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Alte Historische Fotos und Bilder Großrosseln, Saarland
Old historical photos and pictures Großrosseln, Saarland

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Wappen Großrosseln

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Geschichte von Großrosseln, Saarland in Fotos
History of Großrosseln, Saarland in photos

Eine kleine historische Referenz

Folgende Ortsteile bilden die Gemeinde Großrosseln:

Dorf im Warndt, Emmersweiler, Großrosseln, Karlsbrunn, Naßweiler, St. Nikolaus

Gründungszeitpunkt:

Einwohner: 8021

Geschichte:

Sehenswürdigkeiten:

Großrosseln. Dorf im Warndt - Kirche
Dorf im Warndt - Kirche
Großrosseln. Dorf im Warndt - Blick auf die Warndtschenke
Dorf im Warndt - Blick auf die Warndtschenke
Großrosseln. Karlsbrunn - Oberförsterei, ehemalige Jagdschloss
Karlsbrunn - Oberförsterei, ehemalige Jagdschloss
Großrosseln. Karlsbrunn - Blick auf den Ort mit Kirche
Karlsbrunn - Blick auf den Ort mit Kirche
Großrosseln. Grube Velsen
Grube Velsen
Großrosseln. Oberförsterei, Kirche, St. Nikolaus See
Oberförsterei, Kirche, St. Nikolaus See
Großrosseln. Panorama von Karlsbrunn, Ludweiler Straße und Hüttenplatz
Panorama von Karlsbrunn, Ludweiler Straße und Hüttenplatz
Großrosseln. Schächte Gustav I und II, Grube Velsen
Schächte Gustav I und II, Grube Velsen

Geschichten Ortsteile

Geschichte von Dorf im Warndt

Als Kleinsiedlung mit Nebenerwerbsstellen wurde 1938 die Siedlung Dorf im Warndt mit Selbsthilfeleistung der Siedler durch die Saarbrücker Gemeinnützige Siedlungsgesellschaft errichtet. Nach der Erweiterung des Ortes durch die Werkssiedlung der Saarbergwerke wurde Dorf im Warndt 1964 selbständige Gemeinde.

Durch die Gebiets- und Verwaltungsreform 1974 wurde der Ort Teil der Großgemeinde Großrosseln. Die Bewohner des Ortsteils zeichnen sich durch einen ausgeprägten Gemeinschaftssinn aus. Bei den Wettbewerben “Unser Dorf soll schöner werden” und “Die besten Kleinsiedlungen” wurden die eifrigen Bemühungen der Ortsbewohner durch zahlreiche Auszeichnungen belohnt. So wurden auf Stadtverbands- und Landesebene hervorragende Ergebnisse erzielt. Auch auf Bundesebene erhielt der Ort hohe Auszeichnungen bei den Wettbewerben. Es wurden im Jahre 1979 eine Bronze- und 1982 eine Silberplakette, sowie Sonderanerkennungen für besondere Leistungen zuerkannt. Der ausgeprägte Gemeinschaftssinn wirkt sich auch in einem rührigen Vereinsleben aus. Der Ortsteil hat sich im Laufe der Jahre stetig weiterentwickelt. So wurde im Jahre 1988 das Gewerbegebiet “Nördliche Ziegeleistraße” und 1984 das allgemeine Wohngebiet “Warndtwiese” erschlossen.

2013 fand die 75-Jahre Feier statt.

Geschichte von Emmersweiler

Die ersten Aufzeichnungen über Emmersweiler stammen aus dem 14. Jahrhundert, aber schon lange vor seiner Zerstörung im 30 jährigen Krieg muss Emmersweiler bestanden haben. 1345 schenkte Johann von Benestorff die Abtei Wadgassen 32 Schilling Metzer Währung “auf Emmersweiler”. Über die Bewohner ist vor 1633 in den Aufzeichnungen kaum etwas zu finden, lediglich, dass ein Einwohner “5Pfennert Wiesen in Emmersweiler” besaß. Die Bewohner ernährten sich durch Arbeit im Wald, durch Besenbinden und Betreiben von Ackerbau und Viehzucht. 1640 hatten Hungersnot und Pest als Folge des Krieges die Bewohner dahingerafft.

Von dem Ort blieb nur ein Trümmerhaufen übrig. Der Wiederaufbau begann erst Ende des 17. Jahrhunderts. Die Folklinger Kirchenbücher berichten, dass 1691 einige Familien in Emmersweiler wohnten. Die Einwohnerliste wird namentlich fortgeführt bis 1791. Die fürstliche Regierung schloss mit der französischen Regierung 1768 einen Tauschvertrag, wodurch die bis dahin französischen Gebietsteile mit Emmersweiler am 26. Oktober 1770 in den Besitz der Grafschaft übergingen. Fürst Ludwig von Nassau-Saarbrücken (1768-1793) befahl eine Teilung des Ackerlandes und der Wiesen. Dadurch konnten sich die Dorfbewohner in der Landwirtschaft etwas heraufarbeiten. 1798 kam Emmersweiler unter französische Herrschaft, die bis 1815 andauerte. Preußen übernahm das Gebiet und das Dorf konnte sich lange Zeit ungestört entwickeln. Um diese Zeit hatte das Dorf 160 Einwohner. Ein weiteres Aufblühen begann, nachdem das Stieringer Eisenhüttenwerk 1847 errichtet und die Steinkohlengruben in Betrieb genommen wurden. 1858 hatte das Dorf schon 326 Bewohner. Vorteile für Emmersweiler brachte dann der Bau der Eisenbahnlinie Großrosseln-Saarbrücken und der Straßenbahnlinie Kleinrosseln-Forbach nach 1909. Emmersweiler entwickelte sich in der Folgezeit rasch; 1900 zählte man 474 und 1922 bereits 835 Einwohner. Seit 1993 besteht mit der französischen Nachbargemeinde Morsbach eine Partnerschaft.

Geschichte von Großrosseln

In einer Urkunde aus dem Jahre 1290 wird “Rosseln” im Zusammenhang mit der Schenkung des Patronatsrechtes einer Kapelle über die Kirche von “Rosseln” erstmals erwähnt. Dies berechtigt zu der Annahme, dass Großrosseln schon 1290 eine größere Siedlung war. Schon früh fassten die Saarbrücker Grafen im Warndtwald , einem alten Königsgut, Fuß und stießen hier mit den Herren von Zweibrücken und Lothringen zusammen. Es kam immer wieder zu Kompetenzstreitigkeiten und Grenzzwischenfällen infolge unklarer Besitzverhältnisse. Gemeinschaftlicher Besitz der Grafen von Saarbrücken, von Lothringen, von Rixingen und Forbach sowie eines Blick von Lichtenberg wurde Großrosseln 1477. Die Vielherrschaft über das Dorf endete 1670, als der letzte kriechingische Anteil durch Vergleich an die Grafen von Saarbrücken überging.

In der zweiten Hälfte des 30-jährigen Krieges, etwa von 1634 bis 1648, hatte Großrosseln sehr zu leiden. Das Dorf wurde 1637 zerstört und die überlebenden zogen weg. Erst 1696 kamen Einwanderer aus Tirol nach Großrosseln. In der Folgezeit wuchs der Ort wieder rasch an. Die französische Revolution 1789 hinterließ auch hier ihre Spuren; Großrosseln kam unter die Herrschaft der 1. Französischen Republik und 1798 wurde die Marie-Verfassung eingeführt.

Ein armes Bauerndorf blieb der Ort jedoch weiterhin, bis 1847/48 auf Kleinrossler Bann erste erfolgreiche Bohrungen nach Steinkohlen durchgeführt wurden.

Die Industrie brachte Großrosseln das Ende seiner wirtschaftlichen Not. 1900 besaßen 78 Prozent aller Familien ein Haus. 1907 bekam der Ort eine direkte Verbindung durch die neugebaute Eisenbahnlinie nach Saarbrücken, wodurch der wirtschaftliche Aufschwung erhalten blieb. Heute hat Großrosseln seinen bäuerlichen Charakter verloren und ist zur Wohn- und Industriearbeitergemeinde geworden. Landwirtschaft wird kaum noch betrieben.

Seit 1966 besteht mit der französischen Nachbargemeinde Petite-Rosselle eine Partnerschaft.

Geschichte von Karlsbrunn

Ein idyllischer Fleck im Herzen des großen Warndtwaldes. Entstanden 1717 aus der Ansiedlung von Glasbläsern und der Errichtung einer kleinen Glashütte. Gelegen in einem stillen Talkessel, inmitten des seit dem frühen Mittelalter bekannten Bannwaldes “Warndt” (verwarnter Wald – verbotener Wald). Der nahe Wald, einst das Hofjagdrevier der Saargaugrafen, ihrer verwandten deutschen Kaiser und Könige sowie des in späterer Erbfolge regierenden Nassauischen Fürstengeschlechts, ist heute in seiner zusammenhängenden Gesamtgröße über 5.000 ha der schönste saarländische Forst, der noch mancher Wildart Heimat ist. Eine starke, natürliche Quelle im Sandsteinfels eines Talhanges sowie der Dank der Siedler an den Landesherren, Fürst Ludwig von Nassau-Saarbrücken, waren der Ursprung der Namensgebung: Kalsbrunn. Aus Glasmachern und Waldbauern wurden im Wandel der Zeit hauptsächlich Bergleute und Hüttenarbeiter. Die Verbindung zur bäuerlichen Tradition jedoch blieb erhalten. In das um 1785 erbaute, von der französischen Revolution 1793 verschont gebliebene fürstliche – nassauische Jagdschloss zog 1815 die Staatliche Forstverwaltung ein. Zur Zeit enthält es Bürogebäude, eine Wohnung, ein Café und ein Trauzimmer. Einst waren es fürstliche Gäste und ihr Gefolge, die zur Jagd hier residierten und Karlsbrunn einen Hauch der großen Welt spüren ließen. Karlsbrunn beteiligte sich erfolgreich an dem Wettbewerb “Unser Dorf soll schöner werden”. Dabei errang die “Perle des Warndts” 1987 u.a. die Goldmedaille auf Bundesebene.

Für die Erholung und Entspannung vom verschleißenden Stress der modernen Arbeitswelt bietet Karlsbrunn und seine umgebende Waldlandschaft der Bevölkerung aus den nahen Ballungsräumen eine Vielfalt von Möglichkeiten. Neben einigen denkmalgeschätzten Gebäuden wird in Karlsbrunn ein Wildfreigehege von ca. 30 ha für Naherholungssuchende vorgehalten.

2017 feierte Karlsbrunn sein 300-jähriges Bestehen.

Am 21. Juni 2008 wurde der bisher stark verwilderte Garten hinter dem Jagdschloss, der nach und nach zu einem “Forstgarten” umgewandelt wurde, der Öffentlichkeit präsentiert. Dieser gehört zu dem Projekt “Gärten ohne Grenzen” und kann kostenlos besichtigt werden.

Geschichte von Naßweiler

Die Gründung dieser Ansiedlung geht auf das Jahr 1608 zurück. Graf Ludwig zu Nassau-Saarbrücken unterschrieb am Johannistag (24.06.) 1608 eine Urkunde, in der von einem Dorf “an einem eck des Warnets, hinter Roßbrücken gelegen” berichtet wird. Auswanderer aus Lothringen besiedelten das Dorf und aus Dankbarkeit gegenüber dem Landesherren nannten sie ihre Ansiedlung “Nassauweiler”. Der Name wurde später abgekürzt in Naßweiler. Naßweiler ereilte im 30-jährigen Krieg das gleiche Schicksal wie die übrigen Warndtgemeinden. Die Bewohner flüchteten in andere Gegenden, um ihr Leben zu retten. Erst Ende des 17. Jahrhunderts begann die Wiederbesiedlung. Nach Aufzeichnungen in der “Folklinger Chronik” werden 1713 bis 1735 die Wiederbesiedler namentlich genannt, allerdings erst sechs Familien. Bis zum Jahre 1798 gehörte Naßweiler zur Grafschaft Saarbrücken, Meierei Ludweiler. Die Folgen der französischen Revolution wirkten sich auch hier aus. Eine neue Verwaltung des Landes schafft die Leibeigenschaft ab, andererseits mussten die Einwohner aber erhebliche Abgaben abführen. 1815 kam Naßweiler zu Preußen, ein Aufblühen des Ortes war aber erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts zu verzeichnen.

Die sich rasch entwickelnden Steinkohlengruben in Kleinrosseln und Geislautern waren maßgebend, dass sich die Erwerbsquellen wesentlich verbesserten. Die Entwicklung des Ortes schritt zwar etwas langsamer als in den übrigen Warndtgemeinden voran, jedoch war es eine kontinuierliche Entwicklung. Seit 1992 besteht mit der französischen Nachbargemeinde Rosbruck eine Partnerschaft.

Geschichte von St. Nikolaus

St. Nikolaus zählt zu den ältesten Warndtorten. Hier, inmitten des wild- und wasserreichen Warndtwaldes, wo sich vermutlich schon in keltisch-römischer Zeit ein Quellenheiligtum befand, versammelten sich im hohen Mittelalter ritterliche Jagdgesellschaften. Auch Kaiser Barbarossa weilte als Jagdgast der Saarbrücker Grafen an dem Ort, wo um 1270 eine ansehnliche St. Nikolaus-Kirche erbaut wurde, die in den folgenden Jahrhunderten zu einem beliebten Wallfahrtziel wurde. Sie fiel im 30-jährigen Krieg in Schutt und Asche. Nur noch einige verwitterte Werksteine erinnern an die jagdfrohen und frommen Zeiten.

Der vor vielen Jahrhunderten für die klösterliche Siedlung angelegte Nikolausweiher lieferte den Menschen Fische zur Nahrung und Wasserkraft zum Antreiben einer Mühle.

Neben der “St. Nicolas-Kapelle”, die Mittelpunkt der klösterlichen Siedlung war, besaß der Ort aber auch einige Privathäuser, wie ein Kauf- und Leihbrief über die Mühle 1713 zeigt: 1782/83 wurde die Kapelle auf Anweisung Fürst Ludwigs abgetragen. Die Steine fanden Verwendung beim Bau des Jagdschlosses Karlsbrunn.

St. Nikolaus gehörte bis 1803 zum Bistum Metz. Im gleichen Jahr wurde das Dorf der Pfarrei Emmersweiler zugeordnet und gehört seither zum Bistum Trier. Die Einwohnerzahl war 1844 soweit angewachsen, dass ein eigenes Schulhaus errichtet werden musste; es wurde 1861 eingeweiht. Bereits 1903 erhielt St. Nikolaus ein zweites Schulhaus. Die früher selbstständige Gemeinde St. Nikolaus gehörte über 150 Jahre der Amtsverwaltung Ludweiler-Warndt an. Am 1.Januar 1974 wurde die Gemeinde aufgelöst und in die Gemeinde Großrosseln eingegliedert.

Im Jahr 2012 hat St. Nikolaus beim Landeswettbewerb “Unser Dorf hat Zukunft” einen dritten Platz belegt.

Vom 5. bis 6. Dezember finden in St. Nikolaus die Feierlichkeiten rund um den Namenspatron “St. Nikolaus” statt.

Quelle: grossrosseln.de



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