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Alte Historische Fotos und Bilder Buchen (Odenwald), Baden-Württemberg

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Wappen Buchen (Odenwald)

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Geschichte von Buchen (Odenwald), Baden-Württemberg in Fotos

Eine kleine historische Referenz

Geographie: Die Gemeinde Buchen (Odenwald) besteht aus den 14 Stadtteilen Bödigheim, Buchen-Stadt, Eberstadt, Einbach, Götzingen, Hainstadt, Hettigenbeuern, Hettingen, Hollerbach, Oberneudorf, Rinschheim, Stürzenhardt, Unterneudorf und Waldhausen. Die Stadtteile sind räumlich identisch mit den früheren Gemeinden gleichen Namens, mit Ausnahme des Stadtteils Buchen-Stadt erfolgt ihre offizielle Benennung in der Form „Buchen (Odenwald) - …“.

Zum Stadtteil Bödigheim gehören die Höfe Faustenhof, Griechelternhöfe, Roßhof und Sechelseehöfe sowie das Haus Sägmühle. Zum Stadtteil Einbach gehört das Gehöft Einbacher Mühle. Zum Stadtteil Unterneudorf gehört das Haus Unterneudorfer Mühle. Zum Stadtteil Waldhausen gehört das Gehöft Glashof.

Im Stadtteil Eberstadt liegen die Wüstungen Klarenhof und Reinstadt und im Stadtteil Götzingen die Wüstungen Rönningen und Buklingen.

Gründungszeitpunkt:

Einwohner: 17 704

Geschichte:

Sehenswürdigkeiten:

Buchen. Am 10. November 1845 eröffnete die 'Höhere Bürgerschule'
Am 10. November 1845 eröffnete die 'Höhere Bürgerschule'
Buchen. Denkmal in Garten und Bahnhof
Denkmal in Garten und Bahnhof
Buchen. Blick in die Vorstadtstraße, 1908
Blick in die Vorstadtstraße, 1908
Buchen. Der Großherzog in Buchen, 1896
Der Großherzog in Buchen, 1896
Buchen. Der Platz 'Am Bild', Hotel Prinz Carl
Der Platz 'Am Bild', Hotel Prinz Carl, um 1905
Buchen. Hettingen - Panorama von Ort, um 1960
Hettingen - Panorama von Ort, um 1960
Buchen. Hotel Prinz Carl
Hotel Prinz Carl
Buchen. Hotel Prinz Carl
Hotel Prinz Carl
Buchen. Krankenhaus, um 1900
Krankenhaus in der Hettinger Straße, um 1900
Buchen. Krankenhaus - Vinzentiusstift, 1923
Krankenhaus - Vinzentiusstift, 1923
Buchen. Marktstraße
Marktstraße
Buchen. Marktstraße mit Tor
Marktstraße mit Tor
Buchen. Neues Viertel
Neues Viertel
Buchen. Panorama der Stadt
Panorama der Stadt
Buchen. Kapelle in Stürzenhardt
Kapelle in Stürzenhardt
Buchen. Pfarrhaus, um 1927
Pfarrhaus der evangelischen Kirchengemeinde, Pfarrer mit Familie, um 1927
Buchen. Postamt und Kirche
Postamt und Kirche
Buchen. Rathaus mit brunnen
Rathaus mit brunnen
Buchen. Rathaus, Gasthaus zum Riesen
Rathaus, Kriegdenkmal 1914-1918 und Gasthaus zum Riesen
Buchen. Töpferei Eduard Müller, ende 1920er Jahre
Töpferei Eduard Müller, ende 1920er Jahre
Buchen. Unterneudorf - 'Wirtschaft zur Linde'
Unterneudorf - 'Wirtschaft zur Linde', um 1900
Buchen. Wimpinaplatz, 1963
Wimpinaplatz, 1963
Buchen. Wohnhaus mit Geschäft
Wohnhaus mit Geschäft
Buchen. Zwei Werbefahrzeuge für Pilo-Terpentinöl-Paste
Zwei Werbefahrzeuge für Pilo-Terpentinöl-Paste, um 1926-27

Geschichte der Stadt

Wie allgemein üblich liegt das wahre Alter einer Stadt meist im Dunkel der Geschichte. Erstmals urkundlich erwähnt wird Buchen 773/774 im Urkundenbuch des Klosters Lorsch, dem sog. Lorscher Codex, und hieß damals Buchheim. Karl der Große ist gerade zum König der Franken gekrönt worden.

Einmal da, geht auch schon ein munteres Wechselspiel los. Irgendwem muss die Gemeinde ja schließlich gehören. Die ersten Herren sind die Mönche der Abtei Amorbach. Als das Kloster dann an das Bistum Würzburg fällt, müssen die Buchener kurz vor der ersten Jahrtausendwende natürlich mit. Dann ist erst einmal Ruhe.

Bis Kaiser Barbarossa lobesam den Herren von Dürn Gerichtsbarkeit und Vogteirechte über Buchen vermacht. Die Dürmer erheben Buchen zur Stadt; es schert sie wenig, dass dieser Akt eigentlich dem König vorbehalten ist. 1280 wird die Verleihung der Stadtrechte erstmals in einer Urkunde erwähnt.

In Bödigheim wird derweil auch kräftig gebaut: Die Rüdt von Collenbergs stellen eine wehrhafte Burg mit Bergfried und allem, was so dazu gehört, an einen Hang. Aber Verteidigungsanlagen sind nichts Neues für die Gegend: Schon die alten Römer hatten sich hinter einem Steinwall verschanzt, dem Limes, von dem viele gut erhaltene Reste heute noch zu besichtigen sind – in unserem Stadtteil Hettingen zum Beispiel.

1303/1309 verkaufen die Dürmer ihre Buchener Privilegien an den Erzbischof von Mainz. Dessen Herrschaft währt 500 Jahre. Ruhe jetzt? Mitnichten. Lange geht es den Buchenern so gut, dass sie angeblich die Straßen mit Talern pflastern können. Das ändert sich mit den Bauernkriegen. Da mischen die einheimischen Bauern kräftig mit.

Im heutigen Museumshof verpflichten sie Götz von Berlichingen gegen dessen Willen zu ihrem Hauptmann. Aber die Zeit ist noch nicht reif für freie Bürgerrechte oder Selbstbestimmung. Die Sache geht für die Aufständischen böse aus.

Nach Kriegsende werden die Einwohner des ehemaligen „Talerstädtchens“ von der Obrigkeit für ihr Tun mit dem Verlust vieler städtischer Privilegien herbe abgestraft. Doch trotz dieser Fehlschläge geht es schnell wieder aufwärts. Die Konjunktur brummt – so würde man heute sagen. Die Bevölkerungszahl steigt sprunghaft an, bis zum Jahr 1635.

Was der Dreißigjährige Krieg nicht schafft, das schafft die Pest in wenigen Wochen. Rund 1300 Einheimische und Flüchtlinge gehen elend zu Grunde. Und dann brennt 1717 auch noch die halbe Stadt ab, der Blitz hat in der Stadtkirche eingeschlagen.

Am Beginn des 19. Jahrhunderts kommt wieder Bewegung in die stabilen politischen Strukturen. Das Kurfürstentum Mainz wird aufgelöst, Buchen dem neuen Fürstentum Leiningen angeschlossen. Drei Jahre später – 1806 – verleibt sich das Großherzogtum Baden das Städtchen ein. Doch der alte Kampfgeist bleibt ungebrochen.

1848 - Revolution in Buchen. Die längst fällige Ablösung des „Zehnts“ und die Befreiung von Wucherzinsen sind der Grund. Die Bauern proben wieder den Aufstand, stürmen das Leining’sche Rentamt, werfen die Akten aus den Fenstern und verbrennen sie.

Die zugestandenen Erleichterungen dürfen sie nach dem Scheitern der Revolution dennoch behalten, und die werden später sogar gesetzlich festgeschrieben. Fazit: Es war also alles andere als ruhig und beschaulich in Buchen.

Selbst als zwischen 1971 und 1975 mit der Gemeindereform 13 umliegende Ortschaften eingemeindet werden oder sich freiwillig mit Buchen vereinen, gibt es Widerstände und Auseinandersetzungen. Aber so schlimm wie in den Bauernkriegen und bei der Revolution von 1848 ist es dann nicht gekommen! Die Zeit heilt eben doch die meisten Wunden.

Vieles, was Buchen anziehend macht, rührt aus dem geistigen Erbe der Ahnen, überliefert bis heute. Gewiss, einen der ganz Großen, einen Goethe oder Beethoven hat es nie gegeben. Aber eine erstaunliche Anzahl großer Namen, die man getrost vorzeigen kann. Gebürtige Buchener oder Zugereiste, die irgendwann geblieben sind.

Für alle seien erwähnt: Der Architekt Egon Eiermann, die Schriftstellerin Juliana von Stockhausen, die Maler Ludwig Schwerin und Wilhelm Schnarrenberger, der Komponist Joseph Martin Kraus, der Abt und Gelehrte Gottfried Bessel, der Humanist Conrad Wimpina und Albrecht Pilgrim von Buochein, der Minnesänger, aus dessen Schaffen die Manessische Liederhandschrift drei Werke überliefert hat.

Werner Doyé - Quelle: buchen.de



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