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Alte Historische Fotos und Bilder Kronberg im Taunus, Hessen
Old historical photos and pictures Kronberg im Taunus, Hessen

Wappen Kronberg im Taunus

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Geschichte von Kronberg im Taunus, Hessen in Fotos
History of Kronberg im Taunus, Hessen in photos

Eine kleine historische Referenz

Geographie: Kronberg besteht aus den drei Stadtteilen:

Kronberg (8 015 Einwohner)

Oberhöchstadt (6 211 Einwohner)

Schönberg (3 833 Einwohner)

Einwohner: 18 275

Geschichte:

Sehenswürdigkeiten:

Kronberg. Altes Schloß, 1907
Altes Schloß, 1907
Kronberg. Altes Schloß, 1951
Altes Schloß, 1951
Kronberg. Altstadt
Altstadt
Kronberg. Aussichtsturm Feldberg, 1933
Aussichtsturm Feldberg, 1933
Kronberg. Blick von Frankfurter Straße, 1919
Blick von Frankfurter Straße, 1919
Kronberg. Burg
Burg
Kronberg. Burg, Eingangstor, um 1910er Jahre
Burg, Eingangstor, um 1910er Jahre
Kronberg. Burg, Zwingerturm, 1981
Burg, Zwingerturm, 1981
Kronberg. Burgeingang, um 1960s
Burgeingang, um 1960s
Kronberg. Eichentor, 1906
Eichentor, 1906
Kronberg. Genesungsstätte 'Hohenwald', um 1910
Genesungsstätte 'Hohenwald', um 1910
Kronberg. Johanniskirche
Johanniskirche
Kronberg. Hauptstraße, 1900
Hauptstraße, 1900
Kronberg. Hauptstraße, Haus 'Zu den drei Rittern', um 1910er Jahre
Hauptstraße, Haus 'Zu den drei Rittern', um 1910er Jahre
Kronberg. Hauptstraße, Haus 'Zu den drei Rittern', Holzfiguren an einem Fachwerkhaus, 1988
Hauptstraße, Haus 'Zu den drei Rittern', Holzfiguren an einem Fachwerkhaus, 1988
Kronberg. Hauptstraße, Haus 'Zu den drei Rittern'
Hauptstraße, Haus 'Zu den drei Rittern'
Kronberg. Haus Waldfriede Müttergenesungsheim, Luftaufnahme, 1963
Haus Waldfriede Müttergenesungsheim, Luftaufnahme, 1963
Kronberg. Haus Waldfriede Müttergenesungsheim
Haus Waldfriede Müttergenesungsheim
Kronberg. Kaiser Friedrich Denkmal
Kaiser Friedrich Denkmal
Kronberg. Panorama von Kronberg, 1908
Panorama von Kronberg, 1908
Panorama von Kronberg
Panorama von Kronberg blick auf Altkönig
Kronberg. Panorama von Kronberg und Burg
Panorama von Kronberg und Burg
Kronberg. Schloß Friedrichshof, 1903
Schloß Friedrichshof, 1903
Kronberg. Schütttreppe, um 1910er Jahre
Schütttreppe, um 1910er Jahre

Vom Burgbau zur Burgstadt: Die Entwicklung Kronbergs im Lauf der Jahrhunderte.

Burg und Talsiedlung

Ursprung der Stadt Kronberg ist die Burg. Der älteste Teil der staufischen Reichsburg, der Fünfeckturm der Oberburg wurde in der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts erbaut. Die in kaiserlichen Diensten stehenden Herren von Eschborn verließen ihre dortige Turmburg und zogen auf die neue Höhenburg, mit deren Namen sie in der Folge bezeichnet wurden. Die erste Erwähnung dieses Namens findet sich in einer Urkunde aus dem Jahr 1230, in der ein Otto von Kronberg erscheint. Für das "Burgtal", die unterhalb der Burg gelegene Siedlung von Personal und Handwerkern verlieh der Kaiser den Herren von Kronberg 1330 und 1367 städtische Rechte.

Das ursprüngliche Burgtal erweiterte sich im folgenden Jahrhundert erst um die "neue Stadt", dann um den unterhalb der Altstadt entstehenden Teil, der "Thal" genannt wurde. Sie wurden jeweils ummauert. In der Mitte des 15. Jahrhunderts hatte Kronberg die Ausdehnung erreicht, die es bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts behalten hat. Ihre Bedeutung hatte die Stadt als Sitz der angesehenen Reichsministerialenfamilie von Kronberg.

Die Herren von Kronberg

Im 13. Jahrhundert teilte sich die Familie in Kronenstamm und Flügelstamm, die von Kronberg regierten ihr Territorium als Ganerben, als Erbengemeinschaft.

1389 kam es im zur Auseinandersetzung mit der Stadt Frankfurt, der "Kronberger Fehde", die in der "Schlacht von Eschborn" mündete. Mehrfach unternahmen die Herren von Kronberg Übergriffe auf Frankfurter Gebiet. Als im Mai 1389 ein Frankfurter Aufgebot vor Kronberg zog, um dort Schaden anzurichten, hatten sich die Kronberger zwischenzeitlich mit dem Pfalzgrafen Ruprecht verbündet. Er kam mit seinen Truppen den Kronbergern zu Hilfe und so wurden die Frankfurter am 14. Mai geschlagen. Über 600 Frankfurter wurden gefangen genommen und gegen ein Lösegeld von 73.000 Gulden freigelassen.

Bis 1704, als mit dem Tod des Johann Nicolaus von Kronberg die Familie erlosch, blieben die von Kronberg Herren über ihre Stadt.

Mit einer Ausnahme: Hartmut XII. von Kronberg, Anhänger der Reformation, hatte sich an der Seite Franz von Sickingens in den sogenannten Ritterkrieg gegen den Erzbischof von Trier begeben.

1522 wurde Kronberg belagert, Hartmut musste kapitulieren und floh. Kronberg kam daraufhin unter die Herrschaft des Landgrafen Philipp von Hessen, der in seinen Landen, also auch in Kronberg, 1526 die Reformation durchführte.

1541 erhielten die von Kronberg ihr Reichslehen zurück, die Fortdauer des lutherischen Glaubens in Kronberg wurde vertraglich festgeschrieben.

Die Mitglieder der Familie von Kronberg gehörten unterschiedlichen Konfessionen an. Der von 1650 bis 1692 in Kronberg residierende katholische Kraft Adolf Otto förderte das Entstehen und Wachsen eines katholischen Bevölkerungsanteils.

Unter Kurmainz

Nach dem Tod des letzten von Kronberg fiel Kronberg an das Erzstift Mainz, Herr der Stadt wurde der Kurfürst und Erzbischof von Mainz. Immer wieder gab es Auseinandersetzungen mit dem katholischen Landesherrn und seinen Beamten, die von einflußreichen Kreisen der evangelischen Kronberger betrieben und als Gegenwehr gegen vermeintliche religiöse Unterdrückung legitimiert wurde. Letzlich resultierten die Auseinandersetzungen aus dem Aufeineinandertreffen verschiedener politischer Vorstellungen. Die an Leistungen und Abgaben aus persönlicher Beziehung zur Herrschaft gewohnten Kronberger gehörten nun zu einem sich entwickelnden neuzeitlichen Staatswesen, dessen Verwaltung und Forderungen abstrakter waren.

Zur langwierigsten Auseinandersetzung führte der Bau der sogenannten Streitkirche, die 1737 begonnen, 1739 fertiggestellt, nie geweiht und 1767 endgültig zum Zivilgebäude erklärt wurde.

Kriege zogen Kronberg mit Truppendurchzügen, Einquartierungen und Plünderungen immmer wieder in Mitleidenschaft.

In den Jahren 1726, 1780 und 1792 verwüsteten Brände die Stadt.

Unter Nassau

Mit dem Ende des Kaiserreiches und der Auflösung der geistlichen Fürstentümer durch Napoleon fiel Kronberg 1802 an Nassau-Usingen, seit 1806 Herzogtum Nassau.

In nassauischer Zeit verlor Kronberg sein mittelalterliches Stadtbild, die Stadtbefestigung wurde weitgehend niedergelegt, nur das Eichentor und Teile der Stadtmauer blieben erhalten. 1855 wurde die heutige Königsteiner Straße angelegt, um den Verkehr nach Königstein nicht länger durch die Eichenstraße zu führen. Teile des Hellhofes, in dem die spätere Hauptstraße Kronbergs bis zu dieser Zeit endete, mussten dafür abgerissen werden.

Die Stadt begann, sich auszudehnen. Im Kronthal entwickelten sich Anfänge eines Kurwesens, Frankfurter Maler gründeten hier eine Malerkolonie. Mit der romantischen Entdeckung des Taunus wurde Kronberg zum Ausgangspunkt für den sich entwickelnden Ausflugs- und Wandertourismus.

Die Ereignisse der Märzrevolution von 1848 strahlten auch nach Kronberg.

Mit der Einführung der neuen nassauischen Gemeindeverfassung zum 1. Januar 1849 erhielten die Gemeinden das Recht voller Selbstverwaltung mit gewähltem Bürgermeister und Gemeinderat.

Unter Preußen

1866 kam Kronberg zum Königreich Preußen. Kronberg wurde attraktiv. Wochend- und Sommergäste aus dem nahen Frankfurt machten sich hier ansässig, Victoria Kaiserin Friedrich ließ in Kronberg ihren Witwensitz erbauen.

Die damals entstandenen Villengrundstücke - Stadt und Bürger verkauften Gelände bereitwillig - und die Tradition prägen Kronberg bis heute. Nicht zuletzt, weil sie die Entwicklung der Infrastruktur Kronbergs vorantrieben -Wasserversorgung, Kanalisation, Stromversorgung - und wirtschaftliche Impulse gaben. Die Bedeutung, die Kronberg selbst diesen Bewohnern zumaß, spiegelt sich auch in der großen Zahl von Ehrenbürgerschaften wider. Die Blütezeit dieser Phase der großzügigen Residenzen endete mit dem ersten Weltkrieg und der folgenden französischen Besatzung.

NS-Zeit

Bei der vorgezogenen Kommunalwahl im März 1933 wurde die NSDAP zur stärksten Fraktion in der Kronberger Stadtverordneten-Versammlung. Mit Wilhelm Schaub wurde ein Nationalsozialist als Bürgermeister eingesetzt.

Als politische Gegner wurden auch Kronberger Kommunisten sofort verfolgt, ebenso wie Sozialdemokraten, von denen einige wegen verbotener politischer Aktivitäten 1935 verhaftet und zu Haftstrafen verurteilt wurden.

Verfolgt wurden auch die Kronberger jüdischen Glaubens oder die nach den NS-Rassegesetzen als Juden galten. Einige von Ihnen konnten auswandern. Durch die nationalsozialistischen Verfolgungsmaßnahmen kamen 14 Menschen aus Kronberg zu Tode oder wurden ermordet.

Während des Zeiten Weltkrieges mussten im Verlauf des Luftkrieges seit 1942 vor den Luftangriffen evakuierte oder ausgebombte Frankfurter unterbegracht werden. Teilbereiche Frankfurter Betriebe wurden nach Kronberg ausgelagert. Dort waren Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen eingesetzt, aber auch in Kronberger Haushalten oder landwirtschaftlichen Betrieben. Kronberg wurde von Luftangriffen getroffen, dabei wurde 1943 die Burgkapelle zerstört. In Kronberg und Oberhöchstadt kamen fast 30 Menschen durch Luftangriffe ums Leben. Über 400 Männer aus Kronberg, Schönberg und Oberhöchstadt starben als Soldaten.

Am 29. März 1945 besetzten amerikanische Streitkräfte Kronberg und Oberhöchstadt, am 2. April 1945 Schönberg.

Bundesland Hessen

Nach Zweitem Weltkrieg und Besatzungszeit bestimmte Wachstum die Stadt Kronberg. Evakuierte aus bombenzerstörten Städten, Flüchtlinge und Vertriebene erhöhten die Zahl der Einwohner und machten Wohnraumbeschaffung, Modernisierung und Erweiterung der Infrastruktur notwendig. Neue Wohngebiete entstanden. Zu den traditionell vorhandenen Handwerksbetrieben kamen Industriebetriebe. Mit der Firma Braun ließ sich 1958 die erste Firma von überregionaler Bedeutung in Kronberg nieder. 1966 erhielt Kronberg die staatliche Anerkennung als Luftkurort. Mit der Gründung des Kronberger Kulturkreises 1968 etablierte sich ein beachtetes Angebot von Kunstausstellungen und Konzertveranstaltungen in Kronberg.

Im Zuge der hessischen Gebietsreform schloß sich die Stadt Kronberg 1972 mit den Gemeinden Schönberg und Oberhöchstadt zur Stadt Kronberg im Taunus zusammen. Im selben Jahr wurde mit dem Bau des Schulzentrums "Auf der Heide" begonnen, in das 1976/77 die letzten Klassen der Altkönigschule übersiedeln konnten. 1992 erwarb die Stadt Kronberg im Taunus von der Hessischen Hausstiftung die Burg, die nach der Sanierung 2008 als Museum Burg Kronberg eröffnet wurde. Städtepartnerschaften verbinden Kronberg mit Le Lavandou in Frankreich seit 1972, Ballenstedt am Harz seit 1988, Porto Recanati in Italien seit 1993 und Aberystwyth in Wales seit 1997.

Quelle: kronberg.eu



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