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Alte Historische Fotos und Bilder Nossen, Sachsen
Old historical photos and pictures , Saxony

Wenn Sie habe Vergessen deine Vergangenheit - Ihr wirst keine Zukunft haben


Wappen Nossen

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Geschichte von Nossen, Sachsen in Fotos
History of , Saxony in photos

Eine kleine historische Referenz

Geographie: Nossen ist eine Kleinstadt im sächsischen Landkreis Meißen. Sehenswürdigkeiten sind das auf einem Felssporn gelegene Schloss Nossen sowie das Kloster Altzella.

Nossen gliedert sich seit dem 1. Januar 2014 nach der Eingemeindung von Ketzerbachtal und Leuben-Schleinitz in die nachfolgenden Ortsteile. Seit 1. Juli 2014 lautet die Anschrift 01683 Nossen. Einige mehrfach auftretende Straßennamen mussten dafür umbenannt werden.

Abend, Badersen, Bodenbach, Deutschenbora, Dobschütz, Elgersdorf, Eula (Ober- und Niedereula), Eulitz, Gallschütz, Gohla, Göltzscha, Graupzig, Gruna, Heynitz, Höfgen, Ilkendorf, Karcha, Katzenberg, Klessig, Kottewitz, Kreißa, Leippen, Leuben, Lossen, Lösten, Mahlitzsch, Mergenthal, Mertitz, Mettelwitz, Mutzschwitz, Neubodenbach, Nossen, Noßlitz, Oberstößwitz, Perba, Pinnewitz, Praterschütz, Priesen, Pröda, Radewitz, Raßlitz, Raußlitz, Rhäsa, Rüsseina, Saultitz, Schänitz, Schleinitz, Schrebitz, Stahna, Starbach, Wahnitz, Wauden, Wendischbora, Wolkau, Wuhsen, Wunschwitz, Zella, Zetta, Ziegenhain

Gründungszeitpunkt:

Einwohner: 10 598

Geschichte:

Sehenswürdigkeiten:

Nossen. Bismarckstraße mit Bismarck Denkmal, 1913
Bismarckstraße mit Bismarck Denkmal, 1913
Nossen. Blick auf Stadt mit Kirche und Schloß, 1925
Blick auf Stadt mit Kirche und Schloß, 1925
Nossen. Blick auf Stadt mit Schloß, Fabrik, 1915
Blick auf Stadt mit Schloß, Fabrik, 1915
Nossen. Friedrich-August Verbands Krankenhaus
Friedrich-August Verbands Krankenhaus
Nossen. Heynitz - Gasthof und Fleischerei, 1929
Heynitz - Gasthof und Fleischerei, 1929
Nossen. Hotel 'Sachsenhof', besitzer Emil Friebe, 1913
Hotel 'Sachsenhof', besitzer Emil Friebe, 1913
Nossen. Hotel 'Stadt Dresden' am Markt, Schuhhaus
Hotel 'Stadt Dresden' am Markt, Schuhhaus
Nossen. Kloster Altzella, Tor
Kloster Altzella, Tor
Nossen. Krankenhaus, 1925
Krankenhaus, 1925
Nossen. Marktplatz mit Rathaus
Marktplatz mit Rathaus
Nossen. Marktplatz mit Rathaus
Marktplatz mit Rathaus
Nossen. Marktplatz mit Rathaus, Freiberger Straße, 1920
Marktplatz mit Rathaus, Freiberger Straße, 1920
Nossen. Schloß Heynitz, 1905
Schloß Heynitz, 1905
Nossen. Schloß Nossen
Schloß Nossen
Nossen. Schloßturm und Dresdner Straße, 1903
Schloßturm und Dresdner Straße, 1903
Nossen. Stahna - Gasthof, 1915
Stahna - Gasthof, 1915

Geschichte

Nossen kann wie alle Gemeinden im Klosterbezirk Altzella auf eine lange Geschichte und Tradition verweisen. Die erste urkundliche Erwähnung findet sich 1185 im Zusammenhang eines Rechtsstreites zwischen den Rittern von Nuzzin und dem Kloster Altzella, welches 1162 von Otto I., Markgraf von Meißen gegründet worden war. Bereits 1264 ist in Nossen eine Kirche nachgewiesen.

Im Jahr 1315 wurden die Bischöfe zu Meißen Besitzer von Burg und Ansiedlung. Die Burg Nossen ging schließlich 1436 in den Besitz des Klosters Altzella über. Nach der Reformation im albertinischen Sachsen erfolgte 1540 die Auflösung des Klosters, der Besitz ging an den Fürsten über. Zur Verwaltung wurde das Amt Nossen eingerichtet. 1553 heiratete der Leibarzt des Kurfürsten August, Dr. Paul Luther (ein Sohn des Reformators Dr. Martin Luther und Katharinas von Bora) auf der Burg, deren Umbau zum Schloss im Jahr darauf begann. Später fand auch die Hochzeit deren Tochter hier statt. Der Neubau der Kirche erfolgte 1565 mit Steinen des Klosters Altzella.

Im 16. Jahrhundert wurde Nossen von zwei Großbränden heimgesucht, die fast alle Häuser vernichteten. Hungersnöte und Pestjahre kennzeichneten das Ende des Jahrhunderts. Tiefe Spuren hinterließ der Dreißigjährige Krieg, wie überall in der Umgebung. Plünderungen, Verwüstungen, Brände, Gewalttaten und die Pest trugen 1632 zur Verringerung der Einwohnerzahl um die Hälfte bei.

Große Bedeutung für die Ansiedlung hat im Jahr 1717 die Erneuerung der Muldenbrücke durch Pöppelmann. Auch im 18. Jahrhundert blieb Nossen von Kriegen nicht verschont: 1759 stürmten die Preußen auf Nossen, beschossen Schloss und Stadt. Dabei wurden die Grabmäler der Markgrafen zu Meißen in Altzella zerstört.

Im Mai 1813 verbrachte der französische Kaiser Napoleon eine Nacht auf dem Schloss, in der er Pläne zur Rückeroberung der Residenzstadt Dresden schmiedete. Carl Heinrich Müller gründete 1830 die noch heute bestehende Sämischleder-Fabrik. Drei Jahre später wurde Nossen mit der Annahme der „Allgemeinen Städteordnung für das Königreich Sachsen“ Stadt mit städtischer Selbstverwaltung.

Mit der Gründung des Bürgervereins ist 1839 die Geburtsstunde des Vereinslebens. Die erste Zeitung erschien 1837 mit dem „Nossen-Siebenlehner-Wochenblatt“. In der ehemaligen Essigfabrik am Seminarweg zog 1856 das Königlich-Sächsische Lehrerseminar aus Freiberg ein. Im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Nossen zum Eisenbahn-Knotenpunkt. In den Jahren 1869 bis 1880 wurden die Bahnstrecken nach Döbeln, Meißen, Freiberg und Lommatzsch in Betrieb genommen.

Einen wirtschaftlichen Aufschwung erlebte Nossen mit Beginn des 20. Jahrhunderts unter dem Bürgermeister Dr. Eberle (Amtszeit 1898 – 1919). Der ehemalige Leipziger Ratsassessor verdoppelte die Stadtflurfläche durch Zukäufe. Besondere Verdienste erwarb er sich bei der Durchsetzung der Girokassen – er war 1. Vorsitzender des Sparkassen-Verbandes. In seine Amtszeit fiel auch der Neubau des Rathauses 1914/15.

Original: nossen.de



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