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Alte Historische Fotos und Bilder Gaggenau, Baden-Württemberg

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Wappen Gaggenau

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Geschichte von Gaggenau, Baden-Württemberg in Fotos

Eine kleine historische Referenz

Geographie:

Gründungszeitpunkt:

Einwohner: 28 633

Geschichte:

Sehenswürdigkeiten:

Gaggenau. Hauptstraße, um 1940
Hauptstraße, um 1940
Gaggenau. Panorama der Stadt
Panorama der Stadt
Gaggenau. Panorama der Stadt und Brücke
Panorama der Stadt und Brücke
Gaggenau. Rathaus, 1920
Rathaus, 1920

Ein Blick in die Geschichte Gaggenaus

Gaggenau, am Fuße des Murgtals gelegen, wird erstmals im Jahre 1243 erwähnt. Im 17. Jahrhundert legt Markgraf Ludwig Wilhelm durch die Verpachtung des neu erbauten Hammerwerks den Grundstein für die industrielle Entwicklung von Gaggenau, das sich im Laufe der Jahre zu einem pulsierenden Industriezentrum entwickelt.

Neben der denkmalgeschützten Glashütte, deren edle Glasprodukte eine weltweit breite Käuferschicht erfreute, steht hier noch heute das traditionelle Werk der Firma Daimler AG - die älteste Autofabrik Deutschlands und Wiege des weltweit geschätzten Unimogs. Diesem Universal-Motor-Gerät, das über ein halbes Jahrhundert in Gaggenau produziert wurde, ist ein Museum gewidmet.

Zum industriellen Spektrum Gaggenaus sind eine Reihe weiterer namhafter Unternehmen, Mittelbetriebe und Fachgeschäfte für den gehobenen Bedarf wie Dambach-Werke, Protektorwerk Florenz Maisch, Holzwerke Rahner, Franz Grötz, Gerhard Lang, König Metall, Z-Müller, City-Kaufhaus, Kohlbecker Architekten & Ingenieure und viele andere nicht mehr wegzudenken.

Die Große Kreisstadt Gaggenau mit ihren gut 31.000 Einwohnern, ist nicht nur ein attraktiver Wirtschaftsstandort sondern auch eine beliebte Stadt zum Wohnen; dank neuer städtebaulicher Akzente mit vielfältigen gesundheitlichen, schulischen, freizeitlichen und kulturellen Angeboten und optimaler Verkehrsanbindung.

Quelle: gaggenau.de

Geschichte

Bis zum 18. Jahrhundert

Gaggenau wurde 1243 erstmals urkundlich erwähnt. Bis ins 19. Jahrhundert blieb Gaggenau ein kleineres Dorf. Das gehörte ursprünglich zum Ufgau, ab dem 13. Jahrhundert zur Markgrafschaft Baden bzw. ab 1535 zur Markgrafschaft Baden-Baden. Älter als die Kernstadt ist unter anderem der heutige Stadtteil Bad Rotenfels, der in einem kaiserlichen Schenkungsbrief bereits im Jahre 1041 genannt wurde.

Bis 1689 gehörte Gaggenau zum Amt Kuppenheim und dann zum Amt Rastatt, aus dem später der Landkreis Rastatt hervorging. 1691 wurde der Ort im Pfälzischen Erbfolgekrieg durch die Franzosen fast vollständig zerstört.

1772 entstand unterhalb des Dorfes die Rindenschwendersche Glashütte und mit ihr mehrere Betriebswohnungen und Werkstätten.

19. und 20. Jahrhundert

Der eigentliche industrielle Aufschwung begann ab 1873 durch Gründung der Eisenwerke Michael Flürscheims, die auf das markgräfliche Hammerwerk zurückgehen. 1895 wurde hier bereits das 5-PS Automobil Orient Express gebaut, ab 1905 nannten sie sich Süddeutsche Automobilfabrik GmbH Gaggenau. 1907 erfolgte die Übernahme durch die Firma Benz & Cie. aus Mannheim bis zum Zusammenschluss 1926 zur Daimler-Benz AG. Dadurch wuchs die Siedlung Gaggenau stark an und wurde am 15. September 1922 aufgrund ihrer Wirtschaftskraft zur Stadt erhoben.

Die NS-Machthaber errichteten im September 1944 im heutigen Ortsteil Rotenfels das Sicherungslager Rotenfels, wo in sechs Baracken etwa 1600 Frauen und Männer interniert wurden, die in den Daimler-Benz-Werken und anderen Betrieben zu Zwangsarbeit verpflichtet waren. Etwa 500 von ihnen sind ums Leben gekommen. An sie erinnert seit 1985 im Kurpark Bad Rotenfels eine Gedenktafel, die im Beisein einstiger französischer Häftlinge eingeweiht wurde. Eine weitere Gedenkstätte befindet sich im Gewann Erlich nahe dem Waldfriedhof. Das Erlich-Denkmal erinnert an 27 ermordete Häftlinge.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt zu etwa 70 % zerstört. Am 10. September 1944 griffen 140 Bomber vom Typ B-17 der 8. US-Luftflotte die örtliche Fahrzeugindustrie an, am 3. Oktober folgte ein Angriff durch 139 B-24. 205 Einwohner starben, 111 wurden verletzt und 4500 obdachlos. 696 der 2185 Gebäude in Gaggenau wurden völlig zerstört und 1334 beschädigt. Nach dem Krieg wurde die Stadt mit regelmäßigem Straßennetz wieder aufgebaut. Der Wiederaufbau wurde mit dem Neubau des Rathauses (1957–1958) abgeschlossen. Von 1951 bis 2002 wurde im Gaggenauer Daimler-Werk der Unimog gebaut, bevor die Produktion 2002 nach Wörth am Rhein verlegt wurde.

Anfang der 1970er Jahre wurden im Zuge der Kommunalreform sechs Umlandgemeinden nach Gaggenau eingegliedert. Dadurch verdoppelte sich die Einwohnerzahl und die Gemarkungsfläche verfünffachte sich, insbesondere durch die ehemalige Gemeinde Rotenfels, die im Grundbesitz einer sehr großen Waldfläche (bis einschließlich zum Bernstein) war. Dadurch wurde die Mindestzahl von 20.000 Einwohnern für die Erhebung zur Großen Kreisstadt überschritten, weshalb die Landesregierung von Baden-Württemberg diese auf Antrag der Stadtverwaltung mit Wirkung vom 1. Januar 1971 beschloss.

Eingemeindungen

Folgende Gemeinden wurden in die Stadt Gaggenau eingegliedert. Sie gehörten alle zum Amt bzw. Landkreis Rastatt:

• 1. April 1935: Ottenau

• 1. Januar 1970: Rotenfels, Heilbad, mit dessen Ortsteil Winkel (heute: Bad Rotenfels)

• 1. April 1970: Selbach

• 1. September 1971: Freiolsheim mit dem Weiler Moosbronn und der Siedlung Mittelberg

• 1. April 1972: württembergischer Anteil des Weilers Moosbronn von der Gemeinde Bernbach

• 1. April 1972: Oberweier mit Niederweier

• 1. April 1973: Sulzbach

• 1. Januar 1975: Hörden und Michelbach

Bad Rotenfels, Gaggenau und Ottenau bilden zusammen eine „Ortschaft“ entsprechend der Gemeindeordnung von Baden-Württemberg.

Vor den Eingemeindungen der 1970er Jahre (also inklusive Ottenau) hatte Gaggenau eine Fläche von 12,63 km².

Quelle: de.wikipedia.org



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