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Alte Historische Fotos und Bilder Recklinghausen, Nordrhein-Westfalen
Old historical photos and pictures Recklinghausen, North Rhine-Westphalia

Wenn Sie habe Vergessen deine Vergangenheit - Ihr wirst keine Zukunft haben


Wappen Recklinghausen

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Geschichte von Recklinghausen, Nordrhein-Westfalen in Fotos
History of Recklinghausen, North Rhine-Westphalia in photos

Eine kleine historische Referenz

Geographie: Die Kreisstadt Recklinghausen (westfälisch Riäkelhusen) liegt im Ruhrgebiet im Nordwesten des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen und ist die einzige Großstadt und gleichzeitig Sitz des bevölkerungsreichsten deutschen Landkreises, des Kreises Recklinghausen im Regierungsbezirk Münster. Recklinghausen ist in der Landesplanung als Mittelzentrum ausgewiesen, Teil der Metropolregion Rhein-Ruhr und bundesweit für die alljährlichen Ruhrfestspiele bekannt.

Gründungszeitpunkt: Erstmals unter "Ricoldinchuson" erwähnt - 1017

Einwohner: 114 330

Geschichte: Um etwa 800 aus einem karolingischen Königshof entstanden und 1017 erstmals unter "Ricoldinchuson" erwähnt, war die Stadt (Stadtrechte 1236) seit ca. 1180 Sitz sowie politischer, kultureller und wirtschaftlicher Mittelpunkt des Vests Recklinghausen, aus dem 1815 der preußische Kreis Recklinghausen hervorging. Das größte Wachstum kam indes ab 1869 durch den Bergbau. Heute ist Recklinghausen vor allem Dienstleistungs-, Einkaufs- und Verwaltungsstadt und hat ein Einzugsgebiet mit rund 600.000 Menschen. Der Name Recklinghausen wird auf der dritten Silbe betont. Die Bewohner Recklinghausens heißen "Recklinghäuser", das Adjektiv lautet ebenso (Beispiel: Recklinghäuser Rathaus). Die Stadt bezeichnet sich selbst als Ruhrfestspielstadt Recklinghausen.

Recklinghausen. Anlagen am Rathaus
Anlagen am Rathaus
Recklinghausen. Eisenbahnbrücke und Bahnhofshotel
Eisenbahnbrücke und Bahnhofshotel
Recklinghausen. Engelsburg am Herzogswall
Engelsburg am Herzogswall
Recklinghausen. Goethestraße
Goethestraße
Recklinghausen. Gustavstraße
Gustavstraße
Recklinghausen. Gymnasium
Gymnasium
Recklinghausen. Halterner Straße mit Kriegerdenkmal
Halterner Straße mit Kriegerdenkmal
Recklinghausen. Herzogswall
Herzogswall
Recklinghausen. Kreuzstraße mit Bauernamt, 1917
Kreuzstraße mit Bauernamt, 1917
Recklinghausen. Markt, 1925
Markt, 1925
Recklinghausen. Markt
Markt
Recklinghausen. Münsterstraße
Münsterstraße
Recklinghausen. Neues Amtsgericht
Neues Amtsgericht
Recklinghausen. Parkhaus im Hindenburgpark, 1934
Parkhaus im Hindenburgpark, 1934
Recklinghausen. Partie vom Herzogswall
Partie vom Herzogswall
Recklinghausen. Prosper Hospital
Prosper Hospital
Recklinghausen. Rathaus, 1959
Rathaus, 1959
Recklinghausen. Rathaus
Rathaus
Recklinghausen. Saalbau
Saalbau
Recklinghausen. Sandweg mit Kaisergarten
Sandweg mit Kaisergarten
Recklinghausen. Stuckenbusch, 1953
Stuckenbusch - Autobahn-Raststätte, 1953
Recklinghausen. Süd - Bochumer Straße
Süd - Bochumer Straße
Recklinghausen. Teichanlage, Ruderboote, 1963
Teichanlage, Ruderboote, 1963
Recklinghausen. Zeche General Blumenthal
Zeche General Blumenthal, Schacht 3 und 4

Geschichte

Mittelalter

Recklinghausen wird im Jahr 1017 erstmals als Ricoldinchuson erwähnt. Ab 1150 wurde die Stadt Mittelpunkt eines als Vest Recklinghausen bezeichneten Gerichts- und Verwaltungsbezirks, dessen Sprengel das gesamte Umland umfasste. Das Vest Recklinghausen gehörte bis 1802 zum Kurfürstentum Köln. 1236 erhielt Recklinghausen die vollen Stadtrechte. 1256 besaß die Stadt bereits ein eigenes Rathaus am Markt.

Im Jahre 1295/96 gelang es Graf Eberhard II., mit einem Ritterheer die Stadt Recklinghausen zu erobern. Er ließ die Stadtmauer abreißen und die Gräben zuschütten, sodass die Stadt viele Jahrzehnte schutzlos war und dem Erzbischof von Köln nicht als Festung dienen konnte. Später brachte der Erzbischof von Köln Recklinghausen wieder in seinen Besitz und ließ zwischen den Jahren 1344 und 1363 eine neue Stadtmauer errichten. Am 30. Juni 1371 schwor die Stadt Recklinghausen dem neuen Erzbischof von Köln, Friedrich von Saarwerden, die Treue.

Frühe Neuzeit

Zwischen 1514 und 1706 sind 127 Hexenprozesse aktenkundig. Höhepunkt der Hexenverfolgungen waren die Perioden von 1580 bis 1581 und von 1588 bis 1589, als auch die Truchsessschen Wirren endeten. Trine Plumpe widerstand 1650 der Folter in einem Hexenprozess. Die letzte als Hexe verurteilte Frau war Anna Spiekermann. Sie wurde nach 16 Monaten Haft und Folter 1706 durch das Schwert hingerichtet.

19. Jahrhundert

Nach Aufhebung des Kurfürstentums Köln kam das Vest Recklinghausen durch den Reichsdeputationshauptschluss zum Herzogtum Arenberg, 1811 zum Großherzogtum Berg (Arrondissement Essen innerhalb des Ruhrdepartements) und 1814 zum preußischen Zivilgouvernement zwischen Weser und Rhein. 1815 wurde das Vest beim Wiener Kongress endgültig preußisch und der Provinz Westfalen eingegliedert. Recklinghausen bildete eine aus mehreren Gemeinden bestehende Bürgermeisterei und wurde Sitz eines Kreises. 1819 wurde Herten und 1821 Erkenschwick Teil der Bürgermeisterei Recklinghausen. 1836 wurde die Bürgermeisterei in die Stadt Recklinghausen und die Landbürgermeisterei (ab 1844 Amt) Recklinghausen geteilt. Infolgedessen wurde für die Stadt Recklinghausen am 14. Juli 1837 die preußische Revidierte Städteordnung von 1831 eingeführt. Zur Stadt gehörten die Altstadt und die Stadtteile Hillen und Bruch. Das Stadtgebiet enthielt auch in etwa die als Siedlungen noch nicht ausgebildeten Gebiete der vier heutigen Stadtviertel rund um die Innenstadt und die Hillerheide; der damals mit Bruchwald bedeckte Bruch nahm in etwa das Gebiet der heutigen Stadtteile Grullbad, Süd und König Ludwig ein.

Zur Landbürgermeisterei gehörten:

  • das Kirchspiel Herten im Südwesten
  • die Bauerschaften (im Uhrzeigersinn, beginnend im Nordwesten) Lenkerbeck, Löntrop (mit Hüls und Korthausen), Speckhorn (mit Börste und Beising), Bockholt, Scherlebeck, Langenbochum, Ebbelich, Disteln (mit Backum), Hochlar, Stuckenbusch und Hochlarmark westlich sowie (im Uhrzeigersinn, beginnend im Nordosten) Erkenschwick, Essel, Röllinghausen und Berghausen östlich der Kreisstadt
  • das Kirchspiel Oer mit Alt-Oer sowie den Bauerschaften Sinsen und Siepen im Nordosten
  • das Kirchspiel Suderwich im Südosten

Gebietsreformen

1857 schied Herten aus dem Amt Recklinghausen aus und bildete ein eigenes Amt. Am 1. April 1901 schied Recklinghausen aus dem Kreis aus und wurde kreisfreie Stadt, blieb aber weiterhin Sitz des Kreises.

Am 1. April 1926 wurde das Amt Recklinghausen aufgehoben. Die Gemeinde Suderwich sowie die Bauerschaften Röllinghausen, Berghausen, Hochlarmark, Stuckenbusch, Hochlar, Bockholt, Speckhorn, Börste und Essel Süd der aufgelösten Gemeinde Recklinghausen-Land (auch Landgemeinde Recklinghausen) wurden nach Recklinghausen eingegliedert.

Am 1. Januar 1975 wurde Recklinghausen ohne weiteren Gebietszuwachs im Zuge des Zweiten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen in den vergrößerten Kreis Recklinghausen eingegliedert.

Zweiter Weltkrieg


Im Vergleich zu den Nachbarstädten waren die Zerstörungen in Recklinghausen gering: 448 Häuser wurden zerstört oder schwer beschädigt, 517 zu 15–50 % (das heißt: mittelgradig) beschädigt, und 3120 Häuser wurden bis zu 15 % (das heißt: leicht) beschädigt. Die Propsteikirche wurde 1944 stark getroffen, während Rathaus, Gastkirche und Engelsburg nur leicht in Mitleidenschaft gezogen wurden. Die Pauluskirche wurde von zwei Luftminen knapp verfehlt, die mehrere Meter tiefe Krater in die sie beidseitig umschließenden Straßen rissen, am Gebäude selbst aber nur Dach- und Fensterschäden hinterließen. Hauptbetroffen von den Luftangriffen war das Nordviertel. Über 300 Menschen kamen insgesamt durch Bombenabwürfe auf Recklinghausen ums Leben, die meisten am 23. März 1945. Am Ostersonntag, dem 1. April 1945, wurde Recklinghausen von US-Truppen eingenommen. Zur Vorbereitung des Angriffs war Recklinghausen in der Nacht zuvor mit 4000 Artilleriegeschossen eingedeckt worden. Wie fast überall in Deutschland, so waren auch in Recklinghausen Schüler als Luftwaffenhelfer bei der Flak eingesetzt.

Einwohnerentwicklung

Im Jahre 1949 überschritt die Stadt Recklinghausen die Grenze von 100.000 Einwohnern, wodurch sie zur Großstadt wurde. 1962 erreichte die Bevölkerungszahl mit 131.569 ihren historischen Höchststand. Ende 2015 lebten in Recklinghausen nach Fortschreibung des Landesbetriebs für Information und Technik Nordrhein-Westfalen (vormals Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen) noch 114.330 Menschen mit Hauptwohnsitz. Damit lag Recklinghausen an 68. Stelle unter den 79 Großstädten Deutschlands.

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen durch die jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise die Stadtverwaltung. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Quelle: de.wikipedia.org



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