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Alte Historische Fotos und Bilder Kerpen, Nordrhein-Westfalen
Old historical photos and pictures Kerpen, North Rhine-Westphalia

Wenn Sie habe Vergessen deine Vergangenheit - Ihr wirst keine Zukunft haben


Wappen Kerpen

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Geschichte von Kerpen, Nordrhein-Westfalen in Fotos
History of Kerpen, North Rhine-Westphalia in photos

Eine kleine historische Referenz

Geographie: Stadtteile. Zu den Stadtteilen kommen teilweise noch vereinzelt Weiler hinzu:

• Balkhausen

• Blatzheim (mit Bergerhausen, Dorsfeld, Geilrath, Niederbolheim und Gehöften)

• Brüggen

• Buir

• Horrem (mit Götzenkirchen)

• Kerpen (Stadtkern)

• Manheim und Manheim-neu

• Mödrath

• Neu-Bottenbroich

• Sindorf

• Türnich

Gründungszeitpunkt:

Einwohner: 65 568

Geschichte:

Sehenswürdigkeiten:

Kerpen. Stadtteil Horrem, am Rathaus
Stadtteil Horrem, am Rathaus
Kerpen. Bahnhof
Bahnhof
Kerpen. Bahnhof
Bahnhof
Kerpen. Burg Hemmersbach
Burg Hemmersbach
Kerpen. Freiheitstraße
Freiheitstraße
Kerpen. Geburtsoft Adolf Kolpings, 1960
Geburtsoft Adolf Kolpings, Schulungsheim 'Kolpingswerk', 1960
Kerpen. Kolpingstadt, 1954
Kolpingstadt, 1954
Kerpen. Panorama von Ortsteil
Panorama von Ortsteil
Kerpen. Brüggen - Lebensmittel, Konsum
Brüggen - Lebensmittel, Konsum
Kerpen. Brüggen - Mühle, 1937
Brüggen - Mühle, 1937
Kerpen. Geburtshaus Adolf Kolping, deutscher katholischer Priester
Geburtshaus Adolf Kolping, deutscher katholischer Priester
Kerpen. Provinzialat der Salvatorianerinnen
Provinzialat der Salvatorianerinnen

Geschichte

Kerpen wurde erstmals im Jahre 871 unter dem Namen „Kerpinna“ urkundlich erwähnt. Nach der Schlacht bei Worringen 1288 wurde Kerpen brabantische Enklave mitten im vom Kurfürstentum Köln und der Grafschaft Jülich beherrschten Gebiet, was Kerpen zu einer tatsächlichen Eigenständigkeit verhalf. Das Herzogtum Burgund übernahm das brabantische Erbe, das nach dem Tod Karls des Kühnen 1477 an das Haus Habsburg überging. Als König Karl V. 1522 das Reich unter seinen Söhnen aufteilte, fiel Kerpen mit den Niederlanden an den König von Spanien. Bis zum Frieden von Utrecht 1712 blieb Kerpen spanisch – noch in den 1970er Jahren erinnerte die heute nicht mehr existierende Gastwirtschaft „König von Spanien“ in der heutigen Stiftsstraße daran.

Anschließend wurde Kerpen mit dem ihm herrschaftlich verbundenen Lommersum eigenständige Reichsgrafschaft unter dem Grafen von Schaesberg. Mit der Besitzergreifung des Linken Rheinufers durch französische Revolutionstruppen verlor Kerpen 1794 seine Unabhängigkeit, wurde aber 1798 Kantonssitz. Zu diesem Kanton gehörten die Mairien Blatzheim, Buir, Kerpen, Sindorf und Türnich. Der Kanton Kerpen war dem Arrondissement Köln im Rur-Departement zugeteilt. 1815 wurde Kerpen nach dem Wiener Kongress Bestandteil der preußischen Rheinprovinz im Kreis Bergheim (Erft). Kerpen erhielt 1941 die Stadtrechte.

Das heutige Kerpen ist am 1. Januar 1975 aus der damaligen Stadt Kerpen und sieben bis dahin eigenständigen Gemeinden im Rahmen einer Gemeindereform durch das Köln-Gesetz von 1974 entstanden. Die Stadtteile sind überwiegend noch immer durch große freie Flächen voneinander getrennt und haben sich daher eine gewisse Eigenständigkeit erhalten.

Die Stadtteile Mödrath und Bottenbroich wurden aufgrund des Braunkohletagebaus Frechen in den 1950er Jahren umgesiedelt. Die Einwohner des alten Mödrath bekamen ein Baugebiet im Nordosten Kerpens zugewiesen, die Einwohner Bottenbroichs ein Baugebiet im Osten Horrems. Ein Überbleibsel der Umsiedlung ist das Präfix „Neu-“ im Namen Neu-Bottenbroich.

Der Ortsteil Manheim wird etwa bis 2022 dem Tagebau Hambach weichen. Die Einwohner bestimmten in einer Abstimmung Kerpen-Dickbusch als Umsiedlungsstandort. Der neue Standort Dickbusch wird seit dem Frühjahr 2012 bebaut. Seit 2016 können auch hinzugezogene Einwohner ein Grundstück erwerben.

Quelle: de.wikipedia.org

Franzosen und Preußen an Neffelbach und Erft

Als Folge der Französischen Revolution 1789 und der daraus resultierenden Kriege war 1794 das gesamte linke Rheinufer von den Franzosen besetzt worden. Die nächsten Jahre waren in Kerpen wie im gesamten Umland durch politische Unsicherheit und enorme materielle Belastungen, verursacht durch die Fremdherrschaft, geprägt. Trotzdem wirkten sich die Folgen der Französischen Revolution nicht ausschließlich negativ aus. Das Ende der territorialen Zersplitterung des Rheinlands brachte auch in Kerpen die Aufhebung der Grenzen auf heutigem Stadtgebiet. Der neugeschaffene Kanton Kerpen war bis auf wenige Ausnahmen identisch mit dem heutigen Stadtgebiet. Vorrechte von Adel und Klerus wurden abgeschafft, das Gerichtswesen reformiert. Französisch wurde zur Amtssprache, Straßen wurden umbenannt, Akten und Standesregister in französischer Sprache geführt.

Die Befreiungskriege der antinapoleonischen Koalition gipfelten in der Völkerschlacht bei Leipzig. Napoleon floh nach der verheerenden Niederlage westwärts. Kerpen bildete einmal mehr das Durchzugsgebiet für französische, dann für alliierte Truppen. Notleidende waren erneut die Menschen in Kerpen, die den durchziehenden Soldaten Proviant, Viehfutter, Unterkunft und sogar Pferde stellen mussten.

Der Wiener Kongress ordnete das Rheinland und Kerpen dem Königreich Preußen zu. Der entsetzte Ausspruch des Kölner Bankiers Schafhausen "do hierode mer ever in en ärm Famelech" zeigt deutlich, wie die katholischen (und wohlhabenden) Rheinländer den Zusammenschluss mit den protestantischen (und sparsamen) Preußen beurteilten!

Mit der ihnen eigenen Gründlichkeit ordneten die Preußen das Rheinland in ihr straff regiertes Königreich ein. Auf heutigem Kerpener Stadtgebiet entstanden fünf Bürgermeistereien in Blatzheim, Buir, Kerpen, Sindorf später Horrem - und Türnich. Bis auf wenige Ausnahmen (aus den Bürgermeistereien wurden Ämter, teilweise gab es amtsfreie Gemeinden) überstand die Verwaltungsgliederung sage und schreibe die nächsten 159 Jahre.

19. und 20. Jahrhundert

Die Entwicklung des heutigen Stadtgebiets im 19. und 20. Jahrhundert deckt sich weitgehend mit der preußischen und deutsche Geschichte dieser Zeit. Sowohl die Revolution von 1848 – sogar in Blatzheim wurde eine Bürgerwehr gegründet - als auch die Gründung des Deutschen Reichs 1871 zeigten hier ihre Auswirkungen. Politische Forderungen der Bevölkerung wurden artikuliert, um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert wurden die ersten Vereine gegründet. Man empfand die Ungerechtigkeit des herrschenden Dreiklassenwahlrechts.

Die Auswirkungen des Ersten Weltkriegs waren bald zu spüren, die ursprüngliche patriotische Begeisterung legte sich mit Fortdauer des Krieges und den deutlichen Folgen für die Versorgung der Bevölkerung. Nach Kriegsende installierte die britische Militärregierung in Kerpen ein Militärgericht. Infolge der schlechten wirtschaftlichen Lage kam es häufig zu gewaltsamen Unruhen, die 1922 in Kerpen, Horrem und Türnich ihren Höhepunkt erreichten. Die 1929 einsetzende Weltwirtschaftskrise begünstigte vor allem radikale Parteien von links und rechts und leitete schließlich das Ende der Weimarer Republik, der ersten Demokratie auf deutschem Boden, ein. Bekanntlich profitierte letzten Endes die NSDAP, die 1933 die Macht übernahm und in Deutschland das nationalsozialistische Terrorregime mit all seinen negativen Folgen aufbaute. Die schrecklichen Luftangriffe des Zweiten Weltkrieges forderten zahlreiche Opfer in der Zivilbevölkerung und zerstörten weite Teile der Ortschaften. Am Ende des Krieges war der Stadtteil Kerpen zu 42 % zerstört.

Erste Hinweise auf jüdisches Leben in Kerpen sind im Zusammenhang mit dem Kreuzzug im Jahre 1096 überliefert. Seit dem Ende des 16. Jahrhunderts lebten in Kerpen und seinen Stadtteilen kontinuierlich jüdische Menschen. Nach fast einem Jahrtausend endete die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Kerpen am 18. Juli 1942 mit der Deportation der letzten hier noch lebenden Juden. 152 jüdische Kinder, Frauen und Männer, die entweder in Kerpen geboren wurden oder hier gelebt haben, wurden in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern ermordet. Seit dem 9. November 2011 wird aller Ermordeten auf einer Gedenktafel an der Alten Landstraße gedacht.

Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter wurden auch in den Kerpener Ortschaften eingesetzt. Auf den Bauernhöfen arbeiteten durchschnittlich zwei Arbeitskräfte, außerdem in Horrem und Türnich zahlreiche weitere in den größeren Industriebetrieben.

Nach der bedingungslosen Kapitulation am 8. Mai 1945 begann sowohl der wirtschaftliche als auch der demokratische Wiederaufbau in Deutschland. Am 1.4.1946 trat nach britischem Vorbild die Revidierte Deutsche Gemeindeordnung in Kraft, nach der die Kommunen künftig eine sogenannte Doppelspitze erhielten: einen ehrenamtlichen Bürgermeister als Repräsentanten und einen Hauptverwaltungsbeamten als Leiter der Verwaltung, hier die Amts- oder Gemeindedirektoren.

Buir und Manheim, 1938 nach Kerpen eingeamtet, erhielten 1954 wieder ein eigenes Amt Buir. Blatzheim, früher als Bürgermeisterei eigenständig, blieb jedoch als Gemeinde beim Amt Kerpen. Horrem und Sindorf bildeten weiterhin das Amt Horrem, Türnich blieb amtsfreie Gemeinde.

Erst das 1974 erlassene Köln-Gesetz beendete diese kommunale Struktur, indem es mit Wirkung vom 1. Januar 1975 bestimmte: Die Stadt Kerpen und die Gemeinden Blatzheim, Buir, Horrem ... Manheim, Mödrath, Sindorf und Türnich ... werden zu einer neuen Gemeinde zusammengeschlossen. Die Gemeinde erhält den Namen Kerpen und führt die Bezeichnung "Stadt".

Quelle: stadt-kerpen.de



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