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Alte Historische Fotos und Bilder Monschau, Nordrhein-Westfalen
Old historical photos and pictures Monschau, North Rhine-Westphalia

Wappen Monschau

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Geschichte von Monschau, Nordrhein-Westfalen in Fotos
History of Monschau, North Rhine-Westphalia in photos

Eine kleine historische Referenz

Geographie: Seit 1972 besteht die Stadt Monschau aus den Stadtteilen:

• Höfen

• Imgenbroich mit Widdau

• Kalterherberg mit Ruitzhof

• Konzen mit dem Gehöft Rückschlag

• Monschau

• Mützenich

• Rohren

Durch das Stadtgebiet verläuft die zum belgischen Staatsgebiet gehörende Vennbahntrasse, die Mützenich, Ruitzhof und Rückschlag zu von Belgien umschlossenen Exklaven Deutschlands macht.

Gründungszeitpunkt:

Einwohner: 12 065

Geschichte: bis 1918 Montjoie, am 9. August 1918 Änderung des Namens durch kaiserlichen Erlass in Monschau

Sehenswürdigkeiten:

Monschau. Blick auf den fluss Ruhr
Blick auf den fluss Ruhr
Monschau. Hotel de la Tour
Hotel de la Tour
Monschau. Kirchstraße
Kirchstraße
Monschau. Marktplatz, 1912
Marktplatz, 1912
Monschau. Panorama von Fluss
Panorama von Fluss
Monschau. Panorama von Stadtgebäude
Panorama von Stadtgebäude - Rotes Haus
Monschau. Panorama der Stadt
Panorama der Stadt
Monschau. Schloß und Hospital, 1908
Schloß und Hospital, 1908

Stadtgeschichte

Die Stadt hat ihren Ausgang um 1195 von der Burg gleichen Namens auf einem Bergsporn über der Rur genommen. Erstmals erwähnt wird sie 1198 als Mons Ioci, 1217 dann als Munioie und 1226 als Monjoje. Der Name ist ein typischer Burgenname aus dem Umfeld der Kreuzzüge. Walram von Limburg-Monschau, der erste Herr der Burg und spätere Herzog von Limburg, ist als Kreuzfahrer 1197 im Heiligen Land gewesen.

Im Spätmittelalter und in der frühen Neuzeit dominiert die Schreibform Monjoye. Um 1800 kommt während der französischen Herrschaft im Rheinland die Form Montjoie auf. Im Herbst 1918 wurde infolge des verlorenen Ersten Weltkrieges und der damit einher gehenden Francophobie der Name durch amtlichen Erlass in Monschau "eingedeutscht“.

Eine förmliche Stadtrechtsverleihung liegt nicht vor, doch gibt es seit 1476 mehrere Bestätigungen der städtischen Gewohnheitsrechte.

Ihre heutige kommunale Struktur besitzt die Stadt Monschau seit dem 1. Januar 1972 durch die Eingliederung der bis dahin selbständigen Gemeinden Höfen, Imgenbroich, Kalterherberg, Konzen, Mützenich und Rohren.

Grundzüge der Geschichte

Die Monschauer Burg am heutigen Standort wurde im letzten Jahrzehnt des 12. Jahrhunderts von den Herzögen von Limburg errichtet. Sie war die dritte Burganlage nach Vorgängern in Reichenstein (heute Kloster an der Rur zwischen Mützenich und Kalterherberg) und Monschau (Ruine Haller über der Einmündung des Laufenbachs).

Nach Übernahme der Limburger Herzogswürde durch Heinrich IV. im Jahr 1226 etablierten sich aus einer Limburger Seitenlinie die Herren von Monschau bis 1266. Ab 1269/70 folgte eine vereinigte monschau-valkenburgische Landesherrschaft bis zum Aussterben der männlichen Linie 1352. Im folgenden Valkenburger Erbfolgestreit erwarben unter anderen die Herren von Schönau-Schönforst wie auch der Markgraf von Jülich Rechte an der Herrschaft Monschau, die endgültig 1435 als Amt an das Herzogtum Jülich fiel. 1794 zogen französische Revolutionstruppen in Monschau ein. Nach der Rückeroberung der linksrheinischen Gebiete und gemäß den Beschlüssen des Wiener Kongresses kam Monschau 1816 zu Preußen. 1856 erfolgte die Verleihung der preußischen Städteordnung für die Rheinprovinz.

Die Burg ist kontinuierlich bis ins 17. Jahrhundert ausgebaut worden. Sie erfuhr unter den Monschau-Valkenburgern eine umfangreiche Vergrößerung um eine Vorburg mit geräumiger Kapelle. Dazu gehörte weiter die Ummauerung der inzwischen entstandenen Siedlung am östlichen Fuß des Burgbergs mit drei Toren.

Die städtische Entwicklung verlief zögerlich. Eine 1489 gewährte Steuer diente zur Unterhaltung der Befestigung. Im Geldernschen Krieg wurde Monschau 1543 von Kaiserlichen Truppen erobert. Die Burg wurde schwer, die Stadt vollständig bis auf das Turmhaus an der Achterpforte zerstört. Erst im Lauf des Wiederaufbaus dehnte man die Bebauung über die Stadtmauer nordwärts zum Laufenbach und von seiner Einmündung in die Rur flussabwärts aus. Im Jülicher Erbfolgestreit 1609 zunächst brandenburgisch besetzt, verhalf die Eroberung von Stadt und Burg durch Spanier 1622 dem Pfalz-Neuburger Mitbewerber Wolfgang-Wilhelm zur endgültigen Übernahme der Herrschaft. Damit begann auch der Aufstieg zu städtischen Qualitäten, zumal Stadt und Umland weitgehend von den Zerstörungen und Ausplünderungen des Dreißigjährigen Krieges und den Folgekriegen verschont blieben. Darauf weisen u.a. einsetzende Stadtrechnungen, ein eigenes Stadtsiegel, Anfänge einer Elementarschule, der Bau eines Rathauses 1654 sowie die Bildung einer selbständigen, von der Urpfarre Konzen abgelösten Pfarrgemeinde 1639 mitsamt einem eigenen Kirchenbau (Weihe 1650) hin.

Im Zweiten Weltkrieg blieb Monschau Dank der schnellen Einnahme im September 1944 durch amerikanisches Militär, anders als die zum Teil hart umkämpften Orte des Umlandes, weitgehend unzerstört.

Stadt der Tuchmacher

Die Lage fernab von Durchgangsstraßen und Kriegswirren ermöglichte im 17.Jahrhundert einen weitgehend ungestörten Aufbau einer Infrastruktur für Wolltuchproduktion hoher Qualität. Entgegen einer oft wiederholten Darstellung waren es nicht Aachener Religionsflüchtlinge, sondern einheimische Familien (Schmitz in Monschau, Offermann in Imgenbroich), die das neue Gewerbe auf den Weg brachten. Schon in den ersten Jahrzehnten des 18.Jahrhunderts wurde spanische Merinowolle verarbeitet. Der Standort hatte jedoch mit schwerwiegenden Absatzproblemen wegen eines fehlenden Marktes an Ort und Stelle und den Privilegien der älteren Produktionsstätten im Herzogtum Jülich zu kämpfen.

Der Durchbruch zu europaweiter Geltung der Feintuchproduktion gelang dadurch, dass Johann Heinrich Scheibler (1705-65) als führender Unternehmer die territorialen Behinderungen des Hausierhandels durch Auftritt auf den großen Messeplätzen überwand und Monschauer Tuche zum Markenartikel machte. Die Blütezeit dieser Feintuchherstellung lag in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Diese Epoche der Tuchmanufaktur ist dadurch gekennzeichnet, dass sie vom anfänglich praktizierten Verlagssystem schrittweise zur Konzentration aller Arbeitsschritte in einem Fabrikgebäude fortschritt. Die Bausubstanz des Stadtkerns aus der Tuchmacherzeit des 17. und 18.Jahrhunderts, darunter prachtvolle Bürgerhäuser wie das "Rote Haus" und das "Haus Troistorff", die gleichzeitig auch Fabrikationsstätten waren, sowie größere Fabrikationsstätten im Altstadtkern sind im Wesentlichen erhalten.

Der Einmarsch französischer Revolutionstruppen 1794 brachte zunächst einen tiefen Einbruch wegen Konfiskationen und Verlusten alter Absatzmärkte, beschleunigte aber seit ca. 1800 Modernisierung und Mechanisierung der überlebenden Betriebe. Die gelungene Konsolidierung wurde durch den folgenden Anschluss an Preußen empfindlich gestört. Trotz gelegentlicher Aufschwünge konnte die Tuchfabrikation im 19.Jahrhundert nicht mehr an die Erfolge des 18. Jahrhunderts anknüpfen. Unternehmer wanderten nach Osteuropa aus (Lodz, Brünn) oder wandten sich anderen Textilsparten zu (Spinnerei, Kunstwolle, Kunstseide u.a.).

Von der Mitte des 19. Jahrhunderts an verlor der Standort Monschau den Anschluss an die industrielle Entwicklung. Die Eröffnung der Vennbahn von Aachen (1885) konnte den Trend nicht aufhalten. Die Bevölkerungszahl ging im 19.Jahrhundert kontinuierlich zurück, von 3020 Einwohnern im Jahr 1816 auf 1865 in 1905. Die letzte Tuchfabrik schloss 1908, das restliche Textilgewerbe kam in den 1960er Jahren zum Erliegen.

Quelle: monschau.de



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