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Alte Historische Fotos und Bilder Bad Saulgau, Baden-Württemberg

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Wappen Bad Saulgau

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Geschichte von Bad Saulgau, Baden-Württemberg in Fotos

Eine kleine historische Referenz

Geographie: Bad Saulgau besteht aus der Kernstadt (mit Bernhausen, Engenweiler, Schwarzach und Wilfertsweiler) und den 13 Teilorten Bierstetten (mit Steinbronnen), Bolstern (mit Heratskirch und Wagenhausen), Bondorf, Braunenweiler (mit Figels, Krumbach, Obereggatsweiler, Untereggatsweiler und Ziegelhof), Friedberg, Fulgenstadt, Großtissen (mit Kleintissen und Nonnenweiler), Haid (mit Bogenweiler und Sießen), Hochberg (mit Luditsweiler), Lampertsweiler (mit Rieden), Moosheim, Renhardsweiler und Wolfartsweiler.

Gründungszeitpunkt:

Einwohner: 17 286

Geschichte:

Sehenswürdigkeiten:

Bad Saulgau. Panorama der Stadt
Panorama der Stadt
Bad Saulgau. Panorama der Stadt
Panorama der Stadt
Bad Saulgau. Königliche Präparandenanstalt
Königliche Präparandenanstalt
Bad Saulgau. Neue Schule
Neue Schule
Bad Saulgau. Kloster Sießen, 1983
Kloster Sießen, 1983
Bad Saulgau. Krankenhaus, 1925
Krankenhaus, 1925
Panorama von Bad Saulgau, 1957
Panorama von Bad Saulgau, 1957
Panorama von Bad Saulgau mit Dampfzug, 1907
Panorama von Bad Saulgau mit Dampfzug, 1907

Geschichte

Frühe Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung von Sulaga stammt aus dem Jahre 819. Im örtlichen Dialekt heißt der Ort bis heute Sulga. Der Name geht auf das althochdeutsche Wort sul zurück, das „sumpfige Stelle, Wasserlache“ bedeutet. Die Bedeutung steckt heute noch in der Bezeichnung Suhlen für Wasserlachen, in denen sich z. B. Wildschweine wälzen (ergo: suhlen). Der Name der Stadt bezieht sich demnach auf ihre Lage in den Niederungen des Schwarzachtals – hat also nichts zu tun mit Säulen oder gar einer keltischen Quellgöttin, wie fälschlicherweise oft behauptet wird.

Während der Zeit der Stammesherzogtümer lag Saulgau im Herzogtum Schwaben.

Saulgau wurde im Jahr 1239 von Kaiser Friedrich II. das Stadtrecht verliehen, von König Rudolf I. 1288 das Marktrecht. 1299 fiel Saulgau an das Haus Habsburg und wurde vorderösterreichische Amtsstadt in den österreichischen Donaulanden.

In den Hexenverfolgungen sind in der Stadt Saulgau 46 Hexenprozesse durchgeführt worden von 1518 bis 1684, darunter 29 Hinrichtungen und zwei Verbannungen. Von anderen Verfahren ist der Ausgang unbekannt. Das jüngste Opfer Maria Eichel war bei ihrer Hinrichtung am 16. März 1674 erst 15 Jahre alt. Besonders bekannt wurden die beiden Hexenprozesse gegen Anna Persauter 1666 und 1672, die mit Folter und ihrer Enthauptung endeten.

Württembergische Zeit

Im Zuge der Neuordnung Europas durch Napoleon Bonaparte kam Saulgau 1805 mit dem Frieden von Pressburg an das 1806 errichtete Königreich Württemberg. Saulgau wurde Sitz des gleichnamigen Oberamts. 1869 erfolgte mit dem Bau der Bahnstrecke Herbertingen–Aulendorf der Anschluss an das Streckennetz der Württembergischen Eisenbahn.

Am 27. Juni 1935 erschütterte ein Erdbeben die Stadt. 6250 Gebäude wurden zum Teil schwer beschädigt. Der Schaden belief sich auf 0,75 Mio. Reichsmark.

1934 wurde das Oberamt Saulgau in Kreis Saulgau umbenannt. 1938 gingen die Kreise Saulgau und Riedlingen im neu errichteten Landkreis Saulgau auf.

Im Zweiten Weltkrieg unterhielt die Luftschiffbau Zeppelin GmbH zwischen dem 14. August 1943 und dem 22. April 1945 am südöstlichen Ortsrand in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof Saulgau neben dem Produktionsgelände der Josef Bautz AG ein Außenlager des KZ Dachau. Im KZ-Außenlager Saulgau wurden Einzelteile der ballistischen Flüssigrakete Aggregat 4 (Propagandaname Vergeltungswaffe 2, kurz V2) produziert. Bis zu 400 KZ-Häftlinge mussten in dem Lager Zwangsarbeit verrichten, wobei 43 zu Tode kamen. Auf dem Städtischen Friedhof wird am Ehrenmal für Soldaten mit zwei Gedenktafeln an 35 Opfer der beiden Weltkriege erinnert. Auch am ehemaligen Standort des KZ-Außenlagers erinnert ein 2005 eingeweihtes Denkmal an das Lager und die Opfer. Auf dem Platz der Baracken selber steht heute ein Supermarkt.

Nachkriegszeit

Nach dem Zweiten Weltkrieg fiel die Stadt Saulgau 1945 in die Französische Besatzungszone und kam somit 1947 zum neu gegründeten Land Württemberg-Hohenzollern, welches 1952 im Land Baden-Württemberg aufging.

Die Kreisstadt Saulgau kam im Zuge der Kreisreform 1973 zum Landkreis Sigmaringen, dessen größte Stadt sie heute ist. Am 1. Januar 1975 wurden die zuvor selbständigen Gemeinden Bierstetten, Bolstern, Bondorf, Braunenweiler, Friedberg, Fulgenstadt, Großtissen, Haid, Hochberg, Lampertsweiler, Moosheim, Renhardsweiler und Wolfartsweiler nach Saulgau eingemeindet.

Quelle: de.wikipedia.org



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