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Alte Historische Fotos und Bilder Hamm, Nordrhein-Westfalen

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Wappen Hamm

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Geschichte von Hamm, Nordrhein-Westfalen in Fotos

Eine kleine historische Referenz

Geographie: Das Stadtgebiet ist in die sieben Stadtbezirke Hamm-Mitte, Hamm-Uentrop, Hamm-Rhynern, Hamm-Pelkum, Hamm-Herringen, Hamm-Bockum-Hövel und Hamm-Heessen eingeteilt.

Für statistische Zwecke sind die Stadtbezirke in so genannte „statistische Bezirke“ und diese wiederum in „Baublöcke“ unterteilt. Die statistischen Bezirke sind mit einer zweistelligen Nummer und mit einem besonderen Namen gekennzeichnet. Die Stadtbezirke mit ihren zugehörigen statistischen Bezirken:

1. Hamm-Mitte: City, Innenstadt-Süd, Innenstadt-Ost, Süden östlich der Werler Straße, Süden westlich der Werler Straße, Westen nördlich der Langen Straße, Westen südlich der Langen Straße, Bahnhof einschließlich Ortsgüterbahnhof

2. Hamm-Uentrop: Kurpark, Mark, Braam, Werries, Geithe, Ostwennemar, Norddinker, Vöckinghausen, Frielinghausen, Uentrop Ortskern

3. Hamm-Rhynern: Berge, Westtünnen westlich des Heidewegs, Westtünnen östlich des Heidewegs, Rhynern Ortskern, Osttünnen, Freiske, Osterflierich, Wambeln, Allen, Süddinker

4. Hamm-Pelkum: Wiescherhöfen/Daberg, Lohauserholz, Selmigerheide/Weetfeld, Zechensiedlung, Harringholz, Pelkum Ortskern, Westerheide, Lerche

5. Hamm-Herringen: Westenfeldmark, Ostfeld, Heidhof, Herringen Ortskern, Nordherringen, Herringer Heide, Sandbochum

6. Hamm-Bockum-Hövel: Nordenfeldmark-West, Hövel-Mitte, Hövel-Nord, Hövel-Radbod, Bockum, Barsen, Hamm-Norden, Holsen, Geinegge, Hölter

7. Hamm-Heessen: Nordenfeldmark-Ost, Mattenbecke, Zeche-Sachsen, Heessener Gartenstadt, Heessener Dorf, Westhusen, Dasbeck, Frielick

Gründungszeitpunkt:

Einwohner: 179 397

Geschichte:

Sehenswürdigkeiten:

Hamm. Adolf Hitler Straße
Adolf Hitler Straße
Hamm. Badehaus
Badehaus
Hamm. Bärenbrunnen, 1922
Bärenbrunnen, 1922
Hamm. Bärenbrunnen, 1936
Bärenbrunnen, 1936
Hamm. Bärenbrunnen
Bärenbrunnen
Hamm. Eingang in Schloß Heessen
Eingang in Schloß Heessen
Hamm. Eisenbahnbrücke, 1898
Eisenbahnbrücke und Bahnhof, 1898
Hamm. Eisenbahnbrücke
Eisenbahnbrücke, Wasserturm und Bahnhof
Hamm. Große Weststraße, 1918
Große Weststraße, 1918
Hamm. Hauptbahnhof
Hauptbahnhof
Hamm. Kinderspielplatz, 1905
Kinderspielplatz, 1905
Hamm. Kurhaus, 1956
Kurhaus, 1956
Hamm. Kurhaus-Hotel, 1944
Kurhaus-Hotel, 1944
Hamm. Kurhaus und Schützenhof, 1915
Kurhaus und Schützenhof, 1915
Hamm. Lazarett
Lazarett
Hamm. Musiktempel, 1917
Musiktempel in der Ring-Anlage, 1917
Hamm. Oberlandesgericht, 1905
Oberlandesgericht, 1905
Hamm. Ostenallee
Ostenallee mit Falk Denkmal
Hamm. Ostenallee
Ostenallee
Hamm. Panorama der Stadt
Panorama der Stadt
Hamm. Park mit kleine brücke, 1898
Park mit kleine brücke, 1898
Hamm. Rathaus
Rathaus
Hamm. Schloß Heessen, 1959
Schloß Heessen, 1959
Hamm. Solbad
Solbad

Stadtgeschichte

Von der Stadtgründung bis zur Reformation

Hamm ist eine Planstadt, die Graf Adolf I. von der Mark am Aschermittwoch des Jahres 1226 gegründet und mit Stadtrechten versehen hat. Die Gründung von Hamm steht am Anfang einer Reihe von Stadtgründungen dieses Grafengeschlechts, um die Grafschaft Mark sowohl militärisch als auch wirtschaftlich zu festigen und aus ihr einen einheitlichen Machtbereich zu schaffen. Anlass für die Stadtgründung war ein Streit zwischen dem weltlichen westfälischen Adel und dem Erzbischof von Köln, Engelbert I. von Berg, der bemüht war, die Kirche von weltlichem Einfluss zu befreien und die vom Herzogtum Sachsen abgespaltene Herzogswürde von Westfalen zu konsolidieren. Die daraus entstandenen Spannungen zwischen den zum Teil eng miteinander verwandten Protagonisten gipfelten schließlich in der Ermordung des Erzbischofs durch eine Gruppe von Häschern seines Verwandten Graf Friedrich von Altena-Isenberg. Dies trug Friedrich die Reichsacht ein und führte schließlich zu seiner Hinrichtung in Köln. Sein Besitz, Burg und Stadt Nienbrügge, wurden im Rahmen einer Strafaktion durch Graf Adolf I. von der Mark geschleift. Dieser versuchte das Erbe der Isenberger an sich zu bringen und so das Gebiet der gemeinsamen Stammlinie Altena-Berg zu erhalten. So bot er auch den Bürgern der Stadt Nienbrügge einige hundert Meter die Lippe aufwärts eine neue Heimat. Die Reste von Nienbrügge dienten dabei als Baustofflieferant. Da die neugegründete Stadt Hamm dann etwas weiter östlich auf der Landspitze zwischen der Ahse und der Lippe an der Einmündung der Ahse entstand, erhielt die neue Siedlung den Namen „tom Hamme“ (zum Hamm) bzw. Ham – nach der alten Bezeichnung für ein solches Flurstück, dem Ham. Daraus entwickelte sich im Laufe der Zeit die heutige Schreibweise „Hamm“.

In den folgenden Jahrhunderten wurde Hamm zum Vorort und immer wieder auch zur Residenz der Grafschaft und diente als Gerichtssitz mit Appellationsfunktion für die märkischen Städte. Dies begründet auch die bis heute fortdauernde Gerichtstradition der Stadt. Die Residenzfunktion ging Hamm 1461 mit dem Tod des Grafen Gerhard von der Mark zu Hamm, der seit 1437 auf der Stadtburg Hamm residierte, verloren. Die Grafen, die inzwischen auch die Herzöge von Kleve waren, wohnten nun auf der Schwanenburg in Kleve.

Im Verbund der Hansestädte nahm Hamm seit 1549 die Rolle einer Prinzipalstadt für die märkischen Städte an. Das genaue Datum von Hamms Hansebeitritt ist unklar, verschiedene Quellen nennen den Zeitraum zwischen 1417 und 1471. (1494 wurde die nahe gelegene Stadt Münster zur Prinzipalstadt der Hanse in Westfalen.)

Der erste Sakralbau der Stadt, eine Kapelle am Platz der heutigen Pauluskirche, wurde 1275 durch den Bau der St. Georgskirche (heutige Pauluskirche) abgelöst. Die Kirche wurde allerdings erst am 17. April 1337 von der Stammkirche, der Pankratiuskirche in der Mark, abgepfarrt. Sie ist bis heute Hamms zentraler Kirchenbau. 1270 war bereits das Zisterzienserinnenkloster Marienhof in Hamm gegründet worden, das 1290 vor die Stadt auf Haus Kentrop verlegt wurde. 1455 entstand als zweites Kloster das Franziskanerkloster Hamm, das im Vorfeld des Täuferreichs in Münster immer wieder Prediger nach Münster entsandte. Die weiteren das Stadtbild prägenden Kirchen entstanden erst im 16. (St.Agnes) und 18. Jahrhundert (Martin-Luther).

In den Jahren 1444–1449 (Soester Fehde) schlug sich die Stadt auf die Seite Johann von Kleves (seit dem 5. Juni 1444 neuer Landesherr von Soest), der sich in die Auseinandersetzung der Stadt Soest mit den Erzbischöfen in Köln einmischte. Diese versuchten ihre ursprüngliche Stellung als Landesherren Soests wiederherzustellen. Daraufhin erwirkte der Erzbischof und Kurfürst von Köln 1444 die Reichsacht gegen Hamm, die jedoch ohne die drastischen Folgen des Jahrs 1226 blieb. Trotz dieser Fehde und der Reichsacht fällt in diese Zeit eine Blüte der Wirtschaft in der Stadt. Ein wesentlicher Faktor dafür ist die 1448 in Kraft getretene Verordnung, nach der niemand außerhalb der Stadt im Amte Hamm das Bäcker-, Brauer-, Schuhmacher-, Schmiede- und Schneiderhandwerk ausüben durfte. Die Landbevölkerung musste in der Stadt einkaufen. Diese Verordnung blieb bis ins 19. Jahrhundert in Kraft. Noch 1498 zeugte ein Bündnisvertrag mit Münster von der relativen Unabhängigkeit der Stadt Hamm. Im Jahr 1503 wurde Hamm durch den römisch-deutschen König und späteren Kaiser Maximilian I. von allen westfälischen Freigerichten und sonstigen fremden Gerichten befreit.

Der wirtschaftliche Niedergang stellte sich mit dem Ausbruch einer als Pest bezeichneten Krankheit im Jahr 1531, den 1533 beginnenden Bürgerkämpfen und dem wachsenden Einfluss der Ortsherren ein.

Von der Reformation bis zur Französischen Revolution

Die Reformation hielt 1553 in Hamm Einzug. Die große Stadtkirche St. Georg und Laurentius, die heutige Pauluskirche, wurde in „Reformierte Pfarrkirche“ umbenannt und ist seitdem der Versammlungsort der in Hamm maßgeblichen reformierten Gemeinde. Als die neue lutherische Gemeinde den Calvinisten 1562 Carrell Gallus aus Holland zum Pastor wählte, kam es zum Bildersturm. In diesem Rahmen wurden nahezu alle Kunstgegenstände der Kirche zerstört.

1557 wurde die Stadt von einer Hungersnot und 1558 von einem der zahlreichen Hammer Stadtbrände heimgesucht. Wenig später kostete ein Streit zwischen Bäckern und Leinewebern nach einer Eingabe des Leineweberoberzunft­meisters an den Landesherrn, Herzog Johann von Kleve, Mark und Ravensberg, im Jahr 1570 die Stadt ihre mühsam erworbenen Privilegien. In der Folge begann die Selbstständigkeit Hamms zu schwinden und machte Platz für den überall aufkommenden Absolutismus der Landesherren.

Bereits mit dem Spanisch-Niederländischen Krieg geriet Hamm in die kriegerischen Auseinandersetzungen, die seit 1587 Westfalen und somit auch die Region um die Stadt immer wieder verwüsteten. Der spanische Feldherr und Statthalter in den Niederlanden, Alessandro Farnese, zog 1587 mit einem Heer bis vor die Stadt Hamm. Er sah von einer Eroberung ab, nachdem die Stadt sich freigekauft hatte. Spanische Marodeure verwüsteten im Jahr 1598 das nördlich vor Hamm liegende Kirchspiel Heessen. Den Opfern der Hexenverfolgungen in Hamm um 1600 wurde in Hamm-Heessen ein Gedenkstein gesetzt. Als 1609 das Haus von der Mark im Mannesstamm ausstarb, fiel die Grafschaft nach dem Jülich-Klevischen Erbfolgestreit an das Kurfürstentum Brandenburg. Der Kurfürst musste 1614 die Niederlande zu Hilfe rufen, sodass Hamm am 23. September von deren Truppen besetzt wurde. Nach dem Kriegsausbruch 1618 folgen bis 1648 verschiedene Kriegsparteien, die Hamm besetzen. Die Stadt musste immer wieder hohe Zahlungen an die Besatzer leisten. Erst mit dem Ende des Dreißigjährigen Krieges durch den Westfälischen Frieden wurde der brandenburgische Besitzanspruch bestätigt. Doch erst 1666 regelte ein Teilungsvertrag das Erbe des Hauses von der Mark endgültig. Hamm blieb bei Brandenburg und behielt seine Garnison. Diese bestand traditionell aus einem Regiment zu Fuß, später, nach Einführung der Nummerierung das Altpreußische Infanterieregiment No. 9 von 1646, das seinen Ersatz aus der Grafschaft Mark erhielt.

Im Jahr 1650 gab es in Hamm die erste nachgewiesene Buchdruckerei. 1657 wurde mit dem Gymnasium Ilustre Academicum eine Hochschule mit den drei Fakultäten für Jurisprudenz, Theologie und Philosophie gegründet. Diese Entwicklung war Ausdruck einer neuen Blüte der Stadt, aber auch des Bestrebens des Landesherrn, das Land nach dem Krieg wiederaufzubauen. Die Hochschule hatte bis 1781 bestand, allerdings waren bereits seit 1766 keine Studenten mehr eingeschrieben. Die Schule wurde 1781 mit der schon seit dem Mittelalter im Hamm bestehenden Lateinschule zum heute noch existierenden humanistischen Gymnasium Hammonense zusammengelegt.

1701 trat das Kurfürstentum Brandenburg hinter das neue entstandene Königreich Preußen zurück. 1718 erhielt Hamm dann einen ständigen Magistrat anstelle des jährlich wechselnden Rates.

Im Jahre 1741 wurde Hamm von einer der zahlreichen Katastrophen heimgesucht, die die Entwicklung der Stadt immer wieder bremsten. In diesem Fall handelte es sich um einen großen Stadtbrand. Das alte gotische Rathaus der ehemaligen Hansestadt und 346 Häuser versanken ebenso in Schutt und Asche wie der Turm der Pauluskirche und das Stadtarchiv. Der Wiederaufbau zahlreicher Bürgerhäuser erfolgte nun in Stein. In der Folge des Stadtbrandes erhielt die Stadt im Jahre 1743 eine Brandordnung. Die Preußische Regierung ordnete die Verwaltungsbereiche neu und gründete 1753 den Kreis Hamm mit der Stadt Hamm als Sitz. Dazu entstanden das Landgericht Hamm und 1787 die Märkische Kriegs- und Domänenkammer, deren Präsident zunächst der Freiherr vom Stein war. In den sechziger Jahren dieses Jahrhunderts brachte der Siebenjährige Krieg (1756–1763) erneut Zerstörung, aber auch einen Ausbau der Festungsanlagen mit sich. Schließlich wurde 1772 eine neue Kaserne in Hamm errichtet, um die Garnison der Festung unterzubringen. Diese war bis dahin in den Wohnhäusern der Bevölkerung einquartiert. Für den Bau dieser Kaserne wurde die Burg Mark abgebrochen, um das Baumaterial zu erhalten. Im Jahre 1803 sind dann auch ihre letzten Grundmauern entfernt worden. Naturstein ist in der felsenlosen Lippemarsch kostbar.

Von der Französischen Revolution bis zur Reichsgründung

Die Französische Revolution brachte Hamm eine Schwemme von Flüchtlingen, darunter die künftigen französischen Könige Ludwig XVIII. und den späteren Karl X. Sie machten Hamm zum Sitz ihrer Exilregierung für Frankreich und blieben mehrere Monate in der Stadt, die damit zum Quasi-Regierungssitz des Königreichs Frankreich wurde, ohne Teil dieses Staates zu sein. 1796–1798 wurden die Stadttore abgebrochen. Hamm war seither nur noch Garnisonsstadt (bis 1884), hatte jedoch keine Festung mehr. Die bisherigen Befestigungsbauten waren der Entwicklung der Kriegstechnik ohnehin nicht mehr gewachsen. Die Folgen der Französischen Revolution überrollten Preußen und damit auch Hamm. Am 23. Oktober 1806 marschierten kaiserlich französische Truppen Napoleons in die Stadt ein. Im Jahr 1808 schlugen die Besatzer Hamm dem Großherzogtum Berg zu. Die Stadt wurde Kantonssitz in dem nach französischem Muster organisierten Vasallenstaat Napoleons. Erst 1813 gelangte Hamm wieder in den Besitz des Hauses Hohenzollern, verlor aber nach dem endgültigen Frieden mit Frankreich 1815 den Sitz der Regierung für den Bereich der ehemaligen Grafschaft Mark an Arnsberg. Zwar sollte der neue Regierungsbezirk in Hamm angesiedelt werden, dies wurde jedoch durch das Betreiben des Oberpräsidenten Ludwig van Vincke verhindert, der die Ansiedlung des Regierungsbezirkes in Arnsberg befürwortete. Zum Ausgleich erhielt Hamm das Oberlandesgericht, das bislang in Kleve tagte. Ab 1816 herrschten in der Stadt Inflation und Hungersnot. Nach den Napoleonischen Kriegen erholten sich das Land und die Stadt unter der preußischen Regierung, so dass bereits 1840 ein starkes Wachstum der Vorstädte im Osten, Süden und Westen zu erkennen war. 1839 wurde der „Verein für Pferde-Dressur zum Dienste der Landwehr-Cavallerie im Regierungsbezirk Arnsberg“ gegründet. Seit diesem Jahr fand der Pferdemarkt statt, der ab 1961 bis zum endgültigen Aus im Jahr 2008 in den Zentralhallen abgehalten wurde.

Das Zeitalter der Industrialisierung stand mit Ende der 1840er Jahre nicht mehr nur vor den Stadttoren – es hatte Hamm längst Richtung Minden überrollt: Die Eisenbahn hatte Hamm erreicht. Der erste Bahnhofsbau wurde noch 1847 eröffnet und entwickelte sich zum Motor der Hammer Wirtschaft und zum Garanten für die Ansiedlung der Metallindustrie, welche an die Seite der alten Brauereien wie Asbeck, Pröpsting und Isenbeck trat. Die Revolution von 1848 blieb in Hamm zwar nicht ohne Widerhall, allerdings wurden die Truppen, die nach Iserlohn in Marsch gesetzt waren, um die Aufstände zu unterdrücken, in Hamm bejubelt. Noch 1853 wurde in Hamm ein Todesurteil durch Hinrichtung vollstreckt, die letzte in der langen Geschichte der Hammer Justiz. Die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts stand dann im Zeichen eines stürmischen Wirtschaftswachstums. So wurde 1856 der Grundstein für die heutige WDI mit der Eröffnung der Drahtwerke Hobrecker-Witte-Herbers gelegt.

Von der Reichsgründung bis zum Ende des Ersten Weltkrieges

Die Reichsgründung 1871 befeuerte diese Entwicklung mit nationalem Stolz und den Entschädigungszahlungen des im Krieg unterlegenen Frankreich. Schon 1873 suchte man in Freiske erstmals nach dem Schwarzen Gold, der Kohle, Antriebsfeder für die neuen Industrien, die überall entstanden. Bei Probebohrungen drei Jahre später (1876) stieß man bei Mark auf Sole. Dieser Fund begründete das Kurbad Hamm, das sich bis heute im Stadtteilnamen Bad Hamm spiegelt. Angefeuert durch diese Entwicklungen wuchs die Stadt erheblich, so dass immer mehr moderne Infrastrukturen benötigt wurden, um die Stadt lebensfähig zu erhalten. So kam es 1891/92 zum Bau der Kanalisation. 1898 fuhr die erste Straßenbahn, und bereits 1858 war ein Gaswerk – zunächst für die Straßenbeleuchtung – gegründet worden. Mit der Jahrhundertwende (19. zum 20. Jahrhundert) wurde Hamm 1901 mit mehr als 30.000 Einwohnern so groß, dass es nicht mehr im Kreis Hamm verbleiben konnte. Der Stadt wurde die Kreisfreiheit zugestanden, sie blieb aber zunächst Sitz der Kreisverwaltung. Das Zeitalter der Zechen begann für das heutige Stadtgebiet 1903 mit dem Abteufen der Schächte Heinrich und Robert auf der Zeche De Wendel (1901). Es folgte die Zeche Maximilian, danach in den kommenden Jahren die Zeche Radbod (1905) und die Zeche Sachsen (1912). Das Jahr 1908 jedoch ging als schwarzes Jahr in die Geschichte der Stadt Hamm und der damaligen Gemeinde Bockum-Hövel ein. Schlagende Wetter und ein nachfolgender Grubenbrand auf der Zeche Radbod forderten 348 Tote. Kurze Zeit später begann man mit dem 1913 fertiggestellten Bau des Datteln-Hamm-Kanals. Der Stadthafen Hamm wurde 1914 eröffnet.

Der Erste Weltkrieg bremste – wie viele Kriege zuvor – die Entwicklung der Stadt und führte schließlich zur Aufgabe des Bergwerks Maximilian, das im August 1914 mit Grundwasser volllief. Wegen der Vordringlichkeit der Kriegstransporte hatte dringend benötigtes Material nicht rechtzeitig beschafft werden können.

Novemberrevolution und Weimarer Republik

Mit Ende des Krieges kam es im Zuge der Novemberrevolution zur Besetzung der Bahnhofskommandantur. Am 9. November 1918 bildete sich ein Arbeiter- und Soldatenrat, der durch die preußischen Kommunalwahlen vom 2. März 1919 ins politische Abseits verbannt wurde. Insgesamt behauptete das Zentrum bei den Kommunalwahlen in der Zeit der Weimarer Republik seine Position als führende Partei in Hamm. Erst in den schon unfreien Märzwahlen 1933 wurde es durch die NSDAP überflügelt. Im Dezember 1918 erfolgte die Stilllegung des Gaswerks. Stattdessen übernahm die Zeche Radbod ab 1920 die Gasversorgung der Stadt.

Ausgelöst durch den Kapp-Putsch 1920 lieferte sich die aus Bergleuten bestehende „Rote Armee“ eine Schlacht mit der Reichswehr mit Toten und Verwundeten. Eine Eisenbahnbrücke wurde gesprengt und schließlich wurden drei der Führer der unterlegenen Bergleute standrechtlich erschossen. Während der Ruhrbesetzung kam der erste Reichspräsident – Friedrich Ebert – nach Hamm. Dieses war Exil für vertriebene Behörden aus dem besetzten Teil des Ruhrgebietes. Dazu gehörte etwa die Reichsbahndirektion, die von Hamm aus ihren Widerstand gegen Belgier und Franzosen organisierte.

Im Jahr 1925 kamen die Omnibusse in den Nahverkehr in Hamm. Sie ersetzten ab 1961 die Straßenbahn Hamm vollständig.

Nationalsozialismus

Nach der Machtübernahme der NSDAP kam es im Stadtgebiet wiederholt zu Razzien gegen Sozialdemokraten und Kommunisten. Auch erste Übergriffe gegen die jüdische Gemeinde fanden statt. Mit dem preußischen Gemeindeverfassungsgesetz vom 15. Dezember 1933 und der Deutschen Gemeindeverordnung vom 30. Januar 1935 wurde auch in Hamm die Gleichschaltung von Stadtverwaltung und Stadtvertretung abgeschlossen. Durch üble Nachrede wurde der damalige Oberbürgermeister Josef Schlichter im August 1933 zwangpensioniert und durch das Mitglied der NSDAP Erich Deter ersetzt. Bei den Novemberpogromen 1938 wurde die Hammer Synagoge verwüstet und musste später von den Juden selbst abgerissen werden. In den folgenden Jahren erfolgte die Deportation aller Juden aus Deutschland, sofern diese sich nicht durch Emigration ins Ausland in Sicherheit bringen konnten.

1933 wurde der Tierpark eröffnet, 1938 die heutige Bundesautobahn 2 gebaut. 1936 ist das Wasserwerk in Warmen an der Ruhr der Stadt Hamm zugeschlagen worden, um die Wasserversorgung nicht zuletzt auch der kriegswichtigen Industrie zu verbessern. Mit einer Gemeindereform gelangte das Dorf Mark mit den Resten der Burg Mark am 1. April 1939 in das Stadtgebiet.

Im Zweiten Weltkrieg war das Ruhrgebiet – siehe Luftangriffe auf das Ruhrgebiet – ein häufig angegriffenes Ziel britischer (RAF) und US-amerikanischer (USAAF) Bomberverbände. Neben der Stadt wurden bis zum Kriegsende 1945 der Rangierbahnhof Hamm, Europas größter Güterbahnhof, sowie zahlreiche Industrieanlagen wie die Werke Westfälische Drahtindustrie/Westfälische Union zu 60 % zerstört. Die ersten Bomben fielen schon Anfang Juni 1940. Sie wurden als Vergeltung für deutsche Bombenangriffe auf die Zivilbevölkerung englischer Industriestädte von britischen Bombern nachts abgeworfen. Ein weiterer Angriff folgte am 8. September 1940 kurz vor Mitternacht. Zwei Bomben trafen die Liebfrauenkirche und richteten schwere Schäden an. Sie war die erste Kirche in Deutschland, die ein Opfer der Bomben wurde, was die NS-Propaganda unter Goebbels nutzte. In der Folge wurden in Hamm elf Hochbunker und zahlreiche weitere Schutzräume errichtet.

Einen USAAF-Tagesangriff auf Hamm gab es am 4. März 1943. Während der Operation Chastise am 16./17. Mai 1943, bei der u. a. die Möhnetalsperre zerstört wurde, umflogen die Verbände des RAF Bomber Command Hamm weiträumig. Die Großangriffe des Jahres 1944 trafen die Stadt schwer. Neben 1029 Toten (einschließlich 233 Internierter/Kriegsgefangener) vernichteten die Angriffe eine große Zahl an Kulturgütern der Stadt. So ging das Stadtarchiv im Dezember 1944 erneut, also wie nach dem Stadtbrand von 1741, verloren. Noch im gleichen Jahr ereignete sich ein Grubenunglück auf der Zeche Sachsen mit 169 Toten.

Anfang April 1945 wurde Hamm von US-Truppen besetzt (siehe Ruhrkessel). Andernorts in Deutschland wurde der Krieg noch bis Anfang Mai fortgesetzt. Der Krieg endete letztlich am 8. Mai mit der Bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht. Hamm war bei Kriegsende – nach Dortmund – die am stärksten zerstörte Stadt des westfälischen Ruhrgebiets.

Jüngste Zeitgeschichte

Die Jahre nach dem Krieg waren vom nötigen Wiederaufbau der Stadt geprägt. Aus ihren Trümmern ragten einsam die intakt geblieben und zum Teil noch heute betriebsfähig erhaltenen Hochbunker heraus. 1951 wurde der Tierpark wieder geöffnet und 1954 die Pauluskirche neu geweiht, allerdings wurde ihr Turm erst 1962 fertiggestellt. Der Bau des ersten Hochhauses der Stadt wurde dann im Jahre 1959 vollendet. Es überragte sogar die Hochbunker und war Domizil des Oberlandesgerichts und der Generalstaatsanwaltschaft Hamm. Das Versiegen der Solequelle führte zur Aufgabe des traditionellen Bad Hamm im Jahr 1960. Das ehemalige Gelände des Kurbads ist jedoch bis heute Standort für Reha-Einrichtungen. Der Bau des Maximare (Solebad) und eines Gradierwerks bekräftigen den Willen der Stadtoberen, die Tradition von Bad Hamm fortzuführen und zu erneuern. Am 1. Januar 1968 wurde Hamm um die ehemaligen Gemeinden Berge, Westtünnen und Teile von Wiescherhöfen vergrößert. Am 1. Januar 1975 wurde Hamm durch die zweite kommunale Neuordnung – vgl. auch Münster/Hamm-Gesetz – um Bockum-Hövel, Heessen, Pelkum, Rhynern (ohne Hilbeck) und Uentrop erweitert.

1977 wurden die verschiedenen Unternehmen der Strom-, Wasser- und Gasversorgung sowie des Nahverkehrs zur Stadtwerke Hamm GmbH vereinigt.

Der schleichende Niedergang des Bergbaus erreichte Hamm im Jahr 1976. Die Schließung der Zeche Sachsen nebst anschließender Sprengung ihrer Fördertürme drei Jahre später brachten eine Welle der Arbeitslosigkeit mit sich, die sich dann im Jahr 1990 durch die Einstellung des Förderbetriebs auf der Zeche Radbod nochmals verschärfte. Der notwendige Strukturwandel, der sich aus dem Zechensterben ergibt, ist bis heute nicht abgeschlossen.

Im Jahr 1971 wurde in Uentrop mit dem Bau des Thorium-Hochtemperaturreaktors (Kernkraftwerk THTR-300) begonnen. Der Reaktor wurde 1983 in Betrieb genommen. Bereits 1986 wurde die Stilllegung des Kernkraftwerks aus Kostengründen beschlossen, nachdem ein Unfall am 4. Mai 1986 und zahlreiche weitere Störfälle das Vertrauen in die neue Technologie zunichtegemacht hatten. Der Betrieb endete am 1. September 1989 endgültig. Am 10. Oktober 1991 wurde der Trockenkühlturm gesprengt.

Im Jahr 1984 fand in Hamm die erste Landesgartenschau Nordrhein-Westfalens statt. Der auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Maximilian errichtete Maximilianpark gehört noch immer zu den größten Freizeit- und Erholungsanlagen der Stadt. Der eigens zu diesem Zweck errichtete riesige Glaselefant ist heute neben der Pauluskirche das Wahrzeichen der Stadt. 1985 wurde die Müllverbrennungsanlage der Stadt in Betrieb gesetzt. Ein Jahr später erschütterte dann die Masannek-Affäre die Stadt. Die beiden Doktortitel des Dezernenten für Wirtschaftsförderung, Sport und Müllbeseitigung, dem die Stadt u. a. die Müllverbrennungsanlage und die Eissporthalle verdankte, erwiesen sich als gefälscht.

Ebenfalls 1984 kommt es zu Ermittlungen und zur Verhaftung des Vorstandsvorsitzenden der Hammer Bank Spadaka e.G., u. a. wegen des Vorwurfs der Beihilfe zur Steuerhinterziehung. Als Folge der Ermittlung kommt es auch zu einer umfassenden Bankprüfung, die in der Neubewertung zahlreicher Kredite endet und die Genossenschaftsbank an den Rand des Ruins bringt. 1987 entsteht aus der Hammer Bank schließlich die BAG Bankaktiengesellschaft, eine Bad Bank der Genossenschaftsbanken Deutschlands.

Mit der Stilllegung der Isenbeck-Brauerei 1988 endete die jahrhundertealte Brautradition der Stadt Hamm. Nach Abriss des alten Brauereigebäudes im Jahr 1990 stand der nötige Platz zum Bau des Allee-Centers zur Verfügung. 1992 eröffnet, vereinigt es sich seit 1997 mit der auf der gegenüberliegenden Straßenseite liegenden Ritterpassage zum größten Einkaufskomplex der Stadt.

Seit 1990 sendet aus Hamm der Privatradiosender Lippewelle Hamm, seit 1993 steht im Kabelfernsehen ein Offener Kanal zur Verfügung. In diesem Jahr wurde auch der Neubau des Gustav-Lübcke-Museums eröffnet, der Hamm um eine der größten deutschen Ägypten-Sammlungen bereichert und neben einer Dauerausstellung zur Stadtgeschichte regelmäßig interessante Wechselausstellungen anbietet. Der Ausbau Hamms zur Kultur- und Ökostadt wurde Schritt für Schritt durch Errichtung des Ökozentrums 1998, die Eröffnung eines Großkinos gleichen Jahr, die Wiedereröffnung des sanierten und teilweise neu errichteten Kurhauses 2003 und schließlich die Gründung der SRH Fachhochschule Hamm mit den Schwerpunkten Logistik und Wirtschaft vorangetrieben. Zusammen mit der Stadtbibliothek und der Volkshochschule ist diese 2010 in einem Neubau (Heinrich-von-Kleist-Forum) auf dem ehemaligen Hortengelände in unmittelbarer Nachbarschaft des Hauptbahnhofs eingezogen. Die Stadtbüchereien von Hamm konnten 2005 mit dem Titel „Bibliothek des Jahres 2005“ das Bild der Kulturstadt Hamm abrunden.

Seit seiner Fertigstellung und Einweihung am 7. Juli 2002 in Uentrop ist der Hindu-Tempel der Göttin Sri Kamadchi Ampal der größte tamilisch-hinduistische Tempel Europas und nach dem im nordindischen Stil errichteten Londoner Tempel der zweitgrößte Hindu-Tempel in Europa überhaupt. Im Jahre 2006 scheiterten Pläne zur Errichtung eines Sees in den Lippeauen („Hamm ans Wasser“) am Ergebnis eines Ratsbürgerentscheids. Die Sodenkamp-Affäre im Jahr 2007 erinnerte an die Masannek-Affäre 20 Jahre zuvor. Dirk Sodenkamp, CDU-Lokalpolitiker aus Fröndenberg, bewarb sich mit einem gefälschten Zeugnis auf den Posten des Stadtarchivars von Hamm und wurde trotz besser qualifizierter Bewerber angenommen. Im Januar 2006 wurden bei Abrissarbeiten der am Nordenwall gelegenen Elisabeth-Kinderklinik die Grundmauern der 1269 erstmals urkundlich erwähnten Burg des Stadtgründers, Adolf I. von der Mark, freigelegt. Die freigelegten Mauerreste wurden zum Teil neu aufgemauert und können auf dem Gelände vor dem neu errichteten Seniorenstift An Sankt Agnes besichtigt werden.

Eingemeindungen

In die Stadt Hamm wurde am 1. April 1939 die Gemeinde Mark (Amt Rhynern), die Keimzelle der nach ihr benannten Grafschaft Mark, eingegliedert. Am 1. Januar 1968 folgte die Eingliederung der Gemeinden Berge und Westtünnen (Amt Rhynern) sowie des Großteils der Gemeinde Wiescherhöfen (Amt Pelkum), Landkreis Unna. Ihre heutige Ausdehnung erhielt die kreisfreie Stadt Hamm im Rahmen der kommunalen Neuordnung von 1974 – aufgrund des § 44 im Münster/Hamm-Gesetz – die am 1. Januar 1975 in Kraft trat. Damals wurden folgende Städte und Gemeinden nach Hamm eingegliedert:

• Stadt Bockum-Hövel, Kreis Lüdinghausen

• Stadt Heessen, Kreis Beckum

• Gemeinde Uentrop, Kreis Unna, 1968 aus den Gemeinden Braam-Ostwennemar, Frielinghausen, Haaren, Norddinker, Schmehausen, Uentrop, Vöckinghausen und Werries gebildet

• Gemeinde Rhynern (ohne Hilbeck), Kreis Unna, 1968 aus den Gemeinden Allen, Freiske, Hilbeck, Osterflierich, Osttünnen, Rhynern, Süddinker und Wambeln gebildet (Hilbeck wurde 1975 in die Stadt Werl eingegliedert.)

• Gemeinde Pelkum, Kreis Unna, 1968 aus den Gemeinden Herringen, Lerche, Pelkum, Sandbochum, Weetfeld und Teilen von Wiescherhöfen (bis 1968 Amt Pelkum) gebildet

Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung des Bevölkerungsstandes lässt sich nicht beliebig weit zurückverfolgen. Die ältesten präzise benennbaren Zahlen sind die der ersten Volkszählung im Jahre 1819. Die Angaben für frühere Jahrhunderte beruhen auf unpräzisen Schätzungen. Die Größe der Stadt wurde beispielsweise für das Jahr 1618 mit nur ca. 1.000 Einwohnern geschätzt.

1819 zählte Hamm 4657 Einwohner. Die heute deutlich größere Stadt Dortmund und frühere Freie Reichsstadt hatte im gleichen Jahr 4453 Einwohner, Essen 4842 (Stand: 1822), Münster konnte 1818 bereits 15.158 Einwohner aufweisen, Köln 55.355 im Jahr 1819. Hamm, Dortmund und Essen gehörten zu Beginn des 19. Jahrhunderts also zu den rheinisch-westfälischen Mittelstädten, so wie dies heute bei Soest oder Unna der Fall ist. Mit der auch in Hamm bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts langsam einsetzenden Industrialisierung wuchsen Größe und Bevölkerungszahl dieser Städte dann rasant an. Die Einwohnerzahl der Stadt stieg von 4.467 im Jahr 1819 auf 31.371 im Jahr 1900, weshalb die Stadt ein Jahr später aus dem Kreisverband ausschied und einen eigenen Stadtkreis bildete. Wie die folgende Tabelle zeigt, beschleunigte sich das Wachstum, insbesondere in der Westenfeldmark, ab Mitte des 19. Jahrhunderts besonders stark. Dies resultierte aus den 1853 und 1856 in der Westenfeldmark entstandenen Drahtwerken Westfälische Drahtindustrie (WDI) und Westfälische Union (WU), die schnell mehrhundertköpfige Belegschaften aufwiesen.

Bis 1925 stieg die Einwohnerzahl auf mehr als 50.000 an. Durch die späteren Eingemeindungen der Nachbarorte – insbesondere durch die Gemeindegebietsreform vom 1. Januar 1975 – wurde die Einwohnerzahl mehr als verdoppelt, von 83.000 auf 172.000. Hamm schloss damit in den Kreis der Großstädte auf. 2003 erreichte die Bevölkerungszahl mit 184.961 ihren historischen Höchststand. Am 31. Dezember 2006 betrug die „Amtliche Einwohnerzahl“ für Hamm nach Fortschreibung des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen 183.672 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern). Die Stadt Hamm gibt mit Datum zum 31. Dezember 2007 die Einwohnerzahl mit nur noch 179.853 an.

Mit per 2013 angegebenen Einwohnern von 176.048 liegt rechnerisch die Einwohnerzahl um 4.000 niedriger als die von IT.NRW für 2025 prognostizierte Einwohnerzahl von 179.900.

Quelle: de.wikipedia.org



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