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Alte Historische Fotos und Bilder Seegebiet Mansfelder Land, Sachsen-Anhalt
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Wappen Seegebiet Mansfelder Land

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Geschichte von Seegebiet Mansfelder Land, Sachsen-Anhalt in Fotos
History of Seegebiet Mansfelder Land, Saxony-Anhalt in photos

Eine kleine historische Referenz

Geographie:

Die Gemeinde entstand am 1. Januar 2010 durch den Zusammenschluss der Gemeinden Amsdorf, Aseleben, Erdeborn, Hornburg, Lüttchendorf, Neehausen, Röblingen am See, Seeburg, Stedten und Wansleben am See mit Hintergrund der Gemeindegebietsreform in Sachsen-Anhalt. Mit ihrer Entstehung wurde die Verwaltungsgemeinschaft Seegebiet Mansfelder Land aufgelöst. Die Gemeinde Dederstedt, die die Eingemeindung ablehnte, wurde am 1. September 2010 nach Seegebiet Mansfelder Land per Gesetz zwangseingemeindet.

Seegebiet Mansfelder Land liegt im östlichen Landkreis Mansfeld-Südharz zwischen Halle (Saale) und der Lutherstadt Eisleben. Die Gemeinde liegt zum Teil auf der landwirtschaftlich genutzten Mansfelder Platte und der seenreichen Eislebener Niederung, hier liegt der vier Kilometer lange Süße See. Im Westen steigt das Gelände zum bewaldeten Harzausläufer Hornburger Sattel auf. Am Steilhang Riß zwischen Wormsleben und Seeburg liegt das nördlichste Weinanbaugebiet Deutschlands.

Ortsteile:

Amsdorf, Aseleben, Erdeborn, Dederstedt, Hornburg mit Äbtischrode und Holzzelle, Lüttchendorf mit Wormsleben, Neehausen mit Elbitz und Volkmaritz, Röblingen am See mit Neue Siedlung, Oberröblingen und Unterröblingen, Seeburg mit Rollsdorf, Stedten, Wansleben am See

Gründungszeitpunkt:

Einwohner: 8 880

Geschichte:

Sehenswürdigkeiten:

Seegebiet Mansfelder Land. Amsdorf - Bäckerei, Straße nach Röblingen, Neue Schule, 1910s
Amsdorf - Bäckerei, Straße nach Röblingen, Neue Schule, 1910s
Seegebiet Mansfelder Land. Erdeborn - Handlung Hofmüller, Bahnhof, Kirche
Erdeborn - Handlung Hofmüller, Bahnhof, Kirche
Seegebiet Mansfelder Land. Erdeborn - Hauptstraße, Consum-Vereine
Erdeborn - Hauptstraße, Consum-Vereine
Seegebiet Mansfelder Land. Erdeborn - Kulturhaus, Polytechnische Schule, 1977
Erdeborn - Kulturhaus, Polytechnische Schule, 1977
Seegebiet Mansfelder Land. Hornburg - Brauerwinkel (Hof)
Hornburg - Brauerwinkel (Hof)
Seegebiet Mansfelder Land. Hornburg - Dammtor
Hornburg - Dammtor
Seegebiet Mansfelder Land. Hornburg - Wasserstraße
Hornburg - Wasserstraße
Seegebiet Mansfelder Land. Röblingen am See - Bahnhofstraße, Bahnhof
Röblingen am See - Bahnhofstraße, Bahnhof
Seegebiet Mansfelder Land. Röblingen am See - Geschäft Gustav Heinrich, Kupferhammer
Röblingen am See - Geschäft Gustav Heinrich, Kupferhammer
Seegebiet Mansfelder Land. Röblingen am See - Rathaus, um 1960
Röblingen am See - Rathaus, um 1960
Seegebiet Mansfelder Land. Röblingen am See - Schloß Seeburg, Gasthaus zur Forelle, 1940
Röblingen am See - Schloß Seeburg, Gasthaus zur Forelle, 1940
Seegebiet Mansfelder Land. Röblingen am See - Seestraße mit Rathaus
Röblingen am See - Seestraße mit Rathaus
Seegebiet Mansfelder Land. Schiffsgaststätte 'Seeperle'
Schiffsgaststätte 'Seeperle'
Seegebiet Mansfelder Land. Schiffsgaststätte 'Seeperle'
Schiffsgaststätte 'Seeperle'
Seegebiet Mansfelder Land. Seeburg - Badestrand
Seeburg - Badestrand
Seegebiet Mansfelder Land. Seeburg - Mittelelbe Haus, 1938
Seeburg - Mittelelbe Haus, 1938
Seegebiet Mansfelder Land. Seeburg - Gebietsführerschule II, 1940
Seeburg - Gebietsführerschule II, 1940
Seegebiet Mansfelder Land. Seeburg - Gebietsführerschule II, 1941
Seeburg - Gebietsführerschule II, 1941
Seegebiet Mansfelder Land. Stedten - Gasthof zum Hirsch, Inhaber Paul Boblenz, 1911
Stedten - Gasthof zum Hirsch, Inhaber Paul Boblenz, 1911
Seegebiet Mansfelder Land. Stedten - Schloß und Gasthaus
Stedten - Schloß und Gasthaus
Seegebiet Mansfelder Land. Wansleben am See - Blick auf das Dorf
Wansleben am See - Blick auf das Dorf
Seegebiet Mansfelder Land. Wansleben am See - Multi Panorama
Wansleben am See - Multi Panorama
Seegebiet Mansfelder Land. Wansleben am See - Platz der Einheit
Wansleben am See - Platz der Einheit
Seegebiet Mansfelder Land. Wansleben am See - Rathaus
Wansleben am See - Rathaus

Geschichte

Amsdorf

In einem zwischen 881 und 899 entstandenen Verzeichnis des Zehnten des Klosters Hersfeld wird Amsdorf als zehntpflichtiger Ort Amalungesdorpf im Friesenfeld erstmals urkundlich erwähnt. Ursprünglich lag der Ort am Salzigen See und entwickelte sich im Mittelalter zum Fischerdorf. Mit der beginnenden Industrialisierung hielt der Kalibergbau Einzug in Amsdorf. Der Salzige See wurde nach und nach trockengelegt, das Ortsbild wurde zunehmend von Industriebetrieben geprägt.

Aseleben

Im 9. Jahrhundert wurde Aseleben erstmals als Esilebo urkundlich erwähnt.

Erdeborn

In einem zwischen 881 und 899 entstandenen Verzeichnis des Zehnten des Klosters Hersfeld wird Erdeborn als zehntpflichtiger Ort Hardabrunno im Friesenfeld erstmals urkundlich erwähnt.

Dederstedt

1127 wurde der Ort erstmals urkundlich als Diderstidi erwähnt. Weitere Erwähnungen fand der Ort 1212 als Dederstede, 1230 Dhederstedten, 1272 Diderstedten und 1395 als Dederstedten.

Der Ort gehörte im Mittelalter zum nördlichen Hosgau bzw. in kirchlicher Hinsicht zum Halberstädtischen Archidiakonatsbezirk Eisleben. Dederstedt gehört zu den Altsiedlungen im oberen Lawekegrund und war zeitweilig auch Sitz eines niederen Adelsgeschlechts gleichen Namens mit dem Zunamen Stör.

Hornburg

In einem zwischen 881 und 899 entstandenen Verzeichnis des Zehnten des Klosters Hersfeld wird Hornburg als zehntpflichtiger Ort Hornberc im Friesenfeld erstmals urkundlich erwähnt.

Lüttchendorf

In einem zwischen 881 und 899 entstandenen Verzeichnis des Zehnten des Klosters Hersfeld wird Lüttchendorf als zehntpflichtiger Ort Luzilendorpf im Friesenfeld erstmals urkundlich erwähnt. 1120 folgte die Erwähnung als Luttekendorp.

Die preußische Staatschaussee von Halle nach Nordhausen (später bis nach Kassel) wurde 1824 bis 1826 erbaut. An dieser, heute die Bundesstraße 80, haben sich bis heute zwei Meilensteine (Viertelmeilenstein, Halbmeilenstein) sowie ein Chausseehaus erhalten.

1073 kamen in Wormsleben die sächsischen Bischöfe und Grafen zusammen, um über ein gemeinsames Vorgehen gegen König Heinrich IV. zu beraten, weniger Tage vor der Konfrontation in Goslar.

Zwischen Wormsleben und Unterrißdorf stand einst die heute Wüste Dorfstätte Richersdorf.

Martin Luther kam auf seiner letzten Reise nach Eisleben am 28. Januar 1546 durch den Ort, er soll hier gefroren haben. Eine Gedenktafel zwischen Wormsleben und Unterrißdorf erinnert daran.

Neehausen

1068 wurde die Neehausen erstmals urkundlich erwähnt.

Am 1. Juli 1950 wurden die bis dahin eigenständigen Gemeinden Elbitz und Volkmaritz eingegliedert.

Historisch gesehen war Volkmaritz der Hauptort für Neehausen, Elbitz und die heutige Wüstung Wehlitz. Die romanische Volkmaritzer Bonifatiuskirche war Mutterkirche für die Neehäuser Nikolai-Kirche.

Seit Pfarrer Otto Kleinschmidt (1870–1954), der von 1899 bis 1910 in Volkmaritz wirkte, das große Pfarrhaus nördlich der Kirche bauen ließ, diente Volkmaritz zwischenzeitlich auch als Sitz des Pfarramtes Dederstedt.

Im Zentrum des Ortes steht sehr dominant das 1903 erbaute Gutshaus, das zu DDR-Zeiten als Kulturhaus diente und heute ein Gästehaus beherbergt. Die 1906 erbaute Schule, die später als Dorfkonsum diente, ist mittlerweile abgerissen.

Am 1. Juli 1950 wurde Volkmaritz nach Neehausen eingemeindet.

Röblingen am See

In einem zwischen 881 und 899 entstandenen Verzeichnis des Zehnten des Klosters Hersfeld wird Röblingen gemeinsam mit den anderen drei Orten mit diesem Namen als zehntpflichtiger Ort Rebiningi im Friesenfeld erstmals schriftlich erwähnt. 932 wurde Röblingen am See in einer Urkunde Heinrichs I. in pago friesonoueld in comitatu sigfridi liegend als seorebininga verzeichnet.

Auf halben Wege zwischen Röblingen am See und Erdeborn befindet sich der stillgelegte Kalischacht der ehemaligen „Adler-Kaliwerke AG“. Hier wurde in den Jahren 1909 bis 1925 Kalisalz in einer Teufe bis 596 m abgebaut und in der angeschlossenen Düngemittelfabrik weiterverarbeitet. Zur Erinnerung an die drei örtlich wichtige Wirtschaftszweige wurde 1982 ein Betondenkmal aufgestellt, das einen Bergmann, eine Bäuerin und einen Fischer zeigt.

Unterröblingen und Oberröblingen waren bis zum Zusammenschluss zur Gemeinde Röblingen am See am 1. Juli 1950 eigenständige Gemeinden.

Seeburg

In einem zwischen 881 und 899 entstandenen Verzeichnis des Zehnten des Klosters Hersfeld (Hersfelder Zehntverzeichnis) wird Seeburg als zehntpflichtiger Ort Seoburc im Friesenfeld genannt. Der erste Abschnitt, der auf 830 bis 850 datiert wird, enthält den Ort, der zweite Abschnitt die Burg, so dass beide über 1.100 Jahre alt sind.

Noch immer nicht endgültig geklärt ist der Streit, ob Seeburg auch die für die Jahre 743, 744 und 748 erwähnte Burg in Sachsen ist, deren Namensvielfalt (Fränkische Reichsannalen: Hoohseoburg, Einhards Annalen: Hohseoburg, Metzer Annalen: Hocsioburg, Hocseburgh, Reginos Chronik: Hocseoburch) viele Deutungsmöglichkeiten bietet. Da Seeburg zentral im Hosgau – an der Schnittstelle zwischen dessen Nord- und Südbereich – lag, und dieser in seiner Ersterwähnung Hohsegowe hieß, hat man einen Zusammenhang zwischen Gau- und Burgnamen vermutet. Archäologische Nachgrabungen haben aber keine Belege für eine Burg des achten Jahrhunderts offenbart und heute wird eher die Hünenburg bei Watenstedt in Betracht gezogen. (Näheres im Artikel über Schloss Seeburg (Hassegau).)

Durch diese Bodenuntersuchungen ist aber der alte Umfang der Burg offenbart worden: sie reichte von der heutigen Dorfkirche, der Fleckenkirche St. Nicolai im Osten bis zur Westspitze der Halbinsel, auf der das heutige Schloss liegt. In der Burg befand sich eine romanische Kapelle im Westen, die im Mittelalter zur Propsteikirche St. Petrus und Lambert erhoben wurde, und heute als unscheinbarer romanischer Sakralbau erhalten ist, eine gotische Schlosskirche im Zentralteil, und die heutige Dorfkirche in der westlichen Vorburg, die „Fleckenkirche“ St. Nikolaus. Mit der Schlosskapelle besitzt Seeburg daher vier Sakralbauten. Dass es ein Flecken war, ist anzunehmen. Zeitweise war die Seeburg Sitz eines eigenen Grafengeschlechts Querfurter Ursprungs, aus dem u. a. der Gründer des Klosters Kaltenborn Wichmann I. von Seeburg, und dessen Enkel, der Erzbischof von Magdeburg Wichmann von Seeburg entstammen.

Am 1. Juli 1950 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Rollsdorf eingegliedert. Bereits um das Jahr 800 siedelten Menschen im Gebiet Bennstedts. In einem zwischen 881 und 899 entstandenen Verzeichnis des Zehnten des Klosters Hersfeld wird Rollsdorf als zehntpflichtiger Ort Ruodoldesdorph im Friesenfeld erstmals urkundlich erwähnt.

Stedten

Stedten gehört mit zu den ältesten Siedlungen des Mansfelder Landes. In einem zwischen 881 und 899 entstandenen Verzeichnis des Zehnten des Klosters Hersfeld (Hersfelder Zehntverzeichnis) wird Stedten als zehntpflichtiger Ort Stedi im Friesenfeld erstmals urkundlich erwähnt.

Ursprünglich war die Landwirtschaft die Haupterwerbsquelle der Bevölkerung. Mit zunehmendem Einfluss des Bergbaus entwickelte sich Stedten immer mehr zum Industriedorf und die Bevölkerungszahl stieg ständig. Schon im 19. Jahrhundert wurden mehrere Gruben und Tagebaue erschlossen. Im Jahre 1913 entstand noch eine Brikettfabrik, die 1994 geschlossen wurde und das Ende des Bergbaus im Ort bedeutete.

Heute zeugen lediglich weiträumige Senken und Abraumhalden von den ehemaligen Tagebauen. Viel Geld und Energie investierte man in die Aufforstung der geschädigten Landschaft, Rad- und Wanderwege wurden angelegt. Gegenwärtig erwartet den Besucher ein ausgedehntes Naherholungsgebiet.

Wansleben am See

In einem zwischen 881 und 899 entstandenen Verzeichnis des Zehnten des Klosters Hersfeld wird Wansleben als zehntpflichtiger Ort Wenzesleba im Friesenfeld urkundlich erwähnt. Der salzige See ist derzeit verschwunden.

In der Gegend um Wansleben gab es einen Kalibergbau. Östlich von Wansleben befinden sich die mittlerweile verfüllten Schächte Georgi (1898) und Neumansfeld (1910), siehe Kaliwerk Vereinigte Ernsthall. Während der Weltwirtschaftskrise wurde die Förderung der meisten Kalibergwerke in der Umgebung gegen Zahlung einer Prämie beendet.

In der Zeit des Nationalsozialismus befand sich ab 1944 bei den Kalibergwerken ein Außenlager des KZ Buchenwald, das KZ Wansleben, mit den Decknamen Mansfeld, Biber II, A 6 und Wilhelm. Die 2.024 Häftlinge mussten unterirdische Hallen für die Kriegsproduktion errichten und in der Produktion von Motoren für Flugzeuge von Junkers für die Luftwaffe, Teilen der V1 und V2 und Pumpen für Messerschmitt-Flugzeuge sowie an der Herstellung von Granatzündern mitarbeiten.

Von Oktober 1943 bis zum Frühjahr 1945 wurden Kunstgegenstände in die unterirdischen Anlagen eingelagert, unter anderem 500 Kisten aus dem Bibliotheks- und Archivbestand der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina in Halle (Saale).

Am 12. April 1945 um 5 Uhr früh begann für die Häftlinge in 5er-Reihen der Todesmarsch in Richtung Dessau und Schönebeck. Gegen 8 Uhr wurden auf diesem Marsch die ersten Häftlinge erschossen, die nicht mehr laufen konnten. Am 14. April 1945 wurde das Lager von einer kleinen Einheit der 104. US-Infanteriedivision (genannt Timberwolf, unter General Terry Allen) befreit. Man fand die im Lager zurückgebliebenen Häftlinge krank oder tot vor.

Der Salzbergbau der Nachkriegszeit wurde in den 1960er Jahren eingestellt. Die Entwicklungsgesellschaft Seengebiet Mansfelder Land bemüht sich um die Wiederherstellung des Sees.

Quelle: de.wikipedia.org



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