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Alte Historische Fotos und Bilder Malsch (Karlsruhe), Baden-Württemberg
Old historical photos and pictures Aalen, Baden-Wuerttemberg

Wenn Sie habe Vergessen deine Vergangenheit - Ihr wirst keine Zukunft haben


Wappen Malsch (Karlsruhe)

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Geschichte von Malsch (Karlsruhe), Baden-Württemberg in Fotos
History of Aalen, Baden-Wuerttemberg in photos

Eine kleine historische Referenz

Geographie: Zur Gemeinde Malsch gehören die ehemaligen Gemeinden Sulzbach, Völkersbach und Waldprechtsweier.

Zur Gemeinde Malsch in den Grenzen vom 31. Dezember 1970 gehören das Dorf Malsch, der Weiler Neumalsch, das Gehöft Hardteck und die Häuser Am Bergwald und Waldhaus.

Zur ehemaligen Gemeinde Sulzbach gehört das Dorf Sulzbach.

Zur ehemaligen Gemeinde Völkersbach gehören das Dorf Völkersbach, das Gehöft Rimmelsbacherhof und die Häuser Moosalbtal.

Zur ehemaligen Gemeinde Waldprechtsweier gehören das Dorf Waldprechtsweier und die Häuser Waldprechtstal.

In der Gemeinde Malsch im Gebietsstand vom 31. Dezember 1970 liegen die Wüstungen Lindenhart und Ziegelhof, das wahrscheinlich jedoch in Malsch aufgegangen ist.

In den ehemaligen Gemeinden Sulzbach, Völkersbach und Waldprechtsweier sind Ortschaften im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung mit jeweils eigenem Ortschaftsrat und Ortsvorsteher als dessen Vorsitzender eingerichtet.

Gründungszeitpunkt:

Einwohner: 14 103

Geschichte:

Sehenswürdigkeiten:

Malsch (Karlsruhe). Gasthof Pension Eintracht Schrempp - Printz Bier
Gasthof Pension Eintracht Schrempp - Printz Bier
Malsch (Karlsruhe). Hauptstrasse mit Sparkasse
Hauptstrasse mit Sparkasse
Malsch (Karlsruhe). Panorama von Malsch
Panorama von Malsch
Malsch (Karlsruhe). St Cyriakus Kirche
St Cyriakus Kirche

Geschichte

Malsch mit den Ortsteilen Sulzbach, Völkersbach und Waldprechtsweier

Zwischen den Städten Karlsruhe und Rastatt liegt in der Vorbergzone der Ort Malsch, mit großer Wahrscheinlichkeit keltischen Ursprungs. Zum Zeitpunkt der ersten urkundlichen Erwähnung im Jahre 1065 befand sich die Gemeinde im Besitz des Benediktinerklosters Weißenburg im Elsass.

Im Verlauf ihrer Geschichte wurden der blühenden Gemeinde immer wieder tiefe Wunden durch Kriegs-, Hunger- und Pestjahre zugefügt. Vor allem der große Kroatenbrand im Jahre 1623 ließ die damals schon stattliche Einwohnerzahl von 1.400 auf 300 schrumpfen. Der stark ausgeprägte Wille zu überleben, führte bei den überwiegend in der Landwirtschaft tätigen Einwohnern schnell wieder zu spürbarem Aufschwung.

Aus dem einst reinen Bauerndorf wurde mit der Zeit eine Arbeiterwohngemeinde. Vieles wurde geschaffen, was heute noch als vorbildlich gelten kann. Am Ende des Zweiten Weltkrieges, als der große Vertriebenenstrom auch die Gemeinde Malsch erreichte, war das Augenmerk vor allem auf die Behebung der Wohnungsnot gerichtet. In den Folgejahren galt dem Straßenbau und der Entwässerung des Ortsgebietes besondere Aufmerksamkeit.

Die Eingliederung der Gemeinden Sulzbach, Völkersbach und Waldprechtsweier durch die Gemeindegebietsreform und die Erschließung von Baugebieten im Hauptort wie auch in den Teilorten führte zu einer beachtlichen Bevölkerungs-zunahme. Die Einwohnerzahl ist seither auf über 14.500 angestiegen.

Mit der Erschließung des „Industriegebietes I und II" ab dem Jahre 1992 baute die Gemeinde ihre Bedeutung auch als Gewerbe- und Industriestandort im Wirtschaftsraum der Technologieregion Karlsruhe aus. Zwischenzeitlich hat das Gewerbe- und Industriegebiet eine Größe von 90 ha erreicht.

Die gesellschaftlichen Veränderungen stellten die Gemeinde vor immer neue Aufgaben, die zu vielfältigen Investitionen in den verschiedensten Bereichen führten. So wurde der Bevölkerung und den Vereinen im Februar 1977 das „Bürgerhaus“ mit Restaurant, Veranstaltungssälen, Kegelbahnen und Vereinsräumen übergeben. Im Dezember 1978 folgte die Einweihung der „Bühn-Sporthalle“. Im Freibereich „Bühn“ entstand der „Bühnsee“ und auch ein Kinderspielplatz wurde eingerichtet. 2001 wurde für die jugendlichen Inline-Skater eine Mini-Ramp aufgestellt und eine Cross-Laufbahn auf dem Bühngelände geschaffen.

Zwischen 1972 und 1975 wurde Malsch sowie sämtliche Ortsteile mit neuen Kindergärten ausgestattet. Die Johann-Peter-Hebel-Schule Malsch erhielt im Jahre 1974 eine neue Turnhalle und durfte am 01.10.1985 ihre Werkräume in Betrieb nehmen. 1995 wurde die Schule dann vollständig saniert. Mit dem Erweiterungsbau erhielt sie 1981 sechs neue Klassenräume, daneben drei Räume für die Volkshochschule und die Musikschule. Völlig neu umgestaltet präsentierte sich bei der Wiedereröffnung am 15.05.1982 das im Jahre 1954 erbaute Freibad Malsch.

1982 öffnete der „Völkersbacher Klosterhof“, eine kulturelle und gastliche Begegnungsstätte, seine Pforten, im Dezember 1985 die Mehrzweckhalle im Ortsteil Sulzbach. Nach langen Jahren des Wartens bekam dann 2004 auch Waldprechtsweier eine neue Gemeindehalle.

Im März 2001 musste das Marienkrankenhaus, das sich seit Januar 2000 in der Trägerschaft der Diakonie im Landkreis Karlsruhe befindet, auf Drängen der Krankenkassen seine Pforten schließen. Der frühere Krankenhausteil wurde dann umgebaut in Tagespflegeplätze, Wohnappartements und Begegnungsstätte. 2004 wurden daneben 20 betreute Seniorenwohnungen mit direkter Anbindung an das Wohn- und Pflegeheim eingeweiht. 2007 brachte ein Erweiterungsbau weitere 21 Pflegeplätze, sodass nun 84 Dauerpflegeplätze zur Verfügung stehen.

Aufgrund der angestiegenen Einwohnerzahl und der hinzu gekommenen Aufgaben konnte das Rathaus seine Dienstleistungsfunktionen in den vorhandenen Räumlichkeiten nicht mehr erfüllen. Am 04.12.1990 fiel die Entscheidung für einen Umbau und eine Erweiterung des bestehenden Verwaltungs­gebäudes, welches am 25./26.09.1993 den Bürgern und Einwohnern anlässlich der „Tage der offenen Tür“ vorgestellt wurden.

Sämtliche Maßnahmen sollten die Voraussetzungen für eine zukunftsfähige Kommune und ihre weitere Aufwärtsentwicklung schaffen. Sie sollen aber auch die Attraktivität der Gemeinde für Zuziehende wie auch Alteingesessene erhöhen und ihnen ein Gefühl des „Zuhause“ geben.

Ortsteil Sulzbach

Sulzbach, der kleinste Ortsteil von Malsch, wurde im Januar 1971 eingemeindet. Bereits 1115 wird der Ort erstmals in einer Schenkungsurkunde erwähnt. Dass Sulzbach jedoch schon davor existiert haben muss, wird durch diverse Zeugnisse belegt. Die ehemalige Römerstraße führte quer durch den Ort, sodass römische Mauerreste und in einem Keller sogar ein Votivstein römischen Ursprungs gefunden wurden.

Sulzbach war lange Zeit ein Dorf der Brunnen. Bis 1955 waren ganze 10 Brunnen in Betrieb, von denen noch zwei übrig geblieben sind.

Einer befindet sich gegenüber dem ehemaligen Schulgebäude, der andere Brunnen ist beim „Freihof“ (Bild).

Trotz der nur knapp 1.000 Einwohner gibt es in Sulzbach ganze 10 Vereine und Vereinigungen, die das Dorfleben bereichern und lebendig gestalten. Als Wohnort ist Sulzbach auch wegen seiner Hanglage mit weit reichendem Blick über die Rheinebene beliebt.

Ortsteil Völkersbach

Völkersbach beging 2004 sein 750-jähriges Ortsjubiläum.

1254 wurde der Ort erstmals in einer Urkunde erwähnt. Über 550 Jahre lang blieb Völkersbach eines von 10 Klosterdörfern in der Obhut des Benediktinerinnenklosters Frauenalb. Mit der im Februar 1803 verfügten Aushebung des Klosters im Zuge der Säkularisation, endete die Abhängigkeit vom Kloster. 170 Jahre lang war Völkersbach eine selbstständige Gemeinde, bis sie 1973 in die Gemeinde Malsch eingegliedert wurde.

Nach der Erschließung von zwei Baugebieten hat sich Völkersbach zu einem attraktiven Wohnort entwickelt. Der größte Ortsteil von Malsch verfügt über Kindergarten und Grundschule, eine gute Infrastruktur und Verkehrsanbindungen. Ein reges kulturelles und sportliches Vereinsleben lädt die Neubürger zum aktiven Miteinander ein und fördert die rasche Eingliederung in die Dorfgemeinschaft.

Die reizvolle landschaftliche Lage des Ortes (über 400 m Höhe), seine ausgedehnten Wälder und Flure bieten den Erholungssuchenden schöne und bleibende Eindrücke und Erlebnisse in einer noch intakten Natur.

Seit Januar 2012 wird die Lindenbrunnenquelle in Moosbronn, an der Völkersbach seit 1904 ein Wasserrecht besitzt, wieder für die Trinkwasserversorgung genutzt. Damit ging ein lange gehegter Wunsch der Völkersbacher Bevölkerung nach weicherem Trinkwasser in Erfüllung.

Mangelnde Zugangswege zu den im 19. Jahrhundert aufblühenden Industrieorten ließen in dem bäuerlichen Völkersbach über vier Generationen und zwei Weltkriege hinweg neben der Landwirtschaft einen weiteren Erwerbszweig entstehen – die Schneiderei. Als Uniformschneider fertigten die Völkersbacher alle Arten von Uniformen. Mit der Einrichtung einer originalgetreuen „Schneiderstube“ hat der Heimatverein diese „Ära“ wieder aufleben lassen.

Ortsteil Waldprechtsweier

Waldprechtsweier ist geschichtlich der älteste Ortsteil. Wie die Muttergemeinde Malsch wird der Ort erstmals 1065 urkundlich erwähnt. Waldprechtsweier hieß damals „Albratheswilre“, vermutlich nach dem Gründer und Besitzer des Ortes, Graf Albrecht, und wurde an das Kloster Weißenburg im Elsass verschenkt. Nach mehreren Besitzerwechseln landete Waldprechtsweier in der Zuständigkeit des Oberamtes, später Amtsbezirk und Landkreis Rastatt. Mit Eingliederung des Ortes in die Gemeinde Malsch am 1.4.1972 kam Waldprechtsweier zum Landkreis Karlsruhe.

Heute bildet das im Jahr 1902 im Neurenaissancestil erbaute eindrucksvolle Rathaus zusammen mit der 1999 renovierten Michaelskapelle, neben der „Alten Schule“, dem Dorfplatz und dem neu errichteten Dorfbrunnen das historische Zentrum des Ortes. Mit der 2004 gebauten „Waldenfelshalle“ wird das pulsierende Vereinsleben kulturell und sportlich weiter gefördert. Daneben befindet sich in idyllischer Lage am Eingang des Waldprechtstales das Freizeitzentrum; mit Minigolfanlage, Kneipp- und Tretbecken sowie der Gaststätte „Waldenfelsstüble“ lädt es zum Verweilen ein.

Dank der guten Parkmöglichkeiten ist es ein beliebter Ausgangspunkt für Wanderungen und Nordic Walking-Touren. Der vom Wald umgebene Campingpark Bergwiesen erfreut sich aufgrund seiner herrlichen und ruhigen Lage großer Beliebtheit weit über die Region hinaus. Der Kindergarten „Zauberwald“ mit großzügigem Außengelände und die Grundschule runden das Angebot der öffentlichen Einrichtungen ab.

Mit der Erschließung des Baugebietes „Rotäcker“ ist ein weiterer attraktiver Wohnraum entstanden worden.

Quelle: malsch.de



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