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Alte Historische Fotos und Bilder Cham (Oberpfalz), Bayern

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Geschichte von Cham (Oberpfalz), Bayern in Fotos

Eine kleine historische Referenz

Geographie: Cham umfasst neben der Kernstadt noch 52 weitere Stadtteile:

Altenmarkt, Altenstadt, Ammerlingshof, Brückl, Brunn, Chameregg, Chammünster, Eichberg, Ellersdorf, Gredlmühle, Gutmaning, Haderstadl, Haidhäuser, Haidmühle, Hanzing, Hilm, Hof, Höfen, Janahof, Kammerdorf, Katzbach, Katzberg, Kühberg, Kothmaißling, Laichstätt, Lamberg, Loch, Loibling, Michelsdorf, Neumühle, Nunsting, Oberhaid, Ponholzmühle, Quadfeldmühle, Ried am Pfahl, Ried am Sand, Rissing, Schachendorf, Scharlau, Schlammering, Schlondorf, Schönferchen, Selling, Siechen, Stadl, Tasching, Thierlstein, Untertraubenbach, Vilzing, Wackerling, Windischbergerdorf, Wulfing

Auf Gemeindegebiet existieren 14 Gemarkungen: Altenmarkt, Cham, Chameregg, Chammünster, Gutmaning, Haderstadl, Hof, Katzberg, Loibling, Rhanwalting, Schachendorf, Thierlstein, Vilzing und Windischbergerdorf. Die Gemarkung Haderstadl wird geteilt mit der Gemeinde Chamerau, die Gemarkung Rhanwalting mit der Gemeinde Pemfling.

Gründungszeitpunkt:

Einwohner: 17 053

Geschichte:

Sehenswürdigkeiten:

Cham. Bahnhofstraße mit Kirche
Bahnhofstraße mit Kirche
Cham. Biertor
Biertor
Cham. Biertor mit seinen Rundtürmen, erbaut im 14. Jahrhundert
Biertor mit seinen Rundtürmen, erbaut im 14. Jahrhundert
Blick auf Cham
Blick auf Cham
Blick auf Cham
Blick auf Cham
Blick auf Cham, 1920
Blick auf Cham, 1920
Blick auf Cham, um 1940
Blick auf Cham, um 1940
Cham. Blick auf strasse, 1943
Blick auf strasse, 1943
Cham. Erholungsheim Exerzitienhaus Maria Hilf
Erholungsheim Exerzitienhaus Maria Hilf
Cham. Geschäftshaus Frisch und Wagner, 1947
Geschäftshaus Frisch und Wagner, 1947
Cham. Landwirtschaftsschule
Landwirtschaftsschule
Cham. Maristen-Realschule mit Studienheim
Maristen-Realschule mit Studienheim
Cham. Marktplatz, 1954
Marktplatz, 1954
Cham. Rathaus
Rathaus
Cham. Redemptoristenkirche
Redemptoristenkirche
Cham. Redemptoristenkirche und Kloster, 1920
Redemptoristenkirche und Kloster, 1920
Cham. Redemtoristenkloster, 1969
Redemtoristenkloster, 1969
Cham. Redemtoristenkloster, Kirche
Redemtoristenkloster, Kirche
Cham. Schloss, circa 1900
Schloss, circa 1900
Cham. Windischbergerdorf - Sanatorium
Windischbergerdorf - Sanatorium

Geschichte

Der Name Cham

Die Bedeutung des Namens

Obwohl die Stadt in einer Flussschleife des Regens liegt, leitet sich ihr Name vom Flüsschen Chamb ab. Dieser kleine Fluss entspringt im angrenzenden Tschechien und durchquert in vielen Windungen die Cham-Further Senke, bis er südlich von Altenstadt in den größeren Regen mündet. Im Namen Chamb steckt wohl das keltische Wort „kambos“, das mit krumm oder gewunden übersetzt wird.

Aus der Geschichte der Stadt Cham

Vom Fluss Chamb, der im nahen Böhmen entspringt und durch die Cham-Further Senke zum Regen fließt, hat unsere Stadt ihren Namen erhalten.

Die günstige Lage an einer wichtigen Handelsstraße nach Böhmen brachte viele Vorteile. Schon im Jahr 976 wird Cham ("civitas, quae Camma dicitur") erwähnt. Auf den Höhen des Galgenbergs befand sich eine Reichsburg, in deren Schutz um das Jahr 1000 Münzen geprägt wurden.

Bereits um 739 errichteten Regensburger Mönche von Sankt Emmeram in Chammünster das erste und älteste Gotteshaus im Bereich des Oberen Bayerischen Waldes. Zwischen dem 12. und 13. Jahrhundert wurde das neue Cham auf seinen heutigen Standort verlegt. In der Folgezeit blühten Handel und Gewerbe auf, so dass man mit Regensburg, Nürnberg und Breslau gegenseitige Zollfreiheiten vereinbaren konnte.

Die Kriege gegen die Hussiten (1419–1436) führten zu großen Zerstörungen und einem starken Rückgang von Handel und Gewerbe.

1489 gründeten Adelige eine Vereinigung gegen den bayerischen Herzog.

Ungemein verhängnisvoll wirkte sich auch hier der Dreißigjährige Krieg aus.

1742 wurde Cham erneut zerstört. Nachdem der Pandurenführer, Franz Freiherr von der Trenck, unsere Stadt erobert hatte, ließ er sie drei Tage lang plündern und brandschatzen.

Kriegerische Ereignisse, aber auch zehn Stadtbrände legten Cham wiederholt in Schutt und Asche. Die Bürgerschaft, die gerade im bodenständigen Handwerk ihre besten Vertreter hatte, baute jedoch immer wieder mit Fleiß, Zähigkeit und echtem Gemeinschaftssinn die Stadt auf.

Auf militärischem Gebiet gelangte der Chamer Bürgerssohn Nikolaus Luckner zu großem Ruhm. Er wurde in den Grafenstand erhoben und schließlich zum Marschall von Frankreich ernannt. Ihm widmete Rouget de Lisles 1792 die Marseillaise, die heutige französische Nationalhymne.

Nach dem Bau der Eisenbahn 1861 setzte in der Stadt ein deutlich spürbarer wirtschaftlicher Aufschwung ein. Die Prinzregentenzeit von 1886 bis 1912 war auch für Cham eine Zeit bürgerlichen Wohlstands. Sie wurde durch den Ersten Weltkrieg mit 152 Chamer Toten jäh beendet.

Am 18. April 1945 bombardierten britische Flugzeuge das Bahnhofsgelände und den westlichen Teil von Cham. Dabei wurden mehr als 60 Menschen getötet. Fünf Tage später besetzten amerikanische Truppen die Stadt. In den folgenden Jahren kamen zahlreiche Flüchtlinge besonders aus Schlesien und dem Sudetenland. Die Einwohnerzahl stieg in kurzer Zeit von 5.860 auf über 10.000 an. Nach der Währungsreform von 1948 setzte eine rege Bautätigkeit ein, die den heutigen Stadtteil Cham-West entstehen ließ. In den folgenden Jahren entwickelte sich Cham zur Schulstadt.

Heute ist Cham Handels-, Schul-, Behörden- und Garnisonsstadt mit rund 17.000 Einwohnern. In ihren Mauern verbindet sich harmonisch die alte und die neue Zeit auf engstem Raum. Neben einer bewegten Geschichte kann die Stadt auch auf eine abwechslungsreiche und schöne Waldlandschaft im ostbayerischen Grenzland verweisen.

Kleine Zeittafel zur Stadtgeschichte

739 - In Chammünster, südlich von Cham, wird eine klösterliche Niederlassung und damit die Urkirche des Oberen Bayerischen Waldes errichtet.

10.–12. Jahrhundert - Im Schutz einer Reichsburg beginnt sich eine Ansiedlung zu entwickeln. Ein wichtiger militärischer Stützpunkt und eine Münzstätte entstehen. 976 wird Cham erstmals erwähnt und als "civitas" bezeichnet. Dieser lateinische Begriff lässt sich mit befestigter Platz, Burg oder Stadt übersetzen.

12.–13. Jahrhundert - Bessere Siedlungsbedingungen führen zu einer Verlagerung des Ortes auf seinen heutigen Standort in der Regenschleife.

13.–14. Jahrhundert - Durch die Lage an einer wichtigen Transitstraße nach Böhmen kommen die Einwohner Chams zu großem Wohlstand. Handelsbeziehungen werden unter anderem mit Nürnberg, Regensburg und Breslau gepflegt. Die Landesherren gewähren der Stadt zahlreiche Vergünstigungen (zum Beispiel Steuerbefreiungen).

1429 - Die Hussiten belagern vergeblich die Stadt und erleiden im Gefecht bei Satzdorf eine Niederlage.

1489 - Ein Bündnis von Adeligen gegen den bayerischen Herzog, der so genannte Löwlerbund, tagt in Cham.

1657 - Dieser Stadtbrand verursacht enmorme Schäden. Es sollen nur zwei Privathäuser und das Weißbierbrauhaus verschont geblieben sein.

1705 - Während des Spanischen Erbfolgekriegs erheben sich Teile der Bevölkerung vergeblich gegen kaiserliche Truppen, die Bayern besetzt hatten.

1722 - Der spätere Marschall von Frankreich, Nikolaus Graf von Luckner, wird in Cham geboren. Ihm wurde die französische Nationalhymne, die Marseillaise, gewidmet.

1742 - Franz von der Trenck und seine Panduren plündern und brandschatzen die Stadt.

1861 - Der erste Zug trifft am Bahnhof von Cham ein.

vor 1900 - Cham gehört zu den wichtigsten Umschlagsplätzen für den Holztransport in Süddeutschland.

1945 - Bei einem Bombenangriff kommen über 60 Menschen ums Leben.

1945 bis heute - Trotz der Lage am Eisernen Vorhang gelang die Entwicklung vom "Armenhaus" zur modernen Stadt mit mittelständischen Handwerks- und Industriebetrieben, einem umfangreichen Angebot im Bereich des Handels und der Dienstleistungen. Cham ist Schulstadt und Standort zahlreicher Behörden.

1959 - Cham wird Garnisonsstadt.

1972 - Die erste Stufe der Gebietsreform bringt die früheren Gemeinden Altenmarkt, Loibling, Thierlstein sowie Teile der einstigen Gemeinden Penting und Rhanwalting zur Stadt.

1978 - Mit der Gebietsreform kommen die ehemals selbstständigen Gemeinden Chammünster und Windischbergerdorf zur Stadt.

nach 1989 - Neue Möglichkeiten und Kontakte bieten sich seit der Grenzöffnung zu Tschechien.

2001 - In Cham findet die Kleine Landesgartenschau statt.

Quelle: cham.de



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