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Alte Historische Fotos und Bilder Altensteig, Baden-Württemberg

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Wappen Altensteig

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Geschichte von Altensteig, Baden-Württemberg in Fotos

Eine kleine historische Referenz

Geographie: Zur Stadt Altensteig gehören die ehemalige Stadt Berneck und die ehemaligen Gemeinden Altensteigdorf, Garrweiler, Hornberg, Spielberg, Überberg, Walddorf mit Monhardt und Wart.

Zur Stadt Altensteig in den Grenzen vor der Gemeindereform der 1970er Jahre gehört die Stadt Altensteig. Zu den ehemaligen Gemeinden Altensteigdorf und Wart gehören jeweils nur die gleichnamigen Dörfer. Zur ehemaligen Stadt Berneck gehören die Stadt Berneck, der Weiler Bruderhaus und die Häuser Bahnhof Berneck. Zur ehemaligen Gemeinde Garrweiler gehören das Dorf Garrweiler und die Häuser Fischhaus und Kohlsägmühle. Zur ehemaligen Gemeinde Hornberg gehören das Dorf Hornberg, die Burgruine Burg Hornberg und die Häuser Baiermühle. Zur ehemaligen Gemeinde Spielberg gehören das Dorf Spielberg und die Häuser Ziegelhütte. Zur ehemaligen Gemeinde Überberg gehören die Weiler Heselbronn, Lengenloch und Zumweiler. Zur ehemaligen Gemeinde Walddorf gehören das Dorf Walddorf, der Weiler Monhardt, das Chausseehaus und der Ort Elektrizitätswerk.

Gründungszeitpunkt:

Einwohner: 10 236

Geschichte:

Altensteig. Marktplatz
Marktplatz
Altensteig. Panorama der Stadt, 1914
Panorama der Stadt, 1914
Altensteig. Altes Schloß, 1946
Altes Schloß, 1946
Altensteig. Gasthof und Pension 'Waldhorn'
Gasthof und Pension "Waldhorn"
Altensteig. Berneck - Stadtplatz
Berneck - Stadtplatz, Bayerische Ostmark
Altensteig. Gasthof zur Traube, 1961
Gasthof zur Traube, Metzgerei, 1961
Altensteig. Panorama der Stadt, 1919
Panorama der Stadt, 1919
Altensteig. Untere Stadt, 1926
Untere Stadt, 1926

Geschichte

Vorgeschichte

Nach dem Hochwasser im Februar 1990 wurden im Nagoldtal zwischen Altensteig und Ebhausen im Bereich Nonnenwiese kleine steinzeitliche Artefakte gefunden (sogenannte „Lesefunde“), vor allem altsteinzeitliche, wie vorläufige Einschätzungen ergaben, die in der Fachwelt Aufmerksamkeit hervorriefen. Daraufhin führte das damalige Landesdenkmalamt Baden-Württemberg jeweils in den Sommern 1991 und 1995 Grabungen durch. Dabei fand man zahlreiche kleine Steinartefakte wie Kratzer oder Stichel, die ausschließlich der Mittelsteinzeit (Mesolithikum) angehörten und damit die zeitliche Einordnung der Lesefunde des Jahres 1990 eher in Frage stellten. Die Untersuchung der Grabungsfunde des Landesdenkmalamtes ergab einen ungefähren Zeithorizont von 10.000 bis 8.500 v. Chr. Siedlungsspuren oder -strukturen waren nicht erkennbar oder durch Funde ableitbar. Man geht daher von einem Lagerplatz oder einer Freilandstation nomadisierender Gruppen hauptsächlich der Mittelsteinzeit aus, der womöglich mehrfach vorübergehend aufgesucht wurde.

Mittelalter

Da Altensteig bis 1570 zur Pfarrei Altensteigdorf gehörte, kann man davon ausgehen, dass Altensteigdorf und seine Pfarrei vor Altensteig entstanden sind. Ein klares Indiz dafür ist auch, dass die Kirche in Altensteigdorf dem hl. Remigius geweiht war, einem fränkischen Heiligen, dem bis ins elfte Jahrhundert viele Kirchen geweiht wurden. Bis 1717 wurden die Bewohner Altensteigs auf dem Altensteigdorfer Friedhof begraben.

Der Name Altensteig wird erstmals um 1100 urkundlich im Zusammenhang mit Heinrich von Altensteig erwähnt. Die manchmal noch angeführte angebliche Ersterwähnung des Namens Altensteig von 1085 geht auf den Volkskundler und Heimatforscher Friedrich Heinz Schmidt aus dem Jahr 1950 zurück und wurde bald entkräftet.

Womöglich steht Heinrich von Altensteig bereits, wie später die Herren von Altensteig, in Zusammenhang mit einer heute weitgehend vergessenen Burg („Zum Thurm“). Diese Burg stand – im Unterschied zur späteren, heute sichtbaren Burg- bzw. Schlossanlage – auf dem Bergsporn des sogenannten Schloßbergs unterhalb des Gewerbegebietes Turmfeld rechts der Nagold. Auf dem Schlossberg sind noch geringe Mauer- und gut sichtbare Grabenreste vorhanden. Der Bergsporn wird von den Straßen Turmsteige und Schloßbergstr. umrahmt, deren Namen noch auf den historischen Ort hinweisen. Möglicherweise entstand Altensteig zunächst als kleiner Burgweiler am Fuße dieser Burg. Die Herren oder Vögte von Altensteig waren Lehensleute der Pfalzgrafen von Tübingen.

Im Juli 1287 fand das „Castrum Altinstage“ – das Alte Schloss – erstmals urkundliche Erwähnung. Zugleich wurde damit sicherlich auch eine Siedlung um das Schloss gemeint. Manche Historiker gehen davon aus, dass die Siedlung 1287 den Status einer Stadt hatte. 1280 geriet Altensteig unter die Herrschaft der Grafschaft Hohenberg. 1398 erwarb Markgraf Bernhard I. von Baden die Herrschaft Altensteig, die ab 1500 auch im Schwäbischen Reichskreis lag.

Württembergische Zeit

1603 kam Altensteig zum Herzogtum Württemberg und wurde Sitz des Amtes Altensteig, das 1808 in das Oberamt Altensteig umgewandelt wurde. Nach nur zwei Jahren wurde das Oberamt im Zuge der neuen Verwaltungsgliederung im Königreich Württemberg aufgelöst und Altensteig kam zum Oberamt Nagold. Bei der Kreisreform während der NS-Zeit in Württemberg gelangte Altensteig 1938 zum Landkreis Calw.

Altensteiger Kirchspiel

Altensteig war jahrhundertelang Sitz des Altensteiger Kirchspiels. Dieses erstreckte sich entlang der ursprünglichen Ausdehnung der Pfarrei von Altensteigdorf und umfasste die Gemarkungen der Ortschaften Altensteig, Simmersfeld, Überberg, Fünfbronn, Beuren, Lengenloch und Ettmannsweiler sowie die Gebiete der heutigen Ortschaften Gompelscheuer und Enzklösterle bis hin zum Hohloh. Entsprechend dem Namen gehörten die erstgenannten Orte lange zur Pfarrei Altensteigdorf und leisteten Frondienste für die Mutterkirche Altensteigdorf. Vor allem bildete dieses Kirchspiel eine rechtsfähige Gemeinschaft ähnlich einer Wald-Genossenschaft oder Markgemeinschaft samt Verwaltung und oberstem Vertretungsorgan, bei der alle Bewohner mit Bürgerrecht umfangreiche wie kostenlose Nutzungsrechte am Wald hatten, ob zur Waldweide oder Holznutzung (Brenn- und Bauholz) für den eigenen Bedarf. Weiterhin standen ihnen die Bäche sowohl zur Viehtränke als auch zum Fischfang zur Verfügung. Alle Nutzungsrechte erstreckten sich ausschließlich auf den privaten Eigenbedarf. Damit bestanden einige Ähnlichkeiten mit den Rechten und Nutzungsrechten des früheren Dornstetter Waldgedings in der näheren Umgebung des Nordschwarzwaldes.

1303 wurden die Nutzungsrechte des Kirchspiels erstmals genannt, 1830 wurde es aufgelöst. Die realen, landesherrschaftlichen Eigentumsverhältnisse hatten dabei ungewöhnlicherweise keinen einschränkenden Einfluss auf die Nutzungsrechte der „Kirchspielsverwandten“ (= Kirchspielsbewohner mit Bürgerrecht).

Historische Gewerbe

Sowohl die Gerberei als auch die Flößerei wurden in Altensteig seit Jahrhunderten betrieben, sind aber mittlerweile gänzlich verschwunden. Die Gerberei wird in Altensteig erstmals 1550 urkundlich erwähnt. 1995 gab die letzte Gerberei in Altensteig ihre Tätigkeit auf. Das weiche Nagold-Wasser und die ausgeprägte Rinderhaltung in der Umgebung wie auch der Baumbestand an Eichen, Fichten und Tannen, deren Rinde für die Gerberlohe verwendet wurde, sorgten für gute Gerbereibedingungen. In Altensteig überwog meist die Lohgerberei.

Die Flößerei auf Enz und Nagold wird 1342 erstmals urkundlich genannt, wahrscheinlich ab 1623 war die Nagold dann auch im Altensteiger Raum flößbar gemacht worden. Mit der Schmalspurbahn Nagold–Altensteig erhielt die Stadt Altensteig 1891 Anschluss an das Streckennetz der Königlich Württembergischen Staats-Eisenbahnen. Die Bahnstrecke wurde vor allem für den Güterverkehr erbaut, weil die Holzflößerei immer mehr auf Schwierigkeiten stieß. Somit hatten am Ausgang des 19. Jahrhunderts das zunehmend in neuen Sägewerken vor Ort verarbeitete Holz, das höhere Marktpreise als das geflößte Langholz erzielte sowie der einfachere und billigere Transport über die neuen und ausgebauten Verkehrswege wie Eisenbahn und Straßen die Flößerei gegen Ende des 19. Jh. zunehmend verdrängt. Am 1. Februar 1913 wurde schließlich die Flößerei auf Enz und Nagold aufgehoben. Die wiedererrichtete Monhardter Wasserstube unterhalb von Altensteig an der Nagold zeugt noch von der Altensteiger Flößerei.

Nachkriegszeit

Nach dem Zweiten Weltkrieg fiel die Stadt Altensteig in die Französische Besatzungszone und kam somit 1947 zum neu gegründeten Land Württemberg-Hohenzollern. 1952 ging das provisorische Nachkriegsland im Regierungsbezirk Südwürttemberg-Hohenzollern auf und gehört seither zum neuen Bundeslandes Baden-Württemberg. Mit der Kreisreform zum 1. Januar 1973 erreichte der Landkreis Calw seine heutige Ausdehnung. Der Landkreis wurde gleichzeitig Teil der neu gegründeten Region Nordschwarzwald, die dem damals neu umschriebenen Regierungsbezirk Karlsruhe zugeordnet wurde. Somit wird die ehedem württembergische Stadt Altensteig nun auch von der vormals badischen Hauptstadt Karlsruhe aus verwaltet.

Quelle: de.wikipedia.org



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