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Alte Historische Fotos und Bilder Neunkirchen, Saarland
Old historical photos and pictures Neunkirchen, Saarland

Wenn Sie habe Vergessen deine Vergangenheit - Ihr wirst keine Zukunft haben


Wappen Neunkirchen

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Geschichte von Neunkirchen, Saarland in Fotos
History of Neunkirchen, Saarland in photos

Eine kleine historische Referenz

Geographie: Stadtteile:

Furpach, Hangard, Heinitz, Kohlhof, Ludwigsthal, Münchwies, Neunkirchen, Sinnerthal, Wellesweiler, Wiebelskirchen

Gründungszeitpunkt:

Einwohner: 46 816

Geschichte:

Sehenswürdigkeiten:

Neunkirchen. Bahnhofstraße, 1919
Bahnhof- und Wellesweilerstraße, 1919
Neunkirchen. Bahnhofstraße
Bahnhofstraße
Neunkirchen. Bahnhofstraße
Bahnhofstraße
Neunkirchen. Bergmann Lazarett, 1919
Bergmann Lazarett, 1919
Neunkirchen. Brückenstraße, 1919
Brückenstraße, 1919
Neunkirchen. Evangelische Krankenhaus, 1914
Evangelische Krankenhaus, 1914
Neunkirchen. Goethestraße, 1918
Goethestraße, 1918
Neunkirchen. Hütten Lazarett, 1919
Hütten Lazarett mit Ungeburg, 1919
Neunkirchen. Hüttenbergstraße, 1963
Hüttenbergstraße, 1963
Neunkirchen. Hüttenbergstraße, 1963
Hüttenbergstraße, 1963
Neunkirchen. Kaiser Wilhelm Denkmal, 1919
Kaiser Wilhelm Denkmal, 1919
Neunkirchen. Katholische Kirche, 1918
Katholische Kirche, 1918
Neunkirchen. Katholische Marien-Kirche
Katholische Marien-Kirche
Neunkirchen. Konvikt, 1919
Konvikt, 1919
Neunkirchen. Panorama der Stadt, 1919
Panorama der Stadt, 1919
Neunkirchen. Panorama von Stadt, 1918
Panorama von Stadt Straße mit Brücke, 1918
Neunkirchen. Grube, 1919
Heinitz - Grube, 1919
Neunkirchen. Stummdenkmal
Stummdenkmal mit Hochöfen
Neunkirchen. Stummdenkmal, um 1920
Stummdenkmal mit Hochöfen, um 1920
Neunkirchen. Stummplatz
Stummplatz bis zur alten Bliesbrücke
Neunkirchen. Stummstraße, 1919
Stummstraße, 1919
Neunkirchen. Turn- und Festhalle, 1916
Turn- und Festhalle, 1916
Neunkirchen. Wiesenstraße, 1930
Wiesenstraße, 1930
Neunkirchen. Wilhelmstraße mit Kasino, 1919
Wilhelmstraße mit Kasino, 1919

Geschichte

Bereits in vorgeschichtlicher Zeit wurde im Stadtteil Heinitz auf dem Riedberg im Flöz Tauentzien Kännelkohle/Gagat abgebaut, so in der Hallstattzeit (700–450 v. Chr.) und Römerzeit (3. Jhd. n. Chr.). Dieser deutschlandweit älteste Steinkohlebergbau ist heute noch an einem Pingenzug und dem Gedenkstein „An der Keltengrube“ unweit der Straße von Elversberg nach Heinitz erkennbar. Der Stadtteil Wiebelskirchen wurde im Jahr 765 zum ersten Mal in einer Urkunde erwähnt. „Wiebelskirchen“ ist damit im Saarland die älteste nachgewiesene christliche Ortsbezeichnung. Die erste urkundliche Nennung Neunkirchens stammt aus dem Jahre 1281. Fast das gesamte Stadtgebiet gehörte zum Fürstentum Nassau-Saarbrücken. Das Fürstenhaus errichtete in der waldreichen Gegend nacheinander zwei Schlösser, die heute verschwunden sind. Das ab 1575 errichtete Renaissanceschloss am Oberen Markt wurde 1752 abgetragen; der im gleichen Jahr begonnene Neubau Schloss Jägersberg wurde während der Koalitionskriege ruiniert.

1593 wurde im Bliestal das Neunkircher Eisenwerk errichtet, das die Geschicke des Ortes maßgeblich prägte. Johann Wolfgang von Goethe, der 1770 Neunkirchen als Student bereiste, beschreibt in Dichtung und Wahrheit die malerische Lage des Ortes, das Schloss Jägersberg und die Eisenverhüttung.

Die Industrialisierung Neunkirchens war eng verbunden mit der Montanunternehmerfamilie Stumm. Am 22. März 1806 übernahmen die Gebrüder Stumm das Neunkircher Eisenwerk. In der Frühzeit der Industrialisierung wurden ab 1820 durch die Grube König Steinkohlevorkommen erschlossen, die gemeinsam mit den im nahen Lothringen gefundenen Eisenerzen (Minette) zur Entstehung einer bedeutenden Eisenindustrie am Standort Neunkirchen führten. Unter Carl Ferdinand von Stumm-Halberg stieg das Unternehmen zu einem Marktführer der eisenschaffenden Industrie auf.

Die Familie Stumm verwaltete ihren Besitz lange Zeit als von Neunkirchen abgetrennte eigene Gemeinde Niederneunkirchen. Während der Selbstständigkeit Niederneunkirchens wurde Neunkirchen auch Oberneunkirchen genannt. Durch Vertrag vom 19. Dezember 1921 schlossen sich die vier Gemeinden Kohlhof, Neunkirchen, Niederneunkirchen und Wellesweiler zu einer Gemeinde zusammen, der vier Tage später mit Wirkung vom 1. April 1922 Stadtrechte verliehen wurden.

Obwohl Neunkirchen eine große Arbeiterbevölkerung hatte, konnten Sozialdemokratie und sozialistische Bewegung hier bis 1918 kaum Fuß fassen. Jedoch kam es in der Novemberrevolution 1918 zur Bildung eines Arbeiterrates. Die Rote Fahne wurde auf dem Rathaus gehisst, und der Rat übernahm zeitweise die Macht in der Stadt, kümmerte sich jedoch im weiteren Verlauf vor allem um die Lebensmittelversorgung.

Während des Völkerbund-Mandats über das Saargebiet (1920–1935) bestand in Neunkirchen eine Domanialschule.

Am 10. Februar 1933 explodierte ein Gasometer nahe beim Eisenwerk. 68 Menschen starben und 190 wurden verletzt. Auf dem Hauptfriedhof Scheib wurde für die Opfer ein Sondergrabfeld angelegt. Viele Häuser wurden unbewohnbar, ein neues Schulhaus wurde fast völlig zerstört. Es gab bald Sonderbriefmarken, mit denen für die Opfer gesammelt wurde, das Rote Kreuz half beim Bau einer Siedlung am heutigen Storchenplatz für die beim Unglück obdachlos Gewordenen.

Am 15. März 1945 wurden bei einem Bombenangriff große Teile der Innenstadt zerstört.

Der Niedergang der Schwerindustrie in den siebziger Jahren traf Neunkirchen schwer. Bereits 1968 schloss die letzte Kohlengrube. Als 1982 das Eisenwerk geschlossen wurde (lediglich die Walzstraße wurde weiter betrieben), führte die Stadt eine Weile die deutsche Arbeitslosenstatistik an. Auch die frühere Bedeutung Neunkirchens als Eisenbahnknotenpunkt ist nach der Teilstillegung des Rangierbahnhofes zurückgegangen.

Teile des ehemaligen Eisenwerks sind noch als Industriedenkmal „Altes Hüttenareal“ erhalten.

Ende der 1980er Jahre wurde mit dem Bau des Saarpark-Centers auf der Industriebrache des Eisenwerks die Neunkircher Innenstadt stark verändert. Die Einweihung fand 1989 statt. Mit bis zu 25.000 Besuchern an normalen Tagen und bis zu 50.000 in der Weihnachtszeit ist es das bestbesuchte Einkaufscenter im Saarland.

Seit April 2012 nennt sich die Stadt Neunkirchen selbst „Musicalstadt Neunkirchen“. Den Anstoß dazu gab Oberbürgermeister Jürgen Fried. Er bezeichnete das Musicalprojekt Neunkirchen, das im Dezember 2002 entstanden war, als Alleinstellungsmerkmal der Stadt. Durch den großen Erfolg etablierte sich das Thema Musical in Neunkirchen, und das Projekt wurde zur Säule, auf der sich das Konzept der Musicalstadt aufbaute. Ein weiteres Standbein wurde durch die Neunkircher Musicalschule geschaffen, die 2010 neben der bereits vorhandenen Musikschule eröffnet wurde.

Eingemeindungen

1922 wurden die bis dahin eigenständigen Gemeinden Kohlhof (mit Furpach), Niederneunkirchen und Wellesweiler eingegliedert; am 1. Januar 1974 außerdem die Gemeinden Hangard, Münchwies und Wiebelskirchen. Gleichzeitig kamen Gebietsteile von Bexbach (Ludwigsthal, Haseler Mühle, Hirschbergsiedlung), Kirkel-Neuhäusel (Eschweilerhof), Limbach (Bayerisch Kohlhof) und Spiesen (Menschenhaus) hinzu.

Ausgliederungen

Gegen die Abtretung Bayerisch Kohlhofs und des Eschweilerhofes hatten die neue Gemeinde Kirkel wie auch die früheren Gemeinden Kirkel-Neuhäusel bzw. Limbach beim Verfassungsgerichtshof des Saarlandes Verfassungsbeschwerde eingelegt. Diese wurde jedoch durch das Urteil vom 17. November 1975 verworfen. Nachdem die Regierung des Saarlandes im Jahr 1979 angekündigt hatte, die strittigen Neugliederungsmaßnahmen noch einmal zu überprüfen, kam es im Februar 1980 zu großen Bemühungen der Gemeinde Kirkel, die abgetretenen Gebiete zurückzugewinnen. Die Stadt Neunkirchen war zu Verhandlungen nicht bereit. Am 10. Mai 1983 erließ die Regierung des Saarlandes eine Rechtsverordnung zur Umgliederung der bewohnten Teile des Bayerischen Kohlhofes in die Gemeinde Kirkel. Die Stadt Neunkirchen ging dagegen gerichtlich vor und bekam am 30. Januar 1984 Recht, denn der Verfassungsgerichtshof gab der Klage statt. Somit verblieb das strittige Gebiet bei Neunkirchen. Schließlich erließ der Landtag des Saarlandes am 23. Januar 1985 ein Gesetz, mit dem die bewohnten Teile der Siedlung Bayerischer Kohlhof mit Wirkung vom 1. April 1985 endgültig der Gemeinde Kirkel zugesprochen wurden. Das Gebiet kam zum Ortsteil Limbach.

Quelle: de.wikipedia.org



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