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Alte Historische Fotos und Bilder Dormagen, Nordrhein-Westfalen
Old historical photos and pictures Dormagen, North Rhine-Westphalia

Wenn Sie habe Vergessen deine Vergangenheit - Ihr wirst keine Zukunft haben


Wappen Dormagen

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Geschichte von Dormagen, Nordrhein-Westfalen in Fotos
History of Dormagen, North Rhine-Westphalia in photos

Eine kleine historische Referenz

Geographie: Stadtteile:

Delhoven (mit Knechtsteden), Delrath, Dormagen-Mitte, Gohr (mit Broich), Hackenbroich (mit Hackhausen), Horrem, Nievenheim (mit Ückerath), Dormagen Nord, Rheinfeld (mit Piwipp), Stadt Zons (mit Nachtigall), Straberg, Stürzelberg (mit St. Peter)

Gründungszeitpunkt:

Einwohner: 64 016

Geschichte:

Sehenswürdigkeiten:

Dormagen. Hauptstraße
Hauptstraße
Dormagen. Kölner Straße, Apotheke, 1953
Kölner Straße, Apotheke, 1953
Dormagen. Zons - Historische Windmühle an der Stadtmauer
Zons - Historische Windmühle an der Stadtmauer
Dormagen. Zons - Historische Windmühle an der Stadtmauer
Zons - Historische Windmühle an der Stadtmauer
Dormagen. Missionshaus Knechtsteden
Missionshaus Knechtsteden
Dormagen. Missionshaus Knechtsteden
Missionshaus Knechtsteden
Dormagen. Missionshaus Knechtsteden
Missionshaus Knechtsteden
Dormagen. Missionshaus Knechtsteden, 1917
Missionshaus Knechtsteden, 1917
Dormagen. Krankenhaus
Krankenhaus
Dormagen. Wohngebiet
Wohngebiet
Dormagen. Wohngebiet, Ecke Blücherstraße und Gneisenaustraße
Wohngebiet, Ecke Blücherstraße und Gneisenaustraße
Dormagen. Zons - Blick am Rhein und Stadtzentrum
Zons - Blick am Rhein und Stadtzentrum
Dormagen. Zons - Eingang zum Schloßhof
Zons - Eingang zum Schloßhof
Dormagen. Zons - Feldstraße
Zons - Feldstraße
Dormagen. Zons - Feldstraße und Judenturm
Zons - Feldstraße und Judenturm
Dormagen. Zons - Judenturm
Zons - Judenturm
Dormagen. Zons - Freilichtbühne
Zons - Freilichtbühne
Dormagen. Zons - Hinter der Mauer, 1916
Zons - Hinter der Mauer, 1916
Dormagen. Zons - Krötschenturm mit Stadtgraben
Zons - Krötschenturm mit Stadtgraben
Dormagen. Zons - Rheintor, 1960
Zons - Rheintor, 1960
Dormagen. Zons - Stadttor, 1904
Zons - Stadttor, 1904
Dormagen. Zons - Turm
Zons - Turm
Dormagen. Zons - Ostseite
Zons - Ostseite
Dormagen. Zons - Turm, Ostseite, 1922
Zons - Turm, Ostseite, 1922

Geschichte

Der Name Dormagen stammt von Durnomagus. Neueren Forschungen zufolge kommt das Wort aus den keltischen Sprachen und bedeutet etwa 'Kiesfeld' oder 'Kieselfeld'.

Urgeschichte

Erste Spuren einer Besiedlung stammen bereits aus der Mittelsteinzeit. So werden immer wieder Mikrolithen im gesamten Stadtgebiet entdeckt. Werkzeuge aus der Jungsteinzeit wurden in Delhoven gefunden. In der Bronzezeit wurden mehrere Hügelgräber im Chorbusch bei Hackenbroich angelegt. Vermutlich aus der Zeit um 200 vor Christus stammen Urnengräber, die beim Bau einer Wasserleitung im Tannenbusch bei Delhoven gefunden wurden. Vor den Römern bewohnten vermutlich die Eburonen dieses Gebiet, zumindest eine ihrer Münzen wurde im Raum Dormagen gefunden. Nach 19/18 vor Christus waren die Ubier in den Gebieten der von Cäsar ausgerotteten Eburonen angesiedelt worden. Die Hauptsiedlung der Ubier war damals das Oppidum Ubiorum, die spätere römische Colonia Claudia Ara Agrippinensium (CCAA) – das heutige Köln.

Römische Zeit

In der Zeit zwischen 15 und 12 vor Christus entstand in Dormagen ein römisches Kastell, das bei dem archäologisch nicht nachgewiesenen oppidum Durnomagus gelegen haben muss. Diese Ortsbezeichnung ist im Itinerarium Antonini, einem Reisebuch aus dem 4. Jahrhundert, überliefert. Das römische Reisebuch. Es teilte genau die Zwei-Tages-Strecke zwischen Köln und Neuss. Eine Vexillation der Legio I Germanica errichtete im Jahre 35 in Dormagen eine Militärziegelei mit vier Brennöfen. Die hier hergestellten Ziegeln wurden mit der Truppenbezeichnung und Symbolen der Legion gestempelt. Nach dem Bataveraufstand wurde die I. Legion aufgelöst und spätestens zu diesem Zeitpunkt die Militärziegelei in Dormagen geschlossen. Um das Jahr 80 wurde in Dormagen wieder ein römisches Auxiliarkastell errichtet. Es wurde zehn Jahre später von der ala Noricorum durch ein größeres Lager ersetzt. Im 2. Jahrhundert wurde in einer Villa rustica bei Dormagen ein Mithräum, eine Kultstätte des persisch-römischen Gottes Mithras errichtet. In der Zeit zwischen 393 und 402 wurden die römischen Truppen zum Schutze Roms aus der Provinz Germania superior abgezogen.

Mittelalter

Die heutige Pfarrkirche St. Michael ist ein nach 1970 errichteter Neubau, der jedoch auf ältere Vorgängerbauten zurückgeht (8. Jahrh. ff.); aus seinem Umfeld stammen Gräber des 6./7. Jahrhunderts. Vermutlich war seit 476 zunächst Nievenheim der Hauptort der fränkischen Besiedlung, doch stehen archäologische Nachweise dafür aus. Die Ortschaft Horrem fand im Jahre 1005 als Horchem erstmals ihre Nennung, Hackhausen im Jahre 1080. 1128 wurde die Abtei Knechtsteden gegründet. Im Jahre 1138 wurde mit dem Bau der jetzigen Klosterkirche in Knechtsteden begonnen. Papst Hadrian IV. nahm die Abtei 1158 mit den Dörfern Hackhausen und Horrem in seinen Schutz. Im Jahre 1190 wurde die katholische Pfarrkirche St. Michael in Dormagen auf den Fundamenten eines römischen Mars-Tempel erbaut. Das westlich von Dormagen gelegene Gut Jussenhoven wurde im Jahre 1222 erstmals als Gozenhouen und Goischinhoue erwähnt. Im Jahre 1247 wählten im benachbarten Worringen drei Erzbischöfe, 11 Bischöfe, zahlreiche Fürsten und Herzöge Wilhelm von Holland zum deutschen König. Allerdings gab es nicht genügend Unterkünfte in Worringen und so wurde auf die Orte der Umgebung zurückgegriffen. 1250 wurde die Wasserburg Hackenbroich erstmals urkundlich erwähnt. Sie befand sich im Besitz des Edlen Burkhard von Broich. Seit 1274 unterhielt das Kölner St. Andreas Stift in Dormagen ein Hofgericht. Vogt des Gerichts war der Graf von Jülich. Im gleichen Jahr wurde erstmals die Ortschaft Delhoven erwähnt. 1288 war Dormagen Schauplatz der Schlacht von Worringen. Dabei wurde Zons weitgehend zerstört. Im Jahre 1291 verkaufte der Ritter Bruno von Rinverde seinen im westlich von Dormagen gelegenen ehemaligen Rheinbett errichteten Walhovener Hof an das Andreas-Stift in Köln. Ende des 14. Jahrhunderts war ein Hermann von Walhoven Abt des Klosters Knechtsteden. Das alte Dormagener Schöffensiegel erschien 1320 erstmals auf einer Urkunde. Es zeigte den Dormagener Pfarrpatron St. Michael mit dem kurkölnischen Kreuz im Schild. 1373 wurde Zons wieder aufgebaut, zur Zollstation erklärt und durch den Kölner Erzbischof Friedrich von Saarwerden zu einer Stadt mit einem eigenen Gerichts- und Verwaltungsbezirk ernannt. Bereits vor 1374 war Dormagen mit Rheinfeld und halb Horrem zu einer Jülicher Enklave in kurkölnischem Gebiet geworden. Im Jahre 1409 wurde die Burg Hackenbroich in einem Krieg zwischen Johann VI. von Reifferscheid, dem Kölner Erzbischof Friedrich III. von Saarwerden bzw. seinem Adjutor und Nachfolger Dietrich II. von Moers und Graf Vinzenz von Moers zerstört.

Frühe Neuzeit

Die Eltern des späteren Kölner Chronisten Hermann von Weinsberg heirateten 1517 in Dormagen. Die Mutter des Chronisten war die Tochter eines in Dormagen tätigen Zöllners. Im Jahre 1518 war in Köln die Pest ausgebrochen, und zahlreiche Kölner Bürger flohen nach Dormagen und Knechtstedten. 1554/55 gehörte Dormagen mit Riveden zum jülich-bergischen Amt Bergheim. Zwischen der noch auf kurkölnischem Territorium befindlichen Piwipp („Biwitte“ = Beim weißen Stein) und Monheim existierte im Jahre 1566 schon ein Fährbetrieb und diente zum Warenaustausch zwischen dem Bergischen Land und Kurköln. Während des Dreißigjährigen Kriegs blieb Dormagen von den Kriegswirren nicht verschont. Im Jahre 1637 zerstörten Soldaten das Rittergut Mertenshofen bis auf die Grundmauern. Der Besitzer des Gutes, der Direktor des Lehnsarchivs des Herzogtum Jülich-Berg, ordnete den sofortigen Wiederaufbau an. Nach einem Sieg in der Schlacht auf der Kempener Heide im Januar 1642 überfielen hessische Soldaten in Dormagen 30 stationierte bayrische Dragoner des Generals Wahl, dabei wurden 12 Dragoner getötet. Schließlich griffen im Jahre 1645 verbündete französische und hessische Truppen die Stadt Zons an. Am 10. November 1669 sollte der neue Landtag des Herzogtum Jülich-Kleve-Berg in Dormagen tagen. Allerdings erschienen an diesem Tage nur wenige Mitglieder des Landtages, da das nötige Mobiliar in Düsseldorf geblieben war. Hieraufhin wurde ein Tag später der Landtag abgebrochen und am 23. November wurde er in Düsseldorf fortgesetzt. Seit 1696 war Dormagen eine preußische Poststation und wurde dreimal in der Woche von der zwischen Köln und Nimwegen verkehrenden Postkutsche angefahren. 1714 fand der erste reformierte Gottesdienst in Dormagen in der Kapelle von Mertenshofen statt. Nach dem Ende des Siebenjährigen Kriegs hielt in Dormagen eine zweite Postkutsche. Diese fuhr von Köln nach Kleve. Im Jahre 1784 wurde Dormagen vom verheerenden Winter-Hochwasser heimgesucht. 1794 wurden die Gebiete und Orte um Dormagen, Nievenheim und Zons in Zusammenhang mit dem Ersten Koalitionskrieg von Frankreich besetzt und später ein Teil des französischen Staatsgebietes. Das Kloster Knechtsteden plünderten die Einwohner von Dormagen, Delhoven und Straberg mit Hilfe der französischen Soldaten. Im Jahre 1796 erfolgte die Gründung des Kantons Dormagen im Arrondissement de Cologne im Département de la Roer. Der Kanton Dormagen umfasste die Orte Zons, Nievenheim, Gohr, Straberg, Delhoven, Hackenbroich, Rommerskirchen, Nettesheim, Stommeln, Fühlingen, Merkenich, Rheinkassel und Worringen und hatte über 10.000 Einwohner.

19. und 20. Jahrhundert

Am 15. Januar 1814 besetzten russische Kosaken Dormagen, damit endete die französische Herrschaft. Nach dem Wiener Kongress wurde Dormagen – wie das Rheinland insgesamt – Preußen zugeschlagen. Zunächst blieb der Kanton Dormagen im Regierungsbezirk Köln. 1816 wurde er aufgelöst und die Bürgermeisterei Dormagen kam zum Landkreis Neuss. 1821 wurde ein bedeutender Römerfund, das Mithrasheiligtum nahe dem Mertenshof – heute ist dort der neue Friedhof – gemacht. Im Jahre 1832 war Dormagen Sitz eines Friedensgerichts für die Bürgermeistereien Dormagen, Nievenheim, Zons, Nettesheim, Grimlinghausen, Norf und Rommerskirchen. Zwischen 1833 und 1890 wanderten rund 60 Menschen von Dormagen nach Nordamerika aus. Das heutige Stadtgebiet verließen im gleichen Zeitraum rund 300 Menschen, sie fanden in den USA eine neue Heimat. Eine große Anzahl ließ sich in Osage County im Bundesstaat Missouri nieder. Im Jahre 1855 kam Dormagen an das Eisenbahnnetz: Gleich östlich des Dorfes Horrem wurde die Eisenbahnlinie Köln-Neuss-Krefeld gebaut und hier wurde ein Bahnhof errichtet. 1864 begann mit dem Bau der Zuckerfabrik die Industrialisierung in Dormagen. Im Jahre 1876 erhielt Dormagen die erste Telegrafenstation. Die erste Stadtfernsprechanlage mit neun Teilnehmern wurde 1897 eingerichtet. Im Jahre 1898 wurde der Brauereibetrieb in Dormagen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Die 1885 gegründete Brauerei war der zweite industrielle Betrieb in Dormagen. Die Franziskaner gründeten auf Initiative von Peter Klausener 1901 im Raphaelshaus eine Erziehungsanstalt für schulentlassene Jungen. 1916 siedelte sich das Bayer-Werk an, das bis heute der größte Arbeitgeber in Dormagen ist. Nach dem Ersten Weltkrieg besetzten englische und schottische Truppen die Stadt. Im Dezember 1919 wurden sie von französische Einheiten abgelöst, die im Dezember 1920 abrückten und von belgischen Einheiten ersetzt werden. Diese zogen am 15. Dezember 1923 ab. Seit 1921 wurde die Wasserversorgung in Dormagen durch die Bayer AG sichergestellt. 1922 wurde die südlich von Dormagen gelegene Bürgermeisterei Worringen von Köln eingemeindet und die Schiffs-Order-Station Piwipp wurde ein Teil der Bürgermeisterei Dormagen. Die erste Postomnibuslinie zwischen Dormagen und Neuss startete im Jahre 1925. Seit 1935 besitzt Dormagen ein Stadtwappen mit dem Drachentöter St. Michael.

Während vor der sogenannten Machtergreifung durch Hitler im Jahre 1933 die NSDAP in Dormagen wenig Zuspruch fand (Stimmen für die NSDAP bei der Reichstagswahl am 14. September 1930 10,29 % gegenüber 18,3 % reichsweit, Reichstagswahl am 31. Juli 1932 21,12 % gegenüber 37,3 % reichsweit), änderte sich dies Anfang 1933. Die NSDAP wurde bei den gleichzeitig stattfindenden Wahlen zur Amts- und zur Gemeindevertretung jeweils die stärkste Partei. Dies gilt auch für die Reichstagswahl vom 5. März 1933. Die NSDAP erzielte in Dormagen ein Ergebnis von 39,26 % (reichsweit: 43,9 %, zum Vergleich Köln: 33,1 %). Ebenfalls datieren die ersten Pogrome in Dormagen bereits auf das Jahr 1933. Bei den Novemberpogromen 1938 wurde auch in Dormagen die jüdische Betstube geschändet. 1940 wurden die letzten Juden aus Dormagen nach Riga deportiert. Bedingt durch die kriegswichtigen Betriebe der I.G. Farben im Stadtgebiet, wurden viele Zwangsarbeiter nach Dormagen verbracht. Das Ende des Zweiten Weltkrieges erlebten die Dormagener mit der Befreiung durch die Amerikaner am 5. März 1945.

In den 1950er und 1960er Jahren wuchs die Einwohnerzahl erheblich. Im Dezember 1960 waren 34 % der Gesamtbevölkerung Heimatvertriebene.

Eingemeindungen

Am 1. Juli 1969 erhielt Dormagen nach dem Zusammenschluss der beiden Gemeinden Dormagen und Hackenbroich die Stadtrechte. Im Rahmen der kommunalen Neugliederung, die am 1. Januar 1975 in Kraft trat, wurden die Städte Dormagen und Zons sowie das Amt Nievenheim mit den Gemeinden Gohr, Nievenheim und Straberg zur heutigen Stadt Dormagen zusammengeschlossen.

Quelle: de.wikipedia.org



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