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Alte Historische Fotos und Bilder Teuchern, Sachsen-Anhalt
Old historical photos and pictures Teuchern, Saxony-Anhalt

Wenn Sie habe Vergessen deine Vergangenheit - Ihr wirst keine Zukunft haben


Wappen Teuchern

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Geschichte von Teuchern, Sachsen-Anhalt in Fotos
History of Teuchern, Saxony-Anhalt in photos

Eine kleine historische Referenz

Geographie: Die Stadt Teuchern ist eine Einheitsgemeinde im Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt (Deutschland). Die Stadt liegt zwischen Weißenfels und Zeitz, am Rande der Leipziger Tieflandsbucht.

Stadtgliederung

• Deuben mit Naundorf und Wildschütz

• Gröben mit Runthal

• Gröbitz

• Krauschwitz mit Kistritz, Reußen, Krössuln und Zaschendorf

• Nessa mit Dippelsdorf, Kössuln, Obernessa, Unternessa und Wernsdorf

• Prittitz mit Plennschütz, Plotha

• Teuchern mit Bonau, Lagnitz, Schelkau, Schortau

• Trebnitz mit Oberschwöditz und Trebnitz-Siedlung

Gründungszeitpunkt:

Einwohner: 8 086

Geschichte:

Sehenswürdigkeiten:

Teuchern. Blick zur Deuben
Blick zur Deuben
Teuchern. Grünen Weg
Grünen Weg
Teuchern. Hotel zum Löwen am Markt, 1914
Hotel zum Löwen am Markt, 1914
Teuchern. Markt, Rathaus, Stadtuhr, Restaurant zum Gambrinus, HOG Fleischwaren, 1962
Markt, Rathaus, Stadtuhr, Restaurant zum Gambrinus, HOG Fleischwaren, 1962
Teuchern. Obernessa - Gasthof von Alfred Zinn, Kirche, Rittergut, Denkmal
Obernessa - Gasthof von Alfred Zinn, Kirche, Rittergut, Denkmal
Teuchern. Strasse des Aufbaus, 1973
Strasse des Aufbaus, 1973
Teuchern. Trebnitz - Dorfstraße mit Gasthaus
Trebnitz - Dorfstraße mit Gasthaus
Teuchern. Trebnitz - Evangelische Christuskirche
Trebnitz - Evangelische Christuskirche

Geschichte Ortschaften

Ortschaft Deuben

Die Ortschaft Deuben besteht aus den Ortsteilen Deuben mit Tackau, Naundorf, Wildschütz mit Nödlitz. Die Entfernung von Deuben zur Autobahnauffahrt A 9 Weißenfels beträgt 11 km und zur Stadt Zeitz 8 km. Vom Bahnhof Deuben können Reisende in die Richtungen Zeitz - Leipzig und Weißenfels - Halle fahren.

Der Name Deuben kommt von dub (altsorbisch) und bedeutet Eiche. Erstmalig wurde der Ort im Jahre 1017 urkundlich erwähnt. Vorgeschichtliche Funde in Deuben und Wildschütz zeugen jedoch davon, dass unsere Gemeinde schon in grauer Vorzeit bewohnt war. Deuben liegt 190 m über dem Meeresspiegel. Mitten durch unsere Gemeinde fließt die Nödlitz.

Die Ortschaft Deuben, mit einer Fläche von 8,79 km² und 1.136 Einwohnern, ist durch den Bergbau geprägt. Die Mibrag mit einem Industriekraftwerk und einer Braunkohlenstaubmahlanlage ist der größte Arbeitgeber. Kontinuierlich wird in unserer Gemeinde an der Infrastruktur gearbeitet. Alle interessierten Haushalte werden mit Fernwärme aus dem Industriekraftwerk versorgt.

In der Deubener Kirche, die 1906 eingeweiht wurde, finden Gottesdienste statt. In Deuben befindet sich ein Bergbaumuseum, in dem die Entwicklung des Braunkohleabbaus unserer Region dokumentiert wird. In dem Museum gibt es auch eine Ausstellung über den in Nödlitz geborenen Helden der Befreiungskriege Heinrich August von Helldorf. Auf unserem Sportplatz und der Kegelbahn können sich Interessierte sportlich betätigen.

Um Deuben sind Spaziergänge über die Hochkippe zum Silbersee, zum Naherholungsgebiet Mondsee oder zum Tagebaurestloch Vollert und zum Burghügel möglich. Wenn Sie noch mehr über unsere Gemeinde erfahren möchten, besuchen Sie uns einmal. Sie sind jederzeit herzlich willkommen.

Ortschaft Gröben

Die Ortschaft Gröben besteht aus den Ortsteilen Gröben und Runthal. Sie liegen teilweise an der B 91, welche in ca. 5 Kilometern eine direkte Anbindung an die Autobahn (A 9) hat.

Nach dem Einstieg in die soziale Marktwirtschaft gründeten sich zahlreiche Gewerbeunternehmen und siedelten sich im Ort und auf dem ehemaligen Industriestandort "Anlage Voß" an. Weitere Gewerbeansiedelungen sind in einem Gewerbegebiet direkt neben der B 91 möglich, für das sich noch Interessenten melden können.

Unweit vom ehemaligen Gemeindeamt steht die restaurierte evangelische Kirche. Im Zentrum beider Orte erinnert jeweils ein Denkmal an die Opfer des 1. Weltkrieges.

Die Einwohner der Ortschaft Gröben feierten im Jahr 2004 das 1000-jährige Bestehen des Ortes Gröben. Aus diesem Anlass wurde im Ortskern eine liebevoll eingerichtete Heimatstube und eine dokumentarische Fotoausstellung über die Entwicklung von Gröben eröffnet.

Im Ortskern von Gröben befindet sich ebenso das neu gestaltete Feuerwehrgerätehaus für die nunmehr seit über 70 Jahren bestehende Freiwillige Feuerwehr. In der Jugendfeuerwehr wird durch eine gute und vorbildliche Ausbildung der Nachwuchs herangezogen. Für die Jüngsten unter uns gibt es eine neue Kindertagesstätte mit Hort. Der Gröbener Malzirkel - längst über die Gemeindegrenzen bekannt - gestaltet durch seine Ausstellungen aktiv das Kulturangebot in der Ortschaft mit.

Gröben verfügt über ein modernes Freizeit- und Sportzentrum, an welches sich eine schöne und gepflegte Schrebergartenanlage mit Gartenlokal angrenzt. Neben Sport- und Kleinfeldplatz, 1 Volleyballplatz bietet der Ortsteil Gröben eine Turnhalle, ein Sportlerheim mit Jugendclub, eine moderne Bowlingbahn mit Gaststätte. Im Ortteil Runthal befindet sich eine moderne 2-Bahn-Kegelanlage.

Im gut organisierten Sportverein "Empor" Gröben e. V. kann man sich in den Abteilungen Fußball, Kegeln, Volleyball, Gymnastik und Radsport in allen Altersgruppen betätigen. Zusätzlich kann in einer Gruppe Tischtennis gespielt werden.

Zentral gelegen ist der Treff für Senioren, dem sich ein schön angelegter Park mit Feuchtbiotop anschließt und beide Ortsteile verbindet.

Für Naturfreunde schließt sich an die Ortslage Gröben ein Naturschutzgebiet mit einer wunderschönen Flora und Fauna, das ehemalige Tagebaurestloch "Vollert", an. Entlang der "Rippach" führt durch den gesamten Ort ein Rad- und Wanderweg, welcher sich großer Beliebtheit erfreut. Viele Wanderer und Besucher verweilen dabei zu einer Rast in den Gaststätten des Ortes, in denen sie durch große Herzlichkeit und eine gute Küche verwöhnt werden.

Ortschaft Gröbitz

Ein Besuch in dem kleinen Dorf Gröbitz, welches südwestlich in der Einheitsgemeinde Stadt Teuchern liegt, ist sehr empfehlenswert.

Es ist eines der ältesten der neun Dörfer und wurde 1135 zum ersten Mal urkundlich erwähnt (Swikerus de Grobece). Auf den sorbischen Ursprung verweist der Name - wahrscheinlich von "Gorbica" -was soviel bedeutet wie "kleiner Graben". Das malerisch am Hang über dem Nautschketal gelegene Gröbitz hat mit seiner schönen alten Dorfkirche und dem Schloss (ehemals Rittergutshaus) zwei Denkmäler, die es in jedem Fall zu besichtigen lohnt.

Die Kirche

Der ursprüngliche Kirchenbau stammt aus dem Mittelalter, wurde aber im 18. Jahrhundert umgebaut und barockisiert. In dieser Zeit wurde auch der Flügelaltar, von dem noch das Bild der heiligen Ursula erhalten ist, durch den jetzigen Kanzelaltar ersetzt. Bemerkenswert sind auch die reich verzierte Patronatsloge und die Hufeisenempore mit Bildern biblischer Geschichten. Die Orgel, vom Orgelbauer Vincent Ladegast aus Weißenfels, wurde im Jahr 1900 geweiht. Um und in der Kirche hat sich in den letzten Jahren viel getan. So wurde das Turmdach neu gedeckt, das Uhrwerk und Zifferblatt wurden instandgesetzt, der Friedhof wurde aufgeräumt und die Mauern saniert und erst im Mai 2000 wurde die frisch gereinigte Orgel wieder in Betrieb genommen.

Das Schloss

Das ehemalige Gutshaus, von den Gröbitzern als ihr "Schloss" bezeichnet, ist auch schon über 500 Jahre alt. Es sind der mittelalterliche Turm und noch einige spätgotische Türstöcke erhalten. Die eindrucksvolle Gesamterscheinung wird durch das prächtige Barockportal (1721) an der Westseite des Gebäudes verstärkt. Seit 1945 war das "Schloss" in kommunalem Besitz. Es beherbergte seitdem unter anderem eine Kindereinrichtung, eine Bibliothek, eine Arztpraxis und wurde zum großen Teil auch als Wohngebäude und Vereinsgebäude genutzt. Seit 2012 befindet sich das Schloss in Privatbesitz.

Aber nicht nur die Kirche ist es, die einen Besuch in Gröbitz lohnenswert machen. Für eine Wanderung durchs Nautzschketal sollte man sich die Zeit unbedingt nehmen. Durch das Lohholz, vorbei an der ehemaligen Lohmühle, erreicht man in südlicher Richtung über den Kurzberg die Stadt Stößen. Entlang der Straße, dem Lauf der Nautzschke folgend, kommt man in den Gröbitzer Grund. Wandert man nun in Richtung Westen, erlebt man das Nautschketal von seiner schönsten Seite und erreicht nach zirka einem Kilometer die Gemeinde Gieckau.

Auch wenn Gröbitz nur etwa 500 Einwohner hat, so gibt es doch eine Vielzahl von Vereinen, die das kulturelle Leben in der kleinen Gemeinde aufrechterhalten. Allen voran der Gröbitzer Männerchor, der im Jahr 1925 gegründet wurde und heute auf ein 80-jähriges Bestehen zurückblicken kann. Jedes Jahr findet am 1. Advent ein Konzert des Chores in der Kirche statt.

Zu den Höhepunkten eines jeden Jahres gehören die Veranstaltungen der Pfingstgesellschaft Gröbitz, wie zum Beispiel das Maibaumsetzen am 1. Mai, das Maienstecken am Pfingstsonnabend und 8 Tage später das Eierbetteln. In der Gröbitzer Schlossjugend haben sich Jugendliche aus dem Ort zusammengeschlossen, um gemeinsam ihre Freizeit zu gestalten.

Sportlich betätigen sich die Mitglieder der Gröbitzer Freizeitkicker und die Gröbitzer Kegelfrauen.

Ortschaft Krauschwitz

Im Schnittpunkt der Städte Naumburg, Weißenfels und Zeitz liegt die Ortschaft Krauschwitz. Die Autobahn A9 mit der Raststätte Osterfeld und der Abfahrt zur B 180 tangiert den westlichen Randbereich der flächenmäßig relativ großen Ortschaft. Im nördlichen Bereich zieht sich die Bahnlinie Naumburg-Zeitz mit Bahnstation durch das Dorfgebiet.

Mit ca. 600 Einwohnern zählt unsere Ortschaft eher zu den kleineren der Einheitsgemeinde. Beginnend mit Kistritz, im Quellgebiet der Rippach, schlängeln sich die Ortsteile der Gemeinde weiter als die Straßendörfer Reußen, Krauschwitz und Krössuln, dem Verlauf der Rippach folgend, in ihrem immer tiefer eingeschnittenen idyllischen Talgrund.

Die Landwirtschaft prägt das Flurbild der Ortschaft mit weiten, fruchtbaren Ackerflächen, überwiegend genutzt durch die "Osterland Landwirtschafts GmbH Teuchern", neben mehreren Windkraftanlagen im nordwestlichen Bereich entlang der Autobahn. Ansonsten sind nur wenige kleinere Handwerksbetriebe hier angesiedelt. Einige große, leerstehende Hofgrundstücke bieten allerdings preiswerten Freiraum für gewerbliche Nutzung ebenso wie diverse Baulücken in den Ortslagen für Eigenheimbau.

Kunsthistorisch wertvolle Bauwerke sind unsere Kirchen in Kistritz und Krössuln, wobei insbesondere die Kistritzer, in jetziger Form über 300 Jahre alt, durch ihren hohen, verdrehten und leicht schief stehenden Turm auffällt. Als eine der schönsten Kirchen der Region, schon wegen ihres geschnitzten Marien-Flügelaltars und der Emporenbilder, ist sie immer einen Besuch wert.

Im Ort befindet sich in ruhiger Lage eine gut angenommene Kindertagesstätte mit vielen Entfaltungsmöglichkeiten für die Kinder. Turnhalle und Sportplatz bieten dem Sportverein und Interessierten ausreichende Möglichkeiten der sportlichen Betätigung. Im sanierten Dorfgemeinschaftshaus mit Saal und kleineren Räumen finden das ganze Jahr über kulturelle Veranstaltungen statt, vom Fasching angefangen bis zum Silvesterball der Feuerwehr. Auch sonst sind die Vereine die Träger der Dorffeste wie zum Maienstecken zu Pfingsten und beim Vogelschießen im Herbst.

Ortschaft Nessa

Der Name Nessa kommt vom germanischen Natia (Nässe, Fluss) und dem althochdeutschen nazzi, nezzi (Nässe). Unternessa wurde 1275 erstmals urkundlich erwähnt. Es gibt jedoch Belege, welche auf eine Besiedlung ab dem Jahre 1040 hinweisen.

Der gleichnamige Bach, die Nessa, durchzieht alle Ortsteile mit einer grünen Aue zu beiden Seiten. Dies spiegelt sich auch im Gemeindewappen wider, auf dem sich der Nessabach unter den 5 Ortsteilen, welche als Kleeblätter stilisiert sind, hinschlängelt. Es gibt heute noch 8 Dorfteiche, vor gut hundert Jahren waren es vielleicht noch doppelt so viele. Unser Nessa ist umgeben von einer sehr fruchtbaren und über 1400 Hektar großen Feldflur. So ist der Ort über Jahrhunderte von einer gutgehenden Landwirtschaft geprägt worden. Davon zeugen die vielen, alten Dreiseitenhöfe in den einzelnen Ortsteilen. Mit ihnen sind solche Namen verbunden wie Gorbauch, Große, Kolbe, Burkhardt, Franke, Hüfner, Mann, Hoppe, Rauche, Scharf und Kabisch, um nur einige der alten Bauernfamilien zu nennen.

Nessa hat heute etwa 1000 Einwohner in den Ortsteilen Obernessa, Unternessa, Dippelsdorf, Kössuln und Wernsdorf. Der Nessaer gilt von altersher als recht konservativ und eigensinnig. Überliefert ist bereits aus dem 17. Jahrhundert, dass die bösen Bauern von Nessa sich weigerten, ihren Tribut an das Kloster Beuditz (Weißenfels) zu entrichten.

Unmittelbar mit Nessa und seinen Einwohnern ist die Geschichte vom Blaustrumpf verknüpft. Vor rund 300 Jahren wurde die blaue Farbe aus der Pflanze Waid gewonnen und war recht preiswert. Mit den Jahren kamen neue Farben auf, der Nessaer blieb jedoch beim Blau und färbte über viele Jahrzehnte noch damit die selbstgestrickten Strümpfe.

Die Kirche zu Unternessa ist dem heiligen Othmar geweiht und ist sicher über 600 Jahre alt. Die rechteckige Saalkirche wurde erst 1795 erbaut. Ein ähnliches Alter weist die Kirche im Ortsteil Obernessa auf.

Der bekannteste Sohn unserer Gemeinde ist wohl der Dichter Johann Georg Albinus. Er wurde am 8. März 1624 als erster Sohn des Pfarrers Zacharias Albinus im Unternessaer Pfarrhaus geboren. Sein schriftstellerisches Schaffen umfasst vor allem Gedichte und Kirchenlieder. Seine bekanntesten Werke waren: "Trauriger Cypressen-Krantz aus den heiligen fünf Wunden Jesu" sowie das Kirchenlied "Alle Menschen müssen sterben".

Über viele Jahrhunderte verfügte auch Nessa über eine eigene Schule, diese musste 2004 wegen Schülermangel geschlossen werden. Hier findet sich nun Nessa´s Vereinshaus. In unserer Ortschaft gibt es einen Schützenverein, einen Verein für Rassegeflügelzucht, zwei Heimatvereine, einen Verein für Ballspiele, einen Seniorenverein und eine Schalmeienkapelle. Die Freiwillige Feuerwehr konnte im Jahre 2005 das neu geschaffene "Zentrale Feuerwehrhaus" beziehen. Die Jugendlichen haben seit über zehn Jahren ihren Jugendklub in Unternessa, gegenüber der Gaststätte "Henning".

Der erste Kindergarten entstand im Jahre 1936, unser zentraler Kindergarten ist 1970 eingeweiht worden. Heute betreuen hier vier Erzieherinnen zwischen 30 und 40 Kinder.

Unweit des Kindergartens befindet sich der Sportplatz und unsere Turnhalle. Im Jahre 2004 wurde das Gemeindebackhaus eingeweiht. Das Büro des Ortsbürgermeisters befindet sich in der Dorfstraße 8 in den Räumen der ehmaligen Sparkasse.

Nessa lebt nicht unwesentlich von den einheimischen Firmen. Seit fast hundert Jahren gibt es gegenüber der Kirche in Unternessa einen Gasthof, die heutige Gaststätte "Henning". Die Autowerkstatt Rabestein und das Baugeschäft Meißner sind typische Familienbetriebe von Einheimischen. Nach der Wende entstand der Baubetrieb Hiestro und die Dachdeckerfirma Schmidt siedelte sich an. Hier finden viele Einwohner der Ortschaft ihre Arbeit. Die Bedeutung der Landwirtschaft ist leider immer mehr zurückgegangen. Beziehungen bestehen hier meist nur noch in Form der Landverpachtung.

Mitte der neunziger Jahre hat die Gemeinde mit Mitteln aus einer Entschädigungszahlung des Bundes das Industriegebiet Nessa erschlossen. Die weitere Entwicklung verlief leider nicht so wie erwünscht. Nutzer ist die Firma BHG, welche eine Tochter der STRABAG AG ist, mit einer Bitumenanlage. Weiterhin ist die Firma Hiestro Bau GmbH mit einem stationären Brecherplatz angesiedelt.

Die Ziele der nächsten Jahre kann man so umschreiben: Werte sind zu bewahren und die Besonderheiten der Ortschaft zu entwickeln und herauszukehren. Dazu gehört die vernünftige Gestaltung des alten Gutsparkes in Obernessa, Maßnahmen zur Begrünung unserer Feldflur und der Erhalt der dörflichen Bausubstanz.

Ortschaft Prittitz

In Prittitz befindet sich ein Gewerbegebiet, welches ausbaufähig ist.

Fährt man auf der B 87 von Weißenfels in Richtung Naumburg, so durchfährt man nach ca. 7 km die Ortschaft Prittitz. Unser Heimatort befindet sich in einer Höhe von 186 Meter über dem Meeresspiegel und ist Wohnort für ca. 1.000 Einwohner. Die bisher älteste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1140.

Die Ortschaft Prittitz besteht aus den Ortsteilen Prittitz, Plotha und Plennschütz und geht vom Namen her auf sorbische Siedlungsgründung zurück. Im frühen Mittelalter gehörten Prittitz und Plennschütz zum Amt Weißenfels und Plotha zum Amt Schönburg der Stiftsverwaltung Naumburg. Im 18. Jahrhundert war Prittitz mit 69 Hausbesitzern eines der größten und bedeutendsten Dörfer im Amt Weißenfels. Um 1900 wurden in Prittitz schon 112 Wohnhäuser gezählt. Diese Entwicklung wurde maßgeblich durch den Abschluss der Bauarbeiten und der Inbetriebnahme der Eisenbahnstrecke Weißenfels-Zeitz mitbestimmt und unser Ort wurde verkehrsmäßig weiter erschlossen.

Heute verfügt unser Ort über ein gut ausgebautes Straßennetz und in ca. 30 Autominuten erreicht man die Städte Leipzig und Halle. Die Domstadt Naumburg liegt in unmittelbarer Nähe. Über die Jahrhundertwende war der Ort ein Bauernhof, die Landwirtschaft war der Haupterwerb. Den Zweiten Weltkrieg überstand unser Dorf unbeschadet.

Die sich in der Region Leuna, Weißenfels und Deuben entwickelnde chemische und Schuhindustrie sowie die Erschließung des Braunkohlentagebaues in Deuben bestimmten nun die Geschichte des Ortes.

Die meisten Einwohner arbeiteten in den Industriebetrieben in Leuna und Weißenfels. In großer Anzahl mussten unsere Einwohner frühmorgens zur etwa 1 km entfernten Bahnstation Prittitz laufen, um rechtzeitig ihre Arbeitsstellen zu erreichen.

1990 erlebte unsere Ortschaft einen gewaltigen Umbruch. Die Arbeitsplätze in der Schuhindustrie und der chemischen Industrie wurden rapide abgebaut und es entwickelten sich nur mühsam neue Arbeitsmöglichkeiten. Zu unseren alteingesessenen Handwerksbetrieben kamen einige Neue dazu und auch das Gewerbegebiet am Ortseingang konnte eine positive Entwicklung verzeichnen.

Die Betriebe Geräteservice (GeSe) GmbH für Black & Decker, die Raiffeisengenossenschaft, die Firma Stachowski und die Agrartechnik GmbH bieten Arbeitsmöglichkeiten für interessierte Bürger.

In der Ortschaft befindet sich eine Kindertagesstätte . Die medizinische Versorgung wird abgesichert durch eine Zahnarztpraxis und eine Gemeinschaftspraxis für Allgemeinmedizin.

Im Rahmen der Dorferneuerung konnte Wesentliches geschaffen und das Ortsbild zum Positiven verändert werden. Viele schöne, neue Eigenheime werden im "Waldweg" errichtet. Geplant ist eine weitere Wohnsiedlung "Am Kulturhaus". Wer eine ruhige Wohnlage, Nähe von Natur und trotzdem günstige Verkehrsverbindungen sucht, findet hier einen Fleck fürs Leben.

Die Vereine der Ortschaft Prittitz arbeiten aktiv. Der Frauengesangsverein "Kötzschbachlerchen", der ländliche Reit- und Fahrverein, die Kaninchenzüchter, der Heimatverein und die Schrebergärtner haben sich erst neu bzw. wieder gegründet und ergänzen die Tradition des Prittitzer Vereinslebens.

In der Ortschaft Prittitz wird der Handballsport groß geschrieben, denn Prittitz war schon immer eine Hochburg des Handballs. Dieser Verein besteht seit 1925. Seit September 1999 verfügt die Ortschaft Prittitz über eine schicke, neue Sporthalle, in der alle verschiedenen Sportarten im Trainings- und Wettkampfbetrieb gespielt werden. 150 Zuschauer finden auf der Empore Platz. Auf diesen Tag hatten die Einwohner der Ortschaftlange gewartet.

Die 1845 gegründete Schützengilde e.V. wurde nach der politischen Wende wieder ins Leben gerufen. Traditionell findet jedes Jahr das "Vogelschießen" mit Vorderladern auf dem eigenen Schießstand statt. Im Verein sind derzeit 50 Mitglieder organisiert. Dieser Verein nimmt rege und erfolgreich an Ausscheiden des Schützenbundes und anderer Schützenvereine teil.

Das ehemalige Armen- und langjährige Feuerwehrhaus wurde im Jahre 1998 durch eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme zum Heimatmuseum umgebaut. Das Museum ist leider geschlossen.

Ortschaft Teuchern

Teuchern, zu dem neben der Stadt noch die Ortsteile Vorwerk Lagnitz, Schortau, Bonau, Lagnitz und Schelkau gehören, ist eine der ältesten Städte in unserer Region. Die bei mehreren Ausgrabungen gefundenen, bearbeiteten Steinwerkzeuge und Knochenreste der Frühmenschen weisen auf eine frühe Besiedlung bereits in der Jungsteinzeit hin. Der Name Teuchern ist höchstwahrscheinlich keltischen Ursprungs und bedeutet vermutlich "Herrensitz und Waffenplatz".

Nach dem Zerfall des alten thüringischen Königreichs siedelten sich hier die slawischen Sorben an. Westlich vom Zschelkesumpf, in unmittelbarer Nähe des heutigen Marktes, entstand ein hufeisenförmiges Wendendorf mit Namen Tucherini oder Ducherini. Die bisher nachweisbare erste urkundliche Erwähnung von Teuchern stammt vom 01.08.976, danach schenkte Kaiser Otto II. dem Stift Zeitz die Kirche zu Teuchern mit ihrem Kirchengute. Die Burg Teuchern war zu dieser Zeit kirchlich und auch verwaltungsmäßig der Mittelpunkt des Gaues Teuchern. Dabei war der Gau Teuchern damals größer als der heutige Kreis Weißenfels.

Im Jahre 1480 wurde Teuchern die Berechtigung verliehen, einen Pfingst- bzw. einen Herbstmarkt sowie auch Wochenmärkte stattfinden zu lassen. Damit wurde das bereits 1135 von Bischof Udo erlassene Marktrecht erneuert bzw. erweitert.

Nach dem Befreiungskrieg 1815 verlor das Königreich Sachsen einen Teil seines Besitzes und Teuchern wurde preußisch. Obwohl es den Einwohnern von Teuchern nicht leicht gefallen war, nach über 700-jähriger Herrschaft des Hauses Wettin, nun ein "Muss-Preuße" zu sein, vollzog sich die Umstellung leichter als viele befürchteten. In dieser Zeit begann sich die Stadt immer weiter zu entwickeln. Die Landwirtschaft und das Handwerk begannen enorm Fortschritte zu machen. In dem noch vorhandenen Kirchenregister werden öfter Torfgräber und Bergleute genannt.

Im Jahre 1834 wurden die beiden bis dahin immer noch selbständig existierenden Gemeinden, Kapitelsgemeinde und Gassengemeinde, vereinigt. Nur das Rittergut bildete noch eine Gemeinde für sich. Diese Vereinigung bewirkte einen weiteren wirtschaftlichen Aufschwung. Darüber hinaus entwickelte sich das Vereinsleben in Teuchern. Im Jahre 1840 hatte sich die Einwohnerzahl auf 1399 Bürger (um 1750 nur 430 Einwohner) erhöht. Wegen der sich immer mehr entwickelnden Braunkohleindustrie wurde in dieser Zeit die Weißenfelser-Zeitzer Landstraße gebaut. Die Entwicklung dieses Industriezweiges trug schließlich auch entscheidend dazu bei, dass die Zeitz-Weißenfelser Eisenbahn mit dem Knotenpunkt im Jahr 1859 entstand. Ein Zeichen des blühenden Aufschwunges Ende des 19. Jahrhunderts in Teuchern war die Entstehung zahlreicher stark verzierter Häuser, die teilweise heute noch stehen. Viele von denen wurden in den letzten Jahren wieder schön hergerichtet. Zu dieser Zeit hatte Teuchern ca. 5.500 Einwohner. In den beiden Weltkriegen wurde den Teucherner Bürgern sehr viel körperliches Leid zugefügt, glücklicherweise wurde aber die Stadt nicht zerstört. Durch die Zuwanderung zahlreicher Umsiedler nach dem 2. Weltkrieg stieg die Einwohnerzahl auf über 8.000. Diese pendelte sich mehrere Jahre später auf etwa 5500 Bürger ein. Nach der Wende, im Jahre 1989/90, reduzierte sich die Einwohnerzahl auf derzeitig ca. 3.300.

Heute wird die Kleinstadt von einem neu gestalteten Marktplatz mit Rathaus, Ratskeller und Marktbrunnen geziert. Zahlreiche Häuser in diesem Bereich wurden saniert und strahlen im neuen Glanz. Hier befindet sich auch das Geburtshaus des bekanntesten Sohnes Teucherns, des 1674 geborenen Komponisten und Kapellmeisters Reinhard Keiser, an den die darin befindliche Gedenkstätte erinnert. Ein Wahrzeichen von Teuchern ist die 1610-12 erbaute evangelische Kirche "St. Georg". Durch die zahlreichen Restaurationsarbeiten der letzten Jahre ist es gelungen, sie vor dem Zerfall zu retten. Zu den Schätzen der Kirche zählen die an der südlichen Wand befindlichen "Bünauschen Grabsteine" aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts, der achtseitige Taufstein aus dem Jahre 1542 sowie die im Stil der Spätrenaissance erbaute sogenannte "Herrschaftsloge". Die Glocken befinden sich nicht, wie allgemein üblich im Kirchturm, sondern im Glockenhaus, auf dem Glockenberg, nahe der Kirche. Unweit von hier, im Steinweg, baute die katholische Glaubensgemeinschaft 1993 ihre "Heilig-Kreuz-Kirche", eine Kirche moderner Prägung.

Das vor etwa 10 Jahren entstandene neue Wohngebiet "Das Mittelfeld", das mit ca. 70 Eigenheimen bebaut wurde, trug wesentlich dazu bei, dass die Einwohnerzahl von Teuchern (bereinigt durch die Eingemeindung) in den letzten 15 Jahren wesentlich geringer sank als in anderen Orten unserer Region.

Teuchern kann auf eine über 500-jährige Schultradition verweisen. Während anfangs die Schüler im Pfarrhaus bzw. durch "Hauslehrer" unterrichtet wurden, wurde in alten Akten bereits 1535 ein "Schulrektor" erwähnt, der die Existenz eines separaten Schulgebäudes schlussfolgern lässt. Die Schulgebäude der heutigen Grundschule wurden in den Jahren 1852, 1868 und 1883 gebaut und 1998-2002 saniert. Die ehemalige Sekundarschule in der Straße des Friedens wurde geschlossen und zu einem Ärztehaus umgebaut. Zur Bildung und Freizeit der Kinder und Jugendlichen stehen in unserer Stadt darüber hinaus eine Kindertagesstätte, ein Jugendclub und ein Freizeittreff zur Verfügung.

Die wirtschaftliche Entwicklung in Teuchern wird einerseits durch die ca. 80 Handwerks- und Gewerbebetriebe und andererseits durch den großen Betrieb "Osterland Landwirtschafts GmbH" geprägt. Die Osterland GmbH hat sich mit ca. 160 Beschäftigten zum größten Arbeitgeber in unserer Stadt entwickelt. Auf etwa 4.200 ha gepachteter Nutzfläche werden u. a. Getreide, Zuckerrüben, Kartoffeln, Gemüse und Blumen angebaut. Seit 1996 betreibt dieser Betrieb auch eine eigene Fleischverarbeitung zur Herstellung von Fleisch- und Wurstwaren von Tieren aus eigener Aufzucht. In der Kleinstadt Teuchern praktiziert eine außerordentlich hohe Zahl an Ärzten und Therapeuten. Insgesamt gibt es 14 medizinische Einrichtungen. Das Facharztzentrum am Markt und das Ärztehaus im ehemaligen Schloss im Park sind besonders erwähnenswert. In Teuchern finden sie ein sehr umfangreiches Angebot medizinischer Dienstleistungen der verschiedenen Fachbereiche. Neu entstanden ist ein weiteres Ärztehaus in der ehemaligen Sekundarschule und seit 2010 in Betrieb. Weiterhin finden Sie ein Altenpflegezentrum der Diakonie und eine Anlage für betreutes Wohnen (ebenfalls Diakonie) in Teuchern.

Einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung des kulturellen Lebens unserer Stadt leisten die über 20 Vereine und Verbände. In Zusammenarbeit dieser werden die kulturellen Höhepunkte wie das Parkfest, der Weihnachtsmarkt und das Sängerfest organisiert.

Ortschaft Trebnitz

Das Dorf Trebnitz befindet sich im Südosten des Landkreises Weißenfels, an der Grenze des fruchtbaren Leipziger Tieflandes und dem auslaufenden nördlichen Thüringer Hügellandes.

Von der Anlage her war Trebnitz, das nachweislich vor ca. 700 Jahren erstmals urkundlich erwähnt wurde, ein Bauerndorf. Entlang der heutigen Dorfstraße lagen die Gehöfte beieinander. Mit der wachsenden Braunkohlenindustrie entwickelte sich der Ort überwiegend zu einem Bergarbeiterdorf. Das Dorf wurde sternförmig in verschiedene Richtungen durch den Bau von Mehrfamilienhäusern, die z. T. Jugendstilelemente zieren, erweitert. So entstanden für die Industriearbeiter Mietwohnungen. In den zwanziger und dreißiger Jahren dieses Jahrhunderts wurde die Siedlung als der jüngste Ortsteil angelegt. Kaum eines der kleinen Häuschen steht jedoch noch im ursprünglichen Zustand. Um- und Erweiterungsbauten ermöglichten mehr Wohnraum und besseren Wohnkomfort. Die gepflegten Hausgärten vermitteln einen einladenden Eindruck. Als die Einwohnerzahl zunahm, wurde der Ort aus der Kirchengemeinde Teuchern herausgelöst. 1913 erhielt der Ort eine eigene Kirche, die 1914 geweiht wurde. Es ist wohl eine der ersten Kirchen, die nicht mehr im Stil der Neogotik errichtet wurde. Die geschnitzten Holzfiguren auf dem Kronleuchter, Bergmann, Schmied und Bauer, sollen die Verbundenheit mit allen Bewohnern des Ortes verdeutlichen.

Der Ortsteil Oberschwöditz konnte 1985 sein 800-jähriges Bestehen feiern. Es ist ein kleines idyllisch im Maibachtal gelegenes Bauerndorf. Wegen seiner Schönheit durch alte Bausubstanzen konnte es in das Dorferneuerungsprogramm aufgenommen werden. Von hier aus kann man im Tal oder auch auf der Höhe, abseits von Lärm und Industrie, geruhsam in die nahegelegenen Wäldchen, den "Scheplitz", wandern.

Die Umgebung von Trebnitz wurde durch den Braunkohlenbergbau gestaltet. An den Restlöchern entwickelte sich eine interessante Flora und Fauna. Viele Vogelarten können hier beobachtet werden. Einheimische Orchideen fanden hier geeignete Standorte. Da gibt es für Naturfreunde manches zu entdecken. Auf der anderen Seite bereitet die von der Braunkohle verlassene Landschaft große Sorgen.

Im Ort werden die Dinge des täglichen Bedarfs in einem Lebensmittelladen angeboten. Im Gartencenter können das Notwendige für Garten, aber auch Blumen und Schreibwaren erworben werden. Handwerksbetriebe haben sich niedergelassen und auch zwei Fuhrbetriebe übernehmen gerne Fahraufträge der Bürger.

Im Ort befinden sich eine Zahnarztpraxis, ein Kindergarten, ein Friseur, eine Poststelle, eine Sparkasse sowie ein Jugend- und Seniorenclub.

Der Ortschaftsrat und auch die Vereine bemühen sich, zum Wohle der Bevölkerung des Ortes zu wirken, damit sich alle Einwohner wohlfühlen können.

Quelle: stadt-teuchern.de



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