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Alte Historische Fotos und Bilder Lüneburg, Niedersachsen
Old historical photos and pictures Lüneburg, Lower Saxony

Wenn Sie habe Vergessen deine Vergangenheit - Ihr wirst keine Zukunft haben


Wappen Lüneburg

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Geschichte von Lüneburg, Niedersachsen in Fotos
History of Lüneburg, Lower Saxony in photos

Eine kleine historische Referenz

Geographie: Die Formel Mons, Pons, Fons (‚Berg, Brücke, Quelle‘) charakterisiert die Entwicklung der Stadt seit dem 8. Jahrhundert durch das Zusammenwachsen von zunächst drei, später vier, Siedlungsplätzen. Dies waren die Fluchtburg auf dem – damals noch wesentlich höheren – Kalkberg mitsamt der angrenzenden Niederlassung (Marktviertel), das Dorf Modestorpe zwischen der Brücke über die Ilmenau und dem großen Platz Am Sande (Sandviertel) sowie die Saline mit der abgeschlossenen Siedlung der dort beschäftigten Arbeitskräfte (Sülzviertel).

Erst im 13. Jahrhundert bildete sich zwischen Marktplatz und Ilmenau die Hafensiedlung (Wasserviertel).

Die daraus entstandene Form der Stadt blieb bis zur Ausweitung der Stadtfläche im späten 19. Jahrhundert bestehen und ist noch heute deutlich.

Lüneburgs sechs historische Stadttore waren das Altenbrücker Tor, das Bardowicker Tor, das Rote Tor, das Sülztor, das Lüner Tor und das Neue Tor.

Lüneburg gliedert sich in die Stadtteile:

Altstadt, Bockelsberg, Goseburg-Zeltberg, Kaltenmoor, Kreideberg, Lüne-Moorfeld, Mittelfeld, Neu Hagen, Rotes Feld, Schützenplatz, Weststadt und Wilschenbruch sowie die Ortschaften Ebensberg, Häcklingen, Ochtmissen, Oedeme und Rettmer.

Jüttkenmoor, Klosterkamp, Bülows Kamp, In den Kämpen, Krähornsberg, Schäferfeld, Volgershall, Hanseviertel, Ilmenaugarten und Zeltberg sind Bezeichnungen für einzelne Baugebiete innerhalb eines Stadtteils oder einer Ortschaft.

Gründungszeitpunkt:

Einwohner: 74 494

Geschichte:

Sehenswürdigkeiten:

Lüneburg. Abtswasserturm, 1926
Abtswasserturm, 1926
Lüneburg. Alte Fachwerkhäuser
Alte Fachwerkhäuser
Lüneburg. Alter Kran, um 1930
Alter Kran, um 1930
Lüneburg. Alter Kran, Ilmenaustraße, am Stintmarkt, um 1930
Alter Kran, Ilmenaustraße, am Stintmarkt, um 1930
Lüneburg. Alter Kran am Stintmarkt, um 1930
Alter Kran am Stintmarkt, um 1930
Lüneburg. Alter Kran und Kaufhaus, 1912
Alter Kran und Kaufhaus, 1912
Lüneburg. Alter Kran und Kaufhaus
Alter Kran und Kaufhaus
Lüneburg. Am Sande
Am Sande
Lüneburg. Am Sande
Am Sande
Lüneburg. Am Sande, alte Giebel
Am Sande, alte Giebel
Lüneburg. Am Werder, um 1930
Am Werder, um 1930
Lüneburg. Am Werder, Blick nach Südosten, um 1930
Am Werder, Blick nach Südosten, um 1930
Lüneburg. An den Brodbänken, Blick nach Westen zum Markt, um 1930
An den Brodbänken, Blick nach Westen zum Markt, um 1930
Lüneburg. An der Münze
An der Münze
Lüneburg. Artillerie Kaserne, Soldaten
Artillerie Kaserne, Soldaten
Lüneburg. Auf der Altstadt, Blick nach Nordwesten zur Michaeliskirche, um 1930
Auf der Altstadt, Blick nach Nordwesten zur Michaeliskirche, um 1930
Lüneburg. Bonifatius Stift mit St. Marien Kirche und Pfarrhaus
Bonifatius Stift mit St. Marien Kirche und Pfarrhaus
Lüneburg. Grapengießerstraße. Blick nach Osten zum Turm der Johanniskirche, um 1930
Grapengießerstraße. Blick nach Osten zum Turm der Johanniskirche, um 1930
Lüneburg. Große Bäckerstraße
Große Bäckerstraße
Lüneburg. Hauptbahnhof, 1963
Hauptbahnhof, 1963
Lüneburg. Höhere Töchterschule in der Feldstraße, 1920
Höhere Töchterschule in der Feldstraße, 1920
Lüneburg. Im 'Roten Hahn'
Im 'Roten Hahn'
Lüneburg. Im 'Roten Hahn'
Im 'Roten Hahn'
Lüneburg. Im 'Roten Hahn'
Im 'Roten Hahn'

Stadtgeschichte

956 – 1247 Die Herrschaft der Herzöge

Lüneburg wird im Jahr 956 erstmals urkundlich erwähnt, da sind die Burg und das Kloster St. Michaelis auf dem Kalkberg sowie die Saline bereits vorhanden. Um diese Kerne entwickelt sich bis zur Mitte des 13. Jh. unter Einbeziehung des Dorfes Modestorp mit der St. Johanniskirche die Stadt Lüneburg unter der Herrschaft der Billunger und dann der Welfen. Herzog Otto das Kind, Enkel Heinrichs des Löwen, verleiht Lüneburg 1247 eigenes Recht, Saline und Münze geraten zunehmend unter städtischen Einfluss.

1300 – 1600 Bürgerstolz und weißes Gold

Burg und Kloster, Saline, Rathaus und Hafen sind Ansatzpunkte für die politische und ökonomische Entwicklung der Stadt. Als Produktionsstätte des raren Gutes Salz erhält Lüneburg Gewicht in der Hanse, besonders in der Beziehung zum Hafen des „Hauptes der Hanse“ Lübeck und als Mittlerin zwischen sächsischem und wendischem Quartier der Hanse.

Der Lüneburger Erbfolgekrieg ermöglicht der Stadt einen weiteren emanzipatorischen Schritt: 1371 wird die landesherrliche Burg auf dem Kalkberg ebenso zerstört wie das nahe Kloster. 1392 initiiert Lüneburg einen Landfrieden von Verfassungsqualität, in den vorübergehend sogar die Stadtherren eingebunden wurden.

Der Prälatenkrieg Mitte des 15. Jh. bringt Lüneburg in schwere innere und äußere Bedrängnis, bevor in der 2. Hälfte des 15. Jh. eine wirtschaftliche und politische Blüte einsetzt, die bis um 1600 währt: Kirchen, Rathaus, Glockenhaus und zahlreiche Bürgerhäuser werden neu oder umgebaut, die Stadt festigt ihre faktische Unabhängigkeit von ihrem Stadtherrn und fasst sogar den Plan einer Universitätsgründung.

1600 – 1800 Die Rückkehr der Fürsten

Das wirtschaftliche Gedeihen Lüneburgs im Rahmen der Hanse findet nach 1600 ein Ende. Der seit der Reformation wieder erstarkenden Fürstenmacht hat die Stadt, auch politisch durch inneren Zwist geschwächt, nichts mehr entgegen zu setzen. Obwohl der 30-jährige Krieg in Lüneburg weniger Unheil anrichtet als anderswo, liegt die Stadtwirtschaft danieder und die Stadtverfassung wird 1639 im Sinne des Stadtherrn revidiert, der Ende des 17. Jh. mit Kalkberggarnison und Schloss am Markt wieder in Lüneburg präsent ist.

Im 18. Jh. beschleunigt sich der politische und ökonomische Niedergang der Stadt, die zudem im 7-jährigen Krieg schwer leidet und um 1800 sogar kurzzeitig zum Reich Napoleons gehört. Die Saline geht in landesherrlichen Besitz über.

1800 – 1900 Große Umbrüche und Reformen

Nachdem im 19. Jahrhundert mit einigem wirtschaftlichen Erfolg das Speditionswesen an die Stelle der Saline getreten war, kommt allmählich eine politische und ökonomische Modernisierung in Gang. Um 1820 erhält die Saline als neuen Betriebszweig ein

Solebad, 1846/52 erlässt der König von Hannover eine neue Stadtverfassung bzw. Städteordnung. 1847 erhält Lüneburg Bahnanschluss und mit dem Eisenwerk, der Chemischen Fabrik der Saline, der Portlandzementfabrik entstehen die ersten Industrieunternehmen.

Die Bedeutung Lüneburgs als Verwaltungszentrum wächst durch die Landdrostei von 1823, aus der 1885 – 19 Jahre nach der Annexion Hannovers durch Preußen – die Preußische Bezirksregierung hervorgeht, sowie Gerichte, die nach der Trennung von Justiz und Verwaltung 1852 entstehen.

1900 – 2000 Weg zum Oberzentrum

Lüneburg übersteht die Weltkriege fast unzerstört. Die 1000-jährige Salzgeschichte endet 1980, doch wird die Sole im Kurzentrum, jetzt ,,SaLü", weiterhin nutz- und spaßbringend eingesetzt. Die Infrastruktur wird verbessert: 1976 entsteht am Elbe-Seitenkanal ein neuer Hafen samt Industriegebiet, 1994 wird Lüneburg Oberzentrum, 1995 wird die Autobahn 250 eröffnet, in Planung ist eine Weiterführung Richtung Wolfsburg. In der Stadt entstehen große Fußgängerzonen, ergänzt durch einen Verkehrsentwicklungsplan, der weite Teile der Innenstadt für Autos zur Tabuzone erklärt.

Lüneburg ist lange große Garnisons- und Behördenstadt. Doch die Hochschulen gewinnen an Gewicht. Aus der Pädagogischen Hochschule wird die Universität, die in die verwaiste Scharnhorst-Kaserne zieht. Die Fachhochschule wächst. Die Hochschulen fusionieren. Rund 10.000 Studierende zählt die Stadt, sie sind heute wie früher das Salz der Schatz der Stadt.

2000 bis heute – Wachsende Stadt

Lüneburg ist mit annähernd 76.000 Einwohnern eine der wenigen noch wachsenden Städte in Niedersachsen. Als Oberzentrum und wirtschaftlicher Motor Nordost-Niedersachsens profitiert Lüneburg von der guten Zusammenarbeit mit Hamburg innerhalb der Metropolregion. Die fusionierte Hochschule richtet sich unter dem Titel Leuphana Universität Lüneburg neu aus und lenkt viel Aufmerksamkeit auch auf die Stadt, die sich seit 2007 wieder Hansestadt nennen darf. Aufmerksamkeit schenken Lüneburg täglich auch die gut 1,5 Millionen Fernsehzuschauer der ARD-Serie Rote Rosen.

Quelle: hansestadtlueneburg.de



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