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Alte Historische Fotos und Bilder Altlay, Rheinland-Pfalz

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Wappen Altlay

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Geschichte Altlay, Rheinland-Pfalz in Fotos

Eine kleine historische Referenz

Geographie: Zu Altlay gehören auch die Wohnplätze Bleesmühle (Henns-Mühle), Engersmühle und Kaspersmühle (Feilzers-Mühle).

Gründungszeitpunkt:

Einwohner: 432

Geschichte:

Geschichte

Man vermutet, dass Altlay schon zur Zeit des Römischen Reiches besiedelt war. Etwa 0,8km südöstlich vom Ort liegen auf Flur "Hochstätten", dicht beiderseits der Strasse nach Würrich, die Reste einer umfangreichen Siedlung. Etwa 50 m nordöstlich des Hügels "Wachthäuschen" fanden sich Sigillata Scherben.

Die Grenzen zwischen den beiden römischen Provinzen Germania Superior mit der Hauptstadt Meguntiacum (Mainz) und Gallia Belgica Priroa mit der Hauptstadt Augusta Treverorum (Trier), waren mit dem jetzigen Verlauf des Belger und Altlayer Bachtals fast identisch. Diese These stützt sich auch darauf, dass der Belger und Altlayer Bach im Mittelalter nachweislich die Grenze zwischen dem Trierer und Mainzer Bistum bildeten. Weiter liegt bei der Bezeichnung "Belg" eine Ableitung vom lateinischen Namen "Belgica" sehr nahe. Ferner sei zu erwähnen, dass auf der Alteburg zwischen Altlay und Zell bei Ausgrabungen 6 Münzen aus der Zeit zwischen 268 und 275 n.Chr. (Claudius II/ Victorinus) und 18 Münzen aus der Zeit zwischen 310 und 353 n.Chr. (Maximinus II, Constantinus I, Constantinus II, Magnatius) gefunden wurden. Es ist aus diesem Gründen durchaus möglich, dass die "Alteburg" eine Hochwarte oder Signalstation des constantinischen römischen Reiches war. In Notzeiten wird man die Burg auch als Zufluchtsort benutzt haben.

Das Wirtschaftsleben des Mittelalters ist in diesem Gebiet gekennzeichnet durch die Haubergswirtschaft, die damit verbundene Lohgerberei und Köhlerei sowie seit dem Ende des ersten christlichen Jahrtausend durch den Schieferbergbau. Das Dorf Altlay wurde in dieser Zeit als gewerbliche Siedlung der Schieferbergarbeiter gegründet. Durch die Wasserkraft der Bäche, die Gewinnung der Holzkohle und die Zahl der Arbeitskräfte in dieser Landschaft der kleinbäuerlichen Wirtschaftsform, waren die Voraussetzungen für die Entwicklung des Bergbaus gegeben.

In einer Übersicht über das Pfarrnetz des Erzstiftes Trier aus dem Jahre 1075 wird Altlay bereits als Filiale der Pfarrei Kirchberg erwähnt. Daraus schließt man, dass der Ort noch älter sein dürfte.

Die Entstehung des Ortsnamens Altlay wird vermutlich auf die alte Tradition für "Alt" und die Gewinnung des Schiefers für "Lay" zurückzuführen sein. in seiner ehrhundertjährigen Geschichte wurde Altlay in verschiedenen Schreibweisen wie folgt dokumentiert: Altlage, Altlaye, Altley und Altlay.

Das Jahr 1317 ist für die Geschichte von Altlay sehr bedeutsam, denn damals stiftete der Graf Emich von Sponheim, der Pfarrer von Kirchberg war, einen besonderen Fonds. Dadurch wurde es möglich, für die vielen "Filialen Kapellen" der Pfarrei einen Priester einzustellen. Damals erhielt "wirrig" zu dem Altlay als Filiale nach den Bestimmungen des Grafen Emich von Sponheim gehörte, seinen ständigen Seelsorger. In dem "geistlichen Lehenbuch" des Kurfürsten Philipps von der Pfalz, der von 1441 bis 1508 regierte, hören wir auch von Altlay und Schwarzenwirrig.

Das Jagdschloss, das der Graf Simon III, von Sponheim-Kreuznach (1380-1414) in Altlay erbauen ließ, ist leider nicht mehr auffindbar, es sagt uns aber, dass die Sponheimer Grafen schon damals gerne zur Jagd nach Altlay gekommen sind.

Die Grube in Altlay wurde zum erstenmal in den Berggrundbüchern um 1409 erwähnt. Dies geschah, als Graf Simon II. zu Sponheim und Vianden am 6.5.1409 das Gewinnungsrecht von Gold und Silber am "St.Petersberg" an zwei Frankfurter Gold- und Silberschmiede vergab. In der Urkunde heißt es: „Die Genannten sind berechtigt im Gelände zu graben und allerlei zu suchen, sei es Gold oder Silber, Kupfer; Zinn, Blei oder wie dass mit Namen heißen mag. Davon soll dem Grafen oder seinen Erben die Zehnte Mark und Zehnte Pfennig gegeben werden.“

In den Jahren 1556-1559 wurde unter dem Kurfürsten Otto-Heinrich von der Pfalz die Reformation im Amte Kirchberg eingeführt. Als zu Beginn des pfälzischen Erbfolgekriegs (1688-1697) die Franzosen 1689 den Hunsrück besetzten, trafen sie eine neue Regelung der kirchlichen Verhältnisse. Altlay wurde damals von der reformierten Pfarrei Würrich losgelöst und erhielt einen eigenen Pfarrer namens Lorenzi. Die Pfarrkirche von Altlay wurde aber von beiden Konfessionen benutzt (Simultaneum).

An Stelle der alten Kapelle wurde in Altlay im Jahre 1771 aus den Mitteln des "badischen Pastorey-Fonds" eine neue Kirche erbaut, deren Altar aber erst am 9.Juli 1906 durch den Weihbischof von Trier, Karl Ernst Schred (1894-1914) konsekriert wurde.

Das Simultaneum blieb bis zum August 1811 bestehen. Ursache der Trennung war der Brand des Pfarrhauses. Als das Gebäude nämlich im Jahre 1804 abbrannte; lehnten es die Reformierten ab, sich am Wiederaufbau zu beteiligen da sie sich benachteiligt fühlten. Daraufhin sprach die französische Besatzungsmacht den Katholiken den alleinigen Besitz der Pfarrkirche zu.

Vom Jahre 1802 an gehörte Altlay zum Bistum Aachen. Im Jahre 1824 wurde Altlay in das Bistum Trier zurückgegliedert.

Die Kirche besaß 1887 drei Glocken, die ein Opfer des Krieges wurden. 1949 konnten mittels Spenden der Bevölkerung drei neue Glocken angeschafft werden.

In den Jahren 1849-1871 wurde in Altlay und um Altlay herum in verschiedenen Gruben Silber/Kupfer/Blei/Zink und Schwefelkies gewonnen. Die bis 1959 betriebene Erzgrube im Altlayer Bachtal bestand aus einem Hauptschacht mit 9 Sohlen und einer Tiefe von 210 Meter. Bis zur Schließung dieser Erzgrube "Barbarasegen" und der bereits vorherigen Schließung der Schiefergrube "Gute Hoffnung" war Altlay hauptsächlich eine Bergarbeiter Gemeinde. Im Schieferbergbau waren die Vorkommen immer unrentabler, im Erzbergbau die Produktion zu teuer geworden, da ausländische Erze billiger angeboten wurden.

Die Stillegung der Gruben brachte natürlich auch mit sich, dass sich die Menschen neue Arbeit suchen mussten. Einige Bergleute wanderten in Industriegebiete ab, andere fanden auf dem benachbarten amerikanischen Flugplatz Hahn, oder bei heimischen Firmen neue Arbeit.

Ganz in Vergessenheit geraten ist der Bergbau in Altlay übrigens nicht. Seit einigen Jahren wird im "Gieselrech" wieder Schiefer abgebaut, der dem Endverbraucher dann als "Altlayer Schiefer" angeboten wird. Wurde anfänglich der Schiefer im Tagebau gewonnen, wird heute wieder untertage Schiefer abgebaut.

Obwohl im Dorf, das sich seither überwiegend aus Arbeiterfamilien zusammensetzte, immer modern gelebt und modern gebaut wurde, ist Altlay als Ort ländlich geblieben.

Kultur wurde und wird - zum Wohle des Dorflebens - groß geschrieben. Und zur Kultur des Dorfes gehören in Altlay drei Vereine. Eine ganze Menge also die sich die Gunst der Altlayer, die auch überwiegend in mehreren Vereinen aktiv sind, teilen müssen.

Was die Arbeitsplätze anbetrifft, geht es den Altlayern wohl gar nicht so schlecht. Alleine im Ort gibt es fünf überwiegend kleinere Betriebe mit rund 90 Beschäftigten und einen hauptberuflichen Landwirt. Alle anderen Beschäftigten pendeln in die umliegenden Ortschaften und Städte und verdienen dort ihren Unterhalt.

Die geographische Lage des Ortes Altlay ist ein Anziehungspunkt für alle Urlauber, welche ruhige und erholsame Ferien fernab vom Massentourismus suchen.

Altlay liegt in einem der romantischsten Seitentäler der Mosel, umgeben von herrlichen Waldgebieten, die zu erholsamen Spaziergängen einladen.

Der Ort Altlay zählt heute rund 500 Einwohner. Dazu gehören etliche Aus- und Übersiedler aus Polen und der ehemaligen Sowjetunion, die in Altlay eine neue Heimat gefunden haben.

Quelle: altlay.de


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