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Alte Historische Fotos und Bilder Marienberg, Sachsen
Old historical photos and pictures , Saxony

Wenn Sie habe Vergessen deine Vergangenheit - Ihr wirst keine Zukunft haben


Wappen Marienberg

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Geschichte von Marienberg, Sachsen in Fotos
History of , Saxony in photos

Eine kleine historische Referenz

Geographie: Marienberg ist eine Große Kreisstadt im sächsischen Erzgebirgskreis südöstlich von Chemnitz.

Stadtteile:

Ansprung, Dörfel, Gebirge, Gelobtland, Grundau, Hinterer Grund, Hüttengrund, Kühnhaide, Lauta, Lauterbach, Marienberg, Mooshaide, Niederlauterstein, Pobershau, Reitzenhain, Rittersberg, Rübenau, Satzung, Sorgau, Wüstenschlette, Zöblitz

Gründungszeitpunkt:

Einwohner: 17 097

Geschichte:

Sehenswürdigkeiten:

Marienberg. Am Markt, blick auf Kirche
Am Markt, blick auf Kirche
Marienberg. Ehemaligen Unteroffizierschule, 1940
Ehemaligen Unteroffizierschule, 1940
Marienberg. Reitzenhain - Genesungsheim, 1928
Reitzenhain - Genesungsheim, 1928
Marienberg. Reitzenhain - Hotel 'Neue Welt', Dorfteich und Fabrik, 1928
Reitzenhain - Hotel 'Neue Welt', Dorfteich und Fabrik, 1928
Marienberg. Johannisstraße, Spielwaren Julius Gläser
Johannisstraße, Spielwaren Julius Gläser
Marienberg. Zschopauer Straße zum Tor, 1938
Zschopauer Straße zum Tor, 1938
Marienberg. Zschopauer Tor, 1932
Zschopauer Tor, 1932
Marienberg. Zschopauer Tor und Stadtmauer
Zschopauer Tor und Stadtmauer

Stadtgeschichte

Im Jahr 1323 wurde daz dorf Sletyn erstmals urkundlich erwähnt. Bereits 1484 heißt der Ort bey der wusten Sletten. Nach 1519 siedelten sich im heutigen Gemeindeteil Wüstenschlette Bergleute an. Am 17. Juli 1519 machte Clemens Schiffel die ersten Silberfunde im Tal des Schlettenbaches. Am 11. Mai des folgenden Jahres verlieh man ihm die Grube „St. Fabian Sebastian mit samt dem Erbstolln“. In der Folge setzten weitere bergbauliche Erschließungen der Umgegend ein und verursachten einen großen Zustrom von Bergleuten.

Dieser Umstand veranlasste Herzog Heinrich den Frommen 1521 zur Gründung der Bergstadt Marienberg. Der Stadtgrundriss wurde von Ulrich Rülein von Calw entworfen. Am 19. Dezember 1523 wurde das Stadt- und Bergrecht verliehen, 1525 erhielt die Stadt ein eigenes Bergamt. Eine Lateinschule wird ab 1530 erwähnt. Mit der Reformation 1536/1537 wurde Marienberg eigenständige Parochie. Die höchste Blüte erlebte der Bergbau 1540. Von 1541 bis 1566 wurde die Stadtmauer errichtet. 1555 sind über 1000 Zechen im Marienberger Revier nachweisbar. Von 1558 bis 1564 wurde die spätgotische Hallenkirche St. Marien erbaut.

Am 31. August 1610 kam es zu einem verheerenden Stadtbrand, dem fast alle 550 Häuser zum Opfer fielen. Nach dem Ende des Silberbergbaues begann ab 1612 der Kupfer- und Zinnbergbau. Ab 1696 ist die Stadt mit Soldaten belegt und wurde ab 1753 bis 1858 Garnisonsstadt für die Kavallerie. Infolge einer Faulfieber-Epidemie wurde 1772 ein Waisenhaus gegründet, das 1805 um eine Freischule erweitert wurde. Zur Verbesserung der Ernährungslage der Bergleute wurde auf Anraten von Friedrich Wilhelm Heinrich von Trebra 1806 bis 1809 ein Bergmagazin erbaut. 1813 wurde Marienberg zum Etappenort der gegen Napoleon verbündeten Armeen. 1821 wurde der Ortsteil Gelobtland als Waldarbeitersiedlung angelegt. 1835 wurde die baufällige Stadtmauer bis auf das Zschopauer Tor und den Roten Turm abgetragen. 1842 wurde Marienberg Sitz des Kirchenbezirkes. 1847 löste man das Bergamt auf, im selben Jahr wurde ein „Kindergarten“ im Beisein Friedrich Wilhelm August Fröbels eröffnet. Bis 1856 gehörte Marienberg zum Amt Wolkenstein. Von 1858 bis 1873 war Marienberg Garnisonsstadt für die Infanterie.

Die Freiwillige Feuerwehr wurde 1862 gegründet. Von 1873 bis 1920 befand sich in Marienberg eine Unteroffizierschule und -vorschule, ab 1874 wurde mit dem Bau der Kasernen begonnen. Im gleichen Jahr wurde mit dem Bau eines Gaswerkes und der Installation von Gaslaternen begonnen. 1875 erhielt Marienberg mit dem Bau der Flöhatalbahn Anschluss ans Bahnnetz. 1882 wurde die Freiwillige Feuerwehr in Gelobtland gegründet. 1889 wurde das Städtische Krankenhaus eröffnet. Ein Wasserwerk wurde 1891/1892 errichtet. Die Zentralschule (heute Gymnasium) wurde 1893 eingeweiht. 1899 wurde mit dem Rudolf-Schacht die letzte Grube geschlossen. 1910 wurde ein Elektrizitätswerk errichtet, 1913 wurde Marienberg an die zentrale Elektrizitätsversorgung angeschlossen. 1914 wurden die Kirche, der Rote Turm und das Zschopauer Tor durch eine Ortssatzung unter Denkmalschutz gestellt. 1917 wurde das Gebäude des Amtsgerichtes eingeweiht. Am Galgenberg wurde 1927 eine Sprungschanze eingeweiht. Eine Realschule mit Progymnasium wurde 1918 gegründet und war bis 1940 in Räumen der Kaserne untergebracht. Mit dem Bau von zwölf Doppelhäusern 1933 bis 1937 entstand der Ortsteil Mooshaide.

Zwischen 1924 und 1937 fand insgesamt zehn Mal das Marienberger Dreieckrennen statt. Dieses 17 km lange Motorradrennen führte von Marienberg über die Heinzebank und Wolkenstein nach Marienberg zurück. Das Marienberger Dreieck war zur damaligen Zeit die schnellste Straßenrennstrecke Deutschlands und diente als Austragungsort für die Deutsche Motorrad-Straßenmeisterschaft.

Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurden 154 KZ-Häftlinge des Außenlagers Wille in Tröglitz/Rehmsdorf des KZ Buchenwald auf einem Todesmarsch von SS-Männern ermordet. Sie waren bei Tieffliegerangriffen zwischen dem 15. bis 17. April 1945 aus den Transportzügen auf den Bahnhöfen Gelobtland und Reitzenhain in die umliegenden Wälder geflohen und wieder aufgegriffen worden.

Aufgrund des Eisenbahnunfalls im Hüttengrund, bei dem 18 Rotarmisten ihr Leben verloren, wurden 1945 vier deutsche Reichsbahner vom sowjetischen Militärtribunal hingerichtet.

Marienberg war von 1874 bis 1939 Sitz der gleichnamigen Amtshauptmannschaft, aus der 1939 der Kreis Marienberg hervorging. Dieser ging 1994 im Mittleren Erzgebirgskreis und 2008, wobei Marienberg die Funktion der Kreisstadt verlor, im Erzgebirgskreis auf.

Eingemeindungen

Mit der Eingemeindung von Zöblitz zum 31. Dezember 2012 als derzeit letzte Eingemeindung in die Stadt Marienberg gehört die Stadt zu den flächengrößten Städten im Freistaat Sachsen. Im Erzgebirgskreis ist die Stadt Marienberg flächengrößte Stadt.

Original: de.wikipedia.org



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