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Alte Historische Fotos und Bilder Löbau, Sachsen
Old historical photos and pictures Löbau, Saxony

Wenn Sie habe Vergessen deine Vergangenheit - Ihr wirst keine Zukunft haben


Wappen Löbau

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Geschichte von Löbau, Sachsen in Fotos
History of Löbau, Saxony in photos

Eine kleine historische Referenz

Geographie: Löbau ist eine Große Kreisstadt im Landkreis Görlitz in der sächsischen Oberlausitz. Sie ist Teil und auch Verwaltungssitz der Verwaltungsgemeinschaft Löbau. Sie liegt etwa 75 km östlich von Dresden, 18 km südöstlich von Bautzen und 25 km südwestlich von Görlitz.

Somit besteht das Stadtgebiet nunmehr aus 32 Stadtteilen:

Altcunnewitz (Stara Chójnica), Altlöbau (Stary Lubij), Bellwitz (Bělecy), Carlsbrunn (Karlowa Studnja), Dolgowitz (Dołhaćicy), Ebersdorf (Habrachćicy), Eiserode (Njeznarowy), Georgewitz (Korecy), Glossen (Hłušina), Großdehsa (Dažin), Kittlitz (Ketlicy), Kleinradmeritz (Małe Radměrcy), Krappe (Krapow), Laucha (Luchow), Lautitz (Łuwoćicy), Löbau-Mitte, Löbau-Neustadt, Löbau-Nord, Löbau-Ost, Löbau-Süd, Löbau-West, Mauschwitz (Mučnica), Nechen (Njechań), Neucunnewitz, Neukittlitz, Oelsa (Wolešnica), Oppeln (Wopaleń), Rosenhain (Róžany), Unwürde (Wujer), Wendisch-Cunnersdorf (Serbske Kundraćicy), Wendisch-Paulsdorf (Serbske Pawlecy), Wohla (Walowy)

Gründungszeitpunkt:

Einwohner: 14 643

Geschichte:

Sehenswürdigkeiten:

Löbau. Bahnhofstraße, Foto - Handlung, 1965
Bahnhofstraße, Foto - Handlung, 1965
Löbau. Deutsche Oberschule, 1934
Deutsche Oberschule, 1934
Löbau. Ebersbach - Restaurant 'Felsenmühle', 1934
Ebersbach - Restaurant 'Felsenmühle', 1934
Löbau. Poststraße, 1903
Poststraße, 1903
Löbau. König Friedrich August-Turm, erbaut 1853, 1975
König Friedrich August-Turm, erbaut 1853, 1975
Löbau. König Friedrich August-Turm, erbaut 1853, 1982
König Friedrich August-Turm, erbaut 1853, 1982
Löbau. Rathaus, Restaurant 'Goldenes Schiff'
Rathaus, Restaurant 'Goldenes Schiff'
Löbau. Siegesdenkmal, 1912
Siegesdenkmal, 1912

Stadtgeschichte

Zum ersten Male wird Löbau in einer Urkunde des Meißner Bischofs Bruno II. von 1221 genannt. In ihr wird Löbau als "Opidum", als befestigter Platz, also als Stadt bezeichnet. Die Gerichtsbarkeit wurde im 14. Jahrhundert für 36 Dörfer ausgeübt.

Von besonderer Bedeutung für die Stadt Löbau war der am 21. August 1346 gegründete Sechsstädtebund, dem die Städte Bautzen, Görlitz, Zittau, Lauban, Kamenz und Löbau angehörten. Kriege und Brände haben oft schwere Schäden und Rückschläge in der Entwicklung bewirkt. So brannte 1429 die ganze Stadt nieder, nur die Nikolaikirche und das Kloster blieben erhalten.

Den schwersten Schlag in seiner Geschichte erlitt Löbau 1547 durch den Pönfall (Pönfall-Strafe). Die Stadt musste hohe Geldstrafen wegen Ungehorsam gegenüber dem König zahlen, verlor alle Besitzungen außerhalb der Stadtmauern, auch den Löbauer Berg und den Kottmar. Die Privilegien der freien Ratskür und des Bannmeilenrechts als Einflußgebiet gingen ebenfalls verloren. Doch bereits im gleichen Jahr beginnend bis 1576 kaufte die Stadt viele Dörfer und Waldungen zurück - und zusätzliche Privilegien. Leineweberei und -handel sind im 18. Jahrhundert dominierende Erwerbszweige.

1835 setzte mit der Industrialisierung ein neuer Aufschwung ein. Viele Fabriken und die Regionalstrecken der Eisenbahnverbindung Paris - Warschau brachten Beschäftigung und Wohlstand. Es folgten nach 1890 Betriebe der Lebensmittel- und verarbeitenden Industrie und die damit verbundene Wohnbebauung außerhalb der alten Stadtmauern.

    Zeittafel bis 1900

  • 1221 - Erste urkundliche Erwähnung der Stadt Löbau als "Opidum Lubaw", Gründung der Stadt als Marktsiedlung um 1200
  • 1306-1317 - Das "Weichbild" entstand, 24 Dörfer der Umgebung wurden unter die Löbauer Gerichtsbarkeit gestellt
  • 1311 - Löbau erwarb für 80 Mark Silber den Kottmarwald (180 Hektar)
  • 1346 - Gründung des Sechsstädtebundes mit Bautzen, Görlitz, Zittau, Lauban, Kamenz und Löbau
  • 1429 - Hussiten belagerten und eroberten Löbau, die Blütezeit der Tuchmacherei endete
  • 1547 - Pönfall, eine Strafaktion des Königs gegen die Sechsstädte der Oberlausitz
  • 1630 - Gründung der Ratsbibliothek
  • 1635 - Im Prager Frieden kamen die Nieder- und Oberlausitz an Kursachsen
  • 1708 - Leinwandhändler gründeten eine Handelssozietät (Überseehandel), die Leinenweberei ist Haupterwerbsquelle
  • 1710 - Großer Stadtbrand, der die Innenstadt zerstörte
  • 1729 - 3 Postdistanzsäulen wurden aufgestellt, nachdem König August der Starke das Straßennetz ausbauen und vermessen ließ
  • 1785 - Der "Sächsische Postillon" erschien, Regionalzeitung bis 1945
  • 1786 - Karl Preusker wurde in Löbau geboren, Vater der sächsischen Vorgeschichtsforschung
  • 1835 - Gründung der ersten Fabrik, der Rot- und Buntgarnfärberei von Hildebrandt in Löbau, später entstanden Papierfabriken, Webereien und Maschinenfabriken
  • 1844 - Einziger und weitbekannter Garnmarkt der Oberlausitz in Löbau
  • 1846 - Einweihung der Eisenbahnstrecke von Bautzen nach Löbau, Gründung der Actien-Brauerei
  • 1847 - Freigabe des Eisenbahnviaduktes (neun Bögen), Bahnabschnitt Löbau-Görlitz für die Verbindung Paris-Warschau
  • 1854 - Bau des Gußeisernen Aussichtsturmes auf dem Löbauer Berg
  • 1855 - Neue sächsische Strafprozeßordnung, "Schöpfer" war der Löbauer Advokat Dr. Louis Friedrich Oskar von Schwarze
  • 1859-1890 - Industrialisierungsschub, Gründung der Pianoforte-Fabrik August Förster, Knopffabrik Ernst, Schuhfabrik und Teigwarenfabrik, Zuckerfabrik, Malzfabrik, Gummiwarenfabrik Kniepert, Kohlensäurefabrik, Steinschleifereien, Goldwarenfabrik; bedeutendster Getreidemarkt Sachsens
  • 1873 - Das Königliche Lehrerseminar in einigen Räumen der Preuskerschule eingeweiht. Unter Leitung des Landesbaumeisters Dreßler aus Pirna entstand das heutige A-Gebäude des Geschwister-Scholl-Gymnasiums

    Zeittafel bis 1990

  • 1906 - Bau des Herrmannbades, damals modernstes Freibad Sachsens mit Warmwasserzuführung von der Brauerei
  • 1912 - Bau der "Jägerkaserne" weil das Freiberger Jägerbataillon nach Löbau verlegt werden sollte, das verhinderte der 1. Weltkrieg
  • 1933 - Haus Schminke von Prof. Hans Scharoun erbaut, Vorbild des "Neuen deutschen Baugefühls" im internationalen Stil - erweiterter Bauhausgedanke
  • 1935 - Große Lausitzfeier in Löbau in Erinnerung an den Prager Frieden 1635 und dem Anschluß der Oberlausitz an Sachsen fand ein "Heimatfest für das ganze Volk" statt. Großes Ochsenbraten, Belustigungen, Berggottesdienst am "Viereckigen Rundteil", Liedersingen auf dem Honigbrunnen, historisches Festspiel, Stadtkaffee auf der Stadtbad-Terrasse u.v.m
  • 1945 - Zum Kriegsende wurden von abziehender Wehrmacht alle bedeutenden Brücken gesprengt, darunter der Viadukt und die "Hindenburgbrücke", Kampflose Übergabe der Stadt, von fast 13.000 Einwohnern fanden ca. 350 Personen im Krieg den Tod
  • 1950 - Einweihung des "Stadion der Jugend" unter Teilnahme von fast 15.000 Besuchern, die Sportstätte am Fuße des Löbauer Berges ist das damals "schönstgelegene Stadion Ostsachsens"
  • 1960 - Die Bauaktionen für das Wohngebiet Löbau-Süd begannen, dann folgen Wohnblöcke in den Stadtteilen Nord, Ost, Süd II
  • 1963 - Die Offiziershochschule wurde in der Löbauer Kaserne begründet, später: "Offiziershochschule der Landstreitkräfte der DDR: Ernst Thälmann"
  • 1984 - Anker-Teigwarenfabrik VEB, Zuckerfabrik Löbau VEB, Bauelemente Löbau VEB (B), Förster Pianos Löbau VEB, Schuhfabrik Seifhennersdorf VEB Werk Trabant Löbau, Vereinigte Grobgarnwerke Kirschau VEB Werk Löbau, Lausitzer Granit Demitz-Thumitz VEB Betriebsteil Löbau, Oberlausitzer Textilbetriebe VEB
  • 1988 - Der goße Fernsehfunkturm auf dem Schafberg wurde mit Hubschrauber-Montagen vollendet, für Reisende ist er eines der weithin sichtbaren Wahrzeichen von Löbau
  • 1990 - Städtepartnerschaft mit der Stadt Ettlingen, Schließung der meisten Löbauer Betriebe wegen Änderung der Eigentumsformen, weitergeführt wurden: Piano Förster Löbau, Zuckerfabrik Löbau

    Zeittafel ab 1991

  • 1991 - Zur 770-Jahr-Feier der Stadt Löbau wurde der Verbund der Sechsstädte wieder begründet, die Urkunde von allen Bürgermeistern unterzeichnet
  • 1993 - Am 25.05.93 fiel die Entscheidung für die Zusammenlegung der Kreise Löbau und Zittau zum Sächsischen Oberlausitzkreis, später Landkreis Löbau-Zittau, mit Zittau als Kreissitz
  • 1994 - Wiedereröffnung des Gußeisernen Turmes nach dessen Rekonstruktion
  • 1998 - Städtepartnerschaft mit der polnischen Stadt Luban
  • 2000 - Ernennung der Stadt Löbau zur Großen Kreisstadt
  • 2008 - Im Zuge einer erneuten Kreisreform wurden die Landkreise Niederschlesischer Oberlausitzkreis, die kreisfreie Stadt Görlitz und der Landkreis Löbau-Zittau zum Landkreis Görlitz zusammengelegt
  • 2012 - Löbau richtet die "6. Sächsische Landesgartenschau" im extra dafür angelegten Messe- und Veranstaltungspark (Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik) aus
  • 2015 - Das nächste große Event steht an. Mit der Ausrichtung des "Sächsischen Landeserntedankfestes" zeigt die Stadt, dass sie Feste feiern und vor allem organisieren kann
  • 2017 - Mit den Erfahrungen der vorangegangenen Feierlichkeiten stellte Löbau den 26. "Tag der Sachsen" - Sachsens größtes Fest für Vereine - auf die Beine. Am ersten Wochenende des Septembers kamen rund 250.000 Besucher in die Große Kreisstadt

Original: loebau.de



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