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Alte Historische Fotos und Bilder Kaiserpfalz, Sachsen-Anhalt
Old historical photos and pictures Kaiserpfalz, Saxony-Anhalt

Wenn Sie habe Vergessen deine Vergangenheit - Ihr wirst keine Zukunft haben



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Geschichte von Kaiserpfalz, Sachsen-Anhalt in Fotos
History of Kaiserpfalz, Saxony-Anhalt in photos

Eine kleine historische Referenz

Geographie:

Gründungszeitpunkt:

Einwohner:

Geschichte:

Sehenswürdigkeiten:

Kaiserpfalz. Allerstedt - Gasthaus Feldschlößchen, 1937
Allerstedt - Gasthaus Feldschlößchen, Kriegerdenkmal 1914-1918, Dorfstraße und Kirche, 1937
Kaiserpfalz. Allerstedt - Kirche, Pfarrhaus, Gasthaus zur Linde, Lindenplatz
Allerstedt - Kirche, Pfarrhaus, Gasthaus zur Linde, Lindenplatz
Kaiserpfalz. Burg Wendelstein, 1933
Burg Wendelstein, 1933
Kaiserpfalz. Burg Wendelstein, 1937
Burg Wendelstein, 1937
Kaiserpfalz. Memleben - Brunnen, 1920
Memleben - Brunnen, 1920
Kaiserpfalz. Memleben - Kirche Sankt Martin
Memleben - Kirche Sankt Martin
Kaiserpfalz. Memleben - Kirche Straße, um 1932
Memleben - Kirche Straße, um 1932
Kaiserpfalz.
Kaiserpfalz. Memleben - Klosterruine
Memleben - Klosterruine
Kaiserpfalz. Memleben - Klosterruine
Memleben - Klosterruine
Kaiserpfalz. Memleben - Klosterruine
Memleben - Klosterruine
Kaiserpfalz. Wohlmirstedt - Kirche und Schloß, 1912
Wohlmirstedt - Kirche und Schloß, 1912

Kaiserpfalz - Überblick von Ortsteilen

Allerstedt

Allerstedt wurde erstmals 786 als „Alarestede“ erwähnt. Aber auch hier gibt es einen historischen Hintergrund – die Burg. Im 12./14. Jahrhundert war diese der Sitz eines Reichsministerialgeschlechtes. Die Anlage wurde schon 1014 als „überaus befestigtes steinerndes Haus“ genannt. Später war sie in geteiltem Besitz der Familien von Witzleben und von Querfurt als Wettinisches Lehen. Ab dem 16. Jahrhundert verfiel die Burg und diente zur Bausteingewinnung. Heute existieren nur noch klägliche Reste (Wall/Graben, Brunnen sowie der Stumpf eines Turmes) dieser so genannten Kemenate, die schon der Bischof Diethmar zu Merseburg in seinen Jahrbüchern der Nachwelt kundtat.

Bucha

Der Ort Bucha entstand vermutlich in der fränkischen Siedlungsperiode (6. - 9. Jhd.) und wird urkundlich 1154 erstmals erwähnt. Die Grafen von Buch nennen sich nach diesem Ort und errichten hier eine Burg. Die Grafschaft Buch ist Gerichtsstätte und kommt nach dem die Grafen von Buch ausgestorben sind - 1255 an die Grafen von Rabinswalde und 1315 an die Orlamünder. In Folge des Thüringer Grafenkrieges (1342 - 1346) kommt Bucha 1346 in den Besitz des Landgrafen. Dieser vergibt den Ort an die Familie von Koller, später an die von Kommerstedt und zu Beginn des 17. Jhd. an die Familie Lauterbach. Die Familie von Breitenbauch (später Breitenbuch) kauft das Rittergut 1614 (seit diesem Jahr besitzt der Ort eine Schule) und hatte es bis 1945 als Eigentümer inne. Das Alter der Kirche ist nicht bekannt. Die Pfarre (Parochie) ist urkundlich erstmals 1318 bezeugt. Die Kirche, als Wehrkirche erbaut, wurde an einer Außenseite 1691 erweitert und bekam von den von Breitenbauch 1724/25 einen Turm gestiftet. Eine Einzeigeruhr, Baujahr 1690, ist auch heute noch in Betrieb. Im Jahre 1600 kann man von ca. 200 Einwohnern ausgehen, dazu gehören 8 Anspänner, 26 Hintersättler und 5 Häusler. Zählte man 1819 325 Einwohner, 1880 464 Einwohner und 1946 684 Einwohner, so leben gegenwärtig um die 300 Einwohner in Bucha. Galt Bucha bis 1815 noch zugehörig zu Kursachsen (Thüringischer Kreis), wurde das Gebiet nach dem Wiener Kongress 1815 preußische Provinz Sachsen und die damit fast 700 Jahre währende Zugehörigkeit zur thüringisch-sächsischen Landesherrschaft aufgehoben. Ab 1945 durchlebte Bucha den Wechsel in die verschiedenen Verwaltungsbereiche, wie alle Orte unserer Region, bis hin zur jetzigen Zugehörigkeit zum Burgenlandkreis im Bundesland Sachsen-Anhalt.

Memleben

In Memleben findet man neben einer herrlichen Landschaft mit ausgedehnten Flussniederungen und bewaldeten Hängen Zeugnisse alter deutscher Geschichte.

Erstmals erwähnt wurde der Ort Mimelebo im Brevarium des St. Lullus (786) als Besitzung, die Karl der Große dem Kloster Hersfeld schenkte. Die nächste Erwähnung findet der Ort Anfang des 10. Jahrhunderts als Name einer Pfalz des ottonischen Königshauses. Seine Blütezeit erlebte der Ort im ausgehenden 10. Jahrhundert. Memleben war Lieblingspfalz von König Heinrich I. und seinem Sohn Otto I., die beide in Memleben verstorben sind (Heinrich I. im Jahre 936 und Otto I. im Jahre 973). Beide Herrscher waren die Gründer des ersten deutschen Reiches, Otto I. Gründer des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation.

Otto I. ließ in Memleben im 10. Jahrhundert einen gewaltigen Kirchenbau errichten. Die Grundrisse dieser Kirche wurden im Jahr 2000 in Vorbereitung auf das „Jahr der Ottonen“ nachgebildet. Das so genannte „Kaisertor“ der Kirche ist als Mauerwerksrest heute noch erhalten.

In Memleben ermöglichen private Pferdehalter dem Besucher Reit- und Fahrtouristik. Ein Erlebnistierpark in unmittelbarer Nähe der Klosterruine und der Kirche des 10. Jahrhundert entstand 2004.

Wendelstein

Unweit von Memleben liegt der Ort Wendelstein, eine Domäne des Landes. Die Burg Wendelstein (vermutlich zur Kaiserpfalz gehörend) ist ein weiteres sehenswertes Wanderziel, welches auf schroff ansteigenden Gipsfelsen unmittelbar an der Unstrut steht. Beeindruckend ist der weite Blick vom Wendelstein ins Unstruttal.

Wohlmirstedt

Wie die meisten Dörfer des Unstruttales ist das Dorf Wohlmirstedt, zu dem bis 2009 die Ortsteile Allerstedt und Zeisdorf gehörten, weit über 1000 Jahre alt. 786 wurde der Ort Wohlmirstedt erstmals als „Wolmerstede“ erwähnt.

Diese seit 50 Jahren zusammengehörigen Ortschaften mit ihrer zauberhaften Umgebung in unmittelbarer Nähe der „Straße der Romanik“ und der Weinstraße „Saale-Unstrut“ sind eine Oase der Ruhe. In aufopferungsvoller und vielgestalterischer Rekonstruktionsarbeit erscheinen diese Dörfer im neuen Glanz.

Die Chronik berichtet, dass 998 Allerstedt, Wohlmirstedt und Zeisdorf in Besitz des Klosters Memleben übergingen. Aus diesem Jahr ist auch bekannt, dass der Ort Wohlmirstedt bereits eine Kapelle besaß, die dann in unbekannter Zeit zu einer Pfarrkirche erhoben wurde. Das jetzige Kirchengebäude stammt aus dem Anfang des 16. Jahrhunderts.

Wohlmirstedt beteiligte sich im Jahr 1999/ 2000 am Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden – Unser Dorf hat Zukunft“. Im Wettbewerb des Burgenlandkreises belegte Wohlmirstedt den 2. Platz.

Zeisdorf

Zeisdorf, versteckt im Tal liegend, wird im Süden von der ansteigenden Finne mit ihrem Waldsaum begrenzt. Im Tal schlängelt sich der Klefferbach mit kräftigem Uferbewuchs bis zur Unstrut.

Von 1992 bis 1994 befand sich der Ort im Programm der Dorferneuerung.

Zeisdorf beteiligte sich im Jahre 1994/ 1995 am Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden – Unser Dorf hat Zukunft“. Im Wettbewerbe des Burgenlandkreises errang Zeisdorf die Bronzemedaille. Im Wettbewerb des Landes Sachsen-Anhalt belegte das Dorf den 1. Platz und im Bundeswettbewerb den 3. Platz.

Der Sage nach verdanken die Orte Wiehe, Wohlmirstedt und Allerstedt sowie Memleben und Wendelstein dem ersten deutschen Kaiser, Heinrich I., ihre Namen. Dieser soll, auf dem gegenüberliegenden Wendelstein stehend, begeistert von der herrlichen Aussicht, gerufen haben:

„Wie wohl mir steht allhier mein Leben, wenn ich mich wend auf diesem Stein!“

Quelle: vgem-finne.de



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