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Alte Historische Fotos und Bilder Kirchlengern, Nordrhein-Westfalen
Old historical photos and pictures Kirchlengern, North Rhine-Westphalia

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Wappen Kirchlengern

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Geschichte von Kirchlengern, Nordrhein-Westfalen in Fotos
History of Kirchlengern, North Rhine-Westphalia in photos

Eine kleine historische Referenz

Geographie: Kirchlengern ist eine kreisangehörige Gemeinde im ostwestfälischen Kreis Herford (Regierungsbezirk Detmold) im Nordosten des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Gemeinde liegt rund 25 km nördlich von Bielefeld. Die Gemeinde Kirchlengern in ihrer heutigen Ausdehnung entstand erst in einer Gebietsreform 1969, jedoch werden einige Ortsteile der Gemeinde bereits 1150 erstmals schriftlich erwähnt.

Die Gemeinde gliedert sich in sieben Ortsteile, von denen Kirchlengern der größte ist. Er ist Namensgeber des 1969 aus unabhängigen Gemeinden des Amtes Kirchlengern hervorgegangenen Zusammenschlusses. Die zuvor selbständige Gemeinde Südlengern wurde bei dieser Neuordnung des Kreises Herford der Gemeinde Kirchlengern (Südlengern-Dorf) sowie der Stadt Bünde (Südlengern-Heide) zugeteilt. Einen nicht offiziellen Ortsteil bildet Oberbehme um das gleichnamige Gut Oberbehme.

Ortsteile:

Häver, Kirchlengern, Klosterbauerschaft, Quernheim, Rehmerloh, Stift, Quernheim, Südlengern

Gründungszeitpunkt:

Einwohner: 16 081

Geschichte:

Sehenswürdigkeiten:

Kirchlengern. Bahnhof
Bahnhof
Kirchlengern. Elektrizitätswerk, 1965
Elektrizitätswerk, 1965
Kirchlengern. Elektrizitätswerk
Elektrizitätswerk
Kirchlengern. Katholische Kirche, eingeweiht am 18. Mai 1952
Katholische Kirche, eingeweiht am 18. Mai 1952
Kirchlengern. Kirche
Kirche
Kirchlengern. Kirche mit Kriegerehrenmal, 1932
Kirche mit Kriegerehrenmal, 1932
Kirchlengern. Kirche mit Kriegerehrenmal, 1941
Kirche mit Kriegerehrenmal, 1941
Kirchlengern. Schule
Schule

Geschichte

Schon vor dem 9. Jahrhundert gab es erste Ansätze einer Besiedelung. Das Altsiedelland an der Else wurde von sächsischen Engern besiedelt, die dann um 800 von den Franken unter Karl dem Großen christianisiert und unterworfen wurden. Seit dem 12. Jahrhundert existieren erste Erwähnungen der heutigen Gemeinde Kirchlengern. Vermutlich im Jahre 1147 hatte der Bischof von Osnabrück, Philipp von Katzenelnbogen, das Kloster Quernheim als Augustiner-Nonnenkloster gegründet. Deren Basilika (Stiftskirche) stammt aus dem 12. Jahrhundert, wurde jedoch mehrfach umgebaut und geht vermutlich bereits auf einen sakralen Vorgängerbau zurück. Der Ortsteil Stift Quernheim ist damit wahrscheinlich eine der ersten festen Siedlungen Kirchlengerns. Die Ortsteile Häver (erwähnt als Hevere), Kirchlengern (Linegaron) und Quernheim (Quernem) wurden in der Heberolle des Stift Herford um 1150, Südlengern 1151 und Rehmerloh am Ende des 12. Jahrhunderts schriftlich erwähnt. Klosterbauerschaft (ursprünglich auf Niederdeutsch: Burschop beym Closter) entwickelte sich als Bauerschaft rund um das Kloster in Stift Quernheim. Die Bezeichnung für diesen Ortsteil ist jedoch vermutlich erst im 18. Jahrhundert aufgekommen. Im Zuge der Reformation wurde das Kloster in Stift Quernheim 1532 in ein freiweltliches Damenstift umgewandelt. Nach dem Westfälischen Frieden von 1648 fielen das Fürstentum Minden (Gebiet nördlich der Else) und die Grafschaft Ravensberg (südlich der Else) an Brandenburg-Preußen. Von 1807 bis 1810 gehörte das Gebiet zum napoleonischen Königreich Westphalen. Von 1811 bis 1813 wurde das gesamte heutige Gemeindegebiet Frankreich eingegliedert. 1813 (1815 offiziell) fiel es wieder an Preußen. Am 1. Dezember 1810 wurde das adelige Damenstift zu Quernheim aufgelöst und dessen Besitz 1815 an Preußen überstellt, der ihn bis 1832 als Domäne verwaltete. 1832 wurde das 1816 gegründete Landgericht in Quernheim nach Bünde verlegt. Ortsbürgermeister Wilhelm Bacmeister begann 1860 damit, den Grundbesitz des Stifts, zu dem ein Gut und ein Rittergut gehörte, in Parzellen aufgeteilt zu verkaufen. So entstand durch Neusiedler aus den Stiftsländereien seit 1860 die 161 ha umfassende Gemeinde Stift Quernheim mit kleinen Wohnhäusern und bäuerlichen Kleinbesitz.

Um die Mitte des 19. Jahrhunderts brach mit dem Aufkommen mechanischer Webstühle die rein handwerkliche Verarbeitung der Flachsfaser zusammen, außerdem kam es in den Jahren 1847 bis 1850 zu Missernten. Wirtschaftliche Besserung brachte schließlich eine Straßenverbindung von Herford nach Lübbecke via Kirchlengern (heute B239) sowie der Bau einer Eisenbahnstrecke von Löhne in Richtung Osnabrück (Hannoversche Westbahn, Einweihung 1855). Seit 1855 verfügt Kirchlengern damit über einen Bahnhof. Von hier aus entstand 1904 außerdem eine Querverbindung zur Bahnstrecke Hamm–Minden über Herford und Bielefeld. Zwischen 1897 und 1937 war Kirchlengern auch Endhaltepunkt einer Kleinbahnstrecke nach Oberlübbe, die vorwiegend dem Erztransport diente, aber auch Personen beförderte („Wallücker Willem“).

Ab 1843 bis 1918 gehörte Kirchlengern zum Amtsbezirk Gohfeld-Mennighüffen, 1919 entstand ein eigenes Amt Kirchlengern – Vorläufer der heutigen Gemeinde. 1929 wurden die bis dahin selbständigen Gutsbezirke Oberbehme und Steinlacke (ehemals Amtsbezirk Herford bzw. Bünde) aufgelöst und kamen zum Amtsbezirk Kirchlengern.

Im Zuge der kommunalen Neugliederung in Nordrhein-Westfalen wurde am 1. Januar 1969 aus dem Amt Kirchlengern (mit Häver, Kirchlengern, Klosterbauerschaft, Quernheim, Rehmerloh, Stift Quernheim) sowie Südlengern-Dorf und kleinen Teilen der Gemeinde Spradow die neue Gemeinde Kirchlengern gebildet.

Quelle: de.wikipedia.org



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