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Alte Historische Fotos und Bilder Grafenwöhr, Bayern
Old historical photos and pictures , Bavaria

Wenn Sie habe Vergessen deine Vergangenheit - Ihr wirst keine Zukunft haben


Wappen Grafenwöhr

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Geschichte von Grafenwöhr, Bayern in Fotos
History of , Bavaria in photos

Eine kleine historische Referenz

Geographie: Die Stadt Grafenwöhr ist in elf Stadtteile eingeteilt:

Bruckendorfgmünd, Dorfgmünd, Gößenreuth, Grafenwöhr, Grub, Hammergmünd, Hütten, Josephsthal, Kollermühle, Moos, Rosenhof

Der größte Teil des Truppenübungsplatzes Grafenwöhr gehört heute zum Stadtgebiet. Das ehemals gemeindefreie Gebiet Truppenübungsplatz Grafenwöhr mit einer Fläche von 8749,97 Hektar, das die 1938/39 aufgelösten Gemeinden Haag, Höhenberg, Hopfenohe, Kaundorf, Leuzenhof, Nunkas, Oberfrankenohe und Pappenberg umfasste, wurde am 1. Juli 1978 vollständig in das Stadtgebiet eingegliedert und das gemeindefreie Gebiet damit aufgelöst.

Gründungszeitpunkt:

Einwohner: 6 336

Geschichte:

Sehenswürdigkeiten:

Grafenwöhr. Kasernenleben
Kasernenleben
Grafenwöhr. Truppenübungsplatz, Artilleriekaserne, 1915
Truppenübungsplatz, Artilleriekaserne, 1915
Grafenwöhr. Truppenübungsplatz, Komandantur und Garnisonsverwaltung, 1915
Truppenübungsplatz, Komandantur und Garnisonsverwaltung, 1915
Grafenwöhr. Truppenübungsplatz, Ludwigstraße
Truppenübungsplatz, Ludwigstraße
Grafenwöhr. Truppenübungsplatz, Militärgasthof und Hauptwache, 1915
Truppenübungsplatz, Militärgasthof und Hauptwache, 1915
Grafenwöhr. Truppenübungsplatz, Offiziersbaracken
Truppenübungsplatz, Offiziersbaracken
Grafenwöhr. Truppenübungsplatz, Offizierswohnungen
Truppenübungsplatz, Offizierswohnungen
Grafenwöhr. Truppenübungsplatz, Wasserturm, 1917
Truppenübungsplatz, Wasserturm, 1917

Geschichte in Jahreszahlen

800 - Besiedlung der Oberpfalz durch Franken, Bayern und Slawen.

1270 - Urkundliche Nennung von Hütten und Grub.

1279 - Die Vorläufersiedlung „Hertwigshof“ wird erstmals urkundlich erwähnt. Das Gründungsjahr des eigentlichen Ortes Grafenwöhr ist unbekannt

1280 - Urkundliche Nennung Gößenreuths.

1334 - Landgraf Ulrich I. erwirbt Gmünd = erste urkundliche Nennung Gmünds.

1350 - Die große Pestepedemie greift auf die Oberpfalz über.

1361 - erhebt Kaiser Karl IV, auf Betreiben der Grafen von Leuchtenberg, die Siedlung am 5. Juni zur Stadt. Danach wird sie von den Leuchtenbergern innerhalb von 59 Jahren viermal verpfändet.

1362 - Beginn des Baues der Vorstadt.

1422 - geht Grafenwöhr an die kurpfälzischen Wittelsbacher über, nachdem die Verpfändung von 1414 nicht mehr eingelöst werden konnte.

1424 - Grafenwöhr wird selbständige Pfarrei.

1462 - Bau des Rathauses.

1532 - Bau des Kastenhauses. (heute 1 . Opf Kastenhaus)

1535 - Kurfürst Ludwig verleiht der Stadt das Recht, jährlich vier Märkte abzuhalten.

1541 - Vermutlicher Beginn der Reformation in Grafenwöhr. Die Stadt wird evangelisch-lutherisch.

1583 - Grafenwöhr wird evangelisch-reformiert (valvinisch).

1595 - Errichtung der Friedhofskirche.

1598 - 15 Häuser, 19 Städel und das Schloss gehen bei einem Brand verloren.

1608 - Erbauung des Unteren Stadttores.

1618 - Bis zum Beginn des 30-jährigen Krieges leben die Menschen in bescheidenem Wohlstand in der Umgebung zahlreicher Hammerwerke und Hütten. Die Erzgewinnung im Bereich des heutigen Truppenübungsplatzes und die Verarbeitung dieses Erzes mittels der reichlich vorhandenen Wasserkraft sorgt für das Auskommen der Bürger. Die früheren Hüttenweiher sind noch heute in der Landschaft zu erkennen. Während des 30-jährigen Krieges wird die Stadt durch Mansfelder, schwedische und kaiserlich-bayerische Truppen mehrfach geplündert und gebrandschatzt.

1621 - Das Fähnlein aus Grafenwöhr liegt im Februar in Waidhaus, im September in Eslarn. Davon waren viele ausgerissen. In Grafenwöhr lagern 11 Fähnlein (je ca. 250-300 Mann) der Herzöge von Weimar (Mansfelder). Sie marschieren am 1. Juli nach Waidhaus ab.

1622, Mai - Truppen des Gen. Caracciolo kommen durch Grafenwöhr. Die Hauptmacht der Mansfelder mit 12.000 Mann ist in Grafenwöhr einquartiert. Heerlager auf dem Marktplatz. Plünderungen – auch im Rathaus.

1623 - Pfandweise Übernahme der Oberpfalz durch Bayern. Beginn der Rekatholisierung.

1625 - wurde der Ort katholisch, nachdem er seit 1545 sechsmal den Glauben wechseln mußte.

1628 - Grafenwöhr wird am 3. Juli als ganz katholisch gemeldet – die Hofkammer verfügt daher die Abführung der Garnison.

Bericht über bisher 20 Truppendurchzüge von 900-3000 Mann.

Gebäude und Mauern sind in schlechtem Zustand. Die Oberpfalz geht endgültig an Bayern.

1633 - Gößenreuth und Gmünd liegen in Schutt und Asche – Grafenwöhr wird geplündert.

1634 - Plünderung durch die Schweden.

1636 - wird die Stadt von der Pest heimgesucht. Die vom Tode bedrohten Bürger legen ein Gelübde zugunsten des Heiligen Sebastian ab, das bis heute gehalten wird. Der Sebastianstag ist auch heute noch ein örtlicher Feiertag. (20. Januar)

1641 - Spork`sche Reiter liegen in Grafenwöhr, hinzu kommt Verstärkung aus Amberg. Gemeinsam mit den Bürgern wird die Stadt gegen die Schweden verteidigt. Martin Posser erschießt das Pferd unter einem schwedischen Hauptmann. Im Abziehen setzt der Feind die Scheunen vor der Stadt in Brand. (vermutlich im Januar)

1648 - Die Grafenwöhrer halten sich zwischen 3. und 12. April in den Wäldern oder auf dem Parkstein auf.

Oktober: Der Wesfälische Friede beendet den Dreißigjährigen Krieg.

1649 - Im Pflegamt Grafenwöhr gibt es nur noch 38 Untertanen, die ganz verarmt waren.

1701 - Bis zum Ende des Spanischen Erbfolgekrieges (1714) verzeichnet der Ort weitere Plünderungen durch dänische Truppen und kurz darauf im Österreichischen Erbfolgekrieg (1741-1748) durch französische Truppen.

1708 - Zwischen 1708 und 1880 übersteht die Stadt sechs große Feuersbrünste. Dabei werden weite Teile der Stadt in Schutt und Asche gelegt. Beim Wiederaufbau wird die ehemals giebelständige Bebauung in eine traufständige Bebauung abgeändert.

1729 - Eine „hitzige Krankheit“ grassiert in Grafenwöhr.

1731 - Einführung des Sebastian-Feiertages.

1743-1745 - Besetzung durch österreichische Truppen.

1753 - Errichtung einer Kapelle auf dem Annaberg.

1756-1763 - Siebenjähriger Krieg. – Brandschatzung durch preußische Husaren und Plünderung durch Korps des Gen. Graf von Marquier.

1771-1772 - Hungerjahre nach Missernten.

1786 - Die Amtsverweserstelle des Pflegamtes Grafenwöhr wird aufgelöst. Das Amt wird ganz von Eschenbach verwaltet.

1789 - Französische Revolution.

1796 - Durchmarsch von 400 versprengten Franzosen der Jourdan`schen Armee, Brandschatzung Grafenwöhrs um 1129 Gulden.

1802 - Endgültige Auflösung des Pflegamtes Grafenwöhr.

1806 - Bayern wird Königreich.

1808 - Ein Gemeinde-Edikt regelt die Neuordnung der Gemeinden in Bayern.

Grafenwöhr verliert seine städtische Selbstverwaltung und wird Ruralgemeinde. Aus den Dörfern und Hofmarken Gmünd, Hütten und Thomasreuth (mit Gößenreuth) werden eigenständige Gemeinden.

1827 - Beschädigung des Langhauses der Pfarrkirche durch Blitzschlag.

1838 - Zuordnung zur Oberpfalz.

1841 - Benedizierung der wiedererstellten Pfarrkirche.

Die Vorstadt brennt völlig nieder. Die Neue Amberger Straße wird neu angelegt.

1849 - Bau eines Schulhauses in Gmünd.

1853 - Hütten erhält ein Schulhaus.

1859 - Verlegung der Schule vom Lehrerhaus ins Rathaus.

1904 - Eröffnung der Lokalbahn Pressath-Kirchenthumbach.

1908 - beginnt der Aufschwung in Grafenwöhr durch die Gründung des Truppenübungsplatzes durch Prinzregent Luitpold von Bayern. Innerhalb eines Jahres steigt die Bevölkerung von 961 auf 1841 Bürger an.

1910 - Der erste Artillerie -Schuss auf dem Truppenübungsplatz.

1914-1918 - Erster Weltkrieg.

Zeitweilige Belegung des Truppenlagers mit 10.000 deutschen Soldaten und bis zu 23.600 russischen und französischen Kriegsgefangenen.

1923 - Errichtung der evangelisch-lutherischen Michaelskirche.

1934 - Grafenwöhr erhält eine zentrale Wasserversorgung.

1935 - Errichtung der Josephskirche in Hütten.

1936 - Erbauung des Schulhauses in Grafenwöhr.

1936-1939 - Erweiterung des Truppenübungsplatz.

1939-1945 - Zweiter Weltkrieg.

1945 - Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs werden Grafenwöhr und das „Lager“ durch zwei Bombenangriffe am 5. und 8. April schwer getroffen. Diese letzten Kriegshandlungen kosten vielen Grafenwöhrer Bürgern das Leben.

1946 - Eingemeindung der Orte Gößenreuth, Rosenhof und Kollermühle.

1955 - Schulhausneubau in Gmünd.

1956 - Grafenwöhr errichtet ein zweites Schulhaus.

Aufstellung einer Bundeswehr-Dienststelle im Lager.

1958 - Elvis in Grafenwöhr (Nov./Dez.).

Bau der Herz-Mariä-Kirche in Gmünd.

1963 - Einweihung der Dreifaltigkeitskirche (Friedenskirche).

1972 - Im Rahmen der Gebietsreform werden am 1. Juli die Gemeinden Gmünd und Hütten nach Grafenwöhr eingemeindet.

Quelle: grafenwoehr.de



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