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Alte Historische Fotos und Bilder Nagold, Baden-Württemberg
Old historical photos and pictures Aalen, Baden-Wuerttemberg

Wenn Sie habe Vergessen deine Vergangenheit - Ihr wirst keine Zukunft haben


Wappen Nagold

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Geschichte von in Fotos

Eine kleine historische Referenz

Geographie: Nagold gliedert sich in die Kernstadt und die acht Stadtteile Emmingen, Gündringen, Hochdorf, Iselshausen, Mindersbach, Pfrondorf, Schietingen und Vollmaringen. Die Stadtteile sind räumlich identisch mit den in der Zeit von 1939 bis 1974 nach Nagold eingegliederten Gemeinden gleichen Namens; ihre offizielle Benennung erfolgt in der Form „Nagold, …“ Die Stadtteile sind zugleich Ortschaften im Sinne der baden-Württembergischen Gemeindeordnung mit jeweils eigenem Ortschaftsrat sowie dem Ortsvorsteher als dessen Vorsitzender. In allen Stadtteilen gibt es örtliche Verwaltungsstellen unter der Bezeichnung „Bürgermeisteramt Nagold – Geschäftsstelle …“, welche die Aufgaben einer Geschäftsstelle des Bürgermeisteramtes wahrnehmen.

Zum Stadtteil Emmingen gehören neben dem Dorf Emmingen das Gehöft Kühlenberg.

Zum Stadtteil Gündringen gehören das Dorf Gündringen und das Gehöft Dürrenhardt. Die Stadtteile Hochdorf, Mindersbach, Schietingen und Vollmaringen sind identisch mit den gleichnamigen Dörfern.

Zur Stadt Nagold in den Grenzen vom 31. Dezember 1970 gehören auch das Dorf Iselshausen, die Orte Rötenbach und Heilstätt, die Höfe Talhof, Waldhof und Wasserhof sowie die Häuser Burghof, Ölmühle und Rötenhöhe.

Zum Stadtteil Pfrondorf gehören das gleichnamige Dorf, die Pfrondorfer Mühle und das Haus Im Tufstein.

Im Stadtteil Gündringen liegen die Wüstungen Hohenmauren und Schönbürgen.

In der Stadt Nagold im Gebietsstand vom 31. Dezember 1970 liegen zudem die Wüstungen Bassheim, Poppenhausen und Tuffingen sowie im Stadtteil Schietingen die Wüstung Bronhausen und im Stadtteil Vollmaringen die Wüstungen Birken (möglicherweise eine abgegangene Burg), Hofstätte, Kräheneck und Londorf. Dort findet sich heute noch die Londorfer Kapelle.

Gründungszeitpunkt:

Einwohner: 21 687

Geschichte:

Sehenswürdigkeiten:

Nagold. Bezirkskrankenhaus, Katholische Kirche, 1907
Bezirkskrankenhaus, Katholische Kirche, 1907
Nagold. Brückenbauwerk, Wendeschleife, Fabrik, Bahn, 1959
Brückenbauwerk, Wendeschleife, Fabrik, Bahn, 1959
Nagold. Gewerbeschulhaus
Gewerbeschulhaus
Nagold. Hotel Post
Hotel Post
Nagold. Markt mit Rathaus
Markt mit Rathaus
Nagold. Marktstraße mit Rathaus, 1907
Marktstraße mit Rathaus, 1907
Nagold. Militär Genesungsheim Waldeck
Militär Genesungsheim Waldeck
Panorama von Nagold
Panorama von Nagold

Meilensteine der Stadtgeschichte

Vorgeschichtliche Zeit

Etwa um 4000 vor Christus (Jüngere Steinzeit) wurden Ackerbauern aus dem Donauraum im Bereich Nagold sesshaft. Ihr Siedlungsschwerpunkt lag östlich der heutigen Stadt. Vermutlich waren es die Kelten, die dem Fluss und der Siedlung den Namen gaben. Ob „Nagold“, wie bislang angenommen, aber „fließendes Gewässer“ bedeutet, ist umstritten. Nach dem neuesten (aber auch umstrittenen) Erklärungsversuch leitet sich der Name unserer Stadt vom keltischen „nagaldunum“ ab. Dies bedeutet soviel wie „die keltische Festung“. Vermutlich lag diese keltische Siedlung am Hang des Killberges. Auf dem Schlossberg fand man Spuren einer keltischen Fliehburg. Der Fürst, der dort seinen Herrschaftssitz hatte, ruht vermutlich im Heidenbühl, dem keltischen Grabhügel aus dem 5. Jahrhundert vor Christus.

Kelten in Nagold

Die Kelten prägten als antikes Kulturvolk Europa vor den Römern und Germanen.

Von den Römern gefürchtet, waren keltische Stämme jahrhundertelang die bedeutesten Bewohner des europäischen Kontinents. Sie waren kampflustig und tapfer, aber ebenso begabte Kunsthandwerker und Händler.Auch in Nagold gibt es zahlreiche Nachweise für keltische Besiedlung. Herausragendes Denkmal ist der Großgrabhügel "Krautbühl" am Fuße der Burgruine Hohennagold. Er ist Ausgangspunkt wissenschaftlicher und archäologischer Untersuchungen.

In den vergangenen Jahren haben sich zahlreiche Nagolder ebenfalls auf die Spurensuche begeben. Viele Aktivitäten wie Ausstellungen, Vorträge und das Nagolder Keltenfest tragen dazu bei, unsere Frühgeschichte zu entdecken.

Römisches Reich

Um die Zeitenwende wurde der Nagolder Raum Teil des Römischen Reiches. Im 3. Jahrhundert nach Christus verdrängten die Alemannen die Römer endgültig aus Südwestdeutschland. Sie waren es auch, die auf den Fundamenten eines römischen Gutshofes die Remigiuskirche errichteten.

Gründung der Stadt

786 wird Nagold als „villa nagaltuna“ erstmals urkundlich erwähnt.

Bis 1078 gehörte Nagold zum Besitz der Grafen von Nagold, anschließend bis 1230 den Grafen von Tübingen (Nachkommen der Grafen von Nagold). Durch Heirat kam die Grafschaft im 13. Jahrhundert dann an die Hohenberger, die auch auf dem Schlossberg die Burg weiter ausbauten. Die Hohenberger waren es auch, die die Gründung der Stadt vorantrieben - und zwar an dem Ort, der heute noch Mittelpunkt der Stadt ist. 1363 kamen Stadt und Burg durch Kauf an die Grafschaft Wirttemberg. Nagold wurde Amtsstadt.

Bau der Burg Hohennagold

Die älteste Besiedlung des Schlossbergs ist für die Bronzezeit (um 1200 v. Chr.) nachgewiesen. Wann die ältestens Teile der mittelalterlichen Burg erbaut wurden, ist nicht gesichert.

Im 11. Jahrhundert wurde die mittelalterliche Burg Hohennagold durch die Grafen von Tübingen auf Resten einer älteren Burganlage gebaut. Unter den Grafen von Hohenberg und Württemberg wurde die Burg weiter ausgebaut, die Vorburg wurde im 15. und frühen 16. Jahrhundert errrichtet.

Nach der Zerstörung im 30-jährigen Krieg befahl Herzog von Württemberg den Abbruch der Burg.

Krieg und Frieden

Das Schicksal Nagolds ist eine wechselvolle Geschichte mit Krieg und Frieden, Höhen und Tiefen. Wohlhabenheit war etwas Seltenes und keiner der Stürme, die über das Land und das Heilige Römische Reich Deutscher Nation hinwegbrauste, vergaß Nagold. Das 17. Jahrhundert brachte Nagold mit dem Dreißigjährigen Krieg, in dem die Burg Hohennagold zerstört wurde, nebst den nachfolgenden französischen Reunionskriegen viel Leid.

Revolutionäre Umtriebe

Am 15. September 1796 trat auf Betreiben der Ämter Nagold und Wildberg ein Vorparlament zusammen und verabschiedete nach dem Vorbild der französischen Beschwerdebriefe das von ihnen so benannte „Cahier“. Ein führender Kopf dieser Initiative war der Nagolder Stadtschreiber Johann Ludwig Hofacker (1756 – 1810). Die „Nagolder Partei“ erreichte bei diesem Landtag eine Reform der Landstände und damit das Brechen der völlig entarteten Herrschaft der Landschaftskonsulenten.

Ausdehnung der Stadt

Vor dem oberen Tor war inzwischen die „Vorstadt“ entstanden. Denn seit dem Ende des 16. Jahrhunderts hatte die Stadt begonnen, sich auch außerhalb der Stadtmauern auszudehnen. Seit dem 17. Jahrhundert gruppierten sich nun Häusergruppen um die außerhalb der Altstadt gelegenen Kapellen: um die Leonhardskapelle und die Nikolauskapelle auf der „Insel“ sowie auf dem Platz der heutigen evangelischen Stadtkirche. Große Teile der historischen Altstadt fielen später bei den großen Feuersbrünsten des 19. Jahrhunderts (1825, 1850, 1887 und 1893) den Flammen zum Opfer.

Entscheidende Ereignisse prägen die Gegenwart

Entscheidende Ereignisse, die den Lauf der Geschichte Nagolds bestimmt haben, wirken weit in die Gegenwart hinein:

• die Erhebung zur Stadt, das Marktrecht

• ein Handel und Gewerbe treibendes Bürgertum

• die Funktion einer Amtsstadt: Nagold bildet seit Jahrhunderten den Mittelpunkt von Verwaltung und Kultur des oberen Nagoldtales

• die frühe Mechanisierung des Handwerks im Zeitalter der industriellen Revolution und die darauf folgende wirtschaftliche Entwicklung im 19. Jahrhundert, die durch den Pietismus beeinflusst war

• der außergewöhnliche Aufschwung nach dem Zweiten Weltkrieg

• und die Gemeindereform mit neuen großen Aufgaben.

Nachkriegszeit ab 1945

Nach dem Zweiten Weltkrieg wächst Nagold durch Zuwanderung von Heimatvertriebenen, der Schwerpunkt der Stadtentwicklung liegtin dieser Zeit auf dem Wohnungsbau. Die Stadt wächst auch in der Fläche. Die Berghänge werden Bauland.

1961 Eisbergkaserne

Errichtung der Eisberg Kaserne

1981 Große Kreisstadt

Nagold wird "Große Kreisstadt".

Die Stadt beginnt die überalterten Stadtquartiere und Gewerbefläche in den Tallagen von Nagold und Waldach zu sanieren. Vor allem der Gebäudebestand, der schnellen Wiederaufbauten nach den Stadtbränden wird durch Neubauten ersetzt, da ihre Bausubstanz oft nicht zu halten ist. Die erhaltenswerten Altbauten werden dagegen mit Fördermitteln von Stadt und Land wieder hergestellt.

1985 erste Fußgängerzone

Einrichtung der ersten Fußgängerzone in der Turmstraße.

War Ende der 60er und Anfang der 70er noch die "autogerechte Stadt" das anerkannte Ziel der Innenstadtentwicklung, beginnt nun ein Umdenken. Der Verkehr in der Innenstadt wird zunehmend zur Belastung des Standorts.

1996 Schließung der Eisbergkaserne

Schließung der Eisbergkaserne, heute interkommunaler Industrie- und Gewerbepark INGpark.

Das ehemalige Kasernengelände und die angrenzenden Flächen westlich der B 28 bis über die Markungsgrenze zu Jettingen hinaus bilden mit insgesamt rund 88 Hektar den Interkommunalen Industrie- und Gewerbepark Nagold-Gäu (INGpark). Der Zweckverband besteht aus den Städten und Gemeinden Ebhausen, Haiterbach, Jettingen, Mötzingen, Nagold, Rohrdorf und Wildberg. Der INGpark hat sich zum Ziel gesetzt, die gewerbliche und industrielle Entwicklung des Raumes zu fördern, um weitere Arbeitsplätze zu schaffen und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zu verbessern.

2003 Umbau der Innenstadt

Mit der Fertigstellung der Innenstadtumfahrung beginnt der Umbau der Innenstadt unter dem Leitbild der „Renaissance der Zentralität“.

Ab 2005 verkehrsberuhigte Straßen

Umgestaltung der Innenstadt

Die Lebens- und Wirtschaftskraft der Stadt Nagold wurde mit der Umgestaltung der Innenstadt erhalten und weiter gestärkt. Einen wichtigen Faktor spielt dabei die Verkehrsberuhigung in der Marktstraße und auf dem Vorstadtplatz. Ziel der Erneuerung der Kernstadt – es seien an dieser Stelle beispielhaft die ausgewiesenen Sanierungsgebiete genannt – und der Ortskerne in den Stadtteilen ist es, die Stadt als attraktiven, lebenswerten und leistungsfähigen Wohn-, Arbeits- und Freizeitstandort kontinuierlich weiterzuentwickeln.

2008 Bau der Daueranlagen für die Landesgartenschau

Der Bau der Daueranlagen der Landesgartenschau beginnt. Diese werden auch nach 2012 als Teil des Stadtumbaus das Gesicht der Stadt prägen.

Heute

Der Wohnungsbau wird wieder ein zentrales Thema. Ebenso die Entwicklung neuer innerstädtischer Gewerbeflächen und der weitere Umbau der Bestandsquartiere.

Quelle: nagold.de



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