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Alte Historische Fotos und Bilder Morsbach, Nordrhein-Westfalen
Old historical photos and pictures Morsbach, North Rhine-Westphalia

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Wappen Morsbach

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Geschichte von Morsbach, Nordrhein-Westfalen in Fotos
History of Morsbach, North Rhine-Westphalia in photos

Eine kleine historische Referenz

Geographie: Morsbach ist eine Gemeinde im Oberbergischen Kreis in Nordrhein-Westfalen an der Grenze zu Rheinland-Pfalz.

Morsbach liegt im Oberbergischen Land im Südosten des Oberbergischen Kreises. Im Osten und Süden grenzt Morsbach an Rheinland-Pfalz.

Die Gemeinde gliedert sich in folgende 66 Ortsteile:

  • A Alzen – Amberg – Appenhagen
  • B Berghausen – Birken – Birzel – Bitze – Böcklingen – Breitgen – Burg Volperhausen
  • E Ellingen – Erblingen – Euelsloch – Eugenienthal
  • F Flockenberg – Frankenthal
  • H Hahn – Halle – Heide – Hellerseifen – Herbertshagen – Höferhof – Holpe – Hülstert
  • K Katzenbach – Kömpel – Korseifen
  • L Ley – Lichtenberg – Lützelseifen
  • N Neuhöfchen – Niederasbach – Niederdorf – Niederwarnsbach – Niederzielenbach
  • O Oberasbach – Oberholpe – Oberwarnsbach – Oberzielenbach – Ölmühle – Ortseifen
  • R Reinshagen – Rhein – Ritterseifen – Rolshagen – Rom – Rosengarten – Rossenbach
  • S Schlechtingen – Seifen – Siedenberg – Solseifen – Springe – Steimelhagen – Stentenbach – Stockshöhe – Straßerhof – Strick
  • U Überasbach – Überholz
  • V Volperhausen
  • W Wallerhausen – Wendershagen – Wittershagen
  • Z Zinshardt

Gründungszeitpunkt:

Einwohner: 10 032

Geschichte:

Sehenswürdigkeiten:

Morsbach. Altbergische Häuser
Altbergische Häuser
Morsbach. Alzen - Fatima-Kirche
Alzen - Fatima-Kirche
Blick auf Morsbach, 1955
Blick auf Morsbach, 1955
Morsbach. Blick auf strasse, 1925
Blick auf strasse, 1925
Morsbach. Gasthof zum Bahnhof, 1959
Gasthof zum Bahnhof, 1959
Morsbach. Herz-Mariä-Kirche
Herz-Mariä-Kirche
Morsbach. Hotel 'Zum Prinzen Heinrich'
Hotel 'Zum Prinzen Heinrich'
Morsbach. Luftaufnahme, 1965
Luftaufnahme, 1965

Geschichte der Gemeinde Morsbach

4000-1800 v.Chr. - Die erste Besiedlung des Morsbacher Gebietes reicht bis in die Jungsteinzeit zurück, wovon ein Steinbeil und das Bruchstück einer Feuersteinklinge Zeugnis geben.

Um 800 - Das Reich Karls des Großen erhält eine neue Gauverfassung. Erste erfaßbare Gebietseinteilung. Das Kirchspiel Morsbach gehört zum Auelgau (Sieggau) verwaltet vom Gaugrafen. Territorialherren im Kirchspiel Morsbach sind die Grafen von Sayn.

Um 895 - Im frühmittelalterlichen Verzeichnis der Besitztümer des Kanonikerstifts St. Cassius und Florentius in Bonn wird Morsbach erstmals urkundlich erwähnt. Ebenso etwas später in einem die Verhältnisse jener Zeit darstellenden Liegenschaftsverzeichnis der Diözese Köln (Liber valoris). Morsbach ist damit der älteste urkundlich erwähnte Ort im Oberbergischen Kreis.

1131 - Papst Innozenz II. bestätigt am 31.3. dem Bonner Cassiusstift den Besitz an der Morsbacher Kirche und einem Teil des anfallenden Zehnten (ecclesiam Moresbach cum parte decimae).

Etwa 1150 bis 1250 - Bau der spätromanischen Emporenbasilika St. Gertrud Morsbach mit Fresco-Malereien.

1174 - Die Grafen von Berg auf Schloß Burg an der Wupper erhalten von Landgraf Heinrich Raspe von Thüringen Burg Windeck als Lehen.

1276 - Aus dem saynischen Amt Nümbrecht, bestehend aus den Kirchspielen Nümbrecht, Waldbröl und Morsbach, wird die selbständige vom Hauptbesitz losgelöste Herrschaft Homburg mit eigener Verfassung und Verwaltung.

1311 - Die Grafen von Sayn-Homburg erkennen die Gerichtsrechte im Kirchspiel Morsbach, das Fischereirecht und den Zehnten des Kupferbergwerks Böcklingen als Besitz der Grafen von Berg an.

1380 - Die Grafschaft Berg wird von Kaiser Wenzel zum Herzogtum erhoben. Hauptstadt ist Düsseldorf.

Um 1400 - wird etwa die Hälfte des homburgischen Kirchspiels Morsbach mit seinem Hauptort Eigentum der Herzöge von Berg. Die Grenzen werden in „Weistümern“ von 1464 bis 1572 beschrieben und 1575 in der sogenannten Merkatorkarte kartographisch dargestellt. Das „Eigenthumb Moirsbach“ gehört zum Amt Windeck. Damit ist das Kirchspiel Morsbach in einen bergischen und homburgischen Bereich (Hauptort Holpe) gespalten.

Um 1500 - Bau einer Kapelle in Holpe als Filialkirche von Morsbach.

1563 - Die Grafen von Sayn-Homburg erlassen für ihr Gebiet eine lutherische Kirchenordnung und erklären die neue Lehre zur Staatsreligion. Damit wird alsbald das Kirchspiel Morsbach auch konfessionell in den katholischen Sprengel Morsbach und den lutherischen Sprengel Holpe geteilt.

1604 - Durch den „Siegburger Vergleich“ (12. Juni) kommt auch der homburgische Gebietsteil zum Herzogtum Berg und zum Amt Windeck. Das Kirchspiel wird mit etwa 1100 Einwohnern wieder eine politische Einheit.

1614 (endgültig 1666) - kommt das Herzogtum Berg an Pfalz-Neuburg (Wittelsbacher).

1634 - Das Kirchspiel Morsbach wird Lehensbereich des Grafen Hermann von Hatzfeldt (Herr zu Wildenburg und Crottorf).

1661 - Das Lehen wird von Philipp Wilhelm von Berg wieder zurückgenommen. Er verleiht den Morsbachern die Fisch- und Jagdgerechtigkeit, einen eigenen Schultheiß und ein eigenes Untergericht (7 Scheffen) nach dem „hohen Gericht zu Windeck“.

1742 - Kurfürst Karl Theodor zu Pfalz-Sulzbach wird Herzog von Berg. Als er

1777 - zugleich Kurfürst von Bayern wird, wird die Residenz des Herzogtums nach München verlegt.

1795 - Im Krieg der verbündeten europäischen Monarchen gegen die französische Revolutionsarmee dringen die Franzosen über den Rhein vor, besetzen das Herzogtum Berg und lagern auch in Morsbach.

1805 - Der Nachfolger des Kurfürsten Karl Theodor, Kurfürst Maximilian Joseph von Pfalz-Zweibrücken, verbündet sich mit Napoleon und wird König von Bayern.

1806 - Bayern tritt das Herzogtum Berg an Frankreich ab. Berg wird Großherzogtum und Joachim Murat (Schwager Napoleons) sein Regent.

1808 - Das Großherzogtum fällt an Napoleon zurück (Generalgouvernement). Neue Verwaltungseinteilung: Mairie (Bürgermeisterei) Morsbach (rd. 2200 Einwohner) im Kanton Waldbröl, im Arrondissement Siegen (Präfektur in Dillenburg), im Department Sieg.

1810 - Ab 1.1. gilt im Generalgouvernement Berg das französische Recht, das zum großen Teil bis 1870 oder 1900 in Kraft bleibt.

1813-1815 - wird das Generalgouvernement - nach der Vertreibung der Franzosen - provisorisch von einem Generalgouverneur (Justus Gruner) verwaltet. Neue Einteilung: Gemeindebezirk Morsbach, Kanton Waldbröl, Kreisdirektion Wipperfürth.

1816 - Neue Verwaltungseinteilung: Bürgermeisterei Morsbach, Kreis Waldbröl, Regierungsbezirk Köln, Provinz Kleve-Jülich-Berg (ab 1822 Rheinprovinz).

1932 - Am 1.10. werden die Kreise Waldbröl und Gummersbach zum Oberbergischen Kreis vereinigt. Die Gemeinde Morsbach hat rd. 5300 Einwohner. Ihre Grenzen sind seit Jahrhunderten fast unverändert.

1945 - Das Heimatgebiet unter amerikanischer Besatzung (8.4.-17.6.1945, bis 20.2.1949 britische bzw. belgische Besatzung).

1946 - Der Oberbergische Kreis liegt im neu gebildeten Bundesland Nordrhein Westfalen.

1995 - 1100-Jahr-Feier der Gemeinde Morsbach mit historischem Festzug.

Nach dem Zweiten Weltkrieg hat sich in der Gemeinde Morsbach ein gewaltiger Strukturwandel vollzogen, als sich das ehemals überwiegend landwirtschaftlich geprägte Gemeinwesen zum Feriengebiet im Naturpark „Bergisches Land“ wandelte.Gleichzeitig entwickelte sich Morsbach zu einem Standort für mittelständige und handwerkliche Unternehmen mit Schwerpunkt bei der Kunststoffverarbeitung, der Raummodultechnik und dem Systemcontainerbau.

Morsbach ist heute eine aufstrebende Gemeinde mit rund 10.600 Einwohnern im südlichen Teil des Oberbergischen Landes. Den natürlichen Mittelpunkt bildet die Ortschaft Morsbach, die der 55,97 qkm großen Gemeinde ihren Namen gab und zu der noch weitere 65 Orte gehören.

Zu den besonderen Sehenswürdigkeiten der Gemeinde Morsbach zählen u.a.: Romanisch-staufische Pfarrkirche 12./13. Jhd., Fachwerkhäuser in Morsbach, Holpe und Oberholpe 18./19. Jhd., Burghaus Volperhausen 16. Jhd., evgl. Pfarrkirche Holpe 15./17. Jhd.

H. Moll / C. Buchen

Quelle: morsbach.de



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