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Alte Historische Fotos und Bilder Köthen, Sachsen-Anhalt
Old historical photos and pictures Köthen, Saxony-Anhalt

Wenn Sie habe Vergessen deine Vergangenheit - Ihr wirst keine Zukunft haben


Wappen Köthen (Anhalt)

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Geschichte von Köthen, Sachsen-Anhalt in Fotos
History of Köthen, Saxony-Anhalt in photos

Eine kleine historische Referenz

Geographie: Folgende Ortschaften gehören zur Stadt Köthen:

Arensdorf; Baasdorf; Dohndorf; Gahrendorf; Hohsdorf; Köthen (Kernstadt); Löbnitz an der Linde mit Wenndorf; Merzien; Wülknitz; Zehringen

Zu den Ortsteilen zählen Porst und Elsdorf (seit 1961). Die aus Orten hervorgegangenen Stadtteile (seit 1923) sind Geuz und Klepzig. Die Ortschaften Merzien mit Zehringen und Hohsdorf wurden 1994, die anderen Ortschaften 2004 eingemeindet.

Gründungszeitpunkt:

Einwohner: 26 157

Geschichte:

Sehenswürdigkeiten:

Köthen. Bahnhof, 1956
Bahnhof, 1956
Köthen. Friedrich Polytechnikum, 1914
Friedrich Polytechnikum, 1914
Köthen. Friedrichstraße
Friedrichstraße
Köthen. Hauptpost, 1961
Hauptpost, 1961
Köthen. Ingenieurschule Chemie, 1957
Ingenieurschule Chemie, 1957
Köthen. Kirche und Kriegerdenkmal, 1918
Kirche und Kriegerdenkmal, 1918
Köthen. Landesseminar, 1922
Landesseminar, 1922
Köthen. Magdeburger Turm, 1963
Magdeburger Turm, 1963
Köthen. Martinskirche, 1972
Martinskirche, 1972
Köthen. Panorama der Stadt mit Polytechnikum
Panorama der Stadt mit Polytechnikum
Köthen. Rathaus und Stadthaus
Rathaus und Stadthaus
Köthen. Schlossgarten bei der Reitbahn, 1915
Schlossgarten bei der Reitbahn, 1915

Stadtgeschichte

240.000 vor unserer Zeit bis 1. Jahrhundert unserer Zeit

Der sehr fundreiche Boden des Köthener Umlandes gab bisher unter anderem frei:

• 250.000 Jahre alte Faustkeile altsteinzeitlicher Jäger

• 10.000 Jahre alte Stielspitzen von Rentierjägern der Mittelsteinzeit

• Siedlungsplätze und Nekropolen mit Leitkeramik aller Kulturen vor der Völkerwanderungszeit

• Funde, die auf ein hiesiges Zentrum des germanischen Stammesverbandes der Hermunduren weisen

• römische Importwaren

• Wallburgen, Turmhügel und Keramik der Slawenzeit

2. Jahrhundert bis 11. Jahrhundert

180-450 Hermunduren und Semnonen siedeln im Köthener Land. Hieb- und Stichverletzungen sind an den Skelettfunden in Gröbzig und Köthen zu erkennen und belegen kriegerische Auseinandersetzungen mit den eindringenden "Hunnen".

Nach dem Jahr 839 unserer Zeit - Erstürmung der slawischen Königsburg Cösitz.

Sehr frühe deutsche Landnahme und slawisch-deutsche Nachbarschaft im Gau Serimunt schon im 10. Jahrhundert und vor Gründung des Erzbistums Magdeburg (968)

Serimunt steht während der Sächsischen Kaiserzeit als Markland unter besonderer Verfügung der Zentralgewalt, die Königsgut an Ritter und Kirche übertrug (975 Verlegung eines Harzklosters an die Bode/ Saale, als Reichsabtei Nienburg)

12. Jahrhundert bis 14. Jahrhundert

Serimunt wurde mutmaßlich frühestes Herrschaftszentrum der Askanier (Feudalgeschlecht, Name von Ascharien = Aschersleben), aus denen die Grafen/Fürsten von Anhalt hervorgingen (namengebend eine Burg im Selketal, 1140 zerstört).

Der Askanier Otto der Reiche von Ballenstedt vertreibt 1115 plündernde Elbslawen, dabei Ersterwähnung Köthens. Der Askanier Albrecht der Bär "greift nach den Sternen": Widersacher Heinrichs des Löwen, Begründer der Markgrafschaft Brandenburg.

Köthen hat zum Ende des 12. Jahrhunderts als oppidum städtische Züge, eigene Getreidemaße, eine Münzstätte, eine Feldmark und einen Archidiakonatssitz.

  • 1145 Das Dorf Lelitz wird erstmals urkundlich erwähnt.
  • 1156 Erste Erwähnung des Dorfs Klepzig.
  • vor 1160 Am Markt bereits stärkere Siedlungsentwicklung als am alten Kern Hohenköthen", Errichtung einer Stadtmauer spätestens um 1280.
  • 1156 - 1310 Mehrfache Erwähnung der Herren von Köthen, ein schöffenbarfreies Adelsgeschlecht in anhaltischer, sächsischer, magdeburgischer und barbyischer Vasallität.
  • 1313 Erstmals die Nennung Köthens als "civitas" (ummauerte Stadt), bald darauf Ratsverfassung und Beteiligung an Städtebündnissen belegt.
  • 1323 Erste Erwähnung des Köthener Rates. Bereits seit 1316 gab es einen Stadtrichter und 1322 einen Schöppen.
  • vor 1330 Häufig urkunden die askanisch-anhaltischen Landesherren auf der Burg Köthen.
  • 1330 ... wird erstmals das Patrozinium der Stadtkirche genannt: St. Jakob.
  • 1339 Erste Erwähnung des Dorfes Osterköthen.
  • 1373 Die Bäckerinnung erhält ihr Privileg fürstlich bestätigt.
  • 1377 Erste urkundliche Erwähnung der Neustadt. Diese hatte ihre eigene Verwaltung, ein Brau- und Backhaus und kam 1620 als neues Viertel zur Stadt Köthen hinzu.
  • 1391 Aus diesem Jahr ist das älteste schriftliche Dokument - eine Stadtrechnung - im Stadtarchiv erhalten.
  • 1396 Der städtische Rat kauft vorübergehend das Schultheißenamt, erste Erwähnung eines Schulmeisters und einer Stadtuhr.

15. Jahrhundert bis 16. Jahrhundert

  • 1400 Am 11. Mai wird mit dem Neubau der Kirche St. Jakob begonnen.
  • 1402 ... sind bereits mehrere Innungen wie Fleischer, Schuster, Kramer und Gewandschneider nachweisbar.
  • 1406 Belagerung Köthens durch den Erzbischof von Magdeburg (eine später eingemauerte Steinkugel an der Nordseite der Jakobskirche erinnert daran).
  • 1457 Auf alten Fundamenten entsteht ein Rathausneubau mit Mittel- und Unterstube und Ratskeller.
  • 1462 Erste Erwähnung des Halleschen Turmes.
  • 1492 Fürst Wolfgang wird in Köthen geboren.
  • 1494 Erste Erwähnung der Marienkirche im Neumarkt. Sie wurde ab 1557 als Kornhaus genutzt und 1785 abgerissen.
  • 1500 Das "Schackenthal", der spätere Gasthof "Schwarze Bär" wird erstmals genannt.
  • 1508 Regierungsantritt Fürst Wolfgangs.
  • 1527 In der städtischen Willkür wird das Schulwesen neu geregelt, eine Feuerordnung festgelegt und Regelungen für Pfarrer und Prediger festgeschrieben.
  • 1538 Bau des Hospitals in der Halleschen Vorstadt durch die Kirche St. Jakob
  • 1547 ... brannte das Backhaus im Köthener Schloss nieder (erst 1597 Wiederaufbau).
  • 1562 Rücktritt des Fürsten Wolfgang, Neubau des Magdeburger Turmes
  • 1579 Fürst Ludwig wird geboren.
  • 1597 Beginn des Wiederaufbaues des Johann-Georg-Baus im Köthener Schloss durch Baumeister Niuron.
  • 1598 Das Auftreten der Pest wird in Köthen erwähnt.
  • 1599 Einsturz des Turmes der Jakobskirche.

17. Jahrhundert

  • 1601 Erlass der Türkensteuer durch Kaiser Rudolf II. Dieses Dokument vom 9. August ist im Stadtarchiv erhalten.
  • 1606 Beginn der Regierungszeit des Fürsten Ludwig. Er erlässt eine neue Feuer-, Kirchen-, Polizei- und Gerichtsordnung, richtet eine Münze ein und fördert die soldatische Ausbildung der Untertanen.
  • 1616 Ludwig legt einen berühmten Schlossgarten mit mittelmeerländischen Kulturen und Heilpflanzen an; fürstliche Vorwerke greifen den Domänen des 18. Jahrhunderts vor.
  • 1617 Gründung der Fruchtbringenden Gesellschaft (in Weimar) mit Zentralort Köthen, nach dem Vorbild der Accademia della Crusca in Florenz.
  • 1618 Wirken des Pädagogen Wolfgang Ratke in Köthen. Er reformiert das Schulwesen, lässt neue Schulbücher in der eigens dafür 1619 errichteten fürstlichen Druckerei drucken.
  • 1620/21 Erster Nachweis jüdischer Familien in den Stadtrechnungen.
  • 1625 Der Jude Abraham Heli aus Paderborn erhält einen Schutzbrief vom Fürsten Ludwig.
  • 1626 Erste Auswirkungen des 30jährigen Krieges für Köthen, Belagerung durch kaiserliche Truppen, Kosten für Stadt und Amt Köthen 40.800 Gulden.
  • 1636 Erneuter Ausbruch der Pest, Anstellung eines Pestilenzpfarrers.
  • 1639 Neubau des dritten Rathauses an gleicher Stelle.
  • 1650 Am 7. Januar stirbt Fürst Ludwig im Alter von 71 Jahren. Sein Sarg befindet sich in der Gruft der Kirche St. Jakob.
  • 1681-1683 Pestjahre in Köthen.
  • 1688 Beginn der Bebauung der Schalaunischen Vorstadt.
  • 1693 Den Lutheranern wird freie Religionsausübung gestattet.
  • 1694 Baubeginn für die lutherische Kirche St. Agnus, Einrichtung einer lutherischen Schule.
  • 1699 Am 7. Mai wird die Kirche St. Agnus feierlich geweiht. Der Baumeister Beuchel kam aus Zerbst.

18. Jahrhundert

  • 1711 Gründung des Gisela Agnes Stiftes.
  • 1715 Regierungsantritt von Fürst Leopold.
  • 1717-1723 ... wirkt Johann Sebastian Bach als Hofkapellmeister in Köthen. Hier entstanden vor allem kammermusikalische Werke wie die Brandenburgischen Konzerte, ein Teil des Wohltemperierten Klaviers, Sonaten, Violinkonzerte u.a.m.
  • 1720 Mit der Bebauung der Wall- und Schulstraße wird begonnen.
  • 1722 Der Musiker Friedrich Gottlob Fleischer wird in Köthen geboren. Fleischer ging 1746/47 nach Braunschweig, wird zum Hofmusiker berufen und ist Musiklehrer der herzoglichen Kinder. Er ist auch Organist an den Braunschweiger Kirchen und stirbt dort 1806.
  • 1724 Das Waisenhaus am Brauhausplatz wird erbaut.
  • 1747 Die erste Straßenbeleuchtung wird eingeführt. Jeder Hausbesitzer war verpflichtet, eine Laterne an seinem Haus anzubringen und diese von Oktober bis Ostern abends brennen zu lassen.
  • 1755 ... beginnt die aufgeklärt geprägte Regierung Karl Georg Lebrechts.
  • 1756 Köthen ist zu Heereslieferungen während des 7jährigen Krieges verpflichtet. Um die Schulden zu tragen wird 1763 ein Edikt erlassen.
  • 1759 Beginn der Politik eines Aufkaufs der Rittergüter; die Domänen werden Rückgrat der Staatsfinanzen.
  • 1763 Das Springtor wird errichtet.
  • 1765 ... begründet Friedrich Erdmann die fürstliche Nebenlinie Köthen-Pless.
  • 1766 Am 4. März fand die Grundsteinlegung für den Bau des Marstallgebäudes im Köthener Schloss statt.
  • 1769 Erscheint die erste Köthener Zeitung, Herausgeber war der Buchdrucker Schöndorf, die letzte Nummer erschien 1771. Erst 1783 kam es zur Herausgabe des "Gemeinnützigen Anhaltischen Wochenblattes". Das älteste Exemplar im Stadtarchiv ist aus dem Jahr 1798.
  • 1770 Die erste Volkszählung in Stadt und Land Köthen ergab 24.702 Einwohner.
  • 1777 ... bildet sich in Köthen die Synagogengemeinde mit ihrem ersten Vorsteher, Jakob Philadelphia. Die Grundstücke in der Burgstraße 15/16 werden erworben und als Gemeindehaus genutzt.
  • 1784 Gründung des Lehrerseminars und Errichtung eines Armenhauses in der Springstraße.
  • 1799 Am 27. Februar wird Lebrecht Uhlich, Pastor und Gründer der "Protestantischen Freunde", in Köthen geboren. Er stirbt am 23. Februar 1872 in Magdeburg.

19. Jahrhundert

  • 1802 Am 5. Februar wird auf dem Hof der Burgstraße 15/16 die erste Synagoge feierlich eingeweiht.
  • 1806 Die Einteilung der Stadt Köthen in Viertel und Vorstädte wird aufgehoben, es folgt die Nummerierung der einzelnen Häuser, das Rathaus erhält die Nummer 1, insgesamt zählt man 568 Häuser.
  • 1807 Erhebung des Fürstentums zum Herzogtum; Fürst August Christian Friedrich nimmt den Herzogtitel an.
  • 1809 Das Schillsche Husarenregiment trifft am 3. Mai in Köthen ein, beschlagnahmt Waffen, mehrere Soldaten und Köthener schließen sich beim Weiterzug dem Regiment an.
  • 1810 ... wird offiziell der Code Napoleon eingeführt.
  • 1811 Die jüdische Bevölkerung wird gleichberechtigt gegenüber der christlichen und zur Annahme von Familiennamen verpflichtet.
  • 1815 Vereinigung der lutherischen und reformierten Schulen.
  • 1818 Die Sekundogeniturlinie Anhalt-Köthen-Pless folgt in Köthen der ausgestorbenen älteren Linie nach.
  • 1819/28 Zollkrieg Anhalt-Köthens mit Preußen, u.a. mit dem Ziel der Durchsetzung der Schifffahrtsfreiheit auf der Elbe.
  • 1821-1835 ... wirkt der Homöopath Samuel Hahnemann in Köthen. Er geht 1835 nach Paris und ist dort auf dem Friedhof Pere Lachaise beerdigt.
  • 1825 Herzog Friedrich Ferdinand und Herzogin Julie treten in Paris zum katholischen Glauben über.
  • 1827 Am 21. April erfolgt die Grundsteinlegung zum Bau der Katholischen Kirche St. Maria. Baumeister ist Gottfried Bandhauer
  • 1828 Errichtung des Klosters der Barmherzigen Brüder in der Wallstraße 48. Die Baupläne stammen von Gottfried Bandhauer.
  • 1835-1855 ... wirkt der Hofkapellmeister Eduard Thiele in Köthen.
  • 1835 Gründung der ersten Zuckerfabrik in Großpaschleben.
  • 1840 Erstes Anhaltisches Musikfest vom 9. bis 10. September in Köthen. Einweihung der Eisenbahnstrecke Magdeburg-Köthen-Leipzig. Bau der Eisenbahnrestauration
  • 1841 Eröffnung der Eisenbahnstrecke Köthen-Dessau.
  • 1845 Die erste Köthener Sparkasse wird durch die Familie B. J. Friedheim gegründet.
  • 1846-1870 ... wirkt Dr. Arthur Lutze in Köthen.
  • 1846 Eröffnung der Eisenbahnstrecke Köthen-Bernburg.
  • 1847 ... stirbt der letzte Köthener Herzog Heinrich.
  • 1848 Köthen wird durch die Kellergesellschaft Zentrum der demokratisch-liberalen Bewegung im Herzogtum-Anhalt. Die anhalt-dessau-köthensche Verfassung proklamiert die "demokratische Monarchie" und gilt als "Muster-Constitution". Gründung der Heinrich Stiftung.
  • 1849 und 1855 ... weilt Geheimer Regierungsrat Joseph von Eichendorff aus Berlin in Köthen.
  • 1856 Eröffnung der Zuckerfabrik in Köthen.
  • 1858 Gründung der Eisenhandlung von Wilhelm Schulze GmbH.
  • 1859 Errichtung einer Eisengießerei durch Rudolf Dinglinger. Beginn des Krankenhausbaues in der Halleschen Straße.
  • 1860 Gründung einer Maschinenfabrik durch Carl Thiel, Übernahme durch Julius Wagner und Gründung der Aktiengesellschaft 1890 (später Junkerswerke und Förderanlagenbau Köthen).
  • 1861 Gründung der Zuckerfabrik Holland AG. Erste Allgemeine Deutsche Lehrerversammlung in Köthen.
  • 1862 Eröffnung der Gasanstalt.
  • 1863 Gründung der Maschinenfabrik August Paschen.
  • 1865 Eröffnung der Stadtsparkasse und der Mälzerei Wrede.
  • 1879 Das Kriegerdenkmal auf dem Marktplatz wird errichtet. Das Gymnasium bezieht die Räume im Schloss und erhält den Namen "Ludwigsgymnasium”
  • 1883 Brand des Lehrerseminars in der ehemaligen Bahnhofsrestauration. Daraufhin Bau eines neuen Seminars in der Lohmannstraße und Wiederaufbau von Teilen der Bahnhofsrestauration als Hotel.
  • 1884 ... erscheint erstmalig das "Köthener Tageblatt”.
  • 1885 Festlegung der Schreibweise Köthens mit "C” (gültig bis 1927).
  • 1888 Der neue Friedhof in der Maxdorfer Straße wird eröffnet. Im selben Jahr wird auch der jüdische Friedhof in die Maxdorfer Straße verlegt.
  • 1891 Gründung des Polytechnikums, als Basis für die spätere Ingenieur(hoch)schule/Hochschule Anhalt
  • 1899 Gründung der Präzisionszieherei durch Oskar Mitscherling.

20. Jahrhundert

  • 1900 Einweihung des vierten Rathauses am 29. Oktober.
  • 1902 Die ersten Schrebergärten werden in Köthen eingerichtet.
  • 1903 Bau des Hospitals in der Bärteichpromenade.
  • 1906 Eröffnung des Elektrizitätswerkes am Ratswall.
  • 1908 Gründung des Bachvereins durch Zusammenschluss des Vereins zur Pflege kirchlicher Tonkunst und des Behrendtschen Gesangvereins.
  • 1911 Beginn des Baues eines neuen Personenbahnhofes (Fertigstellung erst nach dem 1. Weltkrieg).
  • 1912-1914 Bau der dritten evangelischen Kirche - Martinskirche
  • 1917 Am 24. März stirbt Angelika Hartmann in Leipzig. Bürgermeister Dr. Heymann wird zum Oberbürgermeister ernannt.
  • 1918 Errichtung eines Ehrenfriedhofes für die ca. 1050 Gefallenen im 1. Weltkrieg. Im November gründet sich der Arbeiter- und Soldatenrat.
  • 1919 Gründung der ersten Siedlungsgesellschaft in Köthen. Siedlungshäuser entstehen in der Ring-, Friederiken-, Zimmer- und Trautmannstraße.
  • 1922 Dr. Damerow wird Bürgermeister in Köthen und 1927 zum Oberbürgermeister ernannt.
  • 1927 Einweihung des Stadions und des großen Schwimmbeckens am Ratswall.
  • 1933 Mitglieder der SPD werden aus dem öffentlichen Dienst und aus der Stadtverordnetenversammlung entlassen. Im April wird ein freiwilliger weiblicher Arbeitsdienst eingerichtet.
  • 1934 Ein Zweigwerk der Firma Junkers Motorenbau GmbH siedelt sich auf dem Gelände der ehemaligen Firma Wagner & Co. an. Der für Vogelschutz und Biberforschung bekannte Amtmann Max Behr stirbt am 8. Mai.
  • 1936 Am 18./19. April findet das Bachfest statt. Im Juni wird die Errichtung eines Fliegerhorstes beschlossen auf dem ehemaligen Industriegelände an der Baasdorfer Kreisstraße.
  • 1938 Zerstörung der Synagoge in der Burgstraße, Entfernung sämtlicher Eisengitter für Kriegszwecke.
  • 1941 Durch einen Kurzschluss in den elektrischen Leitungen kommt es zu einem Brand der Reithalle im Schloss
  • 1942 Deportation der letzten noch in Köthen lebenden Juden im Mai und Dezember nach Theresienstadt.
  • 1944 Im Juli und August wird Köthen bombardiert. Die Gleisanlagen am Bahnhof, die Firmen in Bahnhofsnähe, ein Teil des Köthener Schlosses und viele Häuser in Klepzig werden zerstört. 101 Köthener und Ausländer starben.
  • 1945 Mitte April erreichen die Kampfhandlungen das Stadtgebiet. US-Verbände dringen nach Köthen ein. Mayor Eyre (Stadtkommandant) bestimmt den Sozialdemokraten Franz Elstermann zum Oberbürgermeister. Im Juli findet ein Besatzungswechsel statt, der sowjetische Stadtkommandant weist die Gründung des Stadttheaters Köthen an. Die in Köthen spontan gegründete Sozialistische Arbeiterpartei muss wieder aufgelöst werden, da die KPD, eine Überlegenheit der Sozialdemokraten fürchtend, die "Vereinigung von oben" will.

    Abbruch des Schlosses Geuz (v. Wuthenau) zu Gunsten von Neubauernhöfen

  • 1946 Die Zahl der Umsiedler erreicht mit 10.000 den höchsten Stand. Köthen hat somit 47.000 Einwohner, bei 6 m² pro Person. Demontage der Köthen-Radegaster Kleinbahn. Die Aktienbrauerei wird Landeseigentum.

    Septemberwahlen: Die SED wird stärkste Fraktion der Stadtverordnetenversammlung, ohne eine Mehrheit zu erlangen.

  • 1948 Gründung des VEB Brauerei und Mälzerei Köthen.
  • 1951 Gründung des VEB ABUS Förderanlagenbau. Grundsteinlegung für die Produktionshalle I
  • 1952 Neubildung des Kreises Köthen. Das Stadtoberhaupt verliert den Oberbürgermeistertitel. Aufhebung der Treuhänderschaft und Gründung des VEB Werkzeugmaschinenbau (ehemalige Firma Nebrich später Polygraphischer Maschinenbau).
  • 1953 Umgestaltung des alten Friedhofs zum innerstädtischen „Friedenspark“
  • 1958 Beginn des Wohnungsneubaus in der Rüsternbreite.
  • 1960 Schließung des Stadttheaters.
  • 1961 Eingemeindung der Dörfer Elsdorf und Porst.
  • 1967 1. Köthener Bachfesttage
  • 1968-1970 Eröffnung des Kontakt-Kaufhauses und anderer Kaufzentren in der Innenstadt.
  • 1972 Erster Kaufhallen-Bau ("Süd").
  • 1975-1977 Übergabe der Schalaunischen Straße als "Boulevard". Damit einhergehend beginnt der Flächenabbruch in der Innenstadt am Holzmarkt und in der Burgstraße.
  • 1978 Die neue hohe Brücke wird dem Verkehr übergeben.
  • 1983 Bach-Gedenkstätte im Luther-Jahr eröffnet.
  • 1986 Mit Dagmar Radke übernimmt erstmals eine Frau das Bürgermeisteramt in Köthen.
  • 1988 Die 3.000. Wohnung wird übergeben.
  • 1989 2. November: die größte Demonstration in der Geschichte Köthens führt auf dem Stadion zu einer Abrechnung mit der SED-Herrschaft.
  • 1990 Erste freie Kommunalwahlen.
  • 1991 Zum 100jährigen Jubiläum des Polytechnikums wird die Ingenieurhochschule Köthen zur Technischen Hochschule erklärt (seit 1993 Fachhochschule Anhalt mit Hauptsitz Köthen).
  • 1992 Privatisierung der Köthener Brauerei, die Verlagerung der Produktion und Abfüllung nach Pfungstädt folgt auf dem Fuß.
  • 1993 Die Ansiedlungen in den Gewerbegebieten Ost und West beginnen.
  • 1994 Übergabe der Kleinen Wallstraße (Forum Hallescher Turm) als Geschäfts- und Behördenzentrum. Eingemeindung der Orte Merzien, Zehringen und Hohsdorf in die Stadt Köthen (Anhalt).
  • 1999 Der Holzmarkt wird, frisch saniert, mit einem Wetterhäuschen versehen.

21. Jahrhundert

  • 2000 Das Rathaus wird zum 100-jährigen Jubiläum gebührend geehrt.
  • 2001 Mit Rainer Elze verabschiedet sich der erste frei gewählte Oberbürgermeister.

    Der deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte gründet in Köthen die Homöopathie-Stiftung sowie das Europäische Institut für Homöopathie (InHom).

    Kuh-Kunst Köthen: Im ganzen Stadtgebiet werden für mehrere Wochen, von Köthener Künstlern und Einrichtungen bunt gestaltet, Plastik-Kühe aufgestellt.

  • 2002 Die Köthener Badewelt wird nach einjähriger Bauzeit auf dem Gelände des ehemaligen Stadtbades eingeweiht. Im August wird das Stadion nach umfangreicher Sanierung wiedereröffnet und der Bahnhofsvorplatz wird neugestaltet.
  • 2003 Köthen ist 888 Jahre alt und weiht mit einer Feier den neu gestalteten Marktplatz mit Rathausplatz ein. Die Städtepartnerschaft Köthen - Wattrelos - Siemianowice Slaskie besteht 10 Jahre.
  • 2004 Eingemeindung der Ortschaften Arensdorf, Baasdorf, Dohndorf, Löbnitz an der Linde und Wülknitz in die Stadt Köthen (Anhalt)
  • 2005 Die Stadt Köthen (Anhalt) geht im Mai mit ihrem neuen Internetauftritt online und bietet damit eine interessante und aktuelle Informationsquelle für ihre Bürger und Gäste.
  • 2006 Eheschließungen sind künftig auch in der Schlosskapelle möglich.
  • 2007 Köthen wird Kreisstadt des neuen Landkreises Anhalt-Bitterfeld.

    Im Januar gründet sich die Neue Fruchtbringende Gesellschaft Köthen/Anhalt e.V.. Sie steht in der sprachpflegerischen Tradition der historischen Fruchtbringenden Gesellschaft des 17. Jahrhunderts. Der Abschluss der Bauarbeiten in der Fußgängerzone, die damit deutlich an Attraktivität gewonnen hat, wird mit einem Straßenfest gebührend gefeiert.

  • 2008 Das neue Veranstaltungszentrum im Schloss wird im März eingeweiht. Die Studie zur Frage des Wohnsitzes von Johann Sebastian Bach klärt auf: Bach wohnte in seiner Köthener Zeit in zwei Häusern - Schalaunische Straße 44 und Wallstraße 25/26.
  • 2009 Nach dreijähriger Sanierungszeit wird das Spitalgebäude des ehemaligen Klosters der Barmherzigen Brüder im Oktober mit der Europäischen Bibliothek für Homöopathie in direkter Nachbarschaft zum Hahnemannhaus eröffnet.
  • 2014 Übergang des Tierparks in private Trägerschaft.
  • 2015 Jubiläumsfeier 900 Jahre Köthen mit dem Höhepunkt des Sachsen-Anhalt-Tages in Köthen.

    Jubiläumsfeier 150 Jahre Freiwillige Feuerwehr.

  • 2016 Ein Jahr nach seiner Wahl und einer Wahlanfechtung wird Bernd Hauschild Nachfolger des bereits 2015 verabschiedeten Oberbürgermeisters Kurt-Jürgen Zander.

Quelle: koethen-anhalt.de



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