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Alte Historische Fotos und Bilder Neu-Ulm, Bayern
Old historical photos and pictures , Bavaria

Wenn Sie habe Vergessen deine Vergangenheit - Ihr wirst keine Zukunft haben


Wappen Neu-Ulm

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Geschichte von Neu-Ulm, Bayern in Fotos
History of , Bavaria in photos

Eine kleine historische Referenz

Geographie: Neu-Ulm hat 23 amtlich benannte Gemeindeteile, darunter die größeren Ortsteile Offenhausen, Schwaighofen, Ludwigsfeld, Weststadt, Pfuhl, Burlafingen, Steinheim, Finningen, Reutti, Gerlenhofen, Hausen, Jedelhausen und Holzschwang. Das Wiley ist ein Wohn- und Geschäftsviertel im Ortsteil Ludwigsfeld und wird nicht als eigenständiger Ortsteil geführt.

Gründungszeitpunkt:

Einwohner: 57 727

Geschichte:

Sehenswürdigkeiten:

Neu-Ulm. Am Bahnhof, Straßenbahn, Bahnhof-Hotel
Am Bahnhof, Straßenbahn, Bahnhof-Hotel
Neu-Ulm. Augsburger Straße, 1916
Augsburger Straße, 1916
Neu-Ulm. Bahnhof und Königliche Postamt
Bahnhof und Königliche Postamt
Neu-Ulm. Friedenskaserne
Friedenskaserne
Neu-Ulm. Kasino
Kasino
Neu-Ulm. Katholisches Stadtpfarrkirche
Katholisches Stadtpfarrkirche
Neu-Ulm. Katholisches Stadtpfarrkirche
Katholisches Stadtpfarrkirche
Neu-Ulm. Kollmannspark mit Münster
Kollmannspark mit Münster
Neu-Ulm. Ludwigstraße
Ludwigstraße
Neu-Ulm. Marienstraße
Marienstraße
Neu-Ulm. Marienstraße
Marienstraße
Neu-Ulm. Marienstraße
Marienstraße
Neu-Ulm. Marienstraße und Brücke
Marienstraße und Brücke
Neu-Ulm. Maximilianstraße
Maximilianstraße
Neu-Ulm. Panorama von Stadt mit Brücke, 1910
Panorama von Stadt mit Brücke, 1910
Neu-Ulm. Städtische Wasserwerk im Kollmannspark
Städtische Wasserwerk im Kollmannspark

Geschichte

Entstehung Neu-Ulms

Das rechtsseitige Donauufer gehörte bis 1802 zur Reichsstadt Ulm und wurde vielseitig genutzt. Der westliche Teil der in der Donau gelegenen Insel, die als Der Schwal bekannt war und immer noch so genannt wird, war ein Vorwerk der Ulmer Stadtbefestigung und sicherte den Donauübergang. Ihr östlicher Teil, der Schwal, diente als Floß- und Schiffsgelände. Am Donauufer westlich der Insel lagen die Werkstätten der Ulmer Schiffleutezunft, die Schopperplätze. Dort wurden die Ulmer Schachteln gebaut. Neben den Gebäuden der Ulmer Schützen, den Schießhäusern, befanden sich auf dem Gebiet des heutigen Stadtkerns Gärten von Ulmer Bürgern. An die Gärten schloss sich ein schmaler Ackerland-Bereich an, der ins Ulmer Ried mit seinen Weideflächen überging.

Die Neuordnung Europas durch Napoleon wirkte sich auch in Ulm aus. 1802, noch vor der Verkündung des Reichsdeputationshauptschlusses von 1803, verlor die Stadt ihre Unabhängigkeit und wurde dem Kurfürstentum Bayern eingegliedert.

Im Vertrag von Compiègne vom 24. April 1810, der unter maßgeblichem Druck Napoleons zustande kam, wurde zwischen den Königreichen Bayern und Württemberg ein Gebietsaustausch vereinbart. Ein Staatsvertrag zwischen Bayern und Württemberg vom Mai 1810 regelte die Einzelheiten. Bayern trat die Hoheit über die Stadt Ulm und Teile Oberschwabens an Württemberg ab. Die Grenzziehung erfolgte in der Mitte der Donau. Dabei blieben die Insel und die Besitzungen Ulms am rechten Ufer der Donau bei Bayern.

Offiziell bestimmte der bayerische Generalkommissär Karl Ernst Freiherr von Gravenreuth den 22. April 1811 als den Tag, an dem die aus dem ehemals Ulmer Gebiet entstandene Gemeinde „beginnen soll, politisch zu existieren“.

Entwicklung zur Stadt

Zunächst bestand der Ort aus ein paar Gärten, Höfen und Wirtshäusern. Im Ortschaftenverzeichnis von 1888 werden noch das Dorf Ludwigsfeld und die Einöde Gurrenhof separat erwähnt. Ab 1908 gehörte auch die Landgemeinde Offenhausen dazu, mit dem gleichnamigen Dorf und den Einöden Maierhof, Steinhäule und Striebelhof. Anfangs hieß die Kongregation Ulm am rechten Donauufer, 1814 wurde der Name Neu-Ulm erstmals aktenkundig vermerkt. Bis zu den 1830er Jahren hatte sich ein kleiner Siedlungskern ausgebildet.

Der Aufschwung kam erst einige Jahrzehnte später in Gang: 1841 beschloss die Frankfurter Bundesversammlung den Bau der Bundesfestung Ulm mit einem Brückenkopf auf bayerischer Seite. Auf Betreiben König Ludwigs I. wurde die Ortschaft Neu-Ulm in die Festung einbezogen. Von 1844 bis 1857 entstanden die ausgedehnten Festungsanlagen, auf bayerischer Seite nach Plänen von Festungsbaudirektor Major von Herdegen und dessen Nachfolger Ingenieurmajor Theodor Ritter von Hildenbrandt. Der geschlossene innere Ring (Enceinte) wurde als halbes Achteck mit vier geraden Fronten ausgeführt. Zudem wurden drei vorgelagerte Festungswerke erbaut: Werk 12 Schwaighofen, Werk 13 Ludwigsvorfeste und Werk 14 Illerkanal. Neu-Ulm wurde Garnison, es rückten das 12. Infanterieregiment Prinz Arnulf sowie Chevauxlegers und Fußartillerie ein. 1853 wurde Neu-Ulm an die Bayerische Maximiliansbahn nach Augsburg angeschlossen. Nach Fertigstellung der Eisenbahnbrücke über die Donau wurde die Bahnlinie 1854 nach Ulm verlängert und so mit dem Schienennetz der Königlich Württembergischen Staats-Eisenbahnen verbunden. An der Südseite des Bahnhofsgeländes Ulm entstand ein „Bayerischer Bahnhof“. 1857 erhielt der Ort ein Stadtwappen. Von 1857 bis 1860 wurde die katholische Kirche St. Johann Baptist in neuromanischem Stil erbaut. Die evangelische Kirche wurde von 1863 bis 1867 in neugotischem Stil errichtet. Beide wurden als Backsteinbauten ausgeführt. Während der 1840er bis 1860er Jahre wurden zahlreiche Militärbauten errichtet. Dazu zählen der Festungsbauhof („Schirrhof“, 1845–58), die Friedenskaserne („Zwölfer-Kaserne“, 1860–67), die Chevauxlegers-Kaserne (1865–67), das Garnisonslazarett (1862–66), vom Proviantamt die Militärbäckerei 2 (1849) und die Magazine I (1852–54, gleichzeitig Militärbäckerei 1), II (1861–62) und III (1863–64) und das Kriegsspital (1850–54), das 1873 zur Artilleriekaserne wurde, außerdem das Offizierskasino an der Maximilianstraße. 1869 erfolgte die Verleihung des Stadtrechts durch König Ludwig II.

Ausbau der Stadt

Im Jahr 1885 wurde der Jurist Josef Kollmann Erster Bürgermeister. Es begann der Aufbau der kommunalen Einrichtungen, die Grundlage für die weitere Entwicklung der Stadt waren: 1887 wurde das städtische Krankenhaus errichtet, 1889 das Schlachthaus. 1891 wurde Neu-Ulm zur Stadt erster Klasse erhoben und damit kreisfrei. Ab 1897 verband eine Straßenbahnlinie die Bahnhöfe von Ulm und Neu-Ulm. Die Inbetriebnahme des Wasserturms im Jahr 1900 sicherte die städtische Wasserversorgung; der Turm entwickelte sich rasch zum Wahrzeichens der Stadt. 1906 durften endlich die Festungsmauern durchbrochen werden, Neu-Ulm konnte sich ausdehnen. 1907 wurde freies Gelände im Südosten des Stadtgebiets mit einem Industriegleis erschlossen. Durch Ansiedlung von Fabriken entwickelte sich daraus das Neu-Ulmer Industriegebiet. 1908 wurde Offenhausen (wieder) eingemeindet. Bei der Entfestigung 1909/1910 wurden die Festungsanlagen von der Bahnhofstraße bis zum Augsburger Tor geschleift. Auf den frei gewordenen Flächen ließ die Stadtverwaltung die Zentralschule und Wohnhäuser errichten. Das Augsburger Tor und der Donauanschluss blieben zunächst erhalten. Vor dem Tor entstand stadtseitig ein Platz, der den Namen Augsburger-Tor-Platz erhielt. 1912 wurde die neue Donaubrücke, die Gänstorbrücke, eingeweiht. Sie dient als direkte Verbindung zwischen den östlichen Ortsteilen von Neu-Ulm und Ulm und entlastet dadurch die Herdbrücke.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Garnison Neu-Ulm aufgelöst. 2.500 Verbraucher der ehemaligen Garnison fielen weg. Dies erforderte für die einseitig auf das Militär ausgerichtete Wirtschaft Neu-Ulms eine Neuorientierung. Binnen weniger Jahre hatte Neu-Ulm den Verlust der Garnison verkraftet. Es ging spätestens ab 1925 kontinuierlich wirtschaftlich aufwärts, hatte doch schon im 19. Jahrhundert Bürgermeister Kollmann die Weichen für den Aufbruch ins Industriezeitalter gestellt. Die bayerische Seite besaß gegenüber dem württembergischen Ulm eine weit bessere Versorgungslage in allen Belangen, kam allenfalls in Schwierigkeiten durch das württembergische „Hamsterwesen“. (Damals kostete ein Ei in Neu-Ulm neun Pfennig weniger als in Ulm, ein Liter Milch war in Neu-Ulm um 16 Pfennige billiger zu haben.) Neu-Ulm überstand den politischen Umbruch nach dem Ersten Weltkrieg mit dem Übergang zur Republik relativ problemlos, ebenso die Einquartierung Hunderter von Flüchtlingen. 1919 und in den Folgejahren überstieg die Nachfrage nach ausgebildeten Handwerkern stets die Zahl der Stellengesuche. Nach 1920 schnellte die Zahl der Industrie-Ansiedlungen schlagartig nach oben. Plötzlich wirkte sich der Abzug der Soldaten sogar positiv aus. Frei werdende Gelände, die zahlreich vorhandenen Gleise und fast unbeschränkte Erweiterungsmöglichkeiten übten eine große Anziehungskraft aus. Die Stadtspitze (Oberbürgermeister Nuißl) wusste die Chancen zu nutzen. Die Bevölkerung wuchs weiter, der wirtschaftliche Umbruch wurde bewältigt. Neu-Ulm war eine wohlhabende Stadt.

In den 1930er Jahren wurde Neu-Ulm wieder Garnison. In der Zeit des Nationalsozialismus entstand ab 1934 an der Ecke Reuttier-/Finninger Straße die Reinhardt-Kaserne. Dort wurde das Pionierbataillon 45 stationiert. An der Memminger Straße entstand ab 1936 die Ludendorff-Kaserne. Dort wurden Teile des 5. Artillerie-Regimentes untergebracht. Für beide Kasernenbauvorhaben hatte sich die Stadt heftig beworben. 1937 übernahm die Luftwaffe den Flugplatz im Ortsteil Schwaighofen und baute ihn zu einem Einsatzhafen II. Ordnung aus.

Zwischen den beiden Weltkriegen musste sich Neu-Ulm nachdrücklicher Eingemeindungsbestrebungen von Seiten Ulms erwehren. Es war dem Geschick des langjährigen Neu-Ulmer Oberbürgermeisters (1919 bis 1945) und späteren Ehrenbürgers Nuißl zu verdanken, dass der NSDAP-Oberbürgermeister Ulms, Friedrich Foerster, selbst mit ideologischer Argumentation („der Fortbestand des gegenwärtigen Zustands hat im nationalsozialistischen Staate jeden Sinn verloren“) scheiterte. Die wirtschaftliche Entwicklung Neu-Ulms reizte die Ulmer zum Annektieren und Wiedervereinen. Der bürgerlich-konservative Nuißl taktierte und antichambrierte so erfolgreich, dass Neu-Ulm selbstständig blieb. So heißt es aus Ulmer Sicht in der Schlussbemerkung einer zusammenfassenden Darstellung zum Verhältnis Ulm/Neu-Ulm vom 10. Juli 1948 unter anderem: „Zu allen Zeiten hat Neu-Ulm verstanden, aus Ulm herauszuholen, was nur möglich war. Das war schon während der Zeit Kollmanns so und erst recht während der Zeit Nuißls.“

Im Verlauf des Zweiten Weltkrieges wurde Neu-Ulm immer häufiger Ziel von Luftangriffen der alliierten Streitkräfte, weil sich hier einige wichtige Industriebetriebe befanden. Am 16. März 1944 erfolgte der erste Luftangriff auf den Neu-Ulmer Bahnhof. Am 1. März 1945 (Mission 857) waren in England 1228 Bomber und 488 Jagdmaschinen gegen süddeutsche Städte gestartet. Bei dem Großangriff auf Ulm mit 420 B-17-Bombern wurden zwischen 13.17 und 13:46 Uhr auch Teile von Neu-Ulm getroffen. Was noch nicht zerstört worden war, fiel dem letzten, verheerenden Angriff am 4. März 1945 (Mission 863) zum Opfer. Die Bombardierung durch 357 B-17-Bomber dauerte von 10.02 bis 11:04 Uhr und traf auch den Pfuhler Westen. Neu-Ulm wurde durch Spreng- und Brandbomben sowie dem anschließenden Flächenbrand zu 80 Prozent zerstört: 43 Prozent der Wohnhäuser, 86 Prozent der gewerblichen Bauten und ganze Straßenzüge. Alle Brücken über die Donau und somit die Verbindung zwischen Neu-Ulm und Ulm wurden auf der Grundlage des Nero-Befehls durch die Wehrmacht gesprengt. In den folgenden Wochen, bis zum Einmarsch von Kampftruppen der 3. US-Armee am 24. April 1945, fanden immer wieder vereinzelte Luft- und Tieffliegerangriffe mit Bordwaffenbeschuss statt. 169 Männer und 125 Frauen aus Neu-Ulm verloren während des Bombenhagels ihr Leben. Insgesamt waren 757 Männer der Stadt in den Kriegswirren gefallen oder als vermisst gemeldet worden. Rund 5000 Menschen wurden während des Kriegs in das Umland evakuiert. Am Ende lebten nur noch 9590 Menschen in Neu-Ulm. Vor Kriegsbeginn waren es 14.571.

Die Stadt stand vor einem Neuanfang – sie gehörte zu den am stärksten zerstörten Städten in Bayern. Viele Vertriebene fanden in Neu-Ulm eine neue Heimat. Überlegungen für einen völligen Neubau der Stadt wurden fallen gelassen. Es fehlten vor allem die Mittel dazu.

Im Jahr 1951 rückten wieder Soldaten in die Stadt ein: die US Army. Aus der ehemaligen Reinhardt-Kaserne wurden die Nelson-Barracks und aus der Ludendorff-Kaserne die Wiley-Barracks. Von 1952 bis 1956 entstand für die Soldaten und ihre Angehörigen an der Ringstraße ein Wohngebiet, die Vorfield Housing Area. 1983 wurden auf dem Areal der Amerikaner Pershing-II-Raketen stationiert, samt den dazugehörigen atomaren Sprengköpfen. Neu-Ulm war das eine Ende der Menschenkette, die u. a. über Mutlangen führte, mit der tausende Friedensdemonstranten gegen die Stationierung protestierten. Fast 40.000 Menschen nahmen am abschließenden Protestkonzert auf dem Volksfestplatz in der Nähe der Wiley-Kaserne teil.

Im Zuge der Truppenreduzierung nach der deutschen Wiedervereinigung nach dem Ende des Kalten Krieges wurde die US-Garnison 1991 abgezogen. Der Abzug der Amerikaner machte Neu-Ulm wieder militärfrei und hatte ähnliche Folgen wie der Verlust der Garnison nach dem Ersten Weltkrieg, sowohl in wirtschaftlichem Sinne als auch durch die Hinterlassenschaften. Arbeitsplätze (Zivilbedienstete) und Konsumenten fielen weg, ganze Wohnsiedlungen (Vorfeld) wurden frei. Dies eröffnete Möglichkeiten, barg aber auch Gefahren. So hatte das schnelle Zuweisen der früheren Soldatenwohnungen vor allem an Spätaussiedler (aus der früheren Sowjetunion) zur Folge, dass in bestimmten Bereichen (zum Beispiel im Vorfeld) soziale Brennpunkte entstanden.

1999 war Neu-Ulm stark vom Pfingsthochwasser betroffen, als Iller und Donau die gesamte Innenstadt westlich des Marktplatzes überfluteten. Das erst ein Jahr vorher eröffnete Atlantis-Freizeitbad versank ebenfalls in den Fluten. Die Stadt baut seit einigen Jahren an einem verbesserten Hochwasserschutz.

Städtebaulich gilt es, die ehemaligen Kasernengebiete in die Stadt zu integrieren. In umgebauten Gebäuden der ehemaligen Nelson-Kaserne sind das Finanzamt und die Polizei Neu-Ulm untergebracht. Das Areal der amerikanischen Wiley-Kaserne wurde zum neuen Neu-Ulmer Viertel Wiley und beherbergt nun Wohn- und Gewerbeflächen. Ein Teil der Kasernengebäude bleibt erhalten – die Offiziersunterkünfte werden als Studentenwohnheime genutzt. Das ehemalige Offizierskasino am Donauufer ging in den Besitz der Stadt Neu-Ulm über und wurde an einen privaten Gaststättenbetreiber verpachtet. Außerdem entstand im Wiley der Neubau der Hochschule Neu-Ulm. Der erste Spatenstich fand 2006 statt.

Verwaltungsorganisation

Am 1. Januar 1908 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Offenhausen nach Neu-Ulm eingegliedert. Am 1. Juli 1972 kam ein Teil der Gemeinde Gerlenhofen hinzu. In den folgenden Jahren wurden Finningen am 1. Juli 1975, Hausen am 1. April 1976 sowie Holzschwang, Pfuhl mit dem am 1. Juli 1972 eingemeindeten Burlafingen und dem am 1. Januar 1976 eingemeindeten Steinheim sowie Reutti am 1. Juni 1977 eingegliedert. Dadurch vergrößerte sich die Stadt auf die heutige Fläche von etwa 80 Quadratkilometern.

Neu-Ulm war bis zum 1. Juli 1972 eine kreisfreie Stadt, dann wurde es im Zuge der Gebietsreform in Bayern mit dem Landkreis Neu-Ulm zusammengefasst und zur Großen Kreisstadt erhoben. Am 26. Juli 2017 beschloss der Neu-Ulmer Stadtrat, einen Antrag zum Austritt der Kreisstadt aus dem Landkreis Neu-Ulm auszuarbeiten. Am 21. März 2018 entschied der Neu-Ulmer Stadtrat mit 32 zu 10 Stimmen, den Antrag auf Kreisfreiheit zu stellen. Der beabsichtigte Austritt wird sowohl in lokalen als auch in überregionalen Medien als Nuxit bezeichnet. Für einen Austritt ist die Zustimmung der Bayerischen Staatsregierung und des Bayerischen Landtags erforderlich. Gegen die geplante Trennung vom Landkreis hat sich die Bürgerinitiative „NUXIT? So geht’s net!“ gebildet. Mit einem am 19. April 2018 eingereichten Bürgerbegehren soll der Beschluss gestoppt werden. Das Bayerische Innenministerium lehnte den Antrag auf Kreisfreiheit am 4. Juni 2019 ab.

Verkehrsprojekt Neu-Ulm 21

Das 2003 begonnene Projekt Neu-Ulm 21 wurde am 24. November 2007 offiziell fertiggestellt. Im Zusammenhang damit entstand ein neuer Bahnhof; die Zahl der Gleise wurde auf vier reduziert, und diese wurden in einem Trog neu verlegt. Ein zentraler Umsteigepunkt (ZUP) bindet den Zugverkehr an den kommunalen öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) an. Durch den Umbau des Bahnhofs Neu-Ulm (Projekt Neu-Ulm 21) steht nach der Ausrichtung der Landesgartenschau 2008 eine unbebaute Fläche von etwa 18 ha zur städtebaulichen Entwicklung der Neu-Ulmer Innenstadt zur Verfügung. Auf den der Innenstadt zugewandten Flächen nördlich der Bahn sollte bis Ende 2010 das Einkaufszentrum Glacis-Galerie mit rund 25.000 m² Verkaufsfläche entstehen, der Baubeginn erfolgte jedoch erst 2013, die Eröffnung fand am 19. März 2015 statt. Die übrigen Flächen beiderseits der neuen Bahntrasse werden für innenstadtnahen Wohnungsbau genutzt.

Quelle: de.wikipedia.org



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