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Alte Historische Fotos und Bilder Dortmund, Nordrhein-Westfalen
Old historical photos and pictures Dortmund, North Rhine-Westphalia

Wenn Sie habe Vergessen deine Vergangenheit - Ihr wirst keine Zukunft haben


Wappen Dortmund

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Geschichte von Dortmund, Nordrhein-Westfalen in Fotos
History of Dortmund, North Rhine-Westphalia in photos

Eine kleine historische Referenz (Wiki)

Geographie: Dortmund - ist eine Großstadt in der Metropolregion Rhein-Ruhr in Nordrhein-Westfalen.

Früher vor allem bekannt durch Stahl, Kohle und Bier, ist Dortmund heute nach langjährigem Strukturwandel ein Zentrum der Versicherungswirtschaft und des Einzelhandels. Mit etwa 50.000 Studierenden an sechs Hochschulen, darunter die Technische Universität Dortmund und 19 weiteren wissenschaftlichen Einrichtungen gehört Dortmund zu den zehn größten Hochschulstädten Deutschlands und ist auch ein bedeutender Wissenschafts- und Hochtechnologie-Standort.

Gründungszeitpunkt: Wurde das erste Mal als Throtmanni erwähnt - 882

Einwohner: 586 181

Sehenswürdigkeiten: Überregionale Bekanntheit genießt Dortmund durch den Fußballverein Borussia Dortmund mit seiner Heimspielstätte Signal Iduna Park, dem früheren Westfalenstadion. Weitere Anziehungspunkte und Wahrzeichen der Stadt sind außerdem das Dortmunder U, das Deutsche Fußballmuseum, der Westenhellweg als meist frequentierte Einkaufsstraße Deutschlands, die Reinoldikirche, die Westfalenhalle, der Florianturm und der Phoenix-See.

Dortmund. Bootshaus, 1916
Bootshaus, 1916
Dortmund. Hauptbahnhof
Hauptbahnhof
Dortmund. Kaiserlisches Postamt am Bahnhof, 1918
Kaiserlisches Postamt am Bahnhof, 1918
Dortmund. Marktplatz
Marktplatz
Dortmund. Marktplatz mit Rathaus
Marktplatz mit Rathaus
Dortmund. Stadttheater
Stadttheater
Dortmund. Musikpavillon am Stadttheater
Musikpavillon am Stadttheater
Dortmund. Stadttheater, Rückansicht
Stadttheater, Rückansicht
Dortmund. Am alten Markt, Reinoldikirche
Am alten Markt, Reinoldikirche
Dortmund. Bahnpostamt und Königswall
Bahnpostamt und Königswall
Dortmund. Blick vom Freistuhl
Blick vom Freistuhl - Bahnpostamt, Löwenhof und Fürstenhof
Dortmund. Burgtor
Burgtor
Dortmund. Die Synagoge
Die Synagoge
Dortmund. Die Synagoge, 1905
Die Synagoge, 1905
Dortmund. Hafen, Schiffen
Hafen, Schiffen
Dortmund. Hohensyburg, Kaiser Wilhelm-Denkmal
Hohensyburg, Kaiser Wilhelm-Denkmal
Dortmund. Münsterstraße
Münsterstraße
Dortmund. Panorama der Stadt
Panorama der Stadt, Straßen und Synagoge
Dortmund. Stadtbezirk Hörde, Steinerne Brücke
Stadtbezirk Hörde, Steinerne Brücke, vergnügen boote
Dortmund. Marten, Zeche Germania 2 und 3
Marten, Zeche Germania 2 und 3
Dortmund. Hochofen und Erzplatz, 1913
Usine Mine Union, Hochofen und Erzplatz, 1913
Dortmund. Martinwerk, 1913
Usine Mine Union, Martinwerk, 1913
Dortmund. Werke, 1913
Usine Mine Union, Werke, 1913
Dortmund. Zeche Tremonia, 1913
Usine Mine Union, Zeche Tremonia, 1913

Stadtgeschichte

Erste Spuren der Besiedlung auf dem heutigen Dortmunder Stadtgebiet reichen bis in die Jungsteinzeit zurück. Dortmund wurde im Jahre 882 das erste Mal als Throtmanni erwähnt. Die Ersterwähnung der Dortmunder Marktrechte stammt aus dem Jahr 990. Im 11. Jahrhundert wurde der Legende nach Reinoldus der Schutzpatron der Stadt.

Im Jahr 1152 fand in Dortmund ein Hoftag unter König Friedrich Barbarossa, dem späteren Kaiser statt. In Folge dessen siedelten vermehrt Handwerker und Händler um die Königspfalz und trugen zur allmählichen Stadtwerdung Dortmunds bei. Bereits im Jahr 1200 wurde die heutige Ausdehnung der Stadtmitte von 82 Hektar erreicht und mit Stadtmauern befestigt. Im Jahr 1232 (oder 1231) kam es zu einem großen Stadtbrand. Vermutlich durch Brandstiftung ausgelöst, zerstörte er die Stadt fast vollständig. Das Feuer wütete wohl vor allem im dicht besiedelten Stadtkern nördlich des Hellwegs und zerstörte nicht nur die hölzernen Häuser der Krämer und Handwerker, sondern auch die steinerne Reinoldikirche. Durch den Brand ging auch das Archiv der Stadt verloren und mit ihm sämtliche Urkunden aus der Zeit vor dem Stadtbrand. Die beim Stadtbrand verloren gegangenen Privilegien Dortmunds wurden 1236 von Friedrich II. erneuert und die Stadt Dortmund (lateinisch [burgus] Tremonia) erstmals als Reichsstadt (wörtlich: „civitas nostra Tremoniensis imperalis“) bezeichnet.

Im Jahr 1293 wurde der Stadt das Braurecht verliehen und es begann eine beispiellose Entwicklung der Bierindustrie innerhalb der Stadt. Nach dem großen Stadtbrand erstarkte auch der Einfluss der Dortmunder Bürgerschaft. Dieser reichte dabei weit über das Stadtgebiet hinaus und war dabei so stark, dass um 1252 die baltische Stadt Memel unter Mithilfe von Dortmunder Kaufleuten gegründet und erwogen wurde, die Stadt „Neu-Dortmund“ zu nennen. Diese Bürgerschaft bzw. Patriziat, das sich selbstbewusst rempublicam Tremoniensem gubernantes (etwa: regierende Herren des Staats Dortmund) nannte, bestand aus einflussreichen Familien wie den Kleppings, Sudermanns, von Wickedes, Swartes, Muddepennings, vom Berges, Lembergs, Berswordts, Wales und Brakes. Letztere besaßen allesamt exzellente Handelsbeziehungen in ganz Europa und im Speziellen nach England. Die Vormachtstellung der Dortmunder Kaufleute führte sogar dazu, dass Englands König, Eduard III. im Jahr 1339 die englische Königskrone an ein von Dortmunder Kaufleuten geführtes Konsortium verpfändete.

Im Jahr 1389 überstand Dortmund die Große Dortmunder Fehde gegen den Grafen von der Mark und den Erzbischof von Köln sowie deren Verbündete. Allerdings wurde langsam der wirtschaftliche Niedergang der Stadt eingeleitet. Dieser Prozess wurde durch den Dreißigjährigen Krieg fortgeführt und verstärkt und führte dazu, dass die Stadt zum Ackerbürgerstädtchen herabsank und die Einwohnerzahl bis zum Jahr 1793 auf 4500 Einwohner zurückging. Dortmund verlor durch den Reichsdeputationshauptschluss 1803 seinen Status als Freie Reichsstadt und kam als Exklave zum Fürstentum Oranien-Nassau. Im Jahr 1806 wurde die Stadt als Teil des Großherzogtums Berg Sitz der Präfektur des Ruhrdépartements. Nach dem preußischen Sieg über Napoleon fiel Dortmund 1815 schließlich an die preußische Provinz Westfalen. Hier wurde Dortmund 1817 Sitz eines Landkreises innerhalb des Regierungsbezirks Arnsberg, aus dem Dortmund 1875 als Immediatstadt (Stadtkreis) ausschied.

Erst mit dem Beginn der Industrialisierung Anfang des 19. Jahrhunderts konnte der Niedergang gestoppt werden. Nach der Urkatasteraufnahme aus dem Jahr 1826 lebten innerhalb der Wallanlagen ca. 4000 Menschen in 940 Wohnhäusern und 453 Stallungen und Scheunen. Das Stadtbild wurde geprägt von engen ungepflasterten Straßen und Gassen und vielen Fachwerkhäusern. Einzig die vier großen mittelalterlichen Stadtkirchen und einige wenige steinerne Profanbauten zeugten vom großen kulturellen Erbe der Vergangenheit. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts begann durch die Kohlenförderung und Stahlverarbeitung der erneute Aufstieg Dortmunds und der Wandel zu einer Industriestadt. Seit der Eröffnung der Cöln-Mindener Eisenbahn im Jahr 1847 wurde Dortmund zu einem wichtigen Verkehrsknoten im Ruhrgebiet. Einen weiteren bedeutenden Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung leistete 1899 die Eröffnung des Dortmund-Ems-Kanals und damit des Hafens.

Bereits 1905 begann mit der Eingliederung von Körne eine Welle von Eingemeindungen, die mit dem Gesetz über die kommunale Neuordnung des Ruhrgebiets von 1928 ihren Höhepunkt mit der Eingemeindung der Stadt Hörde (die bereits 1340 Stadtrechte erhielt) erreichte. Das Gebiet Dortmunds liegt seit den Eingemeindungen von 1928 und 1929 zu größeren Teilen auf dem Gebiet der ehemaligen Grafschaft Mark als auf dem der ehemaligen Freien Reichsstadt Dortmund. Bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wandelte sich das Stadtbild vom Ackerbürgerstädtchen zum großstädtischen Aussehen. Innerhalb weniger Jahre wurde das Stadtzentrum durch den Neubau von Bauwerken, wie dem Kaufhausbau von Althoff 1904, dem Krügerhaus 1912 oder dem gesamten Bahnhofsumfeld durch den Bau eines neuen Hauptbahnhofes, Postamtes und dem Löwenhof als Handelszentrum oder städtebaulichen Maßnahmen wie dem Durchbruch Hansastraße radikal verändert.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Stadt mitsamt ihren historischen Kirchen durch insgesamt 105 Luftangriffe und mehr als 22.242 Tonnen Bomben im Zentrum zu mehr als 90 Prozent zerstört. Die hohe Prozentzahl liegt teilweise in den acht Großangriffen begründet, in denen die Stadt Dortmund als alleiniges Ziel in den Mittelpunkt eines Angriffes rückte. Bei dem Großangriff vom 12. März 1945 trafen mehr als 4.800 Tonnen Bomben die Stadt. Dieser Angriff war der schwerste Bombenangriff gegen eine deutsche Stadt. Nach diesem letzten folgenschweren Angriff kam das komplette gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben zum Erliegen. Zeitgenössischen Berichten zufolge wurde zunächst erwogen, die Innenstadt nicht wieder aufzubauen.

Der tatsächliche Wiederaufbau wurde jedoch durch die im Boden vorhandenen Infrastrukturleitungen und den darüber liegenden Straßen bestimmt, die im Nachkriegsalltag als Transport und Verbindungswege zuerst geräumt wurden. Somit wurde der Umgang der Innenstädte als Wiederaufbau und Modifikationsmöglichkeit gesehen, anstatt einer völligen Neuplanung. Das öffentliche Bewusstsein der Nachkriegszeit war jedoch vom Wunsch geprägt, die städtebauliche Situation als Produkt der Industrialisierung auf den Grundrissen der mittelalterlichen Stadt nicht zu wiederholen. Planungsziel der Wiederaufbaujahre war somit ein neues, offenes und zukunftsfähiges Dortmund, welches sich bewusst von dem Gewesenen und dem alten historischen Erbe absetzen sollte. Trotz heftigen Widerstands der Dortmunder Bevölkerung wurden hierbei viele stadtbildprägende Gebäude wie das Rathaus oder die Synagoge abgerissen oder nicht wieder aufgebaut.

Der Wiederaufbau ging somit insgesamt gesehen schnell voran, dass 1950 der 500.000ste Einwohner geboren wurde. Bei einer Arbeitslosenquote von 2,3 % herrschte 1952 Vollbeschäftigung und die hervorragenden wirtschaftlichen Bedingungen zogen vermehrt Zuwanderer, insbesondere Flüchtlinge aus den Ostgebieten, an. Schon 1956 zählte Dortmund 624.000 Einwohner. 1965 erreichte die Stadt mit 658.075 Einwohnern einen historischen Höchststand.

Ortsname

Dortmund wurde erstmals im Werdener Urbar erwähnt, das zwischen 880 und 884 entstand. Der lateinische Eintrag lautet: “In Throtmanni liber homo Arnold viii den nob solvit.” (deutsch: „In Throtmanni zahlt uns der freie Mann Arnold 8 Pfennige.“). Danach gibt es eine große Anzahl verschiedener, aber auf den gleichen Lautstamm zurückgehender Namen. Ihre jeweilige Verwendung in den Quellen erscheint willkürlich und zufällig.

Ein Jahr nach seinem Aufenthalt in Dortmund stellte der König Friedrich Barbarossa 1152 dem Kölner Erzbischof Arnold II. von Wied eine Urkunde aus, die die lateinische Bezeichnung “in burgo Tremonia” (deutsch: „in der Stadt Tremonia“) enthält. Die Bezeichnung Tremonia leitet sich nicht von Throtmanni ab. Man vermutet, dass bei Verwendung dieser Bezeichnung der gute Klang und der vermeintliche Sinngehalt eine Rolle spielten. Der Name würde sich dann aus den Wörtern tres oder tria (deutsch: drei) und moenia (deutsch: Mauer) zusammensetzen und so viel wie Dreimauernstadt bedeuten.

Erst mit dem Aufkommen deutscher Quellen im 14. Jahrhundert wurde die alte Form sprachlich weiterentwickelt wieder aufgegriffen. Im westfälischen Platt wurde sie dann zu verkürzt. Wird heute selten verwendet, das lateinische Tremonia ist gelegentlich noch anzutreffen.

Bei der Wortbedeutung von Dortmund wird im Allgemeinen von einem Determinativkompositum ausgegangen. Das Bestimmungswort ist vermutlich germanisch *þrut-, *þrūt- mit der Bedeutung Kehle / Gurgel / Schlund / Hals. Die Bedeutung des Grundworts ist unklar. Nach einer Theorie ist es das altsächsische Gewässerwort -manni, -menni, -minni. Nach einer anderen Theorie ist es germanisch *-munt mit der Bedeutung Berg / Hügel / Anhöhe / Erhebung. In der ersten Theorie wäre die Bedeutung Kehlbach / Gurgelbach / Siedlung am gurgelnden Gewässer, in der zweiten Theorie als *Throdmend- Berg mit einer Kerbe / Berg mit einem Einschnitt / Hügel mit einer Kerbe / Hügel mit einem Einschnitt. Bei beiden Deutungen handelt es sich um eine geografische Besonderheit, die heute überbaut ist und nicht mehr zu erkennen ist oder – in der zweiten Theorie – einen Hinweis auf eine Burg nördlich der Stadtmauern mit dem Fluss Kuckelke als Einschnitt gibt. Die Existenz einer solchen Burg ist umstritten.

Von spätmittelalterlichen Chronisten ist eine volksetymologische Deutung bekannt, nach der es zwei Dörfer gegeben habe, das alde und das neue Dorp, die beide bei der Burg Munda lagen. Um diese Burg habe es eine Auseinandersetzung zwischen Sachsen und Römern – oder auch Franken – gegeben. Den Schlachtruf trucide hätten die Burgmannen als truz oder trot interpretiert und die Angreifer höhnisch Trotmanni (Trutzmänner) genannt. Die Bezeichnung sei dann auf den Ort übergegangen.

In der Vergangenheit wurde die Stadt auf niederländisch Dortmond, auf spanisch Tremonia, auf altfranzösisch Trémoigne genannt. Diese Exonyme sind aber außer Gebrauch gefallen und die Stadt wird heute international mit ihrem deutschen Namen bezeichnet.

Eingemeindungen

In die Stadt Dortmund wurden folgende Gemeinden eingegliedert:

• 1. April 1905: Gemeinde Körne

• 10. Juni 1914: Gemeinden Deusen, Dorstfeld, Eving, Huckarde, Kemminghausen, Lindenhorst, Rahm und Wischlingen

• 1. April 1918: Gemeinden Brackel und Wambel

• 1. April 1928: Stadt Hörde und vom aufgelösten Landkreis Dortmund die Gemeinden Asseln, Bodelschwingh, Bövinghausen bei Lütgendortmund, Brechten, Brüninghausen, Derne, Ellinghausen, Grevel, Holthausen bei Brechten, Husen, Kirchderne, Kirchlinde, Kley, Kurl, Lanstrop, Lütgendortmund, Marten, Mengede, Nette, Oespel, Westerfilde und Wickede

• 1. August 1929: Teile der Gemeinde Somborn (Landkreis Bochum) und vom aufgelösten Landkreis Hörde die Gemeinden Aplerbeck, Barop, Berghofen, Kirchhörde, Schüren, Syburg und Wellinghofen sowie Teile der Gemeinde Sölde

• Im Rahmen der kommunalen Neugliederung in Nordrhein-Westfalen wurden am 1. Januar 1975 durch das Ruhrgebiet-Gesetz die Gemeinden Holzen und Lichtendorf nach Dortmund eingemeindet. Einige Flurstücke dieser Gemeinden gingen jedoch an die Stadt Schwerte. Dortmund erhielt weiterhin einige Flurstücke aus der Stadt Westhofen, die nach Schwerte eingemeindet wurde und durch das Sauerland/Paderborn-Gesetz einige Flurstücke aus der Gemeinde Garenfeld, die nach Hagen eingemeindet wurde.

Gebietsentwicklung

Charakteristisch für das heutige Dortmunder Stadtgebiet ist die räumlich stark ausgeprägte Abgrenzung einzelner Stadtteile zu ihren Nachbarstadtteilen durch Felder, Wälder oder Verkehrsflächen. Dieser Umstand beruht auf der relativ kleinteilig erfolgten Eingliederung ehemals eigenständiger Gemeinden. Einige größere Stadtteile wie die Stadtbezirkszentren Hörde, Aplerbeck oder Mengede vermitteln ihre ehemalige Eigenständigkeit noch deutlich durch die Größe ihrer Stadtteilzentren und ihrer Einkaufsstraßen.

Auch zeigt sich noch heute im Stadtbild die historische, geographische Bewegung des Bergbaus und der Montanindustrie in Dortmund von Süden nach Norden.

Im Dortmunder Süden (mit Ausnahme von Hörde) sind die Industrierelikte aus dem Stadtbild größtenteils längst verschwunden. Dies begünstigte den ab den 1950er Jahren dort verhältnismäßig stark ausgeprägten Bau von Siedlungen mit Ein- bis Zweifamilienhäusern, was große Teile des Dortmunder Südens zur bevorzugten Wohnlage machte. Besonders die Stadtteile am äußeren südlichen bzw. südöstlichen Dortmunder Stadtrand sowie die Stadtteile unmittelbar westlich der B 54 weisen viele großzügige Einfamilienhäuser und Villen auf. Durch gemischte Wohnbebauung geprägt sind hingegen die zentraleren Stadtteile Hombruch, Barop und Benninghofen. Im südöstlichen Stadtteil Hörde herrschen an Wohnbebauung hingegen mehrgeschossige Altbau-Wohnhäuser vor.

Ab der Nachkriegszeit stark gewachsen sind auch große Teile des Dortmunder Ostens, in welchem aufgrund seiner Nähe zu den eher ländlich geprägten östlichen Nachbargemeinden Dortmunds und seinem erhöhtem Anteil an Ein- bis Zweifamilienhäusern, heute nur noch wenig an die Zeit der Industrialisierung erinnert. Einzelne Stadtteile haben dank einiger historischer Fachwerkbauten ihren dörflichen Charakter erhalten wie beispielsweise Sölde, Schüren oder Asseln. Stärker durch Mehrfamilienhausbebauung geprägt sind hingegen das zentrale Körne und das am Stadtrand gelegene Wickede.

Im Stadtbild des Dortmunder Westens sind aufgrund seiner zentraleren Lage im Ruhrgebiet und seiner länger anhaltenden bergbaulichen Bedeutung, die Strukturen der Industrialisierung in einigen Gebieten noch deutlich zu sehen. Mit der Zeche Zollern, der Kokerei Hansa, der Zeche Westhausen und der Zeche Adolf von Hansemann existieren im Westen noch einige sehr markante Industriedenkmäler aus dieser Zeit. Viele Stadtteile wie Marten, Bövinghausen oder Huckarde erinnern mit ihren älteren Wohngebäuden noch heute stark an die Hochphase des Bergbaus. Andere Stadtteile wie Westrich oder Bodelschwingh haben dank einiger Fachwerkbauten ihren dörflichen Charakter erhalten. Stadtteile wie Oespel und Deusen sind überwiegend durch Einzelhausbebauung geprägt. Vermehrter Geschosswohnungsbau findet sich hingegen in Westerfilde und Nette.

Im Dortmunder Norden sind die Spuren der Industriekultur innerhalb Dortmunds insgesamt noch relativ deutlich zu sehen. In der Spätphase des Steinkohleabbaus entstanden hier für die Steigerung der Lebensqualität der Bergarbeiter, viele größere Zechensiedlungen, von denen einige wie die Müsersiedlung in Derne heute unter Denkmalschutz stehen. Mit der dem Bergbau folgenden Montanindustrie im Norden Dortmunds gingen der Bau vieler Geschossbauten wie beispielsweise in Scharnhorst-Ost sowie vieler Werkswohnungen einher. Als Industriedenkmäler erhalten blieben hier u. a. die Zeche Minister Stein in Eving und die Zeche Gneisenau in Derne. Gleichzeitig existieren jedoch gerade im Dortmunder Norden mit Holthausen, Grevel oder Schwieringhausen einige noch immer sehr dörflich geprägte Stadtteile. Überwiegend durch Einzelhausbebauung geprägt sind zudem Stadtteile wie Kurl, Husen und Brechten.

Quelle: de.wikipedia.org



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