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Alte Historische Fotos und Bilder Castrop-Rauxel, Nordrhein-Westfalen
Old historical photos and pictures Castrop-Rauxel, North Rhine-Westphalia

Wenn Sie habe Vergessen deine Vergangenheit - Ihr wirst keine Zukunft haben


Wappen Castrop-Rauxel

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Geschichte von Castrop-Rauxel, Nordrhein-Westfalen in Fotos
History of Castrop-Rauxel, North Rhine-Westphalia in photos

Eine kleine historische Referenz

Geographie: Die Stadt gliedert sich in 15 Stadtteile, von Nord nach Süd und innerhalb einer Zeile von West (südwest) nach Ost (nordost) sind das:

Behringhausen, Bladenhorst, Bövinghausen, Deininghausen, Dingen, Castrop, Frohlinde, Habinghorst, Henrichenburg (mit Becklem im äußersten Norden), Ickern, Merklinde, Obercastrop, Pöppinghausen, Rauxel, Schwerin

Abgesehen vom jüngeren Stadtteil Schwerin, der den Süden der Gemarkungen Castrops und Rauxels einnimmt, entsprechen die heutigen Stadtteile exakt den seit 1975 unveränderten Gemarkungen.

Gründungszeitpunkt:

Einwohner: 74 004

Geschichte:

Sehenswürdigkeiten:

Castrop-Rauxel. Bülowplatz und Zeche Victor
Bülowplatz und Zeche Victor
Castrop-Rauxel. Castrop - Münsterstraße, 1923
Castrop - Münsterstraße, 1923
Castrop-Rauxel. Castrop - Schulstraße, 1923
Castrop - Schulstraße, 1923
Castrop-Rauxel. Castrop - Victoria-Schule, 1923
Castrop - Victoria-Schule, 1923
Castrop-Rauxel. Castrop - Victoria-Schule
Castrop - Victoria-Schule
Castrop-Rauxel. Castrop - Viktoriastraße, 1923
Castrop - Viktoriastraße, 1923
Castrop-Rauxel. Markt
Markt
Castrop-Rauxel. Münsterplatz, Hotel Dröghopp
Münsterplatz, Hotel Dröghopp
Castrop-Rauxel. Henrichenburg - Schiffshebewerk am Dortmund-Ems-Kanal, 1906
Henrichenburg - Schiffshebewerk am Dortmund-Ems-Kanal, 1906
Castrop-Rauxel. Henrichenburg - Schiffshebewerk am Dortmund-Ems-Kanal, 1913
Henrichenburg - Schiffshebewerk am Dortmund-Ems-Kanal, 1913
Castrop-Rauxel. Henrichenburg - Schiffshebewerk am Dortmund-Ems-Kanal, 1942
Henrichenburg - Schiffshebewerk am Dortmund-Ems-Kanal, 1942
Castrop-Rauxel. Henrichenburg - Schiffshebewerk am Dortmund-Ems-Kanal
Henrichenburg - Schiffshebewerk am Dortmund-Ems-Kanal
Castrop-Rauxel. Katholische Kirche und Josefschule
Katholische Kirche und Josefschule
Castrop-Rauxel. Lange Straße
Lange Straße
Castrop-Rauxel. Panorama der Stadt
Panorama der Stadt
Castrop-Rauxel. Panorama von Schloß Bladenhorst
Panorama von Schloß Bladenhorst
Castrop-Rauxel. Rauxel - Gasthaus und Restaurant 'Kanalschloß', Inhaber Jos. Pantring
Rauxel - Gasthaus und Restaurant 'Kanalschloß', Inhaber Jos. Pantring
Castrop-Rauxel. Realschule
Realschule
Castrop-Rauxel. Schloß Bladenhorst
Schloß Bladenhorst
Castrop-Rauxel. Schloß Bladenhorst
Schloß Bladenhorst
Castrop-Rauxel. Reiterdenkmal am Marktplatz, 1957
Reiterdenkmal am Marktplatz, 1957
Castrop-Rauxel. Zeche Erin, Mines, 1924
Zeche Erin, Mines, 1924
Castrop-Rauxel. Zeche Erin
Zeche Erin
Castrop-Rauxel. Zeche Ickern, Mines, 1923
Zeche Ickern, Mines, 1923

Historischer Kurzüberblick

834 - Villa Castorp wird erstmals urkundlich erwähnt

1484 - Johann II. von Cleve stellt den Bürgern von Castrop den Freiheitsbrief aus

1902 - aus der Titularstadt Castrop und zwei Landgemeinden wird die Stadt Castrop

1926 - aus der Stadt Castrop und zehn weiteren Landgemeinden wird die kreisangehörige Stadt Castrop-Rauxel (Landkreis Dortmund)

1928 - Castrop-Rauxel erhält die Kreisfreiheit

1962 - Castrop-Rauxel wird der Titel Europastadt verliehen

1975 - Henrichenburg wird eingemeindet, Castrop-Rauxel wird Teil des Kreises Recklinghausen

Urkundliche Ersterwähnung

Im Jahre 834 wurde Castrop als „Villa Castorp" in einer Urkunde zwischen dem Bischof Gerfrid von Münster, Abt der Abtei Werden bei Essen, und einem Frithuard aus Heisingen erstmals erwähnt. Die „Villa Castorp" entstand in Anlehnung an einen karolingischen Oberhof unweit des Hellwegs, der alten Heer- und Völkerstraße zwischen Ruhr und Lippe. Wahrscheinlich zunächst als militärischer Stützpunkt bei der Eroberung des Sachsenlandes angelegt, bildete dieser karolingische Oberhof die Keimzelle eines späteren Gerichtsbezirks, eines Kirchspiels und schließlich der Freiheit Castrops. Bodenfunde sowohl im Süden als auch im Norden des heutigen Stadtgebietes beweisen eine Besiedlung dieses Raumes bereits in der Stein- und Bronzezeit.

Um den fränkischen Oberhof entwickelte sich eine Ortschaft, dessen romanische, um 1248 erbaute und 1889 erweiterte, dem fränkischen heiligen Lambertus geweihte Kirche, noch heute erhalten ist. Ab Mitte des 13. Jahrhunderts ist ein selbständiger Verwaltungsbezirk, das Gericht Castrop, nachweisbar, der dem klevisch-märkischen Fürstenhauses angegliedert war. Nach dessen Aussterben am Anfang des 17. Jahrhunderts fiel das Gericht Castrop an das brandenburgisch-preußische Herrscherhaus.

1470 soll Johann I, Herzog von Kleve und Graf von der Mark, Castrop zur „Freyheit" erhoben haben. Johann II. von Cleve bestätigte 1484 in einer Urkunde den Bürgern von Castrop die Freiheitsrechte. Eine „Freyheit" war keine „Vollstadt", sondern eine Stadt mit minderen Rechten. Auch in preußischer Zeit wurden diese Freiheitsprivilegien immer wieder bestätigt. In napoleonischer Zeit wurde aus dem Gericht Castrop 1809 die Mairie Castrop. Nach den Befreiungskriegen wurde 1813/15 die Bürgermeisterei Castrop geschaffen. Mit der Einführung der Landgemeindeordnung entstand 1841/43 das Amt Castrop.

Die Entwicklung Castrops zur Bergbaustadt ist dem Kohleabbau ab Mitte des 19. Jahrhunderts im nördlichen Ruhrrevier zu verdanken. Diese damals im weiten Umfang einsetzende Industrialisierung, gefördert durch neue Abbaumethoden, die ein Abteufen in größeren Tiefen gestatteten, war es, die die gesamte Struktur der Wirtschaft, der Wohn- und Lebensweise sowie des Bevölkerungsstandes rapide und oft sprunghaft veränderte. Die alte Tradition der Stadt lebt weiter in Volks- und Schützenfesten. Die Castroper Kirmes ist seit über 500 Jahren ein Ereignis, das weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist.

1902 wurde aus der Titularstadt Castrop und zwei Landgemeinden die Stadt Castrop. 1926 wurde aus der Stadt Castrop und zehn weiteren Landgemeinden, u.a. dem Amt Rauxel, die kreisangehörige Stadt Castrop-Rauxel, Landkreis Dortmund. Die Kreisfreiheit erhielt Castrop-Rauxel 1928. 1962 Castrop-Rauxel wurde vom Europarat die Europafahne verliehen. Zur gleichen Zeit beschloss der Stadtrat, ein kulturelles und administratives Zentrum in der geografischen Mitte des Stadtgebietes zu schaffen. Dieses Anfang der 70er Jahre erbaute „Forum Castrop-Rauxel" umfasst das Rathaus, die Stadthalle mit 660 m² und die Europahalle mit 1.500 m². 1975 wurde Henrichenburg eingemeindet und Castrop-Rauxel Teil des Kreises Recklinghausen.

Europastadt Castrop-Rauxel

Bereits am 16. Juli 1950 entschied sich die Bevölkerung in Castrop-Rauxel mit überwältigender Mehrheit (96 Prozent) in freier und geheimer Abstimmung bei einer 74-prozentigen Wahlbeteiligung für die Aufgabe der eigenen Staatshoheit zugunsten eines Vereinten Europas. 1949 wurde die erste europäische Städtepartnerschaft geschlossen. Seitdem hat sich der europäische Gedanke insbesondere durch eine Vielzahl von lebendigen Städtepartnerschaften weiterentwickelt und ist in Vereinen, Schulen, Kultur, Sport und Wirtschaft fester Bestandteil. Im Jahr 1962 erhielt Castrop-Rauxel vom Europarat als Anerkennung und Dank für „gute, den europäischen Völkern und deren Frieden dienende Arbeit" in Straßburg die Europafahne überreicht.

Castrop-Rauxel heute

Seit der Gründung der Stadt Castrop-Rauxel ist auf mancherlei Weise versucht worden, der einseitigen Wirtschaftsstruktur zu begegnen und damit das Arbeitsplatzangebot zu verbessern. So bemüht sich die Stadt Castrop-Rauxel seit Langem mit Erfolg, Klein- und Mittelbetriebe verschiedener Branchen in der Stadt anzusiedeln. Eine Anzahl landwirtschaftlicher Betriebe hat sich in der Stadt mit Ackerland, Gärten, Wiesen, Weiden und Wäldern behaupten können. Durch diesen Grünanteil stellt sich Castrop-Rauxel als ein interessanter Teil des Ruhrgebietes mit großem Freizeit-, Wohn- und Erholungswert dar. So trägt Castrop-Rauxel seit vielen Jahren den Beinamen "Europastadt im Grünen".

Quelle: castrop-rauxel.de



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