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Alte Historische Fotos und Bilder Tholey, Saarland
Old historical photos and pictures Tholey, Saarland

Wenn Sie habe Vergessen deine Vergangenheit - Ihr wirst keine Zukunft haben


Wappen Tholey

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Geschichte von Tholey, Saarland in Fotos
History of Tholey, Saarland in photos

Eine kleine historische Referenz

Geographie: Die Gemeinde Tholey besteht aus folgenden Ortsteilen:

Bergweiler, Hasborn-Dautweiler, Lindscheid, Neipel, Scheuern, Sotzweiler, Theley, Tholey, Überroth-Niederhofen

Gründungszeitpunkt:

Einwohner: 12 246

Geschichte:

Sehenswürdigkeiten:

Abtei Tholey, 1936
Abtei Tholey, 1936
Tholey. Aussichtsturm
Aussichtsturm mit Krieger Gedächtnis Kapelle auf dem Schaumberg
Tholey. Aussichtsturm
Aussichtsturm mit Krieger Gedächtnis Kapelle auf dem Schaumberg
Tholey. Hotel Eckert
Hotel Eckert
Tholey. Jugendherberge
Jugendherberge
Tholey. Marktplatz, 1906
Marktplatz, 1906
Tholey. Omnibus am Bahnhof
Omnibus am Bahnhof
Tholey. Panorama von Tholey vom Schaumberg
Panorama von Tholey vom Schaumberg

Geschichte

Tholey ist eine schmucke Gemeinde mit ländlichem Charakter, reich an Traditionen und einer weit zurückreichenden Geschichte.

Die ersten Tholeyer waren Kelten, die sich etwa 400 vor Christus hier ansiedelten. Sie errichteten auf dem 569 Meter hohen Schaumberg eine Verteidigungsanlage und eine Fliehburg als Zuflucht für die Bewohner. Wichtigstes archäologisches Zeugnis jener Zeit ist ein Fürstengrab, der "Fuchshübel" zwischen Theley und Selbach. Um das Jahr 50 v. Chr. eroberten die Römer das Land um den Schaumberg. In dieser Zeit erlebte "Castrum teulegium“, wie die Römer das Schaumbergdorf nannten, seine Blüte. Begünstigt durch seine Lage am Knotenpunkt zweier wichtiger Fernstraßen zwischen Metz und Mainz einerseits und Straßburg – Trier andererseits, entstand die größte Siedlung der Region. Diese römische Siedlung, nach deren Überresten jetzt im Wareswald gegraben wird, wurde in den Wirren der Völkerwanderung zerstört.

Im 7. Jahrhundert errichtete der fränkische Diakon Adalgisel Grimo auf den Ruinen einer ausgedehnten römischen Badeanlage eine Kirche, die heutige Abtei Tholey, die als ältestes Kloster im deutschsprachigen Raum gilt. Die Abtei Tholey erreichte ihren ersten Höhepunkt um das Jahr 1000. Als Sitz eines Archidiakonates unterstanden ihr bis zur Französischen Revolution 154 Pfarreien des Erzbistums Trier.

Um 1200 baute man dort, wo einst die keltische Fliehburg und später das römische Kastell standen, eine ausgedehnte Burganlage, die zum Schutz der Abtei gedacht war. Die Schaumburg wurde 1522 erstmals von Franz von Sickingen erobert und von den Schweden im Jahr 1631 während des 30-jährigen Krieges endgültig zerstört. Im Jahre 1635 war das Oberamt Schaumburg fast ausgestorben.

Im Zuge der Eroberung durch französische Revolutionstruppen wurde die Benediktinerabtei Tholey aufgelöst, die Mönche vertrieben und der Besitz der Abtei versteigert. Tholey wurde mit anderen Gemeinden zur Mairie Tholey im Kanton Tholey, Arrondissement Thionville, im Moseldepartement zusammengefaßt. Nach dem Untergang Napoleons gelangte Tholey an Preußen. Es wurde Sitz einer Amtsverwaltung, eines Amtsgerichts, einer Poststation und eines Katasteramtes. Nach dem 2. Weltkrieg wurde Tholey 1946 wieder dem Kreis St. Wendel angegliedert, dem es heute noch angehört. 1949 wurde die Benediktinerabtei Tholey mit päpstlichem Erlass wieder errichtet. 1950 begannen die Mönche der Abtei St. Matthias zu Trier mit dem Aufbau eines neuen Klosters.

Ortsteile der Gemeinde Tholey

Bergweiler

Wo Bruder Lappes einst zu Hause war

Eingebettet in das Tal der Theel, umrahmt vom Blasiusberg im Osten, vom Holzenberg im Westen und vom Jungenwald im Norden, liegt der schmucke Ort Bergweiler, der heute etwa 730 Einwohnerinnen und Einwohnern zählt.

Die liebevolle Bau- und Renovierungstätigkeit und Entwicklung im öffentlichen und privaten Bereich hat Bergweiler in den letzten Jahren zu einem Ort mit hoher Lebensqualität gemacht. So wurden die Dorfmitte neu gestaltet und viele alte Bauernhäuser liebevoll renoviert. Grünanlagen und Blumenschmuck, der überall zu finden ist, runden das Ortsbild ab.

Zu Recht ist man in Bergweiler darum auf erfolgreiche Teilnahmen am Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ (heute: „Unser Dorf hat Zukunft“) stolz. Die Siedlung „Blasiusberg“ mit der gleichnamigen Kapelle war einst eine Einsiedelei, die im 18. Jahrhundert von zwei Benediktinern bewohnt wurde. Die Leibeigenen der Abtei Tholey waren zur Wallfahrt zur Blasuiskapelle verpflichtet. Am Markustag fand eine Prozession zur Kapelle statt, bei der bis Ende des 19. Jahrhunderts Jahrmarkt gehalten wurde. Die Entstehung der Kapelle reicht bis in das 13. Jahrhundert zurück. Das anfangs aus Holz gebaute Gotteshaus brannte im Laufe der Jahrhunderte mehrere Male ab.

Die jetzige Kapelle stammt aus dem Jahr 1716. Während der französischen Revolution suchte ein Benediktinerbruder mit Namen Wilhelm Frank Zuflucht auf dem Blasiusberg. Im Anbau der heutigen Sakristei richtete er sich eine Wohnung ein und lebte hier als Einsiedler. Er ist heute noch im Dorf unter dem Namen “Bruder Lappes” bekannt. 1909 ging die Kapelle in den Besitz der Pfarrgemeinde Tholey über. Sie ist bis heute das historische Kleinod des Ortes geblieben und wird als Gotteshaus sowie für Konzerte genutzt.

Mitten im Dorf gibt es mit der Erasmuskapelle ein weiteres Kirchlein, von den Bergweilern liebevoll restauriertes Kirchlein, das ebenfalls einen Besuch wert ist. Im Himmelbergwald steht das so genannte Heiligenhäuschen. Die kleine Waldkapelle soll ein Offizier um das Jahr 1720 aus Dankbarkeit für seine Genesung errichtet haben und wird heute noch von vielen Gläubigen zum Gebet besucht.

Hasborn-Dautweiler

Die Heimat von Johannes Kühn und Eckstein

Blickt man vom Schaumberg in nordwestlicher Richtung, so sieht der Betrachter das Brühltal. Darin liegt, zum Teil hinter sanften Hügeln versteckt, Hasborn-Dautweiler mit seinen rund 2800 Einwohnern. Es ist die geographische Mitte der Gemeinde Tholey. Besonders sehenswert sind die im Jahre 1904 errichtete neugotische Kirche, das in Fachwerkausführung moselfränkischen Stils gehaltene Pfarrhaus sowie das unter Denkmalschutz stehende Alte Rathaus, das heute von den Hasborner Vereinen genutzt wird. Mittelpunkt des Ortes ist der Marktplatz mit einem Brunnen, dessen Motive die Hasborner Ortsgeschichte dokumentieren.

Seit der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts bilden leistungsfähige mittelständische Betriebe eine sichere berufliche Grundlage und Haupteinnahmequelle für viele Hasborner. Die Nähe zur Autobahn, der A1, brachte dem Ort die Anbindung an das überregionale Verkehrsnetz. Es entstanden Neubaugebiete mit hohem Wohnwert. Die Grundschule wird von Kindern aus sieben Ortsteilen der Gemeinde Tholey besucht. Das im Jahre 2004 errichtete Seniorenwohnhaus mit seinen 72 Pflegeplätzen sowie der Wohnanlage für Betreutes Wohnen runden die gute Infrastruktur des Dorfes ab und schafften neue Arbeitsplätze.

Die neu renovierte Kulturhalle sowie moderne Sportanlagen bieten die Möglichkeit örtlicher wie überörtlicher kultureller und sportlicher Veranstaltungen. Mehr als 45 in der Gemeinschaft der Ortsvereine zusammengeschlossene Vereine fördern die Geselligkeit. Zu den bekanntesten zählt der langjährige Fußball-Oberligist SV „Rot-Weiß“ Hasborn-Dautweiler.

Prominentester Bürger ist der vielfach bundesweit ausgezeichnete Lyriker Johannes Kühn, der Ehrenbürger der Gemeinde Tholey ist und dessen Gedichte das Schaumberger Land überregional bekannt gemacht haben.

Beim Blick in die Geschichtsbücher stößt man auf den Bergarbeiterführer Nikolaus Warken, genannt Eckstein, der im Jahr 1889 mehr als 20.000 Saarbergleute zu ihrem ersten Streik mobilisierte.

Lindscheid

Kleiner Ort mit langer Geschichte

Mit knapp 400 Einwohnern ist der schmucke Bohnentalort Lindscheid der kleinste in der Gemeinde Tholey, der aber bereits auf eine 750-jährige Geschichte zurückschauen kann.

Die erste Silbe des Ortsnamens wird nach der Linde gedeutet, die zweite Silbe kommt vom althochdeutschen "scheit" und bedeutet Grenze. Es ist somit anzunehmen, dass der Ort an einer Grenze, die durch einen Lindenbaum markiert war, entstanden ist. Die Flachsblüte im Wappen weist darauf hin, dass bis 1895 auf den Feldern der Gemarkung Flachs und Hanf angebaut wurde. Zur Bearbeitung dieser Pflanzen stand damals in fast jedem Haus ein Webstuhl.

Wenn man auch nicht allzu viel weiß über die Vergangenheit des Dorfes, so wurde doch überliefert, dass die Bewohner früher nicht wohlhabend waren, dass sie stets viel arbeiten mussten und oft unterdrückt wurden. So kam es zum Anbau von Hanf und Flachs, es wurde nach Achat, Rötel und Kalk gegraben, um auf diese Weise ein paar zusätzliche Einnahmen zu haben. Im Jahr 1927 wurde eine Schule gebaut, in der über 34 Jahre hinweg immer ein Lehrer die Kinder aus Lindscheid in einem einzigen Saal unterrichtete. 1971 wurde die Schule aufgelöst und später mit großem Engagement der Bevölkerung zum Vereinshaus umgebaut, das heute den Mittelpunkt des Ortes und Treffpunkt für jung und alt darstellt. Schon seit über 25 Jahren gibt es am Rand des Dorfes das Naherholungsgebiet "Waldborn", das mit Wander- und Trimmwegen viele Sporttreibende anzieht. Sehenswert ist auch das aufwendig restaurierte Bauernhaus „Haus Biwer“, das heute die Feuerwehr beherbergt.

Neipel

Die Heimat von Brunnen und Quellen

Abwechslungsreiche Landschaftsformen und eine genauso wechselvolle Geschichte - das zeichnet Neipel aus, wo heute rund 425 Menschen leben. Hier steht das “Haus am Mühlenpfad”, ein mit großem Aufwand und Sachverstand renoviertes Bauernhaus, das den kleinen Ort im Bohnental aus seinem stillen Dasein heraus geholt hat.

Das 1842 gebaute Bauernhaus beherbergte seit jeher neben Wohnung und Landwirtschaft auch eine Gastronomie. 1997 entstand daraus ein Domizil für Vereine, eine Gaststätte und gleichzeitig ein Museum für die dörfliche Geschichte des Schaumberger Landes, insbesondere des Bohnentals. Im Wohnteil des Gebäudes ist heute die Einrichtung eines Bauernhauses aus der Zeit vom Anfang bis Mitte des 20. Jahrhunderts zu sehen, darunter eine Küche, ein Schlafzimmer und natürlich die “gudd Stubb”. Ein weiterer Raum dient für ständig wechselnde Ausstellungen. Hier werden Themen wie Archäologie, Geologie, das Spinnen mit Wolle und Flachs behandelt.

Neipel zeichnet sich auch durch sein intaktes Vereinsleben aus, was nicht zuletzt die alljährlichen Theatertage beweisen. Geschichtlich wird Neipel erstmals 1297 erwähnt. Der Name “Noepel” geht auf das mittellateinische “noda”, “noa” oder “nova” zurück und bedeutet soviel wie “Wasserlauf”. In der Region ist Neipel auch noch für seine vielen Brunnen und Quellen bekannt.

Scheuern

Die Heimat von St. Katharina

Scheuern, das wie Lindscheid, Neipel und Überroth-Niederhofen im Bohnental liegt, zählt heute etwa 900 Einwohner. Der schmucke Ort zeichnet sich durch eine intakte dörfliche Struktur aus und kann auf eine lange Geschichte zurückblicken.

Die Siedlung Scheuern verdankt ihre Entstehung möglicherweise der Anlage eines Wirtschaftsgasthofes bzw. einer so genannten Grangie (Vorwerk) des Tholeyer Klosters. Zwei päpstliche Urkunden aus dem 13. Jahrhundert bestätigen dem Abt, Prior und Konvent der Benediktinerabtei zu Tholey seine Rechte und Besitzungen an Scheuern. Papst Innozenz IV. attestierte der Abtei Zehntrechte und die kirchenrechtliche Gerichtsgewalt über die Scheuerner Kirche.

Dem Abt der Tholeyer Abtei wurde weiterhin zugestanden, seine Besitzungen, Ländereien, Äcker, Wiesen und sonstige Liegenschaften in Scheuern weiterhin nach altem Gebrauch und Vorrecht zu bebauen und die Einkünfte und Erträge daraus zu verwenden. Die schon seit frühester Zeit enge Beziehung zwischen der Abtei Tholey und Scheuern macht es wahrscheinlich, dass der Abt in Scheuern die gleiche unumschränkte Immunität genoss wie innerhalb seiner Klostermauern in Tholey. Neben dem Tholeyer Kloster erhoben aber noch weitere Grundherren - kleinere Adelige aus der Umgebung - Ansprüche auf die Scheuerner Pfründe. Wenige Jahre nachdem Tholey die Herren von Hagen als Grundbesitzer verdrängt hatte, gelang es 1297 auch den letzten Konkurrenten im Kampf um die ausschließliche Dorfherrschaft in Scheuern und Neipel zu verdrängen: Konrad, Ritter von Hohenecken im Hunsrück, Ritter Theoderich von Kaldenwels und Ritter Wilhelm von Exwilre (Thalexweiler) verkauften bzw. verschenkten ihren gesamten Eigenbesitz, den sie noch besaßen.

Einen Besuch wert in Scheuern ist die Pfarrkirche "St. Katharina". Sie wurde in den Jahren 1912 bis 1914 im neo-barocken Stil erbaut, wobei das Seitenportal von 1729 sowie Teile der Innenausstattung des Vorgängerbaues aus dem 18. Jahrhundert erhalten geblieben sind.

Mit dem „Bohnentalbrunnen“ in der Hölzer Straße gibt es ein weiters Schmuckstück im Ort.

Sotzweiler

Schaumbergkreuz und Wortsegel

Sotzweiler wurde bereits im Jahre 1258 als "Sucwilre" und 1361 als "Sotzwilr" erwähnt. Aber schon den Römern scheint es hier gefallen zu haben, denn vor einigen Jahren wurden hier Fundamente einer Villa, einer Siedlung und einer Töpferei aus dieser Zeit gefunden.

Mehrere hundert Jahre gehörte Sotzweiler kirchlich zur Benediktinerabtei Tholey. Selbstständige Pfarrei wurde der Ort zusammen mit Bergweiler am 1. Januar 1926. Die Pfarrkirche wurde in den Jahren 1913/14 erbaut und ist dem heiligen Mauritius geweiht. Die vier Glocken konnten erst im Jahre 1936 angeschafft werden.

Stolz sind die heute rund 1350 Einwohner nicht nur auf ihren schmucken Ort mit seiner intakten Infrastruktur, zu der auch die erst vor wenigen Jahren erbaute Sport und Kulturhalle „Heldenrechhalle“ gehört, sondern auch auf das fast 13 Meter hohe Schaumbergkreuz. Dieses stand über Jahrzehnte auf dem Schaumberg. Als in den 70-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts dort der Aussichtsturm saniert werden sollte, sollte das Kreuz zerstört werden. Gläubige Christen weigerten sich aber und schließlich fand man bei Sotzweiler einen neuen Platz. In unmittelbarer Nähe ist die Skulptur „Wortsegel“ zu finden. Geschaffen wurde diese von Prof. Heinrich Popp. Sie ist das erste Denkmal, das der Poesie gewidmet ist und wurde aus einer etwa vier mal 13 Meter großen Stahlplatte geschaffen. Insgesamt ist das Denkmal etwa 13 Meter hoch und gut 30 Tonnen schwer. Den Weg zum Wortsegel und dem Schaumbergkreuz ziert ein liebevoll gestalteter Kreuzweg.

Theley

Der größte Ort der Gemeinde

Theley ist mit rund 3300 Einwohnern der größte Ortsteil der Gemeinde Tholey. Gemeinsam mit Tholey ist Theley Luftkurort, der Brühlpark gilt als „Grüne Lunge“ des Ortes. Eine Kindertagesstätte, eine Grundschule, eine Gemeinschaftsschule sowie eine Volkshochschule unterstreichen Theleys Stellenwert als Bildungsstandort. Für eine hohe Lebens- und Arbeitsqualität sorgen attraktive Wohnsiedlungen, Einzelhandelsangebote sowie Industrie- und Gewerbegebiete, wie den neuen Industrie- und Gewerbepark BAB1 – Am Schaumberg“.

Der Ort ist, wie die gesamte Gemeinde Tholey, bestens an das Autobahnnetz angebunden. Theley war im 13. Jahrhundert Lehen des Bistums Verdun. 1624 wird erstmals eine dem heiligen Petrus geweihte Kirche in Theley erwähnt. Das heutige Gotteshaus wurde in den folgenden Jahrhunderten an gleicher Stelle viermal neu errichtet, den Erweiterungsbau von 1808 nicht als Neubau eingerechnet. Nach 1825 entstand am Ortsrand eine Ziegelhütte. Das Rohmaterial wurde - größtenteils im Tagebau - in der Rötelhümes gewonnen. Der Röteldistrikt zwischen Theley und Selbach enthielt nicht nur das wohl ausgedehnteste der im Saarland bekannten Rötellager, sondern der Rötel war auch von bester Qualität.

Das keltische Fürstengrab „Fuchshübel“, das 1835 freigelegt wurde, liegt als „Zeitzeuge“ der keltisch-römischen Vergangenheit an der Straße zwischen Theley und Selbach. Die Johann-Adams-Mühle mit dem restaurierten Kreismühlenmuseum, sowie das schon im Mittelalter erwähnte und auf keltische Siedlungstätigkeit zurück gehende Hofgut Imsbach mit seiner restaurierten Gutskapelle sind die touristischen und kulturellen Anziehungspunkte Theleys.

Tholey

Wo schon Kelten und Römer lebten

Der Luftkurort Tholey mit seinen rund 2300 Einwohnern ist geprägt durch seine einmalige Lage am Südhang des Schaumberges. Tholey ist heute Sitz der Verwaltung der gleichnamigen Gemeinde und durch die Ansiedlung mehrerer Einkaufsmärkte und von Unternehmen ein wirtschaftliches Zentrum der Region. Die Geschichte Tholeys ist vielseitig und uralt. Im Schutze des Berges, der mit seinen 569 Metern Höhe weithin sichtbar das Land überragt, haben schon in sehr früher Zeit Menschen gesiedelt.

Viele Epochen der Vor- und Frühgeschichte haben auf und um den Schaumberg eine Fülle von archäologischen Zeugnissen hinterlassen, die als Bodendenkmäler im Gelände und als Fundstücke, beispielsweise im Museum „Theulegium“ in der Ortsmitte, zu besichtigen sind. Bereits die Kelten bauten die Bergkuppe als Fliehburg aus. Die Wallgraben westlich und nördlich des Plateaus und eine so genannter "Keltenstein" (Opferstein, "Klapperstorchstein") erinnern noch heute an diese Zeit.

Wie zahlreiche Siedlungs- und Grabfunde belegen, war Tholey auch ein regionales römischen Zentrum. Spuren davon sind heute im Grabungsgebiet „Wareswald“ zu sehen. Die Geschichte des christlichen Tholey beginnt mit dem Testament des Adalgisel, eines auch Grimo genannten fränkischen Adligen, der im Jahr 634 die, von ihm in den Resten der römischen Badeanlage errichteten Kirche mit umfangreichen Liegenschaften dem Bischof von Verdun vermachte. Die Abtei Tholey gilt als das älteste Kloster auf heutigem deutschen Boden.

Zum Schutze der Abtei und ihrer Besitzungen wurde etwa um 1200 auf dem Schaumberg eine Burg errichtet, die während des 30-jährigen Krieges endgültig zerstört wurde. Seit 1976 steht auf dem Schaumberg ein moderner Turm, gewidmet der deutsch-französischen Aussöhnung und der friedlichen Begegnung der beiden Völker.

Überroth-Niederhofen

Die Hochburg des Karnevals

In dem schmucken Ort Überroth-Niederhofen, der auf viele erfolgreiche Teilnahmen bei den Wettbewerben „Unser Dorf soll schöner werden“ zurückblicken kann, leben heute rund 780 Menschen.

Mit der „Freizeitanlage Betzem“, einer idyllischen Gründanlage mit Weiher, oder dem Dorfgemeinschaftshaus gibt es hier einige Treffpunkte für das rege Vereinsleben, das den Ort auszeichnet. Vor allem um die Karnevalszeit tut sich hier einiges, denn Überroth-Niederhofen hat sich nicht zuletzt dank seines Rosenmontagsumzuges zu einer Hochburg für die Närrinnen und Narren aus der ganzen Region entwickelt.

Die ersten Menschen ließen sich vor über 2000 Jahren in Überroth nieder. Es ist anzunehmen, dass die beiden Siedlungen Überroth und Niederhofen als Rodungen im Talschluss des Wurzelbaches entstanden sind. Vieles der Dorfgeschichte liegt aber noch völlig im Dunkeln. Tatsache ist, dass Niederhofen in den Jahren 1237/38 den Grafen von Blieskastel gehörte.

Sehenswert ist die Dorfkapelle am Hang des Reiserfelds, die Mitte der dreißiger Jahre des vergangenen Jahrhunderts als Kriegergedächtniskapelle errichtet. Sie ist eine Filialkirche der Pfarrei Scheuern. Nach Abschluss umfassender Renovierungsarbeiten weihte Weihbischof Alfred Kleinermeilert im Januar 1987 einen neuen Altar ein.

Quelle: tholey.de



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