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Alte Historische Fotos und Bilder Laichingen, Baden-Württemberg
Old historical photos and pictures Aalen, Baden-Wuerttemberg

Wenn Sie habe Vergessen deine Vergangenheit - Ihr wirst keine Zukunft haben


Wappen Laichingen

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Geschichte von Laichingen, Baden-Württemberg in Fotos
History of Aalen, Baden-Wuerttemberg in photos

Eine kleine historische Referenz

Geographie: Im Zuge der Gemeindegebietsreform in Baden-Württemberg wurden am 1. Januar 1972 Suppingen sowie am 1. Januar 1975 Feldstetten und Machtolsheim nach Laichingen eingemeindet.

Gründungszeitpunkt:

Einwohner: 11 175

Geschichte:

Sehenswürdigkeiten:

Laichingen. Bahnhofstraße
Bahnhofstraße
Laichingen. Bleiberg Siedlung
Bleiberg Siedlung
Laichingen. Gasthaus Adler
Gasthaus Adler
Laichingen. Gasthof und Metzgerei
Gasthof und Metzgerei
Laichingen. Heiligenhaus Fruchtkasten, Kirche
Heiligenhaus Fruchtkasten, Kirche
Laichingen - Multi Panorama, 1961
Laichingen - Multi Panorama, 1961
Laichingen. Marktplatz
Marktplatz
Laichingen. Marktplatz, Zur Höhle Wegweiser
Marktplatz, Zur Höhle Wegweiser
Laichingen. Marktplatz, Post, 1966
Marktplatz, Post, 1966
Laichingen. Panorama von straße
Panorama von straße
Laichingen. Schule, 1955
Schule, 1955
Laichingen. Weihnachtsbaum im Winter, um 1960
Weihnachtsbaum im Winter, um 1960

Geschichte

Die Frage nach der Gründung der Stadt Laichingen lässt sich nicht eindeutig beantworten, liegt aber wohl zwischen dem 3. und 5. Jahrhundert nach Christus. Ob ein alemannischer Häuptling "Laicho" der Namensgeber für Laichingen war, lässt sich nicht nachweisen, wird aber gerne erzählt.

Ins Leuchte der Geschichtsschreibung tritt Laichingen erst im Jahr 1085, als die Kirche St. Alban dem Kloster Blaubeuren geschenkt wird. Das Stadtrecht wurde auf Antrag der Grafen von Württemberg, Eberhard des Greiners und seines Bruders Ulrich, von Kaiser Karl IV. am 28. August 1364 verliehen. Laichingen machte aber von dieser Verleihung keinen Gebrauch. 1949 erhielt Laichingen zum 2. Mal das Stadtrecht vom Staatsministerium des Landes Württemberg-Hohenzollern verliehen.

Das Marktrecht hat Laichingen vom württembergischen Herzog Friedrich I. erhalten. Die Jahreszahl ist nicht genau bekannt, im Jahr 1602 kamen auf Wunsch der Gemeinde zwei Jahrmärkte hinzu. Seit dieser Zeit ist Laichingen ein Marktflecken und bis heute finden große Märkte mit traditionellem Charakter statt. Der Ostermarkt und unser Markt am Pfingstmontag zählen mit mehr als 200 Händlern und bis zu 40.000 Besuchern zu den größten Märkten im ganzen Land. Laichingen erlangte schon früh große Bekanntheit durch die Leinenweberei, welche die Entwicklung des Ortes stark beeinflusst hat. Im Zusammenhang mit dem Flachsanbau wurde die Webkunst heimisch und hat sich in wechselvoller Geschichte im Laufe der Jahrhunderte vom Handwebstuhl in der "Dunk" zur automatisierten Industrie mit modernster Technologie entwickelt. Hierdurch entstand der Qualitätsbegriff "Laichinger Bettwäsche".

Heutzutage stehen spezialisierte Textilprodukte, insbesondere für den Bereich der Gaststättenausstattung, im Mittelpunkt. Als Mittelzentrum auf der Laichinger Alb ist Laichingen eine wichtige Einkaufsstadt mit einer Vielzahl von Einzelhandelsgeschäften, die mit ihren umfassenden und breiten Angeboten eine großzügige Versorgung gewährleisten.

Die Form des Wappens lag seit 1591 fest, doch war nirgends eine Nachricht über die Farben des Wappens zu finden. Im Oktober 1922 entdeckte der damalige Schultheiß Feyler in einer alten Glasmalerei unter anderem das Orts- und Stadtwappen von Laichingen und ab diesem Zeitpunkt wird das Stadtwappen mit einer goldenen Egge auf einem blauen Schild geführt.

Der Heimatdichter Veit Bürkle (Karl H. Bischoff) hat die Farben so gedeutet:

Gold und Blau = Korn und Flachs!

Das Markungsbild Laichingens zeigte einst tatsächlich diese farbliche Gestaltung, ein Meer von blauen Flachsfeldern und goldenen Kornäckern.

Stadtteil Suppingen

Der Name Suppingen soll auf den Sippenhäuptling „Suppo“ zurückgehen, der im 8. Jahrhundert mit seinem Stamm in dieser Gegend siedelte.

Im Zuge der Reformation wurde Suppingen evangelisch. Die bestehende Kapelle wurde 1569 zur Kirche erweitert und der heiligen Brigitta geweiht.

Unter dem dreißigjährigen Krieg hatte Suppingen, wie viele andere Dörfer auch, schwer zu leiden. Nachdem es 1634 niedergebrannt worden war, vergingen Jahrzehnte, bis sich wieder Menschen um die erhalten gebliebene Kirche ansiedelten. Um 1790 schreibt der Theologiestudent Friedrich August Köhler, der zu Fuß über die Alb wanderte, in seinem Buch folgendes: „Die Kleidung der Weibsleute in Suppingen ist besser als sonst auf der Alb und überhaupt zeugen das muntere Aussehen der Einwohner und die bessere Bauart ihrer Häuser von größeren Wohlstande als in den Orten Böhringen und der anderen Gegenden der rauesten Alpen herrscht“.

Im Jahre 1870 erhielt der Ort den Anschluss an die Albwasserversorgung. Im Zuge der Verwaltungsreform der siebziger Jahre wurde Suppingen freiwillig zum 1. Januar 1972 in die Stadt Laichingen eingegliedert.

Die Landwirtschaft ist wie überall rückläufig. Nur noch wenige Betriebe werden in Vollerwerb geführt. Das Arbeitsplatzangebot im Ort ist gering. Die Mehrheit der Einwohner pendelt zu ihren Arbeitsplätzen nach Laichingen, Blaubeuren oder Ulm. Die Grundversorgung vor Ort ist gesichert. Ein reges Vereinsleben und eine intakte Dorfgemeinschaft prägen den Ort.

Stadtteil Machtolsheim

Machtolsheim ist seit 1. Januar 1975 ein Stadtteil von Laichingen. Es wird angenommen, dass der Ort zwischen dem 5. und 6. Jahrhundert n. Chr. von den Alemannen gegründet wurde. Urkundlich erwähnt wurde Machtolsheim erstmals 1204. Der Name ist abgeleitet von dem Personennamen „Machtolf“.

Im 16. Jahrhundert erlebte der Ort eine Blütezeit. Damals besaß man das Marktrecht und hatte – wie in der Urkunde von 1502 erwähnt – 3 Tore, nämlich das „Untere Tor“ an der Straße nach Hohenstadt, das „Mortwinstor“ nach Laichingen und das „Stebentor“ in Richtung Treffensbuch.

Die gute Entwicklung wurde durch den dreißigjährigen Krieg unterbrochen. Der größte Teil des Ortes ging in Flammen auf. Viele Einwohner kamen ums Leben oder flohen. Erst im 19. Jahrhundert setzte ein neuer Aufschwung ein. In der Oberamtsbeschreibung von 1830 heißt es: „Das Dorf hat gute aber meist mit Stroh gedeckte Häuser, eine Schule, 3 Schildwirtschaften, 1 gut eingerichtete Brauerei, aber nur Dachwasser. Die Einwohner nähren sich neben dem Feldbau vom Spinnen und von der Leinenweberei, der Ort hat 40 Leinenweber, auch Hafner und einige Handwerker“.

Heute hat Machtolsheim 1.321 Einwohner und eine Gemeindefläche von 1.680 ha. Die Landwirtschaft hat immer noch eine große Bedeutung. Hinzugekommen sind einige größere Handwerksbetriebe, eine Obstsaftkelterei und mehrere Kunststoffbetriebe. Eine wichtige Rolle spielt der Tourismus. Vor allem das Camping- und Freizeitzentrum „Heidehof“ lockt viele Gäste an, ebenso der in der Nähe gelegene Ponyhof mit Märchengarten. Gerne besucht wird auch der Wasserturm, dessen Aussichtsplatte einen weiten Blick über die Albhochfläche gewährt. Sehenswert ist ferner die ev. Kirche mit ihrer farbigen Stuckdecke. Seit 1979 ist Machtolsheim berechtigt, die Bezeichnung Erholungsort zu führen.

Mit dem Bau der nordwestlichen Umgehungsstraße zur Autobahn ist eine deutliche Verkehrsberuhigung erreicht worden. Die im Juni 2004 fertiggestellte südwestliche Umfahrung trägt ebenfalls zur deutlichen Entlastung des Verkehrsaufkommens bei. Diese Auslagerung des Durchgangsverkehrs aus dem Ort schafft gute Voraussetzungen für eine gedeihliche und dorfgerechte Weiterentwicklung der Ortschaft.

Stadtteil Feldstetten

Der Stadtteil Feldstetten liegt verkehrsgünstig an der B 28 zwischen Blaubeuren und Bad Urach. Diese West-Ost Verbindung war bereits früher die Grundlage für die positive Entwicklung der Ortschaft. Die Einrichtung der Poststation im Jahre 1810 im heutigen Hotel/Gasthof Post brachte einen wirtschaftlichen Aufschwung für die zahlreichen Gastwirte, die sich durch die günstige Straßenlage angesiedelt hatten.

Urkundlich erwähnt wurde Feldstetten erstmals im 12. Jahrhundert. In den früheren Jahrhunderten beruhte die Wirtschaftskraft des Dorfes im Wesentlichen auf der Landwirtschaft, der Hausweberei und den zahlreichen Gastwirtschaften.

Der Stadtteil Feldstetten gehörte ab 1808 zum Oberamt Münsingen. Mit einem kleinen Teil des Altkreises Münsingen kam es am 1. Januar 1973 zum Alb-Donau-Kreis. Im Zuge der Gemeindereform verlor es schließlich seine Selbstständigkeit und wurde zum 1. Januar 1975 ein Stadtteil von Laichingen.

Heute hat Feldstetten 1.180 Einwohner. Der Ort hat sich von einem landwirtschaftlich strukturierten Dorf zu einer attraktiven Wohngemeinde entwickelt.

Die Grundversorgung mit Lebensmitteln ist gesichert. Es gibt zwei Kindergärten und eine Grundschule am Ort. Das Gerätedepot der Bundeswehr und mehrere Firmen, die Schuhe herstellen, bieten Arbeitsplätze. Die örtliche Gastronomie ist leistungsfähig und genießt im Umland einen guten Ruf.

Quelle: laichingen.de



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