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Alte Historische Fotos und Bilder Altenfeld, Thüringen
Wappen Altenfeld

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Geschichte Altenfeld, Thüringen in Fotos

Eine kleine historische Referenz

Geographie:

Gründungszeitpunkt:

Einwohner: 927

Geschichte:

Altenfeld. Gast- und Logierhaus zur Schmelzhütte
Gast- und Logierhaus zur Schmelzhütte
Altenfeld. Gasthaus Kühler Grund
Gasthaus Kühler Grund
Altenfeld. Grundstraße, winter
Grundstraße, winter
Altenfeld. Masserberger Straße, 1960
Masserberger Straße, 1960
Altenfeld. Haus des Volkes
Haus des Volkes
Altenfeld. Haus des Volkes am Marktplatz
Haus des Volkes am Marktplatz
Altenfeld. Marktplatz
Marktplatz
Panorama Altenfeld, 1964
Panorama Altenfeld, 1964

Geschichte

Die Gemeinde wurde 1492 erstmals urkundlich erwähnt. In dem Dokument ist die Rede von Schneidemühlen am "Clemenstein" und "auf dem alten Felde", dessen genauer Standort unbekannt ist. Hinweise aus dem Jahr 1490 auf eine wüste Dorfstatt gelegen an der oberen Oelze, genannt "altes Feld", legen den Schluss nahe, dass der Ort Altenfeld auf einer alten Wüstung seinen Ausgangspunkt nahm und demzufolge wesentlich älter als urkundlich bezeugt sein muss.

Im April 1525 brach in Thüringen der Bauernaufstand aus, in dessen Folge sich die Siedler der Walddörfer zu einem sogenannten "evangelischen Bruderbund", auch Waldbund genannt, zusammengeschlossen. Im Zuge der Auseinandersetzung besetzten die Truppen der Fronherren auch das "alte Feld". 1550 wurde auf dem Gebiet des heutigen Ortes am Zusammenfluss von Reischelbach und Oelze eine Schmelzhütte errichtet, in welcher das in der Umgebung abgebaute Silber- und Kupfererz geschmolzen wurde. Von etwa 1600 bis 1646 war Altenfeld eine Wüstung. Im Jahre 1646 führte das Ansiedeln einer Glashütte „auf dem alten Felde“, einer verlassenen Bergarbeitersiedlung, zur Wiederbesiedelung des Ortes. Von dieser Glashütte ging eine Entwicklung zum bald größten Dorf im damaligen Amt Gehren in der Oberherrschaft des Fürstentums Schwarzburg-Sondershausen aus.

Die Glasherstellung blieb neben der Ziegelbrennerei, Schachtelmacherei und Muldenhauerei bis heute der wichtigste Wirtschaftszweig des Ortes. Kaufleute aus Thüringen brachten das Glas bis nach Holland, seit etwa 1690 kamen holländische Kaufleute auch hierher.

In den Jahren 1738 bis 1741 wurde auf einem hervorspringenden Felsen die heute denkmalgeschützte Kirche erbaut.

Aufgrund der Lage im Gebirge ohne ausreichende Ackerflächen kam es in Altenfeld wiederholt zu Hungersnöten, zuletzt 1772 als 72 Menschen verhungerten. 1846 verwüstete ein Brand das Dorf, welchem 17 Häuser vollständig zum Opfer fielen.

Im späten 19. Jahrhundert arbeitete nur noch eine Glashütte; erst um 1900 kam es zu Hüttenneugründungen.

1901 wurde ein Glasmacherverband und 1905 eine Ortsgruppe der SPD gegründet. Im Jahre 1911 sprach Wilhelm Pieck in einer Wahlversammlung zu den Arbeitern Altenfelds. 1919 beteiligte sich der Altenfelder Arbeiter- und Soldatenrat an der Absetzung des Gehrener Landrates, 1920 waren Altenfelder Glasmacher am Generalstreik gegen den Kapp-Putsch beteiligt. 1954 wurde die Auszeichnung „Staatlich anerkannter Erholungsort“ an Altenfeld erstmals vergeben. Im Jahre 1998 bekam die Gemeinde vom Thüringer Ministerium für Wirtschaft und Infrastruktur dieses Prädikat dann dauerhaft zugesprochen.

1994 kam Altenfeld zum Ilm-Kreis und zur Verwaltungsgemeinschaft Großbreitenbach. Der Verwaltungssitz war in der Stadt Großbreitenbach. Zum 1. Januar 2019 wurde die Verwaltungsgemeinschaft in die Landgemeinde Stadt Großbreitenbach umgewandelt.

Quelle: de.wikipedia.org



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