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Alte Historische Fotos und Bilder Maintal, Hessen

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Wappen Maintal

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Geschichte von Maintal, Hessen in Fotos

Eine kleine historische Referenz

Geographie: Die Stadt Maintal ist zum 1.Juli 1974 durch Gesetz des Landes Hessen gebildet worden.

Gründungszeitpunkt:

Einwohner: 38 930

Geschichte:

Sehenswürdigkeiten:

Maintal. Bischofsheim, Luftaufnahme, 1964
Bischofsheim, Luftaufnahme, 1964
Maintal. Bischofsheim, Luftaufnahme
Bischofsheim, Luftaufnahme
Maintal. Dörnigheim - Hintergasse, Kirche, Wirkwarenfabrik A. Zäh, Kirchgasse, Schwanengasse, Rathaus, 1956
Dörnigheim - Hintergasse, Kirche, Wirkwarenfabrik A. Zäh, Kirchgasse, Schwanengasse, Rathaus, 1956
Maintal. Dörnigheim - Kirche, 1939
Dörnigheim - Kirche, 1939
Maintal. Dörnigheim - Neues Wohnviertel
Dörnigheim - Neues Wohnviertel
Maintal. Hochstadt - Panorama von Ortsteil mit straßen, 1959
Hochstadt - Panorama von Ortsteil mit straßen, 1959
Maintal. Wachenbuchen - Kirche
Wachenbuchen - Kirche
Maintal. Wachenbuchen - Saal mit Garten, Gastwirtschaft zur schönen Aussicht, um 1920
Wachenbuchen - Saal mit Garten, Gastwirtschaft zur schönen Aussicht, um 1920

Geschichte der Stadt Maintal

Die Stadt Maintal ist zum 1.Juli 1974 durch Gesetz des Landes Hessen gebildet worden. Sie ist ein Ergebnis der in der gesamten Bundesrepublik erfolgten Neuordnung der Kreise, Städte und Gemeinden (Gebietsreform). Zusammengeschlossen wurden die Stadt Dörnigheim am Main und die Gemeinden Bischofsheim, Hochstadt und Wachenbuchen, sämtlich zugehörend zum Kreis Hanau. Mit dem Zusammenschluss wurde die neugebildete Stadt Maintal die zweitgrößte Stadt des Main-Kinzig-Kreises, der im gleichen Jahr aus dem Zusammenschluss der Landkreise Hanau, Gelnhausen und Schlüchtern entstanden ist.

Der Stadtname Maintal hat als Gemeindebezeichnung keinen historischen Vorläufer, konkurriert aber mit einer landschaftsgeografischen Bezeichnung, die am fränkischen Abschnitt des Mains (Region Schweinfurt) gebräuchlich ist.

Mit Bildung der Stadt Maintal, also seit 1974, ist in eine gemeinsame Infrastruktur investiert worden:

  • Zentralisierung der Stadtverwaltung in Hochstadt
  • Erweiterung und Anpassung des Schul- und Kinderbetreuungsangebotes,
  • Konservierung und Neubelebung der historischen Ortskerne
  • Neuartige öffentliche Dienste (z.B. Kompostieranlage, Frauenbüro, SeniorenOffice).

Die großflächige Ausweisung neuer Wohn- und Gewerbegebiete nach dem Ende des zweiten Weltkrieges ist - wie anderen Orts auch - wegen stagnierender Bevölkerungszahlen mehr oder weniger zum Erliegen gekommen und einer neuen strategischen Ausrichtung der Gewerbeansiedlung und des Wohnungsbaus gewichen - hin zu mehr kleinteiliger Unternehmensvielfalt und mehr Wohnqualität.

Geschichte Dörnigheims

Der Ort Dörnigheim lässt sich urkundlich bis auf das Jahr 793 zurückverfolgen. Bestimmend für die Entwicklung des Ortes ist die Lage am Main. In der gesamten Ausdehnung schließt Dörnigheim die Lücke zwischen Fechenheim (jetzt zu Frankfurt) im Westen und Kesselstadt (jetzt zu Hanau) im Osten.

Durch die gestreckte Lage am Fluss hat sich die Besonderheit von zwei Mainfähren ergeben, die Maintal mit dem südlichen Mainufer verbinden. Sie werden Mühlheimer und Rumpenheimer Fähre genannt und stellen die Verbindung zu Stadt und Landkreis Offenbach her.

Seit Jahrhunderten ist Dörnigheim geprägt durch die Straße Frankfurt-Leipzig, die im 19.Jahrhundert durch eine Trasse der Eisenbahn, im späteren 20.Jahrhundert durch Bau einer Autobahn ergänzt wurde.

Die alten Mainschleusen sind vor mehr als 25 Jahren abgebrochen worden. Die Schleuse Kesselstadt wurde durch ein modernes Bauwerk ersetzt. Von der Schleuse Mainkur sind das Schleusenbecken und einige Gebäude verblieben. Die Anlage wird heute als Sportboothafen genutzt.

Im Zusammenhang mit dem Flusskraftwerk in Höhe der Schleuse Kesselstadt ist dort ein bedeutender Knoten im europäischen Stromverbund entstanden.

Der Trend des ausgehenden 20.Jahrhunderts zur Ansiedlung immer neuer Großmärkte wurde gestoppt, so dass neuere Gewerbegebiete eine hohe Differenzierung der Branchen aufweisen.

Lange Jahre war der Elektronik-Konzern Honeywell weitaus größter Arbeitgeber. Heute hat der Standort seine ursprüngliche Bedeutung für das Unternehmen verloren. Dafür sind andere technologisch modern ausgerichtete Firmen hinzu gekommen (z.B. Drillisch, Eurotax Schwacke, Syngenta).

Geschichte Bischofsheims

Bischofsheim liegt im Riedgürtel, der sich vom Frankfurter Osten her zwischen dem Berger Hang und der Mainebene erstreckt. Beim Ried handelt es sich um Reste der vorgeschichtlichen Mainauen. Diese Lage im Feuchtgebiet verhinderte bei dem im Jahre 880 erstmals in einer Urkunde erwähnten Ort über lange Zeit eine raumgreifende Entwicklung.

Bischofsheim lebte bis zum Ende des 2.Weltkrieges von Landwirtschaft, Kleingewerbe, aber dann auch von den Beschäftigungsmöglichkeiten der chemischen Industrie im Osten Frankfurts.

Erst nach 1945, im Zuge des sogenannten Wiederaufbaus, begann eine stürmische Bautätigkeit. Die Zahl der Einwohner stieg sprunghaft auf annähernd 15.000 an. In der Rückblende müssen einige Ergebnisse dieser Periode kritisch gesehen werden, so die extreme Siedlungsverdichtung durch unangepasste Hochhäuser, die Aufgabe identitätsstiftender Bauten wie der Abriss des Historischen Rathauses oder die Beschneidung der wertvollen Feuchtbiotope durch Verfüllung mit Kriegsschutt.

Einschneidend in vielerlei Hinsicht war der Bau der Autobahn von Frankfurt Richtung Fulda mit einer Anschlussstelle am südlichen Ortsrand. Hier fließt der Verkehrsstrom durch die Ortslage, bietet dadurch aber andererseits beste Anbindungen ans Fernstraßennetz. Wegen dieses Vorteils hat das Logistikunternehmen DHL in Bischofsheim ein großes Verteilerzentrum eingerichtet.

Trotz einiger unerwünschter Auswüchse einer ungestümen Entwicklung in den Nachkriegsjahren setzt sich in den letzten Jahren mehr und mehr die Betrachtung der positiven Seiten durch:

  • die noch verbliebenen Naturschönheiten,
  • die überdurchschnittliche Qualität von sozialen Einrichtungen und Netzen
  • und vor allem die breite Palette schulischer Möglichkeiten.

Geschichte Hochstadts

Hochstadt bei Hanau wird urkundlich erstmals im Jahre 846 erwähnt. Der heutige Ort gibt in seinem historischen Bestand ein Ortsbild wieder, wie es schon seit der frühen Neuzeit bestanden hat. Einzelne Veränderungen (das abgebrochene Untertor, einzelne Mauerlücken sowie unangepasste Bauten, fallen für den historischen Gesamteindruck nicht so ins Gewicht. Der Ortskern von Hochstadt ist daher ein Flächendenkmal von außerordentlichem Reiz.

Wertvollstes Einzeldenkmal ist eine Wehrkirche am Obertor, deren Umfassungsmauer noch Teile aus dem hohen Mittelalter hat. Der Kirchenraum selbst ist mit Ausmalungen der Renaissance reich dekoriert. Der heutige Kirchturm ist eigentlich ein Wehrturm und hatte früher keine spitze Haube, der eigentliche Kirchturm ist nicht mehr vorhanden.

Besondere kulturhistorische Bedeutung zieht Hochstadt auch aus den über dem Ort liegenden weiträumigen Streuobstwiesen, die sich bis nach Frankfurt erstrecken und als Naturraum streng geschützt sind. Hier finden sich noch Terrassenreste des früheren Weinbaus.

Begünstigt durch die Umstellung auf Obstanbau hat sich Hochstadt bekanntester Betrieb, die Apfelwein-Kelterei Höhl, entwickelt.

In moderner Zeit hat Hochstadt zum Bahnhof hin, der zugleich auch die Station für Dörnigheim ist, leistungsfähiges industrielles Gewerbe angesiedelt, unter anderem ein Zulieferer der Autoindustrie (Norma Group, vormals: Rasmussen) und ein Hersteller von Kunststoff-Teilen (Seibel). Bis Ende des 20.Jahrhunderts bestand das Furnierwerk (Kling).

Südlich des mittelalterlichen Hochstadt lag der Ort Groschlag (vermutlich in der Bedeutung von Grasloch), der wohl Anfang des 17. Jahrhunderts wüst wurde. Dort lagen klösterliche Liegenschaften. Auf sie geht die heutige Bezeichnung der Klosterhofstraße zurück.

Geschichte Wachenbuchens

Die erste Erwähnung des Ortes Wachenbuchen ist aus dem Jahre 798 überliefert. Namensgebend ist die in der Gemarkung als Bodendenkmal noch nachweisbare Burg der Herren von Buchen. Gleiche Wurzeln haben der jetzt zu Hanau gehörende Ort Mittelbuchen sowie ein schon im Mittelalter ausgegangener Ort Lützelbuchen. Im Jahre 1998 feierten Maintal-Wachenbuchen und Hanau-Mittelbuchen das 1200 jährige Jubiläum gemeinsam.

Im Unterschied zu Hochstadt sind von der ursprünglich vorhandenen Ringmauer nur an einzelnen Stellen Reste übrig (Ringmauerstraße, Bachgasse, Mittelbucher Straße). Von den Toren ist nichts mehr erhalten.

Markant ist der durch eine Fernmeldeanlage weithin sichtbare Turm auf dem Hühnerberg, der höchsten Erhebung von Maintal.

Neben der Landwirtschaft, die wegen der großen Gemarkungsfläche noch heute ein wichtiges Gewerbe ist, gab es im Gefolge der Hanauer Betriebe bis ins 20.Jahrhundert auch Diamantschleifer. Dazu kam Kleingewerbe des Handwerks und Handels, Berufe, die zum beträchtlichen Teil von den zahlreichen ortsansässigen Juden ausgeübt wurden.

Wachenbuchen hatte bis 1933 den größten Anteil jüdischer Bevölkerung. Daher waren die Auswirkungen der Verfolgungen im Nationalsozialismus hier am stärksten. Als Gebäudehülle besteht noch die alte Synagoge in der Straße Alt Wachenbuchen, zerstört wurde 1938 die benachbarte jüdische Schule.

Quelle: www.maintal.de



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