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Alte Historische Fotos und Bilder Würzburg, Bayern
Old historical photos and pictures , Bavaria

Wenn Sie habe Vergessen deine Vergangenheit - Ihr wirst keine Zukunft haben


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Geschichte von Würzburg, Bayern in Fotos
History of , Bavaria in photos

Eine kleine historische Referenz

Geographie: Würzburg - ist eine kreisfreie Stadt in Bayern (Bezirk Unterfranken). Die Stadt ist Sitz der Regierung von Unterfranken und des Landratsamtes Würzburg sowie Bischofssitz der Diözese Würzburg der Römisch-Katholischen Kirche.

Würzburg liegt im sogenannten Maindreieck in einem Talkessel im mittleren Maintal. Durch die Stadt fließt der Main, das bedeutendste Fließgewässer der Region. Seine Hanglage, die klimatischen Verhältnisse sowie andere Standortfaktoren machen Würzburg zu einem beliebten Weinbaugebiet. Drei der fünfzehn größten deutschen Weingüter sind in Würzburg beheimatet.

Mit der Julius-Maximilians-Universität, die in der Tradition der 1402 gegründeten Hohen Schule zu Würzburg steht und damit die älteste Universität Bayerns ist, zählt die Stadt zu den klassischen deutschen Universitätsstädten. Die Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt und die Hochschule für Musik Würzburg sind weitere akademische Einrichtungen.

Gründungszeitpunkt: Im Jahr 704 wurde Würzburg erstmals als "Castellum Virteburch" urkundlich erwähnt und 2004 das 1300-jährige Stadtjubiläum gefeiert.

Einwohner: 124 873

Würzburg. Am Kranentor, um 1918
Am Kranentor, um 1918
Würzburg. Blick vom Feste Marienberg
Blick vom Feste Marienberg
Würzburg. Dom
Dom
Würzburg. Königliche Residenz, Verkehr während der Parade, 1905
Königliche Residenz, Verkehr während der Parade, 1905
Würzburg. Königliche Residenzschloß
Königliche Residenzschloß
Würzburg. Marienberg, um 1900
Marienberg, um 1900
Würzburg. Schotten-Anger
Schotten-Anger
Würzburg. Theaterstraße
Theaterstraße
Würzburg. Blick auf Festung und Käppele, 1921
Blick auf Festung und Käppele, 1921
Würzburg. Domstraße mit Vierröhrenbrunnen
Domstraße mit Vierröhrenbrunnen
Würzburg. Falkenhaus, um 1960
Falkenhaus, um 1960
Würzburg. Falkenhaus und Marien-Kapelle
Falkenhaus und Marien-Kapelle
Würzburg. Festung Marienberg und Ludwig-Brücke, 1903
Festung Marienberg und Ludwig-Brücke, 1903
Würzburg. Grafeneckardturm und Ratskeller
Grafeneckardturm und Ratskeller
Würzburg. Käppele und Restaurant Ludwigsterrassen, 1928
Käppele (Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung) und Restaurant Ludwigsterrassen, 1928
Würzburg. Königliche Residenzschloß
Königliche Residenzschloß
Würzburg. Die Alte Mainbrücke
Die Alte Mainbrücke
Würzburg. Krämermarkt, 1929
Krämermarkt, Marienkapelle und Falkenhaus, 1929
Würzburg. Neubaustraße, 1906
Neubaustraße, 1906
Würzburg. Panorama fluss Main
Panorama fluss Main mit Brücken, festung Marienberg und Stadt
Würzburg. Staatliche Luitpold-Krankenhaus, 1940
Staatliche Luitpold-Krankenhaus, 1940
Würzburg. Stadtplatz mit brunnen
Stadtplatz mit brunnen
Würzburg. Statue St. Kilian und Festung Marienberg
Statue St. Kilian und Festung Marienberg
Würzburg. Walhallahaus
Walhallahaus

Geschichte

Auch wenn Würzburgs vermutlich erste Erwähnung um das Jahr 700 erfolgte (beim Geograph von Ravenna Uburzis geschrieben, gesprochen Wurcis), und seine erste urkundliche Nennung erst 704 als in castello Virteburh (woraus dann unter anderem Wirzaburg wurde), lassen Funde auf eine wesentlich längere Geschichte Würzburgs schließen. Bereits für die Zeit um 1000 v. Chr. ist eine keltische Fliehburg auf dem Marienberg nachgewiesen. Seit dem Jahr 604 n. Chr. war Würzburg fränkischer Herzogssitz, zwischen 685 und 689 missionierten dort die Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan. Sicherlich bedingt durch die Lage an vielen Verkehrswegen, zum Beispiel dem Main, machte Bonifatius Würzburg 741 zum Bischofssitz. Mit der Heiligsprechung der Frankenapostel 752 begannen die Pilgerfahrten zum ersten Märtyrergrab rechts des Rheins. Ludwig der Fromme verlieh den Würzburger Bischöfen um 820 ein Zollprivileg (Markt- und Münzrecht folgten erst 1030). Der im 10. Jahrhundert von Fernkaufleuten und Großhändler besuchte Marktplatz befand sich in der heutigen Domstraße. Im 11. Jahrhundert gelangte eine Silbermünze aus Würzburg bis auf die Färöer, wie der Münzfund von Sandur belegt. Das erste Ritterturnier auf deutschem Boden wurde 1127 in der Stadt ausgetragen. Als technische Meisterleistung gilt seiner Zeit der um 1130 erfolgte Bau der steinernen Mainbrücke.

Am 17. Juni 1156 heiratete Friedrich I. Barbarossa in Würzburg in zweiter Ehe die noch sehr junge Beatrix von Burgund, Tochter des Grafen Rainald III. und Erbin der Freigrafschaft Burgund (heute Franche-Comté). Auf dem Reichstag zu Würzburg 1168 belehnte Friedrich I. Barbarossa den damaligen Bischof Herold mit der Herzogswürde. Die Bischöfe der Stadt konnten sich fortan Fürstbischöfe nennen und den Titel „Herzog in Franken“ führen.

1188 wurden staufische Höfe und Eigengüter in der Stadt und dem Bistum Würzburg (curtes et allodia, que habemus tam in civitate Herbipolensi quam in episcopatu) in einem Vertrag zwischen Kaiser Friedrich I. Barbarossa und König Alfons VIII. von Kastilien erwähnt. Der Vertrag regelte die Ehe zwischen Friedrichs Sohn Konrad und Alfons Tochter Berengaria. Der Besitz in Würzburg gehörte mit weiteren 29 staufischen Gütern zur Morgengabe der Braut. Allerdings wurde diese Ehe niemals in die Praxis umgesetzt.

1402 gründete der Fürstbischof Johann von Egloffstein die Hohe Schule zu Würzburg, Vorläuferin der Universität Würzburg.

Im Deutschen Bauernkrieg wurde die Festung Marienberg im Mai 1525 erfolglos berannt. Tilman Riemenschneider wurde daraufhin auf der Festung festgehalten.

Bedeutend für die Würzburger Geschichte war der Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn. Er stiftete das Juliusspital, gründete die Universität neu und baute die Festung auf dem Marienberg als Renaissanceschloss aus. Er war weit über Würzburg hinaus bekannt als Gegenreformator und Hexenverfolger. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurden mehr als 260 Menschen aufgrund einer Anklage wegen Hexerei oder Zauberei hingerichtet.

1631 bis 1634 wurde Würzburg von den Schweden besetzt. Nach dem Dreißigjährigen Krieg und dem Westfälischen Frieden 1648 erfolgte, unter anderem durch Schaffung neuer Festungs- und Stadttore, der barocke Ausbau der Befestigung Würzburgs. Von 1802 bis 1814 wechselten die Würzburger viermal ihre Nationalität. Zunächst waren sie Bürger des Hochstifts Würzburg gewesen, ab 22. November 1802 dann Bürger des Kurfürstentums Pfalzbayern, 1806 des Königreichs Bayern, ab September 1806 des Großherzogtums Würzburg und ab Juni 1814 wieder des Königreichs Bayern und seither bayerisch.

Am 2. August 1819 begannen in Würzburg die Hep-Hep-Unruhen, die sich in der Folge im ganzen Deutschen Bund ausbreiteten.

Der Pegel Würzburg wurde 1823 in Betrieb genommen und ist der älteste in Betrieb befindliche Pegel am Main.

Im seit dem Mittelalter der Musik verbundenen Würzburg fand im August 1845 das erste gesamtdeutsche Sängerfest statt.

Nach der Aufhebung der Festungseigenschaft für das rechtsmainische Würzburg 1857 wandelte sich das seit dem Ende des 17. Jahrhunderts weitgehend gleichgebliebene Stadtbild.

Im Jahr 1900, acht Jahre nach Eröffnung der Straßenbahnlinie als Pferdebahn, erhielt Würzburg seine erste elektrische Straßenbahn.

Wilhelm Conrad Röntgen entdeckte 1895 im Physikalischen Institut der Universität Würzburg die nach ihm benannte Röntgenstrahlung und erhielt dafür 1901 den (ersten) Nobelpreis für Physik.

Am 9. November 1918 bildete sich in Würzburg ein Arbeiter- und Soldatenrat. Im April 1919 bestand eine dreitägige Herrschaft des Rätekommunismus, die so genannte Würzburger Räterepublik. Am 6. Dezember 1922 entstand in Würzburg eine Ortsgruppe der NSDAP und gelangte nach der Wiederzulassung 1925 mit vier Mandaten im Dezember 1929 in den Stadtrat.

1930 wurde in der Augustinerstraße 9 nach Plänen von Franz Kleinsteuber Würzburgs erstes Hochhaus fertiggestellt. Um 1935 waren darin unter anderem Räume der NSDAP-Kreisleitung im vierten Stock untergebracht. 1934 war Würzburg Großstadt geworden.

Nach dem Verbot von Aktivitäten der SPD (Würzburgs und Deutschlands älteste demokratische politische Partei) und der Auflösung der Bayerischen Volkspartei wurden am 4. September 1934 die Stadtratsmitglieder auf Adolf Hitler neu vereidigt.

Am 27. November 1941 wurden in Würzburg erstmals jüdische Bürger deportiert, am 17. Juni 1943 zum letzten Mal.

Die ersten Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg erfuhr Würzburg mit dem Luftangriff am 21. Februar 1942. Hierbei war vor allem der Südbahnbahnhof betroffen.

Unter der Regierung der Nationalsozialisten spielte die Stadt eine wichtige Rolle bei der sogenannten Aktion T4, bei der in Deutschland mehr als 100.000 Psychiatrie-Patienten und behinderte Menschen durch SS-Ärzte und -Pflegekräfte systematisch ermordet wurden. Zentrale Figur dabei war Werner Heyde, Professor für Psychiatrie und Neurologie an der Universität Würzburg sowie Leiter der „medizinischen Abteilung“ der „Euthanasie“-Zentrale und Obergutachter der Aktion T4.

Im Frühjahr 1943 wurde Würzburg Standort eines der 92 Außenlager des Konzentrationslagers Flossenbürg. Im Mai saßen im KZ-Außenlager Würzburg 28 Häftlinge ein. Diese wurde unter anderem zum Ausbau der Psychiatrischen Universitätsklinik und eines SS-Lazaretts eingesetzt. Später stieg die Zahl der Inhaftierten auf 50 an.

Am 16. März 1945 erfolgte von 21:15 bis 21:42 Uhr der die Kernstadt zu 80 Prozent zerstörende Bombenangriff auf Würzburg und Heidingsfeld als Hauptangriff der Alliierten. Mindestens 4500 Menschen starben dabei, etwa 5000 im Jahr 1945 insgesamt durch Fliegerangriffe, Feindeinwirkungen und Verwundungen in Lazaretten. Ebenfalls etwa 5000 Würzburger fielen im gesamten Zweiten Weltkrieg. Am 31. März erreichten US-amerikanische Truppen den Landkreis Würzburg, am 2. April das Mainufer unterhalb der Festung und am 4. April, dem Tag der Einrichtung der Militärregierung Mainfranken, marschierten sie in die Stadt Würzburg ein. Am 5. April war Würzburg dann endgültig von der 7. US-Armee erobert. Der 1946 beginnende und in den folgenden Jahren, beruhend auf einem Wiederaufbauplan für die Altstadt von 1948 und einem Generalverkehrsplan von 1953, fortgesetzte Wiederaufbau der Stadt wurde am 16. Dezember 1963 von Oberbürgermeister Zimmerer in einer Haushaltsrede vor dem Stadtrat für abgeschlossen erklärt. Zu Beginn der 1960er Jahre waren die Planungen für ein Universitätszentrum am Hubland und für die Stadtausdehnung auf dem Heuchelhof begonnen worden.

Eingemeindungen

Am 1. Januar 1930 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Heidingsfeld mit den Gemeindeteilen Heidingsfeld, Heuchelhof, Vogelshof und Zwickerleinshof eingegliedert. Weitere Eingemeindungen erfolgten im Rahmen der im Januar 1971 durch den bayerischen Ministerpräsidenten Alfons Goppel initiierten Gebietsreform: Am 1. Januar 1974 kam die Gemeinde Rottenbauer hinzu. Unterdürrbach sowie die Gemeindeteile Oberdürrbach, Schafhof und Ziegelhütte aus der Gemeinde Oberdürrbach wurden am 1. Juli 1976 eingegliedert. Es folgten am 1. Januar 1978 die Gemeinde Lengfeld mit den Gemeindeteilen Holzmühle, Pilziggrund, Riedmühle und Rosenmühle, die Gemeinde Versbach mit den Gemeindeteilen Herrnmühle, Schäfermühle und Straubmühle sowie am 1. Mai 1978 aus der Gemeinde Höchberg der Gemeindeteil Steinbachtal.

Einwohnerentwicklung

Im Jahr 1840 hatte Würzburg 26.814 Einwohner und 1880 waren es 50.000. Nach dem Deutschen Krieg erlebte die Stadt von 1867 und 1896 einen „Bauboom“, der zur Neuerrichtung von über 1300 Wohnhäusern führte. Während 1903 noch 79.547 Einwohner gezählt wurden, betrug 1904 die geschätzte Zahl der Einwohner dann 80.000. Mit 94.671 Einwohnern war Würzburg 1918 die viertgrößte Stadt im rechtsrheinischen Bayern. Von 1919 bis 1939 stieg die Einwohnerzahl infolge von Geburten- und Migrationsüberschüssen von etwa 86.500 auf 107.500 an. 1932/33 hatte die Einwohnerzahl erstmals die Grenze von 100.000 überschritten, wodurch Würzburg zur Großstadt wurde. Durch die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges verlor die Stadt zwischen 1939 (108.000 Einwohner) und 1945 (53.000 Einwohner) rund die Hälfte (55.000) ihrer Bewohner. Nachdem 1955 die Stadt zum zweiten Mal die 100.000-Einwohner-Grenze überschritten hatte, erreichte die Bevölkerungszahl 1957 wieder den Vorkriegsstand. Ende Dezember 2004 lebten in Würzburg nach Fortschreibung des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung 133.539 Menschen mit Hauptwohnsitz. Das ist der historische Höchststand. Seit der Korrektur durch den Zensus 2011 stagniert die Einwohnerzahl.

Wobei bei der Bevölkerungsentwicklung die umfangreichen Eingemeindungen der 1970er Jahre zu berücksichtigen sind (siehe Eingemeindungen). Würzburg in den Grenzen von 1939 (also mit Heidingsfeld), jedoch einschließlich des gesamten Stadtbezirks Steinbachtal, hatte am 31. Dezember 2013 nur noch 99.541 Einwohner (gemäß: Stadtgliederung). Wobei es sich hier um die Melderegisterbasierte Einwohnerzahl einschließlich Zweitwohnsitz handelt. Die Amtliche Einwohnerzahl für dieses Gebiet liegt noch etwas unter diesem Wert.

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse¹ oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die „ortsanwesende Bevölkerung“ (ohne Militär und Studenten), ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Ausländeranteil

Im Jahr 2010 hatte Würzburg mit 11.283 Ausländern aus diversen Herkunftsländern einen Ausländeranteil von 8,5 %. Der höchste Ausländeranteil ist im Stadtbezirk Altstadt mit 16,8 % verzeichnet, gefolgt von der Zellerau und dem Frauenland (beide 13,6 %) sowie Grombühl (12,0 %). Die meisten ausländischen Mitbürger kommen (Stand 2013) aus der Türkei (1237), Russland (840), Italien (756), Ukraine (678) und Rumänien (662).

Quelle: de.wikipedia.org



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