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Alte Historische Fotos und Bilder Hürth, Nordrhein-Westfalen

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Wappen Hürth

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Geschichte von Hürth, Nordrhein-Westfalen in Fotos

Eine kleine historische Referenz

Geographie: Die zwölf Stadtteile werden in neun Stadtbezirke zusammengefasst:

Alt-Hürth und Knapsack

Der größte Teil Knapsacks wurde aus Umweltgründen in den 1970er-Jahren umgesiedelt. Der namensgebende und ehemals zentrale Ortsteil der Stadt Hürth wurde 1979 in Alt-Hürth umbenannt.

Berrenrath wurde (bis auf eine Werkssiedlung) geschlossen bis 1959 in eine rekultivierte Braunkohlengrube umgesiedelt.

Gleuel

Der alte Burg-, Mühlen- und Kirchort ist stark durch den Ausbau mit Bergmannssiedlungen geprägt.

Alstädten-Burbach

Die beiden Orte sind mittlerweile politisch und räumlich zusammengewachsen und werden als Einheit gesehen.

Stotzheim und Sielsdorf sind außer dem fast gänzlich umgesiedelten Knapsack die kleinsten Orte der Stadt. Stotzheim wird auch Stiefmütterchendorf genannt.

Efferen

Der Ort grenzt, durch den Kölner Grüngürtel getrennt, an Köln. 1975 bestanden Pläne, den nach Köln orientierten Ort dorthin einzugemeinden. Beachtenswert ist das Studentendorf Efferen der Universität zu Köln und das Medienviertel, errichtet auf dem Gelände einer Ziegelei beziehungsweise einer Industriebrache.

Fischenich

hat große Höfe am unteren Villehang und viele kleine ehemalige Bauern- und Bergarbeiterkotten den Hang hinauf.

Kendenich

gleicht Fischenich. Die Burg Kendenich ist eines der Wahrzeichen der Stadt.

Hermülheim und Kalscheuren

Hermülheim war mit dem ehemaligen Rathaus an der Luxemburger Straße das politische Zentrum der Gemeinde. Mit Hürth-Mitte, das zu Hermülheim gehört, wurde ein neues Stadtzentrum geschaffen. Kalscheuren sollte als Wohngebiet ausgebaut werden, ist jedoch heute vorwiegend als Industrie-, Gewerbe- und Medienstandort ausgewiesen. Die aus der August Wegelin AG hervorgegangene Schwätz, das DEGUSSA-Rußwerk, gehört zu Köln-Rodenkirchen.

Gründungszeitpunkt:

Einwohner: 59 272

Geschichte:

Sehenswürdigkeiten:

Hürth. Elektrizitätswerke, 1929
Elektrizitätswerke, Goldenbergwerk, 1929
Hürth. Panorama von Kendenich
Panorama der Stadtteil Kendenich
Hürth. Stadtteil Efferen
Stadtteil Efferen - Katholische Pfarrkirche 'Mariä Geburt'
Hürth. Stadtteil Gleuel
Stadtteil Gleuel - Zieskovenerstraße und Bergmannstraße
Hürth. Gastwirtschaft zur Post
Stadtteil Kalscheuren - Gastwirtschaft zur Post, Soldaten und Bahnhof
Hürth. Kaufhaus Hermann Reusch, 1918
Kaufhaus Hermann Reusch und Kirche, 1918
Hürth. Knieperstraße
Stadtteil Berrenrath - Knieperstraße
Hürth. Restauration zur Erholung, 1914
Restauration zur Erholung, Besitzer Heinrich Oebel, 1914

Geschichte

Erste Siedlungsspuren auf Hürther Gebiet finden sich schon aus vorrömischer Zeit. Aus römischer und fränkischer Zeit existieren zahlreiche Hinterlassenschaften, am auffälligsten die Überreste der alten Eifelwasserleitung und den älteren Römischen Wasserleitungen in Hürth, welche die Wasserversorgung der Stadt Köln sicherstellten. Sie wurden ab dem Hermülheimer Burgpark als Aquädukt geführt.

Hürth wurde von mehreren Römerstraßen, wie der heutigen Luxemburger (die als Römerstraße Trier–Köln im Rahmen der Regionale 2010 jetzt Agrippa-Straße Köln-Trier genannt wird) und der Bonnstraße durchschnitten. Auf dem Villehang bei Kendenich und im Hürther und Gleueler Bachtal finden sich römische Siedlungsspuren, nahe Gleuel ein heiliger Bezirk. In Efferen wurde eine Grabkammer mit zwei Sarkophagen ausgegraben, die heute noch zu besichtigen ist. An der Stadtgrenze zu Brühl, nahe der ehemaligen Försterei „Villenhaus“, befand sich der Burgus Villenhaus, ein militärischer Straßenposten. Auf der Kranzmaar nahe der Luxemburger Straße bei Knapsack lag eine fränkische Fliehburg, die im Volksmund Teufelsburg genannt wurde. In den 1970er Jahren erwarb die Firma Hoechst das Gelände und riss die vorhandenen Überreste ab. In jüngster Zeit wurden in Efferen und Hermülheim bedeutende fränkische und römische Gräberfelder freigelegt.

Im Spätmittelalter und in der frühen Neuzeit teilte sich das Gebiet auf das Erzbistum Köln und das Herzogtum Jülich auf. Der Ortsteil Hürth (Alt-Hürth) gehörte zur Herrschaft Valkenburg in Brabant und damit zu den Spanischen, später Österreichischen Niederlanden. Nach der Besetzung des Rheinlandes durch französische Truppen 1794 wurden die Lande 1798 zu vier Départements zusammengefasst. Unser Gebiet gehörte zum Arrondissement de Cologne (Bezirk Köln) im Département de la Roer mit Sitz in Aachen. 1800 wurden auf dem Gebiet der heutigen Stadt Hürth zwei Bürgermeistereien (französisch Mairie), Hürth im Kanton Brühl und Efferen im Kanton Weiden, gebildet. Zur Bürgermeisterei Efferen gehörte bis 1888 noch die Gemeinde Kriel, die mehrere heutige Kölner Stadtteile umfasste. Zwischen 1888 und 1920 wurden die Bürgermeistereien gemeinsam verwaltet. Bürgermeister war damals Heinrich Rosell, der dieses Amt seit 1878 schon für Hürth bekleidete. Diese gemeinsame Verwaltung nahm den späteren Zusammenschluss gewissermaßen schon mal vorweg.

Am 1. April 1930 wurden auf Initiative von Bürgermeister Werner Disse (Zentrum) die Landgemeinden der Bürgermeisterei Hürth, Hürth selbst (mit Alstädten und Knapsack), Berrenrath, Fischenich, Gleuel (mit Sielsdorf und Burbach), Hermülheim und Kendenich (mit Kalscheuren) zu einer Großgemeinde zusammengeschlossen, welche durch den Braunkohleabbau die reichste in Deutschland war.

Nachdem im selben Jahr ein Versuch der Stadt Köln unter ihrem damaligen Bürgermeister Konrad Adenauer scheiterte, die verschuldete Bürgermeisterei Efferen einzugemeinden, wurde diese im Jahr 1933 zusammen mit der zugehörigen Landgemeinde Stotzheim der Großgemeinde Hürth zugeordnet, die dadurch (bis 1978, dem Jahr der Verleihung der Stadtrechte) zur größten Landgemeinde Deutschlands wurde.

Auch in der Großgemeinde waren die Nationalsozialisten nach 1933 tonangebend, obwohl sie anfangs noch keine Mehrheit im Rat hatten. Sie waren bei den Kommunalwahlen am 12. März 1933 gerade mit 22,7 % zur zweitstärksten Partei mit 6 von 24 Sitzen geworden (Zentrum 8, SPD 5, KPD 4, sonstige 1 Sitz), konnte es aber im Laufe des Jahres erreichen, dass Gemeindedirektor Fritz Räcke (SPD) einen Tag nach den Wahlen verhaftet wurde genau wie der Bürgermeister Werner Disse am 19. März 1933, nachdem er einen Tag vorher vom Landrat (Zentrum) abgesetzt worden war. Viele Kommunisten wurden bereits vor der Wahl verhaftet. Zum Schicksal der jüdischen Mitbürger wird auf den Abschnitt im Artikel Alt-Hürth verwiesen. An das Schicksal der damals Drangsalierten wird heute mit Stolpersteinen und Straßennamen erinnert. Auch in der Hürther Industrie wurden Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter beschäftigt. Die Stadt hat nach dem Krieg einige als Zeitzeugen einladen können. Auch nach einem verunglückten Zwangsarbeiter aus Polen, Pawel Kunysz (Deutsche Reichsbahn), ist in Kalscheuren eine Straße benannt.

Durch die Nähe zur Industrie und zu Köln hatte Hürth auch im Zweiten Weltkrieg besonders zu leiden. Die Angriffe auf Knapsack am 28. Oktober 1944 (54 Personen darunter 21 russische und 6 italienische Kriegsgefangene, die nicht in die vorsorglich angelegten Bunker und Stollen mit nummerierten Plätzen gelassen wurden, dazu kamen noch 13 Personen in Alt-Hürth) und auf Efferen am 30./31. Oktober 1944 (47 Bewohner und 48 Soldaten) kosteten die meisten Menschenleben. Insgesamt kamen etwa 200 Hürther Bürger durch Bombenangriffe ums Leben. Auch die Industrie und die Brikettfabriken kamen Ende 1944 fast gänzlich zum Erliegen. Das Gebiet Hürth wurde zwischen dem 6. und 8. März 1945 besetzt.

Die leitenden Angestellten waren fast ausnahmslos in der NSDAP und wurden nach Kriegsende erst Mal nicht wieder von den Besatzungsmächten weiterbeschäftigt. Aber ohne diese ging es auch nicht, deshalb wurden viele dann nach ihrer Entnazifizierung doch wieder beschäftigt, um den Wiederaufbau, um den sich die Arbeiter besonders engagierten, und die Wiederaufnahme der Produktion zu gewährleisten. Als erste Ortsbürgermeister wurden die katholischen Pfarrer eingesetzt (Berrenrath, Knapsack, Kendenich und Stotzheim) oder Kommunisten (Alstätten und Alt-Hürth) und Sozialdemokraten (Efferen, Fischenich, Gleuel, Hermülheim und Kalscheuren). Als Bürgermeister wurde Fritz Räcke ernannt. Auch die ersten Mitglieder des Gemeinderats wurden von der britischen Besatzungsmacht ernannt. Erste Wahlen fanden am 15. September 1946 statt, aus denen die CDU mit absoluter Mehrheit hervorging. In den Folgejahren wechselten sich CDU und SPD als Mehrheitsfraktion, die auch den ehrenamtlichen Bürgermeister stellte, ab. Gemeindedirektor war dafür stets ein Sozialdemokrat (der längst dienst tuende war Otto Räcke 1953 bis 1972).

Ein Wahrzeichen Hürths war bis in die 1970er Jahre der Wasserturm an der Kranzmaar, der dann niedergelegt wurde. Weithin sichtbar waren die „12 Apostel“, die zwölf Schornsteine des Kraftwerk Goldenberg der Rheinisch Westfälischen Elektrizitätswerke auf dem Villerücken, an vier war in großen Leuchtbuchstaben der Schriftzug RWE angebracht. Sie wurden mit der Restrukturierung des Werks nach und nach abgerissen beziehungsweise Stück für Stück gekappt. Heute ist nur noch ein Stumpf erhalten, der einen Wasserturm trägt. Ein Doppelschlot erfüllt heute ihre Funktion. Eins der heute noch bestehenden Wahrzeichen ist die Wasserburg Kendenich.

Hürth war seit dem 22. November 1963 Sitz der Kreisverwaltung des Landkreises Köln. Das Kreishaus lag gegenüber dem neuen Rathaus. Vorher – seit dem Jahre 1816 – saß die Kreisverwaltung in der Stadt Köln. Als der Landkreis Köln am 1. Januar 1975 mit dem Kreis Bergheim zusammengelegt wurde, hatte der neu gebildete Erftkreis (heute Rhein-Erft-Kreis) zunächst zwei Sitze. Erst am 3. September 1993 wurde die Kreisverwaltung in Bergheim konzentriert. Längere Zeit waren beim ehemaligen Kreishaus noch Nebenstellen des Straßenverkehrsamtes und des Gesundheitsamtes untergebracht. Das Hauptgebäude wird durch eine Schlaf- und Psychosomatische Klinik, ein Alten- und Pflegeheim sowie durch ein Fitness-Zentrum genutzt.

Am 27. Juni 1978 erhielt die Gemeinde Hürth den Titel Stadt.

Mit Geschichte und Kultur der Stadt beschäftigt sich der Heimat- und Kulturverein.

Quelle: de.wikipedia.org



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