsau durch französische Truppen.

18. bis 19. Jahrhundert

1797 - Die Auflösung der seit 1650 bestehenden Calwer Zeughandlungscompagnie im Jahr 1797 war das Ergebnis langfristiger Entwicklungen sowie kurzfristiger Ereignisse. Das Wollzeug, das 150 Jahre der Stadt Wohlstand brachte, entsprach nicht mehr dem modischen Geschmack und war wegen der überholten Herstellungsverfahren zu teuer und somit nicht mehr konkurrenzfähig.

Die preiswerteren Baumwollstoffe eroberten rasch den deutschen Markt und die Restriktionen napoleonischer Politik erschwerten den Zugang zu den für die Compagnie außerordentlich wichtigen oberitalienischen Märkten. Doch auch die strikte Trennung zwischen Produktion und Absatz, wie sie der Moderationsvertrag vorsah, hatte sich überholt.

1796 kamen die Teilhaber (Compagnieverwandten) überein, den Herzog um die Auflösung des Moderationsvertrags zu bitten, der im März 1797 dem Antrag stattgibt. Compagnieverwandte aus den Familien Schill und Wagner übernehmen die Liegenschaften und gründen zwei Nachfolgeunternehmen unter den Firmennamen Wagner & Co. und Schill & Co. 1807 - Das Klosteramt Hirsau wird aufgelöst und dem Oberamt Calw zugeordnet. Hirsau wird 1830 selbständige politische Gemeinde.

1833 - Christian Gottlob Barth gründet in Calw den Calwer Verlagsverein und 1836 den Calwer Verlag. Nach Barths Tod, 1862, übernimmt Hermann Gundert als Vorstand die Leitung des Verlags. Dessen Nachfolger wird 1893 sein Schwiegersohn Johannes Hesse, der Vater von Hermann Hesse. Der Verlag gibt theologische Literatur sowie Bücher für Schule, Familie und Gemeinde heraus. 1920 verlegt der Verlag seinen Sitz nach Stuttgart.

1851 - Die Stadt hat immer wieder unter Hochwasser zu leiden. Am 1. August 1851, nach heftigen Gewittern und zwölf Stunden andauerndem wolkenbruchartigem Regen reißt die über die Ufer getretene Nagold in der Bischofstraße mehrere Häuser ein, wobei neun Menschen in den Fluten ums Leben kommen.

1888 - Die Stadtkirche Peter und Paul war nach ihrer Zerstörung durch französische Truppen im Jahr 1692 rasch wieder aufgebaut worden. In der Eile entstandene Baumängel machten es erforderlich, das Gotteshaus, bis auf den gotischen Chor, abzureißen und neu aufzubauen. Die im Stil der Neugotik errichtete Kirche wird am 7. Oktober 1888 eingeweiht.

20. Jahrhundert bis heute

1911 - Ende der Scheiter- und Langholzflößerei auf der Nagold.

1975 - Im Rahmen der Gemeindereform wird aus den Gemeinden Altburg, Calw, Hirsau, Holzbronn und Stammheim die neue Stadt Calw-Hirsau (ab 1. Januar 1976 Calw) gebildet.

1976 - Calw erhält den Status einer Großen Kreisstadt.

1989 - Am 22. Juni wird der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) als Drehscheibe des öffentlichen Personennahverkehrs und als Bindeglied zwischen Stadt und Umland seiner Bestimmung übergeben. Er verknüpft seither den Straßen- und Schienenverkehr und erleichtert den Übergang vom privaten Kraftfahrzeug auf Bus und Bahn.

1997 - Die Calwer Decken- und Tuchfabriken AG, die die Tradition der Calwer Zeughandlungscompagnie und deren Nachfolgefirmen fortsetzte, war über viele Jahrzehnte ein ungewöhnlich erfolgreiches Unternehmen und national und international Marktführer auf dem Edel- und Naturhaardeckensektor.

Hohe Investitionen für ein Entwicklungs- und Ausrüstungszentrum belasteten in den 1990er-Jahren die Ertragslage, zudem erwies sich die Entscheidung, die Lohnkosten durch Verlagerung der Fertigung nach Osteuropa dauerhaft zu senken, als eine schwere Hypothek. Hinzu kam in Folge ungünstiger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen und einem rückläufigen Naturhaarmarkt ein sinkender Umsatz.

Im November 1997 muss das Unternehmen ein Vergleichs- und drei Monate später das Konkursverfahren beantragen. Auf dem südlich gelegenen Gelände der Calwer Decken- und Tuchfabriken AG errichtet im Jahr 2000 ein Handelskonzern ein großes Einkaufszentrum.

2001 - Gründung der Hochschule Calw. 2002 Aufnahme des Studienbetriebs. Im Jahr 2005 tritt die Hochschule Calw dem Hochschulenverbund der SRH in Heidelberg bei, gleichzeitig erfolgt die Umbenennung in SRH Hochschule Calw. Seit 2011 SRH Hochschule für Wirtschaft und Medien Calw.

Quelle: calw.de



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