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Alte Historische Fotos und Bilder Am Großen Bruch, Sachsen-Anhalt

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Wappen Am Großen Bruch

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Geschichte Am Großen Bruch, Sachsen-Anhalt in Fotos

Eine kleine historische Referenz

Geographie: Die Gemeinde Am Großen Bruch entstand am 1. Juli 2004 aus dem freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Gemeinden Gunsleben, Hamersleben und Neuwegersleben. Sie wurde am 1. Januar 2010 nochmals neu gegründet, indem sich die Gemeinden Am Großen Bruch und Wulferstedt zu einer neuen Gemeinde Am Großen Bruch zusammenschlossen.

Als Ortsteile der Gemeinde sind ausgewiesen - Gunsleben, Hamersleben, Neuwegersleben, Wulferstedt

Gründungszeitpunkt:

Einwohner: 2096

Geschichte:

Am Großen Bruch. Blick auf Gunsleben
Blick auf Gunsleben
Am Großen Bruch. Blick auf Neuwegersleben
Blick auf Neuwegersleben
Am Großen Bruch. Gunsleben - Denkmal, Schloß, 1930
Gunsleben - Denkmal, Schloß, 1930
Am Großen Bruch. Gunsleben - Handlung von Friedrich Fischer
Gunsleben - Handlung von Friedrich Fischer
Am Großen Bruch. Hamersleben - Gast- und Geschäftshaus
Hamersleben - Gast- und Geschäftshaus O. Bosse, Evangelische und Katholische Kirchen, 1938
Am Großen Bruch. Hamersleben - Kirche
Hamersleben - Kirche
Am Großen Bruch. Hamersleben - Neuwegerslebener Straße
Hamersleben - Neuwegerslebener Straße
Am Großen Bruch. Neuwegersleben - Bahnhof
Neuwegersleben - Bahnhof, Kapelle, W. Behrens Holz Strecke, Postamt
Am Großen Bruch. Neuwegersleben - Evangelische Kirche
Neuwegersleben - Evangelische Kirche
Am Großen Bruch. Neuwegersleben - Haus in winter
Neuwegersleben - Haus in winter
Am Großen Bruch. Wulferstedt - Kirche, Haus, Windmühle und Dorfstrassen
Wulferstedt - Kirche, Haus, Windmühle und Dorfstrassen
Am Großen Bruch. Wulferstedt - Windmühle
Wulferstedt - Windmühle

Geschichte Gunsleben

Das Dorf Gunsleben ist der kleinste Ortsteil und geschichtlich geprägt durch das im Jahre 1774 im ländlichen Barockstil erbaute Herrenhaus. Dieses Herrenhaus beschreibt eine sehr wechselvolle Geschichte, die mit dem Namen „derer von Asseburg“ in Verbindung zu bringen ist. Zum Anwesen gehört eine historische Parkanlage, die heute noch für Festlichkeiten genutzt wird.

Zu einer weiteren Besonderheit im Ort gehört die im Jahre 1141 im barocken Stil erbaute evangelische Dorfkirche. Das Gotteshaus verfügt über eine ganz besondere Orgel, die einst im Jahre 1700 von Mätthäus Hartmann als einmalige Orgel mit zwölf Stimmen für die Schlosskirche Neindorf erbaut wurde und später in die Gunslebener Kirche umgesetzt wurde. Dieses Musikinstrument gehört zu den interessantesten Orgeln in der Börde.

Prägend für den Ortsteil Gunsleben ist eine überaus interessante Eisenbahngeschichte, denn die einstige Strecke Oschersleben – Neuwegersleben – Gunsleben war ursprünglich Teilstück der 1843 als zweigleisige Hauptbahn eröffnete Eisenbahnverbindung Oschersleben – Wolfenbüttel –Braunschweig. Damit gehörte sie zu den ältesten Eisenbahnlinien Deutschlands. Die Einstellung des Bahnverkehrs erfolgte nach 149 jähriger Betriebszeit am 30. Mai 1992.

Geschichte Hamersleben

Der Ortsteil Hamersleben wurde im Jahre 1021 erstmals urkundlich erwähnt und bietet allen Kunstliebhabern einen ganz besonderen Leckerbissen. Die Stiftskirche „St. Pankratius“, gelegen an der Straße der Romanik, lockt jährlich tausende Besucher in den Ort. Der typische barocke Hochaltar, die mächtige Orgel sowie die zwölf Apostelfiguren sind nur einige wenige wertvolle Ausstattungsstücke im Inneren der Kirche. Ebenso sehenswert ist die evangelisch lutherische Kirche „St. Petri“, die von 1900 bis 1902 erbaut wurde und sich direkt südlich neben der Stiftskirche „St. Pankratius“ befindet. Besucher aus Richtung Neuwegersleben kommend, erkennen schon von weitem die Türme der beiden nebeneinander stehenden Kirchen als besonderen Blickfang.

Neben der damaligen Brot- und Nährzwiebackfabrik sowie einer späteren Spezialmaschinenfabrik, war Hamersleben auch vom einstigen Braunkohlenabbau geprägt. Der nordöstlich gelegene See Herzspiel, der heute in seiner Idylle zu einem Spaziergang einlädt, entstand aus den eingestürzten Schächten der ehemaligen Grube Vereinigte Friederike.

Geschichte Neuwegersleben

Der Ortsteil Neuwegersleben wurde im Jahre 1112 erstmals urkundlich erwähnt und war über viele Jahre hinweg, ebenso wie der Ortsteil Gunsleben, eine Station der Bahnstrecke Oschersleben-Jerxheim.

Eine besondere Sehenswürdigkeit für alle Besucher ist die Station Nr. 18 der einstigen Königlich-Preußischen optischen Telegrafenlinie Berlin-Koblenz. Hier wurden in der Zeit von 1832 bis 1849 über 62 Stationen und fast 600 Kilometer hinweg militärische Nachrichten gesendet. Mittels sechs beweglichen Flügeln auf dem Dach einer jeden Station konnten mit einer Stellanlage im Gebäude und speziellen Fernrohren insgesamt 4095 verschiedene Zeichen gesendet werden. Die komplette Linie wurde mit Beginn der elektromagnetischen Telegrafie abgelöst. Das Gebäude in Neuwegersleben wurde im Jahre 2001 nach grundhafter und originalgetreuer Restauration für die Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Während in der oberen Etage der Signalmast mit seinen sechs Hebeln zum telegrafieren einlädt, weist eine Ausstellung im Erdgeschoss auf die Geschichte der Linie mit weitere Standorten sowie Telegrafenlinien anderer Länder hin.

Der zum Ortsteil Neuwegersleben gehörende Ort Neudamm weist mit dem noch heute erhaltenen alten Fährhaus auf eine ganz besondere Geschichte hin. Nur eine Fähre bei Neuwegersleben führte einst über das „Große Bruch“. Im Jahre 1130 erschlug Friedrich, der Pfalzgraf von Sommerschenburg, den alten Fährmann, der ihn mit seiner zerbrechlichen Fähre bei einem furchtbaren Gewitter nicht über den Bruchsee fahren wollte. Aus Reue für diese Tat ließ Bischof Rudolf von Halberstadt einen Damm erbauen und Neudamm entstand. An der Giebelwand des Fährhauses ist neben einem fein in Stein gehauenen Wappen des Erbauers ein kleiner Stein – genannt Hexenstein- eingefügt, der eine geheimnisvolle Inschrift aufweist.

Geschichte Wulferstedt

Der Ortsteil Wulferstedt liegt im östlichen Teil des Großen Bruchs und wurde im Jahre 967 erstmals urkundlich erwähnt. Mit seinen zahlreichen Fachwerkhäusern, Bauernhöfen und holprigen Pflastersteinen erinnert das Dorf an eine wechselvolle Geschichte und prägt bis heute ihren dorftypischen Charakter. Durch mehrere Brände entstanden komplett neue Straßenzüge, die heute einen wichtigen Fachwerklehrpfad mit zahlreichen Informationen und Merkmalen darstellen.

Die evangelische Kirche St. Martini zu Wulferstedt wurde 1786/1787 nach Zerstörung neu erbaut und erhielt in diesem Rahmen ihre alte Orgel wieder, die später repariert wurde. Heute lädt das Gotteshaus neben den üblichen Gottesdiensten auch zu weiteren Veranstaltungen, wie beispielsweise Chorkonzerte oder das jährliche Weihnachtskonzert des Oscherslebener Blasorchesters ein. Gern wird für Veranstaltungen auch der angrenzende Pfarrgarten genutzt.

Prägend für den Ortsteil Wulferstedt und von weitem zu erkennen, sind die noch erhaltenen Bockwindmühlen. Die Mühle im südöstlichen Teil des Dorfes wurde im Jahre 1820 erbaut und nach Verfall Ende 1990 und in den Jahren darauf nach und nach restauriert. Sie befindet sich heute in privater Hand.

Die ehemals Breitmeyersche Bockwindmühle im südwestlichen Teil der Ortslage wurde 1808 erbaut und ebenso wie die andere Mühle Mitte der 1990 Jahre nach starkem Verfall wieder restauriert. Nach einem Brand, ausgelöst durch einen Orkan im Oktober 2002, wurde das technische Denkmal zerstört. Ab 2003 konnte die Mühle durch die Ruine der ehemaligen Bockwindmühle Lauenroth aus Dreileben vollständig wieder aufgebaut und im Laufe der Jahre mehr und mehr ausgestattet werden. Heute wird das technische Denkmal vom den Mitgliedern des Fördervereines Bockwindmühle betreut und insbesondere am Deutschen Mühlentag sowie für individuelle Besichtigungen geöffnet.

Als überaus sehenswert empfiehlt sich die Wulferstedter Heimatstube im Dorfgemeinschaftshaus Schwarzer Adler, die neben einer beträchtlichen Ansammlung alter Fotos und Dokumenten einen tiefen Blick in die Geschichte von Wulferstedt erlaubt. In mehreren Räumen finden Besucher alte Erinnerungsstücke in Form von Hausrat, Möbeln, Handwerkszeug, Trachten und vieles mehr.

Quelle: westlicheboerde.de



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