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Alte Historische Fotos und Bilder Aland (Altmark), Sachsen-Anhalt

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Geschichte Aland (Altmark), Sachsen-Anhalt in Fotos

Eine kleine historische Referenz

Geographie: Zur Gemeinde Aland gehören sieben Ortsteile mit Wohnplätzen:

Aulosen, Krüden (Am Waldrand, Gerichsee, Groß Holzhausen, Voßhof, Wilhelminenhof), Pollitz (Kahlenberge, Ziegelei), Scharpenhufe (Wüstung Ganseburg, Nattewisch), Vielbaum, Wahrenberg, Wanzer (Klein Wanzer)

Folgende Siedlungen und Wüstungen (ohne amtlichen Namen) befinden sich auf dem Gemeindegebiet:

Braves Land, Stresow

Gründungszeitpunkt:

Einwohner: 1366

Geschichte: Am 1. Januar 2010 wurde die neue Gemeinde Aland aus den ehemals selbständigen Gemeinden Aulosen, Krüden, Pollitz und Wanzer gebildet. Sie wurde nach dem Aland, einem Nebenfluss der Elbe benannt. Am 1. September 2010 wurde die Gemeinde Wahrenberg nach Aland eingemeindet.

Aland. Krüden - Schloß, 1903
Krüden - Schloß, 1903
Aland. Pollitz - Gasthaus, Brücke, Schloß
Pollitz - Gasthaus, Inhaber Hermann Gessner, Brücke, Schloß
Aland. Pollitz - Ortsmitte, 1950s
Pollitz - Ortsmitte, 1950s
Aland. Wanzer - Windmühle
Wanzer - Windmühle

Aulosen

Aulosen ist einer der nördlichsten Ortsteile des Landkreises Stendal und liegt direkt an der Landstraße L 2, die von Seehausen nach Arendsee führt und bei Bömenzien an das Straßennetz nach Schnackenburg, Lüchow und Dannenberg angebunden ist.

Der Ort selbst befindet sich im Landschaftsschutzgebiet ' Aland-Elbe-Niederung', während sich Teile der näheren Umgebung (zum Beispiel die Hohe Garbe) im Naturschutzgebiet befinden. Den größten Flächenanteil an der Gesamtgemarkung nehmen heute die Grünland-, Wald- und Wasserflächen ein.

Aulosen ist von der Entwicklungsform her als Haufendorf zu erkennen, in dessen Ortskernbereich sich die Kirche und die Gaststätte befinden. Die erste Urkunde, in der Aulosen erwähnt wird, ist aus dem Jahre 1319. Der Name war damals ' owelosen' und 1486 ' oweloszen'. Der Name Aulosen 'owelosen' bedeutet soviel wie Wasserwalddorf. Darin liegt ein Hinweis auf seine Lage an einem alten Wasserlauf, der später zu dem neuen Bett des Alands ausgebaut wurde.

Im Zuge der laufenden Melioration in der Wische musste die Mündung des Aland elbabwärts verlegt werden. Vermutlich ist das große Wiesengelände in der Garbe einst ein lichter Eichenwald gewesen.

Der Markgraf Waldemar schenkte das Dorf dem Kloster Amelungsborn. Nach einer Überlieferung sollen eine Zeit lang einige Mönche in Aulosen gewohnt haben, die wohl den klösterlichen Besitz verwalteten. In dieser Zeit stand in Aulosen ein Schloß. Ende des 16. Jahrhunderts wurde an seiner Stelle ein Gutshaus gebaut, das die Familie von Jagow bewohnte. Viele Jahrhunderte übten die Jagows in Aulosen ihre Herrschaft aus. Ihnen gehörten auch Stresow, Klein Aulosen, Kahlenberge, Pollitz, Scharpenhufe und weitere Orte.

Die jetzige Kirche von Aulosen wurde 1730 von der Familie von Jagow erbaut. Das Schiff ist ein quadratischer Raum. Altar und Kanzel übereinander befinden sich in der Südostecke. Der massive Turm (aus Backstein) wurde 1892/ 93 an Stelle eines Fachwerkturmes von 1730 errichtet.

Aulosen verfügt über einen idyllisch gelegenen See mit einer naturbelassenen Parkanlage. Zu ausgedehnten Radwanderungen lädt insbesondere das wasserreiche Niederungsgebiet zwischen Elbe und Aland, ein, während südlich von Aulosen Wälder das Erscheinungsbild der Gemeinde bestimmen.

Krüden

Der Ort Krüden wurde 1208 zum ersten Mal in einer Urkunde des Markgrafen Albrecht II genannt, der dem Kloster Arendsee seine Besitzungen, darunter die Kirche ' ecclesium in Kuysen', bestätigte.

Krüden heißt 1208 Kuysen, 1334 Kruge, 1541 Krugen. Die Namen sind leider nicht einheitlich überliefert. In Krüden saß ein gleichnamiges ritterliches Geschlecht, das im Jahr 1236 zum ersten Male erwähnt wird. Im Laufe der Jahre wurden die Güter veräußert. Schon 1608 gehörte das Dorf denen von Jagow. Zum Dorf Krüden selbst gehörten 6 Bauernhöfe, deren Ländereien sich bis an den Pottberg erstreckten. Ein anderer Teil der Feldmark gehörte dem Kloster Arendsee bereits ab Anfang des 13. Jahrhundert.

Bis in die letzten Kriegsjahre stand ein Fischerhaus in der Alandeindeichung auf einer Erhöhung, die heute noch die 'Gänseburg' genannt wird. Um 1475 erbauten hier die Edlen von Putlitz eine Burg. Krüden war seinerzeit ein Haufendorf, eine Gemeinde mit Rittergut und Pfarrdorf.

Die Kirche in Krüden wurde bereits 1208 urkundlich erwähnt und vermutlich Ende des 12. Jahrhunderts erbaut. Der Turm ist aus dem 13. Jahrhundert. Ursprünglich war ein Feldsteinturm vorhanden. Bei einer größeren Reparatur wurde Ende des 17. Jahrhunderts vieles verändert. Auf der Südseite entstand ein Erbbegräbnis mit Patronatsstuhl. Die Vielbaumer Kirche war eine Nebenkirche von Krüden. Erbaut ist sie wahrscheinlich zu gleicher Zeit.

Von 1606 bis 1919 lebten die Familien von Jagow im Schloß in Krüden, während dieser Zeit legten sie einen botanisch interessanten Park an. Heute ist Krüden mit dem Ortsteil Vielbaum ein Streudorf. Zum Ort gehören noch Voßhof, Wilhelminenhof und Großholzhausen. Das ehemalige Schloss wurde nach 1950 als Schule genutzt.

Für die Besucher Krüdens bietet das Cafe und Bistro 'Michele' Getränke und hausgemachte Speisen.

Pollitz

Die erste urkundliche Erwähnung von Pollitz ist im Jahre 1208 nachweisbar. Der Name ist wendischen Ursprungs und bedeutet Feldtal. Mehrere Jahrhunderte zuvor waren in Pollitz schon die Wenden ansässig, was durch ein reiches Urnenfeld in der Pollitzer Feldmark belegt ist. Ursprünglich war der Ort als Rundling gebaut, was im 'Winkel' noch gut zu erkennen ist.

Bis zum 16. Jahrhundert bestand der heutige Ort aus zwei Dörfern mit eigenem Schulzen (Pollitz und Fiefhufen). Den Hauptbesitz hatten in Pollitz und Scharpenhufe die von Jagow.

1475 kam es zum Streit zwischen denen von Jagow und den Gans von Putlitz um die bei Scharpenhufe gelegene Gänseburg, der durch Markgraf Johannes von Brandenburg zugunsten derer von Jagow entschieden wurde.

1626 wurde der Ort von den Dänen unter General Fuchs geplündert. Während der französischen Fremdherrschaft war Pollitz Hauptort des gleichnamigen Kantons.

1741 wurde der jetzige Kirchturm erbaut. Das alte Kirchenschiff wurde 1871 durch einen Neubau ersetzt. Durch seine Lage im Bereich der Elbe-Aland-Niederung war das Dorf in den vergangenen Jahrhunderten oft vom Hochwasser bedroht.

1990 wurde die Elbe-Aland-Niederung zum Naturschutzgebiet erklärt. Durch diese reizvolle Landschaft führen Fuß- und Radwanderwege, und bieten Erholungssuchenden die Möglichkeit zur Entspannung in naturbelassener Umgebung.

Wahrenberg

Wahrenberg ist ein typisches Haufendorf, zwischen Elbe und Aland gelegen. Die Häuser und Höfe wurden zum Teil auf künstlich angelegten Warften (Erhöhungen) gebaut, um der drohenden Gefahr des Hochwassers zu begegnen. Man musste sich vor den Wasserfluten 'wahren' und 'bergen', daher der Name Wahrenberg.

Wahrenberg ist eine der ältesten Siedlungen in der Altmark. Im 12. Jahrhundert siedelte Markgraf Albrecht 'Der Bär' holländische und friesische Deichbauern an, um die Gemarkung einzudeichen. Noch im Jahre 1753 gehörte das Dorf den Freiherren zu Putlitz. Die Burg 'Gänseburg' derer von Putlitz stand am Aland, unweit von Wahrenberg.

Die Kirche entstand im 13. Jahrhundert, in der Zeit der Frühgotik. Ein Umbau der Kirche erfolgte dann in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Fachwerkbauten und Drei-Seiten-Höfe prägen das Dorfbild. Erbaut wurden diese im 17. und 18. Jahrhundert. Fast alle Bauten sind gut erhalten und saniert. Ein alter Ziehbrunnen, weit über 100 Jahre alt, spendet heute noch kristallklares Wasser.

Die schöne Lage des Dorfes, ganz nahe der Elbe, zieht viele Besucher an. Die breit gefächerte Natur mit ihrer Pflanzen- und Tierwelt ist ein beliebtes Jagd- und Angelrevier. Wahrenberg ist ein besonderes storchenreiches Dorf mit über 20 Storchenhorsten, die aufgrund des optimalen Nahrungsangebots im direkten Umfeld jährlich gute Bruterfolge zu verzeichnen haben. Naturliebhaber kommen hier voll auf ihre Kosten.

Wanzer

Ursprünglich gab es zwei Dörfer, Klein und Groß Wanzer. In Klein Wanzer siedelten sich die Wenden an. Um 1310 nannte sich der hufeisenförmig gebaute Ort „Wendeschen Wantzer“. Groß Wanzer war von Germanen bewohnt, ist ein Reihendorf und hieß damals „Wantzdorf“. Im Jahre 1936 wurden die beiden Orte vereint.

Wanzer wird stark geprägt durch seine Lage im Niederungsgebiet von Elbe und Aland. Hier muss besonders das Gebiet der „Garbe“ Erwähnung finden, das wie eine Halbinsel in den Elbstrom ragt und zum Biosphärenreservat Mittelelbe gehört.

Besonders charakteristisch für Wanzer ist, dass sich die Hälfte der Wohnhäuser auf dem oder direkt am Alanddeich befinden. Über viele Generationen wurde hier ein Deichsystem erschaffen, welches ein relativ sicheres Leben im Elbeüberflutungsgebiet ermöglicht.

Durch Wanzer führen der beliebte Elberadweg und der Alandrundkurs, ein Radweg, der das Biosphärenreservat begleitet. Auch in der Altmärkischen Hanseroute sowie in der Altmärkischen Mühlenstraße ist Wanzer eingebunden. Sehenswürdige und unter Denkmalschutz stehende Gebäude des Ortes sind die Dorfkirche und die Bockwindmühle.

Quelle: seehausen-altmark.de



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