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Alte Historische Fotos und Bilder Quedlinburg, Sachsen-Anhalt
Old historical photos and pictures Quedlinburg, Saxony-Anhalt

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Wappen Quedlinburg

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Geschichte von Quedlinburg Land Sachsen-Anhalt in Fotos
History of Quedlinburg, Saxony-Anhalt in photos

Eine kleine historische Referenz

Geographie: Die historische Kernstadt gliedert sich in den ehemaligen Königsbesitz mit dem Westendorf, dem Burgberg, der St.-Wiperti-Kirche sowie dem Münzenberg. Nördlich davon liegt die 994 gegründete Altstadt und östlich die im 12. Jahrhundert gegründete Neustadt. Dazwischen wurde im 13./14. Jahrhundert die Steinbrücke angelegt und die Word trockengelegt. Nördlich der Altstadt befindet sich das mittelalterliche Vorstadtviertel Gröpern.

Um diesen mittelalterlichen Kern wurde am Übergang vom 19. zum 20. Jahrhundert ein Gürtel aus Villen im Jugendstil gebaut. Im Zuge der Industrialisierung entstanden außerhalb dieses Gürtels neue Ortsteile, so die Kleysiedlung, das Neubaugebiet in der Süderstadt (19./20. Jahrhundert) und das auf dem Kleers (1980er Jahre).

Neben dieser Kernstadt gehören zu Quedlinburg noch die Ortsteile Münchenhof (vier Kilometer nördlich), Gersdorfer Burg (drei Kilometer südöstlich), Morgenrot (vier Kilometer östlich) und Quarmbeck (vier Kilometer südlich) sowie seit dem 1. Januar 2014 wieder Gernrode und Bad Suderode.

Am 1. Juli 2014 ist das neue Kommunalverfassungsgesetz des Landes Sachsen-Anhalt in Kraft getreten. In dessen § 14 (2) wird den Gemeinden die Möglichkeit gegeben, den Ortsteilen, die vor der Eingemeindung Städte waren, diese Bezeichnung zuzuerkennen.Die Stadt Quedlinburg hat von dieser Regelung Gebrauch gemacht. Ihre geänderte Hauptsatzung stammt vom 12. März 2015. Im § 1 (3) werden die Ortsteile und Ortschaften mit ihren amtlichen Namen aufgeführt.

Gründungszeitpunkt:

Einwohner: 24 742

Geschichte:

Sehenswürdigkeiten:

Quedlinburg. Mathildenbrunnen am Pölkenplatz
Mathildenbrunnen am Pölkenplatz
Quedlinburg. Panorama der Stadt um 1900
Panorama der Stadt um 1900
Quedlinburg. Panorama der Stadt, 1902
Panorama der Stadt, 1902
Quedlinburg. Panorama der Stadt, 1902
Panorama der Stadt, 1902
Quedlinburg. Panorama der Stadt, 1917
Panorama der Stadt, 1917
Quedlinburg. Rathaus und Marktplatz, 1915
Rathaus und Marktplatz, 1915
Quedlinburg. Rathaus Portal, 1914
Rathaus Portal, 1914
Quedlinburg. Schloss, 1899
Schloss, 1899
Gernrode. Herzogliches Gast- und Kurhaus Stubenberg
Gernrode - Herzogliches Gast- und Kurhaus Stubenberg
Gernrode. Osterhöhe
Gernrode - Osterhöhe
Gernrode. Stubenberg, 1908
Gernrode - Stubenberg, 1908
Gernrode. Wilhelmstraße
Gernrode - Wilhelmstraße

Geschichte und Chronik

Quedlinburg, die einstige Königspfalz und Mitglied der Hanse, ist eine reizvolle, über 1000-jährige mittelalterliche Stadt. Am Nordrand des Harzes gelegen empfängt sie Besucher mit verwinkelten Gassen, uraltem Kopfsteinpflaster und weiträumigen Plätzen, die von Fachwerkhäusern umsäumt werden. Überragt wird das Ganze vom massigen Sandsteinfelsen mit den Stiftsgebäuden und der romanischen St. Servatius-Kirche. Hier begann vor über 1.000 Jahren deutsche Geschichte.

Am Finkenherd, zu Füßen des Burgberges, soll der Sachsenherzog Heinrich 919 die Königskrone empfangen haben. Er und seine Nachfolger machten die Pfalz Quedlinburg zu einem wichtigen Zentrum ihrer Reichspolitik. Heinrich I. wurde hier 936 beigesetzt. Seine Gemahlin Königin Mathilde gründete an dieser Stelle im gleichen Jahr ein Damenstift, das fast 900 Jahre lang Bestand hatte.

In den Kostbarkeiten des Domschatzes der Stiftskirche spiegelt sich noch heute der Glanz des ottonischen Kaiserhauses. Die Räumlichkeiten des ehemaligen Stiftes beherbergen heute das Schlossmuseum mit Ausstellungen zur Stadt- und Stiftsgeschichte sowie stilvoll gestaltete Empfangs- und Audienzsäle.

Die größte Sehenswürdigkeit ist die Stadt selbst. Auf einer Fläche von gut 80 ha können über 2.000 malerische Fachwerkhäuser bestaunt werden. Wie in einem bunten Bilderbuch lässt sich an den oft reich geschmückten Fassaden die Entwicklung dieser Bauweise über acht Jahrhunderte ablesen.

Mit diesem einmalig geschlossenen historischen Stadtbild sowie der Stiftskirche und den Stiftsgebäuden auf dem Schlossberg steht Quedlinburg in der ersten Reihe deutscher Fachwerkstädte und wurde 1994 in die UNESCO-Welterbeliste der schützenswerten Kulturgüter aufgenommen.

Kleine Stadtgeschichte in Daten

  • 922 erste schriftliche Erwähnung Quedlinburgs in einer Urkunde König Heinrichs I.
  • 922 – 1207 besuchten deutsche Könige und Kaiser Quedlinburg insgesamt 69 mal
  • 936 Tod Heinrich I. und Beisetzung auf dem Burgberg, Königin Mathilde richtet hier ein Damenstift zur Ausbildung und Versorgung von Töchtern des Hochadels ein. Kaiser Otto I. stattet es mit reichem Landbesitz und Unabhängigkeit aus.
  • 966 Mathilde, Enkelin Heinrich I., wird 1. Äbtissin
  • 994 Verleihung des Markt-, Münz- und Zollrechtes durch Kaiser Otto III., um 1000 Entstehung der Altstadt
  • 1129 Weihe der neuerbauten Stiftskirche durch Kaiser Lothar III.
  • 1164 – 1180 Kämpfe in Quedlinburg
  • 1426 – 1477 Mitglied der Hanse
  • 1477 bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen Bürgerschaft und Äbtissin, Sturz des Rolands, Abgabe aller Privilegien
  • 1539 Einführung der Reformation im Stiftsgebiet
  • 1802 Auflösung des Stiftes, die Schlossgebäude gehen in den Besitz des preußischen Staates über
  • 1862 – 1882 Restaurierung der Stiftskirche, Neubau des Südturmes
  • 1869 Neuaufstellung des Rolands vor dem Rathaus
  • 1936 Entweihung der Stiftskirche durch die Nationalsozialisten
  • 1959 Weihe der romanischen Wiperti-Kirche nach vierjähriger Instandsetzung
  • 1961 Städtepartnerschaft mit der nordfranzösischen Stadt Aulnoye-Aymeries
  • 1976 Eröffnung des Fachwerkmuseums im Ständerbau
  • 1984 Beginn der Ersatzbebauung im Neuendorf (HMBQ-Bauten)
  • 1986 Eröffnung der Lyonel-Feininger-Galerie
  • 1990 Gründung einer Städteunion mit den Partnern Celle, Hameln, Hann. Münden und Herford
  • 1993 Rückführung des Domschatzes
  • 1994 1.000 Jahre Markt-, Münz- und Zollrecht
  • 1994 Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste
  • 1997 Wiedereröffnung des Großen Hauses der Nordharzer Städtebundtheaters
  • 1997 Eröffnung des Neubaus der Lyonel-Feinger-Galerie
  • 2001 Gründung des Vereins "UNESCO-Welterbestätten in Deutschland e.V.", Sitz Quedlinburg
  • 2014 20 Jahre UNESCO-Welterbe Quedlinburg
  • 2015 Eröffnung des Museums St. Marien Münzenberg
  • 2019 Jubiläumsjahr (1.100 Jahre Königswerdung Heinrichs I.; 30 Jahre Friedliche Revolution, 25 Jahre UNESCO-Welterbe Quedlinburg)

Quelle: quedlinburg-info.de



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