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Alte Historische Fotos und Bilder Hille, Nordrhein-Westfalen
Old historical photos and pictures Hille, North Rhine-Westphalia

Wappen Hille

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Geschichte von Hille, Nordrhein-Westfalen in Fotos
History of Hille, North Rhine-Westphalia in photos

Eine kleine historische Referenz

Geographie: Hille ist eine Gemeinde im Kreis Minden-Lübbecke im Norden Ostwestfalens. Sie wurde 1973 im Rahmen der kommunalen Neugliederung Nordrhein-Westfalens durch den Zusammenschluss von neun Gemeinden des Mindener Landes gebildet. Namensgeber ist das Dorf Hille.

Während des Heiligen Römischen Reiches gehörte das Gebiet der Gemeinde zum Bistum Minden und wurde von den dortigen Herren geprägt. 1648 wurde das Bistum säkularisiert und fiel unter der Bezeichnung „Fürstentum Minden“ an Brandenburg-Preußen.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Hille an die Mindener Kreisbahnen angeschlossen, etwas später, 1911–1915, wurde der Mittellandkanal durch die moorige Landschaft vor dem Wiehengebirge gegraben und in Hille ein Hafen eingerichtet. Nach dem Zweiten Weltkrieg siedelten sich hier viele Flüchtlinge an, die Bevölkerungszahl stieg merklich an.

Die Großgemeinde Hille wurde zum 1. Januar 1973 im Zuge der Umsetzung des Bielefeld-Gesetzes im Rahmen der nordrhein-westfälischen Kommunalreform geschaffen. Dabei wurden die bis dahin eigenständigen Gemeinden Eickhorst, Hartum, Hille, Holzhausen II, Nordhemmern und Südhemmern aus dem Amt Hartum sowie Oberlübbe, Rothenuffeln und Unterlübbe aus dem Amt Dützen im Altkreis Minden zusammengeschlossen. In den östlichen Randbereichen wurden Teile der Gemeinden Hartum und Holzhausen II an die Stadt Minden abgegeben, im Gegenzug wurden einige Flurstücke der Gemeinde Hahlen in die Gemeinde Hille eingegliedert. Die Ämter Hartum und Dützen wurden aufgelöst; die Gemeinde Hille ist Rechtsnachfolgerin des Amtes Hartum. Als Rathaus wurde das alte Amtshaus Hartum bestimmt, das sehr dezentral in der neu gebildeten Gemeinde liegt.

Gründungszeitpunkt:

Einwohner: 15 378

Geschichte:

Sehenswürdigkeiten:

Blick zur Hille
Blick zur Hille
Hille. Evangelisch Lutherische Kirche
Evangelisch Lutherische Kirche
Hille. Gemeindehaus
Gemeindehaus
Hille. Holzhausen II - An einem Bauernhaus
Holzhausen II - An einem Bauernhaus
Hille. Holzhausen II - Gasthaus von H. Kleimann, 1908
Holzhausen II - Gasthaus von H. Kleimann, 1908
Hille. Holzhausen II - Gasthof Hartmann, 1908
Holzhausen II - Gasthof Hartmann, 1908
Hille. Nordhemmern - Gasthof Im Kruge, 1946
Nordhemmern - Gasthof Im Kruge, 1946
Hille. Schule, 1974
Schule, 1974

Geschichte

Hille ist bis in die heutige Zeit hinein geprägt durch seine landwirtschaftliche Struktur. Neben den großen Bauernhöfen, die bedingt durch den fruchtbaren Lößboden vor allem auf der Hartumer Lößplatte entstanden, gab es bis ins 19. Jahrhundert hinein vielen kleine Heuerlingsstätten, deren Inhaber ein Zubrot durch handwerkliche Arbeiten wie zum Beispiel die Leinenweberei und die Zigarrenmacherei verdienten, die im 19. Jahrhundert in Hille aufkam. Besonders im 19. Jahrhundert wanderten aber auch viele Menschen aus den heutigen Hiller Gemeindeteilen in die USA aus. Ziel war dabei oft New York und hier in der weiteren Umgebung Schenectady. Andere Hiller gingen als sogenannte Hollandgänger zu Fuß bis in die Niederlande, um dort Gras zu mähen. Auch dort blieben einige Hiller für immer.

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Infrastruktur durch ein großes Straßenbauprogramm des Mindener Landrates Carl von Schlotheim ausgebaut. Dieses war auch als eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme zu betrachten, die dem Kreis zu einem wirtschaftlichen Aufschwung verhalf.

Im frühen 20. Jahrhundert erreichte die Eisenbahn diese ländliche Region. 1903 eröffneten die Mindener Kreisbahnen eine Schmalspurstrecke von Minden bis Eickhorst. 1907 wurde diese Kleinbahn bis Lübbecke verlängert. Die Bahn wurde später auf Normalspur umgestellt. Aufgabe dieser preußischen Nebenbahn als Meliorationsbahn war es, die landwirtschaftlich geprägten Gebiete zu erschließen: Anlieferung von Kunstdünger, Abtransport von landwirtschaftlichen Produkten in die Kreisstädte Minden und Lübbecke und von hier über die dort vorhandenen Staatsbahnen in weitere Städte. Der Bau der Mindener Kreisbahnen war zudem eine gut organisierte Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, tausende Arbeiter erhielten beim Streckenbau Lohn und Brot. Der Abschnitt Lübbecke–Hille wurde 1967 stillgelegt und anschließend abgebaut. Zwischen Hille (Hafen) und Minden findet noch heute Güterverkehr statt. Auch Oberlübbe hatte von 1897 bis 1937 einen Anschluss an eine Kleinbahn. Der „Wallücker Willem“ verband den Steinbruch bei Wallücke im Wiehengebirge nach Süden mit Löhne und Kirchlengern und beförderte neben Eisenerz auch Personen.

Lange Zeit wurde von fast allen Hillern Platt gesprochen, das von Gemeindeteil zu Gemeindeteil durchaus größere Unterschiede aufweisen kann. Heutzutage ist der Gebrauch dieser Sprache stark rückläufig.

Religionen

Alle Dörfer der Gemeinde Hille sind wie die Stadt Minden 1550 mit der Einführung der Reformation evangelisch-lutherisch geworden. Entsprechend sind die Kirchengemeinden bis heute angelegt. Als das Gebiet an Preußen fiel, wurde die Landeskirche zur Evangelischen Kirche von Westfalen zusammengefasst, die sich später zur unierten Kirchen entwickelte, also die lutherische und reformierte Glaubensrichtung vereint. Die Kirchengemeinden sind inzwischen teilweise fusioniert, eine Gemeinde umfasst das Gebiet mehrerer Dörfer. Ein Teil der alten Kirchengebäude ist abgegeben und durch Neubauten ersetzt worden, z. B. das Alte Pfarrhaus in Hille.

Durch die Aufnahme der Flüchtlinge des Zweiten Weltkriegs wurden katholische Kirchengemeinden gegründet, die die Glaubenslandschaft langsam in Richtung Mehrgläubigkeit veränderten. Die einzige katholische Kirche der Gemeinde liegt im Ortskern (Brennhorster Straße) und gehört heute zum Pastoralverbund Mindener Land.

Quelle: de.wikipedia.org



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