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Alte Historische Fotos und Bilder Nohfelden, Saarland
Old historical photos and pictures Nohfelden, Saarland

Wenn Sie habe Vergessen deine Vergangenheit - Ihr wirst keine Zukunft haben


Wappen Nohfelden

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Geschichte von Nohfelden, Saarland in Fotos
History of Nohfelden, Saarland in photos

Eine kleine historische Referenz

Ortsteile:

Bosen, Eckelhausen, Eisen, Eiweiler, Gonnesweiler, Mosberg-Richweiler, Neunkirchen, Nohfelden, Selbach, Sötern, Türkismühle, Walhausen, Wolfersweiler

Bosen und Eckelhausen bilden einen gemeinsamen Gemeindebezirk Bosen/Eckelhausen.

Nohfelden ist eine Nationalparkgemeinde im Nationalpark Hunsrück-Hochwald.

Gründungszeitpunkt:

Einwohner: 10 013

Geschichte:

Sehenswürdigkeiten:

Nohfelden - Panorama von Ortsstraße
Nohfelden - Panorama von Ortsstraße
Nohfelden - Panorama von Ortsstraße mit Gebäuden
Nohfelden - Panorama von Ortsstraße mit Gebäuden
Panorama von Luftkurort Nohfelden
Panorama von Luftkurort Nohfelden
Panorama von Nohfelden, 1918
Panorama von Nohfelden, 1918
Panorama von Nohfelden und brücke, um 1950er Jahre
Panorama von Nohfelden und brücke, um 1950er Jahre
Panorama von Nohfelden, Luftaufnahme
Panorama von Nohfelden, Luftaufnahme
Nohfelden. Türkismühle - Panorama von Station, um 1953
Türkismühle - Panorama von Station, um 1953
Nohfelden. Walhausen - Panorama von Orts, um 1963
Walhausen - Panorama von Orts, um 1963

Geschichten Ortsteile

Bosen-Eckelhausen

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes als „Busena“ stammt aus dem Jahr 978. Von 1817 bis 1937 gehörte Eckelhausen zum oldenburgischen Fürstentum Birkenfeld.

Im Rahmen der saarländischen Gebiets- und Verwaltungsreform wurden die beiden bis dahin eigenständigen Gemeinden Bosen und Eckelhausen am 1. Januar 1974 zusammen mit elf weiteren Gemeinden der Gemeinde Nohfelden zugeordnet.

Der 1979 angestaute Bostalsee ist heute ein überregional bekanntes touristisches Zentrum, das jede Saison zahlreiche Besucher anzieht. Am Nordufer des Sees befindet sich ein Kulturzentrum in der Bosener Mühle, die bis 1930 als Getreidemühle für die Umgebung diente. In unmittelbarer Nähe befindet sich ein Campingplatz mit 14 ha Gesamtfläche, darüber hinaus gibt es mehrere gastronomische Betriebe in Bosen. Seit Sommer 2013 gibt es am Ufer des Bosttalsees einen Center Parc.

Am Zubringer zur A 62 außerhalb von Eckelhausen befindet sich ein Industriegebiet, wo mehrere Firmen aus der holz- bzw. metallverarbeitenden Industrie ihren Sitz haben.

Eisen

Erstmals urkundlich erwähnt wird der Ort 1334. Die Ortschaft gehörte zur Grafschaft Sponheim, bevor er dem Amt Nohfelden und damit der Grafschaft Zweibrücken zugeordnet wurde. Vermutlich wegen der verkehrsgünstigen Lage hatte der Ort unter zahlreichen Kriegsereignissen zu leiden. Im 17. Jahrhundert war der Ort völlig verlassen, bevor er 1650 durch einen Velten Feist aus Nohfelden wieder bewohnbar gemacht wurde.

Von 1817 bis 1937 gehörte Eisen zum oldenburgischen Fürstentum Birkenfeld.

Nördlich von Eisen befand sich die inzwischen stillgelegte Schwerspatgrube „Korb“. 1971 kam es dort zu einem Gesteinsbruch, bei dem in 129 Metern Tiefe vier Bergleute starben.

Am 1. Januar 1974 wurde Eisen in die Gemeinde Nohfelden eingegliedert.

Eiweiler

Nördlich von Eiweiler verläuft eine Römerstraße, die auf frühe Besiedlung des Gebietes hinweist. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1218 – Iwilre wird hier als Eigentum des Simon von Montclair aufgeführt. Ein schriftliches Zeugnis von 1308 weist die Namensform Eywilre auf. Die Kirche und Pfarrei wurden 1330 im Landkapitel von Merzig, das zum Erzbistum Trier gehörte, erwähnt. Ab 1375 gehörte Eiweiler zur Herrschaft Schwarzenberg und später zu Dagstuhl. 1817 wurde es dem Fürstentum Birkenfeld zugeschlagen, um die gewünschte Zahl von 20.000 Einwohnern vollzumachen.

Am 1. Januar 1974 wurde Eiweiler in die Gemeinde Nohfelden eingegliedert.

Lange war der Ort sehr abgeschieden; erst 1886 wurde ein Weg, der über die Wasserscheide zwischen Nahe und Prims führte, angelegt, und fast weitere hundert Jahre später erst wurde dieser Weg in eine Fahrstraße umgewandelt. Vor dieser Änderung war Eiweiler nur von Primstal her erreichbar.

Gonnesweiler

Das Dorf war bis zum Ende des 18. Jahrhunderts der Hochgerichtsbarkeit Neunkirchen zugeordnet, die Mühle am rechten Naheufer unterstand dagegen dem Gericht in Wolfersweiler. Beide Bereiche gehörten zum Herzogtum Pfalz-Zweibrücken. Als Teil des Hochgerichts Neukirchen wechselte das Lehen durch die Jahrhunderte vielfach den Besitzer. Seit 1794 war der Ort unter französischer Besatzung. Ab 1801 gehörte die Gemeinde zur Mairie Neunkirchen im Kanton Wadern, der Teil des Arrondissements Birkenfeld im Saardepartement war. 1817 bis 1918 gehörte der Ort zum Fürstentum Birkenfeld als Exklave des Großherzogtums Oldenburg. Nach dem Ersten Weltkrieg von 1918 bis 1937 wurde das Fürstentum Birkenfeld als Landesteil Birkenfeld vom Freistaats Oldenburg verwaltet. Ab 1937 gehörte der Ort zum preußischen Landkreis Birkenfeld. Seit 1946 gehört Gonnesweiler zum saarländischen Landkreis Sankt Wendel. Am 1. Januar 1974 wurde Gonnesweiler im Zuge der Gebietsreform ein Teil der Gemeinde Nohfelden.

Herzog Karl II. August von Zweibrücken ließ Ende des 18. Jahrhunderts das bestehende Schloss für seine Mätresse Caroline Augusta Freiin Gayling von Altheim (1748–1823), spätere Freifrau von Esbeck, restaurieren. Wenige Jahre nach der Fertigstellung wurde es aber von französischen Revolutionstruppen verwüstet, danach versteigert und abgerissen. Der Flurname Schloss erinnert an diese Episode.

• Das östliche Ufer des Bostalsees mit seinen Freizeitmöglichkeiten liegt auf dem Gebiet des Ortsteils Gonnesweiler.

• Der Barockaltar in der Pfarrkirche von Gonnesweiler stammt aus einer Kapelle, die 1970 abgerissen wurde.

• Der jüdische Friedhof wurde wahrscheinlich erst um 1800 angelegt. Während der NS-Zeit wurde er geschändet und zerstört. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er wieder hergerichtet. Als Folge der Zerstörungen sind von den 60–70 Gräbern nur noch 21 zu sehen.

• Das Jagdhaus Bocksborn wurde 1894 von dem Saarbrücker Ingenieur Fritz von Rexroth am Silberberg bei Gonnesweiler für sich und seine Jagdgäste erbaut. Bei der Bevölkerung ist es heute als „Jagdschlösschen“ bekannt.

Mosberg-Richweiler

Mosberg wird zum ersten Mal, in einem Kaufvertrag von 1317, unter dem Namen Moysberg erwähnt. Beide Dorfteile gehörten in historisch Zeit, sowohl von der Hochgerichtsbarkeit auch Kirchenrechtlich zu Wolfersweiler. Das Dorf wird 1790 als eine Gemeinde mit 35 zweibrückischen Familien genannt. Während der Zugehörigkeit des Saarlandes zu Frankreich wurde es von der Mairie Walhausen im Saardepartement verwaltet. Von 1817 bis 1937 gehörte Mosberg-Richweiler zum oldenburgischen Fürstentum Birkenfeld im Amt und Bürgermeisterei Nohfelden.

Innerhalb der Gemarkung von Mosberg-Richweiler wurde bis zum Jahr 1750 Kupfer geschürft, welches in Nohfeld verarbeitet wurde. Der Flurname Kupferkaul erinnert noch an diese Zeit. Hinweise auf eine frühgeschichtliche Besiedlung geben Fundstücke aus dem Latène und der Römerzeit.

Am 1. Januar 1974 wurde Mosberg-Richweiler in die Gemeinde Nohfelden eingegliedert.

Neunkirchen/Nahe

Von 1817 bis 1937 gehörte Neunkirchen zum oldenburgischen Fürstentum Birkenfeld.

Am 1. Januar 1974 wurde die Gemeinde Neunkirchen/Nahe in die Gemeinde Nohfelden eingegliedert.

Nohfelden

Die Reste eines Ringwalles an der Grenze zu Rheinland-Pfalz geben Hinweise darauf, dass der Ort bereits vor Gründung der Burg frühgeschichtliche Bedeutung hatte. Im Zusammenhang mit der Errichtung der Burg taucht 1286 der Name Nauelden auf, wobei das „u“ eine Verschreibung darstellen dürfte und als „v“ gelesen werden muss. Somit hat der Ort nach Angaben des Bauherren Wilhelm Bossel II. vom Stein damals schon bestanden.

Einen ersten wirtschaftlichen Aufschwung erlebte Nohfelden um 1600, als unter Herzog Wolfgang von Pfalz-Zweibrücken eine Kupfer- und Bleischmelze errichtet wurde. Die benötigten Kupfererze wurden in Mosberg, Walhausen und Wolfersweiler abgebaut.

Von 1817 bis 1937 gehörte Nohfelden zum oldenburgischen Fürstentum Birkenfeld. Der Ort war Amtsort von Amt und Bürgermeisterei Nohfelden.

Selbach

Das Dorf gehörte in historischer Zeit, sowohl von der Hochgerichtsbarkeit auch kirchenrechtlich, zu dem benachbarten Ort Neunkirchen. Selbach mit dem ursprünglich zu Theley gehörenden Hofgut Imsbach gehörten von 1817 bis 1937 zum oldenburgischen Fürstentum Birkenfeld. Das Hofgut Imsbach verblieb nach 1937 bei Selbach und kam am 1. Januar 1974 im Zuge der Gebiets- und Verwaltungsreform zur Gemeinde Tholey, zu welcher nun der Ortsteil Theley gehörte, zurück. Selbach wurde ein Teil der Gemeinde Nohfelden.

Sötern

Das Dorf Sötern (um 1180 Shotere, 1256 Sothere, 1342 Sotern) war der Hauptort der im 13. Jahrhundert entstandenen Herrschaft Eberswald, die stets unter der Oberlehnsherrschaft der Kurfürsten und Erzbischöfe von Trier stand. Lehnsträger waren zunächst die Edelherren von Vinstingen, Linie Schwanenhals. Nach deren Aussterben 1467 fiel die Herrschaft an die Erbtochter Barbara, die mit einem Grafen von Mörs-Saarwerden verheiratet war. Sie wiederum vererbte die Herrschaft an ihre Tochter, die mit dem Wild- und Rheingrafen von Kyrburg verheiratet war. Dessen Nachkommen blieben die Lehnsträger bis zur Französischen Revolution.

Die Lehnsträger gaben die Herrschaft Eberswald immer als Afterlehen weiter. 1398 ist Nikolaus Mohr von Sötern im Besitz der Herrschaft. Die Junker Mohr von Sötern hatten in Sötern eine Burg, die im Jahre 1381 urkundlich erwähnt wird. Die Gräfin Barbara von Saarwerden belehnte 1489 ebenfalls die Mohr von Sötern mit dem dabei so genannten Hochgericht Sötern; ihr Enkel, der Wild- und Rheingraf, erneuerte 1515 die Belehnung.

Nach dem Aussterben der Mohr von Sötern 1521 gelangte die Herrschaft über die beiden Erbtöchter an die Herren von Hagen.

Letztere wurde 1575 von den Vögten von Hunolstein und den Herren Landschad von Steinach beerbt. Diese kauften im gleichen Jahre den Anteil von Schwazenberg auf. Nachdem die Landschad von Steinach ausgestorben waren, ging auch dieser Teil auf die Vögte von Hunolstein über, die damit die gesamte Herrschaft Eberswald wieder in einer Hand vereinigten. Unter den Vögten von Hunolstein wird anstelle der verfallenen Wasserburg ein neues Barockschloss erbaut.

Als 1716 die Vögte von Hunolstein der Linie Sötern ausstarben, folgten die testamentarisch als Erben eingesetzten, in weiblicher Linie verwandten Freiherren (1764 Grafen) Eckbrecht von Dürckheim, die die Herrschaft Eberswald bis zur Französischen Revolution behielten.

Das frühere Dorf Obersötern und der unweit davon gelegene Hof Haupenthal gehörten ursprünglich nicht zur Herrschaft Eberswald, sondern zum hunolsteinischen Besitz und waren als Burglehen 1431 an Philipp von Sötern vergeben. Beide Siedlungen gehörten zum Hochgericht von Wolfersweiler und damit zur Hochgerichtsbarkeit und Hoheit der Veldenzer und später der Zweibrücker Grafen. In einem Weistum des Wolfersweiler Gerichts von 1507 werden der Ort Obersötern und der Haupenthaler Hof ausdrücklich dieser Gerichtsbarkeit zugewiesen.

Im Jahre 1608 kamen beide unter die Gerichtsbarkeit der Hunolsteiner im Tausch gegen Eitzweiler. Seitdem gehörten sie auch landesherrlich und gerichtlich zu Sötern. Allerdings wird der Haupenthaler Hof nach 1782 nicht mehr erwähnt. Obersötern links des Söterbaches ist heute Ortsteil von Sötern. Dieses kam 1691 durch Erbfall an die Grafen von Oettingen-Baldern, die 1798 ausstarben.

Von 1798 bis 1814 gehörte Sötern zum Kanton Hermeskeil im Saardepartement.

Von 1817 an gehörte Sötern zum oldenburgischen Fürstentum Birkenfeld. Mit diesem kam die Gemeinde 1919 zum Landesteil Birkenfeld im Freistaat Oldenburg. Zum 1. April 1937 wurde der Landesteil Birkenfeld im Rahmen des Groß-Hamburg-Gesetzes in die preußische Rheinprovinz eingegliedert und dem Kreis Birkenfeld zugeordnet. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte das Gebiet und damit Sötern zunächst zur französischen Besatzungszone. Von der französischen Militärregierung unter General Kœnig wurde Sötern mit 17 weiteren Gemeinden im südlichen Landkreis Birkenfeld am 18. Juli 1946 dem Saarland an- und in den Landkreis St. Wendel eingegliedert.

Bis 1942 existierte in Sötern eine jüdische Gemeinde. Die letzten 12 jüdischen Einwohner wurden im April und Juli 1942 deportiert.

Im Rahmen der saarländischen Gebiets- und Verwaltungsreform wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Sötern am 1. Januar 1974 zusammen mit zwölf weiteren Gemeinden der Gemeinde Nohfelden zugeordnet.

Türkismühle

1747 errichtete der Müller Johann Jacob Türckis eine Mahl- und Ölmühle unterhalb der Einmündung des Söterbachs in die Nahe, die im Volksmund „Türkismühle“ genannt wurde. Die Gegend war Teil des historischen Herzogtums Pfalz-Zweibrücken. Dieses kam ab 1792 mit dem gesamten linken Rheinufer unter französische Herrschaft (Département de la Sarre). Nach Entscheidungen auf dem Wiener Kongress gehörte das Gebiet ab 1817 zum oldenburgischen Fürstentum Birkenfeld.

Nach der Errichtung des Bahnhofs Türkismühle der Nahetalbahn im Jahr 1860 entwickelte sich Türkismühle zu einem Ort. Mit der Inbetriebnahme der Hochwaldbahn von Trier über Hermeskeil bis nach Türkismühle 1889 wurde der Bahnhof Türkismühle zum Verkehrsknotenpunkt. Ab 1919 errichtete die Deutsche Reichsbahn eine Eisenbahnersiedlung. Diese Gebäude prägen bis heute das Ortsbild mit.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde in Türkismühle eine Grenz- und Zollstation zwischen dem Deutschen Reich und dem von 1920 bis 1935 von diesem getrennten Saargebiet errichtet. 1934 wurde der erste Abschnitt der Bahnstrecke Türkismühle–Kusel von Türkismühle nach Wolfersweiler eröffnet. 1937 wurde der Landesteil Birkenfeld durch das Groß-Hamburg-Gesetz aufgelöst, die Region ging an Preußen und wurde Teil des Landkreis Birkenfeld in der Rheinprovinz.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Türkismühle zur französischen Besatzungszone. Aus dieser wurde das Saarland im Februar 1946 ausgegliedert (Saarland 1947 bis 1956). Im Juli des Jahres wurde Türkismühle auf Anordnung der französischen Militärregierung zusammen mit weiteren Gemeinden dem Saarland angegliedert und Teil des saarländischen Landkreises St. Wendel. Durch eine Verordnung vom 21. August 1946 wurde der Ort aus der Gemeinde Nohfelden ausgegliedert und mit Wirkung vom 1. September 1946 eine selbständige Gemeinde. Türkismühle war in dieser Zeit erneut Grenzstation, bis das Saarland 1957 der Bundesrepublik Deutschland beitrat.

Am 1. Januar 1974 wurde Türkismühle im Zuge der Gebiets- und Verwaltungsreform ein Teil der Gemeinde Nohfelden.

Türkismühle ist durch die Autobahnabfahrt Nohfelden-Türkismühle der A62 sowie den Bahnhof Türkismühle der Nahetalbahn in die überregionale Verkehrsinfrastruktur eingebunden.

Einer der größten Betriebe der Gemeinde Nohfelden, die Schmidt Küchen GmbH & Co KG sowie die Schmidt-Küchenstudio Türkismühle GmbH ist hier angesiedelt.

In einem bei Türkismühle liegenden Tagebau fördert die Firma Gihl Grubenbetriebe (ehem. DAM Deutschland GmbH bzw. ehemals Villeroy & Boch) einen glimmerarmen Rhyolith, der früher als „Tonfelsitporphyr“ gehandelt wurde. Er dient als Grundstoff für die Fliesen- und Steingutproduktion sowie als Zusatzstoff für die Glas- und Porzellanherstellung.

Die zentrale Lage innerhalb der Gemeinde Nohfelden spielte eine Rolle bei der Errichtung des Schulzentrums Türkismühle, der heutigen Gesamt- und Gemeinschaftsschule.

Walhausen

Ob der Name auf einen Vornamen oder aber auf den nahen Buchwald („Waldhausen“) zurückgeht, ist ungeklärt.

Eine ausgedehnte römische Siedlung soll sich im Distrikt „Hahnhauser Mauer“ befunden haben. Das Schicksal des Dorfs war seit dem 14. Jahrhundert eng mit der Nohfelder Burg verbunden. Walhausen stellte um 1600 einen Schöffen zum Hubengericht in Hirstein und den Scharfrichter des Amts Nohfelden. Den Aberglauben der damaligen Zeit nutzte der sog. “Nachrichter von Walhausen”, der als Zauberer und Segenssprecher großen Zulauf gehabt haben soll.

Ehe der Ort zum Sitz einer Mairie für die Dörfer Asweiler, Eitzweiler, Mosberg-Richweiler und Steinberg wurde, fanden auf dem “Walhausener” Bann Gefechte zwischen Franzosen und Österreichern statt. Von 1817 bis 1937 gehörte Walhausen zum oldenburgischen Fürstentum Birkenfeld.

Am 1. Januar 1974 wurde Walhausen in die Gemeinde Nohfelden eingegliedert.

Wolfersweiler

Erscheint 1156 als “Wolffervillare“ und bereits 1290 unter dem heutigen Namen sehr ähnlich “Wolferswilre“. Vermutlich steckt wie bei Gonnesweiler ein Personenname hinter der Ortsbezeichnung. Das Dorf muss den zahlreichen Fundstellen nach aus einer nicht unbedeutenden keltisch-römischen Siedlung hervorgegangen sein.

Wolfersweiler war bis zum Ende des 15. Jahrhunderts Sitz einer Gerichtsschultheißerei, verlor jedoch nach und nach gegenüber dem benachbarten Nohfelden an Bedeutung. Dies galt nicht für die Pfarrei, die auch heute noch den größten evangelischen Pfarrbezirk in der Gemeinde darstellt. Über die Rolle der Pfarrei Wolfersweiler in der Reformationszeit berichtet Alban Braun in seinem Aufsatz zum Lutherjahr 1983.

Der hl. Laurentius, Kirchenpatron und Beschützer vor Feuer, Brandwunden und Rotlauf, dessen Gedenktag am 10. August früher als bedeutender Viehmarkt, heute als Volksfest begangen wird, hat auch der 1720 erbauten Mühle am Freisbach seinen Namen gegeben.

Zum Beginn der 20er Jahre gab es in Wolfersweiler noch eine Bierbrauerei.

Quelle: nohfelden.de



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