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Alte Historische Fotos und Bilder Abtsbessingen, Thüringen

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Geschichte von Abtsbessingen, Thüringen in Fotos

Eine kleine historische Referenz

Geographie:

Gründungszeitpunkt:

Einwohner: 468

Geschichte:

Abtsbessingen. Ortsteil Billeben 01
Ortsteil Billeben 01
Abtsbessingen. Ortsteil Billeben 02
Ortsteil Billeben 02
Abtsbessingen. Ortsteil Billeben 03
Ortsteil Billeben 03
Abtsbessingen. Ortsteil Billeben 04
Ortsteil Billeben 04
Abtsbessingen. Ortsteil Billeben 05
Ortsteil Billeben 05
Abtsbessingen. Ortsteil Billeben 06
Ortsteil Billeben 06
Abtsbessingen. Ortsteil Billeben 07
Ortsteil Billeben 07
Abtsbessingen. Ortsteil Billeben 08
Ortsteil Billeben 08

Söhne und Töchter des Ortes

Thomas Billeb

(geboren um 1617 in Abtsbessingen - gestorben um 11. Februar 1687 in Großbodungen) - deutscher Jurist, Verwaltungsbeamter, Lehnsinhaber, von 1653 bis 1687 Gräflich-Schwarzburgischer-Amtmann zu Großbodungen und Erbauer der Kemenate Großbodungen.

Leben

Thomas Billeb wurde als Sohn des Anspänners und Schultheiß Hans Billeb in Abtsbessingen geboren.

Im Jahre 1633 – mitten im 30-jährigen Krieg – immatrikulierte er sich an der juristischen Fakultät der Universität Erfurt und ist wahrscheinlich nach Beendigung seines Studiums in die Dienste der Grafen von Schwarzburg eingetreten. In Großbodungen hat er zum Ende des Dreißigjährigen Krieges ab 1646 zunächst als Amtsschreiber oder Amtswalter gewirkt. Im Jahre 1652, spätestens 1653 war er dann als schwarzburgischer Amtsmann tätig. Dieses Amt hatte Billeb bis zu seinem Tode 1687 fast 34 Jahre lang inne.

Die mit seinem Amt verbundene Pacht des ca. 360 Morgen großes Kammergutes und das Kemenatenlehen waren ganz offenbar für Thomas Billeb wirtschaftlich erträglich. Die Bewohner des zum Amt gehörenden Dörfer Kraja, Wallrode und Bodungen hatten in unterschiedlicher Weise Frondienste zu leisten: Für die ebenfalls zum Amt gehörenden Hauröder Einwohner bestand beispielsweise die Regelung, das sie die Gärten hinter dem Amtshaus, welches in der Burg Großbodungen untergebracht war, an bestimmten Tagen zu bearbeiten hatten.

Historische Ansicht des Kemenaten-Ensembles. Ehemaliges Wohnhaus der Fürstlich-Schwarzburgischen Amtsleute (Zeichnung von Erwin Hablick, 1950 †) Amtseinkünfe und erfolgreiche Landwirtschaft versetzten Thomas Billeb in die Lage, im siebten Jahr seiner Amtstätigkeit 1659 das Lehengut Kemnot, zu dem ein großer Landbesitz gehörte, käuflich zu erwerben. Wahrscheinlich wird er den Neuaufbau der Kemenate Großbodungen alsbald begonnen haben. Vier Jahre später 1663 war das stattliche Fachwerk-Ensemble fertiggestellt, und Billeb konnte mit seiner aus Tastungen stammenden Frau Katharina (1626–1673) geb. Kauffmann und den 8 Kindern das neue Zuhause beziehen. Bis zu seinem Tode 1687 wohnte Thomas Billeb in der von ihm errichteten Kemenate.

Zu den großen Verdiensten dieses Amtsmanns zählt die Erhebung Großbodungens zum Marktflecken im Jahre 1664: Graf Anton Günther von Schwarzburg-Sondershausen verlieh dem Ort das Privileg, jährlich „drei Kram- und Viehmärkte“ abzuhalten.

Bis heute erinnert leider keine Straße an diesen für die historische Entwicklung Großbodungens überaus bedeutenden Amtman Thomas Billeb.

Quelle: de.wikipedia.org

Otto Früh

(geboren um 14. Januar 1866 in Billeben - gestorben um 14. Februar 1944 ebenda) war ein deutscher Politiker (DDP).

Leben

Otto Früh war der Sohn des Landwirts und Schulzen Johann Karl Wilhelm Früh und dessen Frau Ida Christiane Emilie Früh. Otto Früh, der evangelisch-lutherischen Glaubens war, heiratete am 25. November 1891 in Billeben Auguste Hermine Liebergesell (* 28. Juli 1864 in Holzthaleben; † 3. April 1952 in Billeben), die Tochter des Maurermeisters Johann Christian Liebergesell.

Otto Früh war Landwirt in Billeben. Vom 24. Februar 1919 bis zum 10. Februar 1921 war er für die DDP Mitglied des Schwarzburg-Sondershäuser Landtags bzw. der Gebietsvertretung Sondershausen.

Quelle: de.wikipedia.org

Geschichte

Im Jahr 876 wurde Abtsbessingen in der Schreibweise Bezzinga erstmals urkundlich in einem Zehntverzeichnis des Klosters Fulda erwähnt. Hierin ist vermutlich der Ursprung der heutigen, seit dem 15. Jahrhundert bestehenden Ortsbezeichnung zu sehen. Vom 13. bis 16. Jahrhundert trug zudem ein Adelsgeschlecht in verschiedenen Orten der Herrschaft Schwarzburg, vor allem in Berka, den Namen Abtsbessingen. Unter diesen Namensträgern war Cunemund von Berka, 1424 Domherr des Augustiner-Chorherrenstiftes Jechaburg.

Kaiser Otto II. übergab im 979, als seine Tochter Sophia in das Stift Gandersheim eintrat, diesem auch Güter in Abtsbessingen.

Ein in Urkunden genanntes Gut befand sich später zunächst im Besitz der Grafen von Kirchberg. In der Mitte des 13. Jahrhunderts gingen jenes Gut und das Dorf in den Besitz der Grafen von Hohnstein über. Hierbei übertrug Dietrich I. von Hohnstein beides seiner Tochter Sophie als Mitgift, als diese Heinrich III. von Schwarzburg heiratete. Die seinerzeitigen Oberlehnsherren, der Abt von Fulda und der Markgraf von Meißen, belehnten daraufhin Sophie von Schwarzburg mit Gut und Dorf. Nach dem frühen Tod ihres Mannes, der kinderlos blieb, trat sie diesen Besitz an ihren Bruder Heinrich I. von Hohnstein ab. Dieser verpfändete 1339 Abtsbessingen neben anderen Orten an seinen Vetter, den Grafen von Hohnstein und Herren von Wernigerode.

Im Jahr 1356 wurde Abtsbessingen schwarzburgisch. Heinrich XXVI. von Schwarzburg wurde 1447 vom Kloster Fulda mit dem Dorf belehnt. Das Gut blieb bis 1772 im Eigentum der Schwarzburger. Sie belehnten 1442 die Herren von Germar, 1489 die Ritter von Ebeleben, 1496 die Herren von Tachrodt, 1567 die Herren von Tettenborn sowie 1728 und 1741 August I. von Schwarzburg-Sondershausen.

Im Dreißigjährigen Krieg überfielen acht königlich-schwedische Reiter 1631 den Ort. Ein Jahr später übernachtete die Frau des schwedischen Königs, Maria Eleonora von Brandenburg, für zwei Nächte in Abtsbessingen.

Im Jahr 1635 fielen fünf Einwohner der Pest zum Opfer.

Ab 1739 stellte in Abtsbessingen auf Betreiben von August I. von Schwarzburg-Sondershausen eine Hochfürstliche Porzellanfabrik vornehmlich Gebrauchs- und Formengeschirr (Abtsbessinger Fayencen) her. Kennzeichnend sind kräftige Scharffeuerfarben auf gelbem und grünem Fond. Das Markensymbol enthält die Gabel aus dem Wappen der Landesherrschaft Schwarzburg-Sondershausen. In der Manufaktur waren u. a. Joseph Philipp Dannhofer aus Wien, Johann Gottfried Kiel und Georg Friedrich Fuchs tätig. Es wurde offiziell bis 1769 produziert. Wenig später soll das Hauptgebäude abgerissen und das Abbruchholz beim Bau der Domäne in Sondershausen wiederverwendet worden sein. In einem Nebengebäude, das 1854 noch existierte, wurden bis 1790 Fayencen hergestellt.

Im 18. Jahrhundert und am Anfang des 19. Jahrhunderts kam es wiederholt zu großen Bränden. Im Jahr 1740 wurden ein Pfarrhaus, die Schule, ein Gut und mehrere Bauernhöfe, 1758 einige Wohnhäuser und 1791 vermutlich durch Brandstiftung ein Freihof zerstört. Ein im Schafstall des Pfarrhauses ausgebrochenes Feuer vernichtete 1801 beinahe das gesamte Dorf.

Im Jahr 1813 befanden sich mehrere Truppen der russisch-preußischen Armee in Abtsbessingen.

Ab 1823 erhielt Abtsbessingen das Recht, zweimal im Jahr einen Markt abzuhalten. Dieses wurde 1830 an Ebeleben verkauft.

Im Ersten Weltkrieg fielen 36, im Zweiten Weltkrieg 45 Männer aus Abtsbessingen.

Am 1. Juli 1950 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Billeben eingegliedert.

Quelle: de.wikipedia.org



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